Aportieren beim Golden Retriever

    • (1) 12.10.11 - 12:52

      Hallo an alle Hundefreunde! :-)
      Wir haben seit etwa 2,5 Jahren einen Golden Retriever (Rüde), den wir mit etwa 8 Wochen bekommen haben. Schnell war er stubenrein und ich muss ehrlich sagen, dass unser Hund einen ganz tollen Charakter hat. Er ist kinderlieb, hört super und ich absolut kerngesund.
      Bald bekommen wir Nachwuchs und deshalb bin ich seit einigen Wochen daheim. Normalerweise haben wir es immer so gemacht (unser Lenni war max. 3-4 Stunden am Tag allein daheim), dass wir vor dem gehen und nach dem gehen draußen waren und mit ihm spazieren waren bzw. gespielt haben. Leider versuchen wir schon seit Anfang an, unserem Hund das Aportieren beizubringen... Fehlanzeige...
      Wir haben schon sooo viel probiert:
      - Dummie
      - Futtertasche (mit Futter drin)
      - Ball
      ... etc.
      Leider ist unser Hundi so gaaaaar nicht verfressen... ja, er isst gerne, aber irgendwie hat er keine Lust sich das Aportieren beibringen zu lassen. Wir haben es mit normalen Trockenfutter, Leckerli (auch seine Lieblinge), Geflügelwurst, Apfel (ja, unser Hund steht auf Apfel, bekommt davon keinen Durchfall), Brot, Nudeln und so vieles mehr probiert. Es funktioniert nicht. Wir haben sogar schon das "Frühstück" weggelassen und versucht, das durchs Aportieren in Leckerli zu ersetzen.
      Wir werfen etwas, er rennt natürlich hin... und dann rufen wir "Bring"... deutlich und nicht zu häufig (so, wie man es ja machen sollte)... was macht er? Legt sich die Wiese und vergnügt sich damit. Oder er rennt zu uns, aber nicht direkt, d.h. er legt sich irgendwo hin.

      Ich weiß, dass sich Hunde nur begrenzt konzentrieren können... ich versuche es dann immer ein paar Mal am Tag. Besonders jetzt, wo ich daheim bin. Ich fände es auch superpraktisch, wenn er es endlich mal lernen würde. Wir gehen sooo viel spazieren und wenn unsere Kleine da ist und wir unterwegs sind, wäre es super, wenn ich vom Kiwa etwas werfen könnte und er bringt mir es wieder.
      Und auch jetzt, hochschwanger, wäre es einfach toll.
      Eigentlich aportieren doch die meisten Goldies, oder?

      Kann mir jemand helfen? Tipps? Tricks?
      Danke,
      Claudia mit Emilia inside 37. SSW und #hund Lenni, frisch gekämmt und vom toben total müde ;-)

      • Hallo,

        sorry, wahrscheinlich nicht das, was du dir erwartest, aber wir haben genau das gleiche Problem. Habe Anfang der Woche auch unseren Hundetrainer gefragt, wie man ihr das beibringen könnte und dass die selbst mit Futterbeutel usw. immer sehr schnell desinteressiert ist (und sie ist seeeehhhhhr verfressen ;-))...

        Seine Antwort war schlicht und ergreifend, dass es auch Hunde geben soll, die das Apportieren nicht mögen und denen es dann eben einfach keinen Spaß macht. Wir haben beschlossen, dass unsere nicht apportieren können muss, nur weil wir das wollen. Sie darf dafür Nasenarbeit ausprobieren. Denke, dass ihr das eher liegt.

        Ist doof, ich weiß, habe nämlich auch Angst, dass mein Mädel so nicht ausgelastet wird, aber ich mag ja auch nicht jedes Spiel ;-).

        VG,

        kitty

        • danke für den ratschlag! :-) das hilft mir schon weiter. ist doch gut zu wissen, dass es anderen genauso geht. habe gar nicht gewusst, dass es auch hunde gibt, die das aportieren nicht mögen. aber wenn man so nachdenkt: wir menschen mögen ja auch nicht alles.
          schade, aber dann ist das wohl so.

          was spielt ihr denn so, also wenn ihr unterwegs seid?
          lg :-)

          • Haben am Anfang auch recht blöd geschaut, als sie dass nicht machen wollte. Man hat ja immer so ein Idealbild von dem Hund, der fröhlich hinter Stöckchen oder Ball herspringt ;-). Wir probieren jetzt mal Fährtenlesen aus.

            Unsere hat nämlich ihre Nase wirklich immer am Boden, also ein absoluter Nasenhund. Wir lassen sie auch in der Wohnung öfter suchen, also verstecken das Futter und sie geht dann die ganze Wohnung ab. Mittlerweile kann ich es ihr auch in Regale, oder unter Sachen legen und sie findet immer noch alles.

            Unsere Hundeschule meint, dass man das Fährtenlesen wohl auch in der täglichen Gassirunde machen kann, da wir aber erst demnächst mit dem Kurs dazu anfangen kann ich dir noch nicht genauer berichten.

            Im Moment muss meine leider auch mit der Eichhörnchenjagd und anderen Hunden zum rumtollen vorlieb nehmen :-(.

            Vielleicht hat ja doch noch jemand einen totsicheren Tipp für das Apportieren.

            VG,

            kitty

            • Huhu!

              Ich finde meinen Tipp von gestern gar nicht so schlecht... :-p

              LG

              • Hallo,

                hab mir gestern deinen Tip natürlich durchgelesen, auch wenn die Antwort ja für die TE und nicht für mich direkt war ;-).

                Werden das auch bei Gelegenheit mal probieren, hatte bis jetzt nur immer ein wenig Skrupel das Futter nur aus dem Futterbeutel zu geben und nichts mehr in den Napf. Ich bin also gespannt.

                Danke und VG,

                kitty

      Hallo,

      naja, unserer macht das, wenn er will, dass wir mit ihm spielen. Dann bringt er alles mögliche an. Bälle, Stöcke, Geldbeutel :-D

      Aber nicht, wenn wir meinen, dass er es machen müsste.


      LG

      Hallo!

      Zuerst möchte ich dir den gut gemeinten Tipp geben, deinem Wuff nicht allzu oft (selbst wenn es "nur" Leckerchen sind) Obst (v.a. Äpfel) mit viel Fruchtzucker und / oder Brot (und andere getreidehaltige Produkte wie Nudeln) zu geben... auf Dauer macht das dick und im schlechtesten Fall sogar krank!! Diabetes und damit verbundene Nierenschäden, Allergieen, etc. können das Ergebnis sein!

      Aber das nur so am Rande...

      Zu deinem eigentlichen "Problem":
      Sofern ihr der Meinung seid, er mag das Apportieren wirklich nicht, lasst es halt!
      Es ist jedoch auch möglich, dass er einfach noch keinen Bezug zu dieser Form der "Arbeit" gefunden hat!?

      Wenn ihr ihm das Apportieren doch noch schmackhaft machen möchtet, versucht es vielleicht mal folgendermaßen (so haben wir das mit unserem Puggle erfolgreich gemacht)...

      1. Der Hund ist an der Such-/Schleppleine.
      2. Der Hund bekommt überhaupt kein Futter mehr aus seinem Napf.
      3. Die tägliche Futterration kommt in den Dummy/Futterbeutel. (durchaus auch mit Frischfutter möglich, nur muss der Beutel stets gereinigt werden)
      4. Zuerst wird in relativ reizarmer Umgebung geübt. (z.B. der eigene Garten, eine wohl bekannte Wiese)
      5. Der Beutel fliegt nur soweit, wie die Leine reicht.
      6. Euer Wuff rennt zum Beutel und nimmt ihn hoffentlich auf. (wenn das schon nicht funktioniert, muss zunächst das Aufheben von Dingen geübt werden!)
      7. Sobald er den Beutel trägt / im Maul hat, kommt das "Bring!" oder "Hol her!".
      8. Bewegt er sich in deine Richtung, viel verbal loben und animieren, komplett zu dir zu kommen. (vielleicht in die Hocke gehen, Oberkörper nach vorne neigen, Arme ausstrecken)
      9. Bewegt er sich von dir weg oder gar nicht, ziehst du ihn mithilfe der Leine zu dir.
      10. Ist der Wuff inklusiver Futterbeutel bei dir angekommen, kommt nochmal das "Bring!" oder "Hol her!". (so können die Hunde es besser mit dem Kommando verknüpfen)
      11. Du lässt ihn sitzen oder legst ihn ab.
      12. Der Beutel wird geöffnet.
      13. Wuff darf kurz seine Nase reinstecken und ein wenig futtern.
      14. Den Beutel wegnehmen und verschließen.
      15. Und die Übung beginnt von vorne. (das kannst du - je nach Futtermenge - ruhig 10 min am Stück machen, mehrmals täglich)

      Unserer hatte das Apportieren nach 3 Tagen drauf...
      Wichtig ist natürlich, ihm das "Beutestück" niemals zur freien Verfügung zu überlassen!!
      D.h. er darf damit nicht einfach abhauen, darauf rumkauen, es gar kaputt machen... (darum die Leine!)

      Wenn dieser Vorgang gut klappt, kannst du das Ganze entwickeln...

      - andere Gegenstände holen lassen
      - Leine weg
      - Wurfweite variieren
      - Übungsgebiet variieren
      - Hund sitzen / liegen lassen, werfen, dann (kontrolliert) losschicken (sodass der Hund nicht mehr sofort beim Werfen losrennt)
      - während er holt kannst du dich verstecken, sodass er dich suchen muss
      - ...

      Man kann das Apportieren echt abwechslungsreich gestalten... Somit bleibt es kein stupides "Wurf-Bring-Spiel"!!

      Unser Puggle (Beagle+Mops) hatte zu Beginn überhaupt nichts mit Such-/Fährtenarbeit am Hut...
      Aber nur, weil wir nicht genau genug waren und das Ganze zu langweilig angegangen haben!!
      Nach Tipps von der Hundetrainerin klappte das super... er ist absolut toll mit der Nase (ist ja auch ein halber Beagle!) und hat inzwischen einen Riesenspaß dabei!!!!!
      Und das Wichtigste ist, der Hund wird somit auch geistig ausgelastet!!!!!!

      Naja... genug gelabert und kluggeschei***t!! :-p

      Viel Erfolg mit euerm Wuff und alle Liebe für die bevorstehende Geburt!
      LG #herzlich

      mein Goldie, jetzt knapp 4 Jahre, apportiert liebend gern von klein auf.
      Mein Labi-Mädel, knapp 7 Monate, hat da null Bock drauf!
      Sie sieht auch bei ihm wie es geht, und das er Leckerlie bekommt wenn er bringt....juckt sie nicht.
      Sie holt sich das was ich werfe und geht damit flitzen und gnatscht drauf rum.
      Tja....Pech gehabt....gibts halt kein Leckerlie für sie.

      Ich denke es gibt auch Hunde die null Bock haben irgendwas anzuschleppen......

      Mal versucht ihn nicht mehr zu füttern nur noch aus dem beutel und wen dan auch nur wen er ihn bringt futterbeutel mit schlepleine dran und wen er eben nicht mit macht ma kein futter geben

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