rhodesian ridgeback - wer hat einen?Erfahrungen gesucht!

    • (1) 29.10.11 - 19:37

      Hallo, mich würde mal interessieren ob hier Besitzer von RRs sind.
      Bei uns in die Familie bzw. bei meiner Mutter zieht ein RRwelpe warscheinlich in einigen Wochen ein............bzw sie hat sie in einen Welpen der Hündin ihrer Freundin verliebt und nun mahlen die Gedankenmühlen....
      Bisher hatten wir nur Schäferhunde/mix.
      Nun sammeln wir fleissig Infos über die Rasse.
      Haus mit Garten, Auslaufflächen/Strand in 10Min Entfernung gegeben und Zeit auch. Sie wird in die Welpenschule gehen, Begleithundeprüfung und würde dann Hunderettungsstaffel oder vergleichbares anstreben...
      Kontakt mit meinen Kindern ( 2 und 6) ist auch sehr regelmässig und dürfte bei beidseitiger Erziehung ja funktionieren.

      Nun würden wir uns aber noch über Erfahrungswerte von RR besitzern sehr freuen....... :-)

      • (2) 29.10.11 - 20:15

        Hallo,

        wir haben einen Ridgeback. Und mein erster Gedanke bei Deinem Text war "Vielleicht sollte sie die Erwartungen runterschrauben und erstmal abwarten, was für einen Hund sie da bekommt...";-) Das war das, was ich dachte, als ich Hunderettungsstaffel las. Ridgebacks sind rein von ihren Fähigkeiten sicher absolut für diese Arbeit geeignet, gar keine Frage. Und es gibt auch definitiv Ridgis, die daran ihren Spaß haben und erfolgreich sind. Aber diese Rasse im Allgemeinen ist nicht gerade mit einem Übermaß am "Will to please" ausgestattet...:-p Das heißt nicht, dass man ihn nicht beschäftigen muss, ganz im Gegenteil - allerdings sollte man da nicht unbedingt den größten Ehrgeiz entwickeln, zu den besten gehören. Heute ist der Hund das, morgen und übermorgen hat er gerade keinen Bock und macht max. halbherzig mit.

        Ein Ridgeback ist ein wirklich toller Hund - mit seinen Eigenheiten, die man unbedingt berücksichtigen sollte. Als Ridgeback-Halter hört man quasi immer als erstes. "Oh, ein Ridgeback, da braucht Ihr aber eine harte Hand!" Nein, nein, nein - auf gar keinen Fall braucht dieses Sensibelchen von Hund eine starke Hand! Da kann man sich eine ganze Menge mit kaputtmachen und im schlechtesten Fall testet er dann in/nach der Pubertät mal, ob man denn wirklich so stark ist, wie man tut.

        Konsequenz dagegen wird die nächsten Jahre DER Schlachtruf eines Ridgeback-Halters...;-) Die Ridgebacks sind auf Eigenständigkeit gezüchtet worden, sie mussten in der Lage sein, selbständig Entscheidungen treffen zu können - das steckt in ihnen drin und damit muss man sich arrangieren. Ein Ridgeback "überdenkt" Befehle bevor er sie ausführt und wird Dinge, die für ihn keinen Sinn machen, auch gerne mal ignorieren. Das bringt den Hunden häufig den Ruf ein, dickköpfig zu sein - letztlich war es aber der Mensch, der die Zucht dahingehend selektiert hat, nur passen die ursprünglichen Charaktereigenschaften dieser Rasse nicht so gut in unsere Gesellschaft.

        Einen Ridgeback ins Haus zu holen, heißt, vieles was man über Hunde und deren Erziehung zu wissen glaubt, neu überdenken zu müssen und bereit zu sein, über Jahre viel Arbeit und Zeit zu investieren. Ist man bereit, das zu tun, hat man einen ganz tollen Begleiter an seiner Seite!

        Ein wirklich guter Artikel über Ridgebacks ist dieser hier:

        http://wuff-online.com/pics/artikel/2005/07/ridgeback.pdf

        Er liest sich anfangs recht negativ, enthält aber sehr viel Wahres! Die Autorin ist eigentlich auch ein Ridgeback-Fan, hat selbst über Jahre Ridgebacks gehalten, ist Hundetrainerin, Verhaltenstherapeutin und Dr. der Biologie mit dem Schwerpunkt Haushunde und ihr Verhalten. Ich war auf mehreren Vörträgen und Seminaren bei ihr - sie ist total klasse und eigentlich gar nicht so "schlimm", wie es in dem Artikel rüberkommt...;-)

        Also, zu einem Ridgeback sollte man sich sehr bewusst entscheiden - mit allen Wenns und Abers! Kein Hund sollte "einfach so" oder weil er so hübsch ist angeschafft werden, für den Ridgi gilt das doppelt und dreifach!

        Viele Grüße, Alex

        • (3) 29.10.11 - 20:27

          Hallo noch mal,

          hier ist noch ein Link zu einem Beitrag, in dem ich schon mal etwas zum Ridgeback geschrieben hatte - ist zwar nicht das gleiche Thema wie hier, aber ein paar Dinge, die ich persönlich eigentlich wichtig finde, habe ich hier vergessen, deshalb noch mal der Link:

          http://www.urbia.de/forum/34-mein-tier-und-ich/3246137-bitte-um-rat-rhodesian-ridgeback/20573320

          Viele Grüße, Alex

          (4) 29.10.11 - 21:06

          Hy, danke erstmal für den Link, gleich ausgedruckt.;-)
          Das Problem ist das wir diese Rasse bisher nicht so kennen und daher erstmal rausfinden wollen ob es passt - was eben vom Besitzer gegeben sein muss damit es passt.

          Grins mit der Hundestaffel sind wir bzw sie merklich vom Schäferhund noch infiziert. Insgesamt ist es so das sie neben einer wirklich guten Erziehungsarbeit auch gerne etwas mit dem Hund dann machen würde....klar muss man da auf den Hund achten.

          Sie meinte vorhin ja auch schon das die ersten 1,5 Jahre eh nicht so viel geht....wachsen und erziehen.... :-D

          Interessant wäre was euch zu dieser Rasse bewogen hat.

          • (5) 29.10.11 - 21:09

            Mantrailing - das ist ja ungefähr das was sie sich vorstellt.
            Bei uns hiess es damals Hunderettungsstaffel. Dort haben wir als Kids uns ua. auf dem Gelände versteckt und die Hunde haben uns gesucht....meine Kindheitserinnerung ;-) glaub es hing defintiv mehr dran als das einzigste was ich erinnere ;-)

            (6) 29.10.11 - 21:46

            Hallo noch mal;-),

            oh, man kann mit einem Ridgeback unheimlich viel machen - man sollte halt nur nicht von Anfang an bestimmte Meilensteine einplanen und sich als Ziel setzen. Da kann man u.U. sehr enttäuscht werden. Wir machen mit unserem Dicken z.B. Mantrailing, das kann man auch durchaus schon recht früh anfangen. Allerdings wird es bei uns eine Freizeitbeschäftigung bleiben, ich denke nicht, dass wir uns oder unserem Hund einen Gefallen damit täten, die Aufnahme in eine Suchhundestaffel anzustreben ... um es mal vorsichtig bis nett auszudrücken.:-p;-)

            Sollte Deine Freundin die rassetypischen Verhaltensmerkmale eines Schäferhundes schätzen und lieben, sollte sie sich wirklich überlegen, ob sie nun einen Ridgeback zu sich nimmt - klar, jeder Hund ist ein Individuum und es gibt immer solche und solche, aber allgemein gesehen liegen Welten zwischen dem Schäferhund und dem Ridgeback.

            Warum wir uns für einen Ridgeback entschieden haben? Du, das frage ich mich auch immer wieder...#rofl:-p;-) Nein, Quatsch, wir sagen inzwischen "einmal Ridgeback, immer Ridgeback".

            Ich persönlich fand Ridgebacks toll, seit ich sie vor ca. 15 Jahre das erstemal gesehen habe, allerdings ging es da nur um Äußerlichkeiten. Mein Mann hat dann zwei Ridgebacks auf einer Geburtstagsfeier bei Freunden erlebt und hat seit dem gesagt, wenn einmal ein Hund (er hatte vorher nie einen und wollte bis vor zwei Jahren auch keinen), dann ein Ridgeback - allerdings ging es da auch eher um das Äußere und das erhabene, fast schon arrogante Verhalten, dass die beiden da auf der lauten Feier in fremder Umgebung gezeigt haben (es sei dazu gesagt - es waren zwei 5jährige Hündinnen...).

            Als bei uns dann das Thema Hund aktuell wurde, kam mein Mann sofort wieder mit einem Ridgeback an. Ich habe dann Bücher gewälzt, das Internet durchforstet und Rassebeschreibungen gelesen. Daraufhin fand ich die Hunde noch viel faszinierender, hatte aber auch gehörig Respekt vor der Aufgabe, die da auf uns zukommen würde, zumal mein Mann berufstätig ist, die meiste Arbeit mit Kindern und Hund also auf mich fällt. Wir haben dann Kontakt zu Züchtern aufgenommen, uns die Hunde "live" angeschaut, uns mit Ridgeback-Haltern auf Spaziergängen unterhalten usw. Je mehr wir über die Hunde erfahren haben, desto mehr wurde klar, dass das DER Hund ist, den wir möchten - und um so größer wurde mein Respekt vor der Aufgabe, die dann vor uns liegen würde.

            Ich persönlich mag halt Hunde, die ihren eigenen Kopf haben, die "mitdenken", die nicht mit jedem "gut Freund" sein wollen, die keinen blinden Kadavergehorsam leisten. Andererseits ist gerade das natürlich u.U. ein großes Problem in der Erziehung und in der Gesellschaft. Das war uns klar. Deshalb haben wir uns schon vor Einzug unseres Dicken eine Hundetrainerin gesucht, die selbst Ridgebacks hält und daher ihre Eigenarten aus erster Hand kennt und sie nicht in Schublade X stecken will.

            Obwohl wir uns ganz bewusst für diese Rasse entschieden haben, uns vorher bewusst waren, welche Probleme uns erwarten können, muss ich ganz ehrlich sagen - unser Dicker hat uns oft an unsere Grenzen gebracht und wir waren mehr oder weniger gezwungen, dafür zu sorgen, diese Grenzen neu abzustecken, neue Wege zu finden, uns weiterzuentwickeln, viel dazu zu lernen. Ich denke, ich kann behaupten, dass wir unserem Vorsatz, uns unsere Schwächen früh genug einzugestehen, treu geblieben sind, sodass wir nie wirkliche Probleme hatten. Aber es war schon ein Stück harte Arbeit.

            Und auch, wenn man theoretisch weiß, dass diese Rasse zu innerartlichen Aggressionen neigt und häufig aus nur einer Erfahrung (gerade, wenn es eine negative war...) lernt - wenn der eigene Hund, nachdem er zwei Mal an der Leine gebissen wurde, eine nicht zu knappe Leinenaggression entwickelt und man plötzlich 45kg pure Kraft in der Leine stehen hat, dann fragt man sich schon "Wusste ich WIRKLICH worauf wir uns einlassen?!?" Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir das Problem mit Hilfe unserer Trainerin so gut in den Griff bekommen haben, dass wir aktuell nur noch an den letzten Ausläufern arbeiten, aber es war wirklich kein Spaziergang! Und er ist erst 18 Monate alt - es kann gut sein, dass er in den nächsten 18 Monaten "entscheidet", dass nun alle Rüden doof sind. Bsiher ist das nicht so und wir tun auch möglichst viel, um dagegen zu arbeiten. Aber sollte es trotzdem dazu kommen, "freue" ich mich jetzt schon auf die Arbeit, die DANN auf uns zukommt...

            Zusammenfassend kann ich sagen - die Entscheidung zum Ridgeback war und ist eine riesige Herausforderung, die gerade mich sehr stark einspannt und auslastet, aber es macht auch riesigen Spaß und hat mich zu einem großen Fan der Rasse gemacht - mit jedem Wenn und Aber!:-)

            Oh je, ich glaube, ich habe heute einen Hang zu Romanen...#hicks

            Viele Grüße, Alex

          • (7) 30.10.11 - 08:19

            >>Sie meinte vorhin ja auch schon das die ersten 1,5 Jahre eh nicht so viel geht....wachsen und erziehen....<<

            Sie sollte noch ca. 1,5 drauflegen. RR werden erst mit ca. 3 Jahren im Kopf erwachsen. Es kann also gut sein, daß Ihr einen 40 kg Hund an der Leine habt, der sich wie ein Welpe aufführt.....

            RR sind schlau (auch wenn sie sich manchmal wirklich gut auf 'unglaublich dämlich' verstellen können), sie kenne ihre Menschen mit ihren Schwächen und versuchen durchaus immer mal wieder sie auszutricksen, was auch mitunter ganz prima klappt.

            Bei einem RR mußt Du immer einen Schritt im voraus mitdenken. 'Wo ist das nächste Schlupfloch, was kann als nächstes unvorhergesehenes passieren, wie kann sich die Situation entwickeln, damit ich so oder so (auch schon im voraus) reagieren kann, usw.'

            Verabschiedet Euch so ziemlich von allen Erziehungsmethoden, mit denen Ihr bisher gearbeitet habt. Ein RR wird Euch nicht mit großen Augen ansehen und dabei denken 'was kann ich jetzt für Euch tun', sondern er wird Euch mit großen Augen ansehen und dabei denken ' was kannst DU für MICH tun!' ;-)

            Laßt Euch auf ihn ein, nehmt seinen Charakter an, lest Euren Hund und Ihr werdet merken, welch eine wunderbare Seele in ihn wohnt. Allerdings kann es bis dahin ein schwerer, steiniger Weg sein.

            Viele Grüße
            Trollmama

      Hallo,

      ich hab auch einen fünfjährigen Rüden. Erziehung ist bei dieser Rasse alles andere als einfach aber das wurde ja schon zur genüge erwähnt.

      Ich möchte sein warmherziges, sensibles, kluges, interessiertes, tolpatischges, aufgewecktes, absolut treues, beschützerisches Wesen erwähnen.

      Ausserdem ist er ein absoluter Familienhund!

      Lies genügend und ausdauernd über diese Rasse, mein Rat... Ich habe anderthalb Jahre gewartet und alles verschlungen was ich finden konnte, bis ich meinen Fellkrieger bei mir hatte.

      Liebe Grüsse

    (11) 30.10.11 - 20:29

    Generell heisst es abwarten und mal sehen was kommt, wie er ist , sich macht und was man dann mit ihm macht.........:-D

    • (12) 30.10.11 - 20:39

      So ich google gerade und google....es gibt ja mal wieder sooo vieles...
      Also mein Gedanke war nun ein kleines Willkommenspaket zu schnüren...

      Dafür bräuchte ich mal RR erfahrene Tips:
      Welches Buch koennt ihr empfehlen ?
      Welches Welpenspielzeug/ev. Bürste/ Knabbern die schon irgendwie was?

      grins ich weiss den Hund interessiert es nicht, aber ich freu mich so für und mit meiner Mutter das ich ihr da eine Freude mit machen möchte.

(16) 26.11.11 - 22:03

Es ist soweit....früher als geplant,aber Mittwoch zieht er nun bei meiner Mutter ein :-)
Sind gespannt! :-)

Top Diskussionen anzeigen