abholalter welpe

    • (1) 14.11.11 - 09:59

      guten morgen!

      wir bekommen familienzuwachs- einen labbi. ich hab mich in einen bestimmten züchter "verguckt" und bin so überzeugt und angetan, dass mich auch die entfernung von 500 km nicht abschrecken konnte. hat jedoch den nachteil, dass sich die abholung etwas schwierig gestaltet. eine möglichst stressfreie übernahme (ich fahre ohne familie mit einer freundin über 2 tage) würde sich aber erst mitte dezember, da wäre die fellnase zwischen der 13. und 14. Woche, ergeben.

      macht es wirklich einen so großen unterschied ob 10. woche oder halt 13./14. woche?
      welche probleme können in dem zusammenhang auftreten (schwierigkeiten bei der eingewöhnung? schlechtere prägung auf seine "neue" familie?...)
      wie sind eure erfahrungen?

      liebe grüße!

      • Hallo!
        Ich habe selber etliche Jahre gezüchtet und kann dir daher aus Welpenkäufer und Züchtersicht sagen, dass es bei einem guten Züchter eher sogar von Vorteil ist, wenn der Welpe etwas älter ist. Bei einer schlechten Zucht würde ich sagen so schnell wie möglich, am besten direkt mit 8 Wochen, aber ich denke, du hast eine gute Zucht gewählt.
        Der Welpe ist dann halt nicht mehr ganz so putzig, dafür aber auch nicht mehr so extrem unsicher. Meine gekauften Hunde waren alle um die 13-15 Wochen alt und keinem hat es geschadet, etwas länger bei Mutti und den Tanten zu bleiben.

        Hallo,

        ideal ist der Abholtermin zwischen 8 und 10 Wochen, da in jungem Alter die größte Prägung statt findet - mein Labbi war in der 9.Woche, als er zu mir kam und ich würde es jederzeit wieder so machen.
        Die erste Zeit ist allerdings sehr aufwändig, man muss sich viel Zeit nehmen und den jungen Hund auf viele Dinge prägen, (wie gesagt, er lernt nie mehr so gut, wie jetzt) man muss aber auch die Ruhezeiten einhalten!
        Wenn du diese Zeit hast, wäre es ideal, ihn früher, als mit 13/14 Wochen zu holen.
        Außerdem kommt es auch auf den Züchter an! Viele Züchter prägen die Welpen schon früh auf Alltagsgeräusche. So einen Welpen, der in der Familie des Züchters aufwächst, muss man nicht unbedingt früh holen.
        Im Wurf meines Labradors waren auch 2 Welpen, die 4 Wochen später abgeholt wurden. Diese 2 Welpen lebten aber mit einem Geschwisterwelpen, der in der Züchterfamilie blieb, dem Muttertier und 2 weiteren Hündinnen im Haushalt des Züchters. Das ist dann ideal.
        Wenn die Welpen aber außerhalb leben, z.B. in einem Gartenhaus o.ä., dann würde ich den Welpen nicht solange beim Züchter lassen, denn dann hast du hinterher mehr Arbeit, ihn auf alles zu prägen und ihn stubenrein zu bekommen!

        LG Pechawa

          • Ja, ich habe Erfahrung mit Hunden, aber ich denke auch Unerfahrene können das schaffen!
            Deswegen schrieb ich ja, dass es viel Zeit in Anspruch nimmt!
            Mein Labbi ist übrigens der erste Welpe, den ich alleine aufziehe ;-) und ich bin schon stolz, dass mein Hundetrainer letztes Wochenende sagte, er würde für einen 5 Monate alten Hund sehr gut hören!
            Aber du hast schon recht, dass man nicht im geringsten weiß, was auf einen zukommt -
            ist wie beim Kinderkriegen ;-) da die Welpen alle so unterschiedlich sind, im Character und Wesen!

            Jeder Anfänger sollte nach 1-2 wöchiger Eingewöhnungszeit eine GUTE Welpenschule besuchen, dann klappt das!
            Auf alle Fälle finde ich es besser, einen Welpen aus einer nicht so guten Zucht in einen unerfahrenen Haushalt zu nehmen, als ihn dort zu lassen!
            Es gibt ja wirklich Züchter, die sehen ihre Hunde nur zu den Futterzeiten und in so einem Umfeld kann ein Welpe nicht gut geprägt werden!
            Welpen, die mit 14 Wochen zum ersten Mal einen Staubsauger erleben ..... :-(

            LG

              • Genau so sehe ich das auch. Dann halt etwas länger auf einen Welpen von einem besseren Züchter warten, der einen auch nach dem Kauf gut beraten kann. Sonst geht das Thema Hundehaltung in die Hose.

                Hmmm,das sehe ich eher nicht so,jedem sind andere Dinge wichtig auf die der Hund geprägt sein soll,in meinen Augen kann ich das als Hundehalter besser ihn auf meine Bedürfnisse zu prägen,das kann ein Züchter manchmal sicherlich auch garnicht leisten.Ich hab ja 4 Kinder,mein Züchter hatte keine,also kannte der Welpe zwar KInder,aber erkannte nicht das sie den ganzen Tag durchs Haus laufen,laut und fröhlich sind,verstehst wie ich das meine?So hat er es hier gleich kennengelernt und es ist normal für ihn und macht ihm auch nichts aus wenn 10 Kinder hier rumtoben.Die Leute die keine Lust haben sich mit ihrem Hund zu beschäftigen mal ausgenommen.
                LG KImchayenne

                • Unseren ersten bekamen wir mit 16 wochen, den letzten jetzt mit 9 Wochen den Mittleren glaub mit 11 wochen, aber wenn ich mir vorstell den Kleinen das war mehr arbeit einfach. Und fixiert sind alle auf uns das war bei unseren null problem

                  • Natürlich ist es mehr arbeit wenn du deinen Welpen selber prägst,das steht ausser Frage,aber die Prägephase ist sehr wichtig und wenn ein Welpe in der Zeit eben vielles nicht kennenlernt hat man es später umso schwerer.

                    Ähmm...

                    Ist doch wohl klar, dass ein 9 Wochen alter Welpe mehr Arbeit macht als einer, der schon 16 Wochen alt ist!?!?!?!?!

                    Das sind einfach mal fast 2 Monate Unterschied!!!!

                    Und in genau diesen 2 Monaten werden die Kleinen stubenrein, gewöhnen sich an ihre Futterzeiten und an ihre Umwelt, ...

                    Es scheint tatsächlich Menschen zu geben, die möchten gerne einen Welpen, mit dem sie nicht mehr so viel Arbeit haben und die darum einen etwas Älternen nehmen??

                    Versteh ich persönlich nicht!!

                    Unser Wuff kam mit 10 Wochen zu uns... und es war perfekt!!!!!
                    Klar waren die ersten Wochen anstrengend!!
                    Aber wir sehen diese Phase als Bereicherung!
                    Als Erfahrungen, die wir nicht missen möchten!
                    Man lernt die Entwicklung eines solchen Geschöpfes anders schätzen, denke ich!!
                    Ach ja, um es nicht zu vergessen: Eine Hundeschule hilft auch schon in diesem Welpenalter!

                    Aber auch hier gehen die Meinungen eben deutlich auseinander...
                    Jeder so, wie er mag!

                    Ich würde es immer wieder so machen!!!!

                    LG

        Wieder meine Antwort als Fachfrau: Das ist falsch.

        Pauschalantworten in Bezug auf Zuchtwesen sind nie gut, man muss immer die Einzelsituation (neue Familie/Züchterfamilie) sehen, um einen für alle Beteiligten guten Rat geben zu können.
        Es gibt kein generelles richtig oder falsch.

        Viele Verbände in Deutschland und generell z.B. die Schweiz verbieten aus gutem Grund eine Abgabe vor der 12. Woche. Ein erfahrener Züchter prägt einen 8 wöchigen Welpen auch immer besser als ein unerfahrener Ersthundbesitzer.

        • Du pauschalisierst auch

          Zitat
          "Ein erfahrener Züchter prägt einen 8 wöchigen Welpen auch immer besser als ein unerfahrener Ersthundbesitzer."

          Wie ich oben schrieb, es kommt auf den Züchter an!
          Wenn er die Hunde auf den Alltag prägt, ist es gut.
          Leider gibt es auch "gute" Züchter, die ihre Welpen in Außenbereichen aufwachsen lassen und sie auf nichts prägen!

          Mal abgesehen davon, dass ICH bei so einem Züchter keinen Hund gekauft hätte, bin ich schon der Meinung, dass gut informierte Ersthundbesitzer, die Hilfe über eine Hundeschule in Anspruch nehmen, es besser machen!
          Der VDH ist der Hauptverband in Deutschland und Züchter, die über diesen Verein züchten, können die Welpen ab vollendeter 8. Woche abgeben!
          Ich stelle mir gerade auch einen Wurf mit 10 Welpen vor und was das eine Arbeit für den Züchter ist, diese Welpen auf den Alltag zu prägen: Stubenreinheit, Geräusche in der Wohnung, Auto fahren, Bahnhof, Stadt, andere Tiere, fremde Menschen....... alles Dinge, die ein Welpe bis 12/13 Wochen mal erlebt haben sollte!
          Mit einem kleinen Wurf ist das machbar, aber mit großen Würfen?
          Wenn ein Züchter dazu bereit ist, OK!
          Wenn der Käufer aber den Hund mit 12 Wochen holt und der Welpe kennt noch nichts? Keine gute Sache!
          Wie gesagt, es kommt auf viele Dinge an!
          Für mich war 8 Wochen Abgabealter ideal, denn ich hatte/habe die Zeit und Lust, mich ausgiebig mit meinem Welpen zu beschäftigen :-)

          LG

          • Ich züchte auch innerhalb des VDH und unser Verband schreibt darüber hinausgehend ein Mindestalter von 10 Wochen vor. Glaube mir - wenn ich dir hier als Fachfrau schreibe, dann heißt das "erfahrene Züchterin" "langjährige Hundehalterin" "langjährige Deckrüdenbesitzerin" "langjährige Zuchtwartin".
            Das geht über das wohlgemeinte Wissen von den meisten Hundehaltern deutlich hinaus und daher glaube ich sehr wohl beurteilen zu könne, ob die TE den Hund mit 13 Wochen holen sollte oder lieber jetzt in nicht ganz so ideale Bedingungen.

            • Welcher verband schreibt ein Mindestabgabealter von 10 Wochen vor?Der VDH jedenfalls nicht.Laut VDH ist das Abgabealter zwischen 8 und 12 Wochen,es besagt aber nicht das vor der 10.Woche keine Welpen abgegeben werden dürfen.

Top Diskussionen anzeigen