Labrador..pro und contra?

    • (1) 25.11.11 - 15:58

      Hallo,

      nach langem Überlegen haben meine Familie und ich uns entschlossen in nächster Zeit einen Labrador-Retriever zu kaufen.

      Habe zwar schon sehr viel über diese Rasse gelesen, wollte nun aber mal ein paar Erfahrungsberichte von Labrador-Besitzern.

      Bitte schildert mir Eure Erfahrungen!

      Vielen Dank und viele Grüsse
      Luna

      • (2) 25.11.11 - 16:11

        Hi,

        was habt ihr denn mit dem Hund vor?

        Labrador Retriever sind Jagdhunde, die entsprechend arbeiten wollen - das sollte man nicht vergessen!

        Ich würde keinen haben wollen, obwohl es tolle Hunde sind!

        Warum?

        1. Kenne ich im näheren Bekanntenkreis nur mehr oder weniger kranke Hunde mit z.B. ED & HD (vom VDH-Züchter und sorgsam von ED/HD-freien bzw. geringgradingen Elterntieren ausgewählt)
        2. Haaren die wie blöd - schlimmer noch, als unsere Spitzhündin
        3. sind es echte Schafe (die, die ich kenne)... die Hündin einer bekannten hilft Einbrechern noch das Haus auzuräumen :-p

        Gruß
        Kim

        Unser Vorgänger Hund war ein brauner Labbi.

        Gott, was habe ich dieses Tier geliebt! Sie war einfach perfekt! Aber, wie alles im Leben, hat auch der Labbi einige Nachteile zu bieten.

        Aber ich fange mal mit den Vorteilen an:

        * die Größe ist gut händelbar
        * das Haarkleid ist pflegeleicht
        * ist zwar Geschmackssache, aber:der Hund entspricht meinem Schönheitsideal
        * der Labbi hat einen angezüchteten "will to please", das bedeuted, dass er seinem Frauchen umbedingt gefallen möchte,und dadurch ein leicht zu führendes Wesen hat.
        * er ist ein sehr freundlicher Geselle

        Ja, aber leider gibt es auch einige Nachteile, die ich so feststellen konnte:

        * der Labbi gehört mit zu den verfressensten Hunderassen, die ich kenne!
        * er neigt dadurch leider zur Fettleibigkeit, wenn er nicht genug Bewegung bekommt
        * er haart, als ob er eine Weltmeisterschaft gewinnen möchte! Kein Scherz! Das ist wirklich ganz furchtbar!!!
        * dadurch, dass der Labbi zum Modehund aufgestiegen ist, muss man sehr gut bei der Verpaarung auf ggf. auftretende Erbkrankheiten achten! Ganz wichtig! Immer nur zu seinem seriösen Züchter gehen, denn er enigt zur Hüft- und Ellenbogendysplasie!

        Mein Labbimädchen wurde nur 6 Jahre alt, da sie Knochenkrebs hatte. Als die Entscheidung anstand, wieder einen neuen Hund zu kaufen, habe ich mich gegen einen Labrador entschieden. Ich habe mit vieln Tierärzten und mehreren Hundetrainern gesprochen. Alle haben mir abgeraten mit dem Satz: " Ich würd's nicht machen. Der Labbi ist einfach zur Zeit überzüchtet und häufig zu sehr krankheitsbelastet."

        Somit ist es ein Mischling geworden.

        LG

        minimöller

        (4) 25.11.11 - 17:26

        Hatte mehrere Male Labradore in Pflege und kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen.

        Diese Hunde brauchen wirklich enorm viel Bewegung und das bitte täglich, also hoher Zeitfaktor beim Gassigehen. Nur mal eben um den Block ist mit diesen Hunden nicht drin, dann werden sie schnell unruhig und zeigen das auch deutlich.

        Das Haaren kann ich ebenfalls bestätigen. Du kannst innerhalb weniger Tage für die ganze Familie Winterkleidung anfertigen und man wundert sich, woher ein einziger Hund soviel Haare nimmt, ohne davon ratzekahl zu werden.

        Aber unumstritten ist das für mich persönlich die liebenswürdigste Rasse, die mir jemals untergekommen ist. Freundlich, wissbegierig und gelehrig. Verschmust, absolut familientauglich und unter einer einigermaßen erfahrenen Hand ein absoluter Traumhund, der tatsächlich nur aus Haaren und einem offenbar abnorm großen Magen besteht. ;-)

        Aber wie gesagt, kein Hund für Couchpotatoes.

      • (5) 25.11.11 - 18:21

        Hi,

        wir haben aktuell einen jungen Labbi und hatten auch schon mal einen aus ähnlichen Linien wie jetzt.

        Man muss gesundheitlich schon schauen und leider ist es in den letzten 10 Jahren nicht wirklich besser geworden, sodass man, wenn es dumm läuft und man Pech hat auch beim VDH Züchtern Hunde erwischen kann die eben halt eben Probleme mit HD/ED, Hautprobleme und Futtermittelempfindlichkeiten haben.

        Thema Fell, ist zwar optisch ein hübsches "Kurzhaar" aber haart wie bolle und zwar eigentlich dauerhaft, nicht nur zu den typischen Wechselzeiten.

        Was bei unserem jetzigen prima hilft ist ich saug ihn beim durchsaugen immer mit ab, weil der Kerl total verrückt auf den Staubsauger ist (frag mich was, bestimmt ne Fehlprägung #rofl oder so)
        Ansonsten empfehle ich nen guten Staubsauger und gute Nerven was Flusen aufm dem Boden angeht ;-)

        Thema Beschäftigung seh ich bissel anders als die anderen, für mich ist er (als Jagdhunde-Fan#verliebt) einer der "ruhigeren" und "leichteren" Jagdhunde.
        Meistens recht leichtführig, wenn man weiß wie man sie anpacken muss leicht auszubilden und den man mit recht wenig Anstrengung gut auslasten kann. (im Vergleich zu anderen Jagdhunden gesehen)
        Die meisten haben nur noch einen recht mäßig ausgebildeten Jagdtrieb, ausser sie kommen aus Arbeitslinien.

        Ist aber trotzdem nix für Stubenhocker, nicht das du den Absatz grade falsch verstehst, diese Hunde wollen raus.

        Apportieren und Wasser liegt den meisten (wenn man sie direkt ranführt) absolut im Blut und sind meiner Meinung nach auch wichtig.

        Wenn man sieht wie glücklich und ausgelastet die Hunde sind wenn sie wirklich im und am Wasser arbeiten können, da geht einem das Herz auf #verliebt

        Unsere beiden und auch die anderen aus den Linien sind durchaus wachsam, aber das liegt auch sicher am Hund, gibt genauso viele die dem Einbrecher noch das Silber tragen würden ;-) Sind halt keine Wachhunde.

        LG Caidori

        (6) 25.11.11 - 18:41

        Hallo,

        ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen!
        Die Erfahrungen mit meinem Labbi sind noch nicht so lange, denn er ist erst 5 1/2 Monate alt.
        Ich habe mir sehr viel Mühe in der Auswahl eines Züchters gemacht und trotzdem ist es so, wie hier schon geschrieben wurde: Labradore sind anfällig für eine HD und ED.
        Deshalb ist es wirklich ratsam, sich einen Hund aus einer Zucht auszusuchen, die im Stammbaum HD und ED frei ist.
        Die größte Sicherheit liefern hier in Deutschland diese beiden Vereine des VDH:
        Deutscher Retriever Club (DCR e.V.) nicht zu verwechseln mit dem DCR Soltau, welcher nicht dem VDH angeschlossen ist.
        Und der Labrador Club Deutschland (LCD e.V.).
        Aber auch in diesen Vereinen sollte man sich die Züchter und die Stammbäume der Hunde genau anschauen!
        Das mit dem Haaren stimmt. Bei meinem ist es noch nicht so schlimm, aber bei dem Labbi meiner Freundin sehe ich, dass diese Rasse sehr stark haart. Dagegen hilft ein Furminator, eine spezielle Hundebürste!
        Wenn du dir einen Labrador anschaffst, musst du (wenn er ausgewachsen ist) täglich mindestens 2 Stunden, besser 3 Stunden investieren, in Training/Gassigänge/Wanderungen + Beschäftigung. Hinzu kommt noch 1/2 Stunde Mehrarbeit wegen putzen!
        Für mich ist mein Labrador mein Traumhund, der Labbiblick ist einfach der schönste, den ich mir vorstellen kann und ich habe Glück, einen Hund erwischt zu haben, mit einem super Wesen!
        Um den Hund aber in diese Richtung zu bringen, ist es wirklich wichtig, einen Züchter mit einer liebevollen Aufzucht im Wohnbereich zu suchen und man selbst ist ständig gefordert, besonders bei einem Welpen!

        LG Pechawa

      • Hallo,

        wir haben aktuell ein fast 7 Monate altes Labradormädchen.

        Wir hatten zuerst eine richtige Mixhündin, da wusste keiner genau was alles mitgemischt hatte. Als Welpe hätte man sagen können, irgendwas mit Labrador - später blieb nur die Fellfarbe (gelb). Von der Größe war sie zu klein für einen Labrador und auch der Rest hatte so gar nix mehr mit nem Labrador gemein. ;-)
        Sie war aber verdammt schlau und ein ganz liebes Mädel. Leider während eines Gewitters vom Grundstück ausgebüchst und nie wieder aufgetaucht.:-(

        Dazu hatten wir dann bis Ende Juli diesen Jahres einen Staff-Rotti-Mix. Der bislang beste Hund in unserer "Sammlung".#verliebt Leider mussten wir ihn wegen Schlaganfällen und Krebs mit fast 11 Jahren einschläfern lassen #schmoll
        Wir hatten in den ersten Jahren nur ein Futterproblem mit ihm, d.h. er hat geknurrt wenn es ums Fressen ging. Das legte sich aber nach ein paar Jahren fast vollständig.
        Ansonsten wie bei vielen Rüden üblich in der Teeniephase bissel Kampf um die Position im Rudel.
        Er war absolut leichtführig, gelehrig, gemütlich, verschmust - kurz, ein Traumhund. Trotzdem er ein Listenhund-Mix war!

        Auch Kleintiere, Katzen waren kein Problem. Ebenso andere Hunde, sogar Rüden.
        Fellpflege: Null, haaren nur beim Fellwechsel anstrengend.

        Eine ShihTzu-Hündin haben wir noch.

        Charakter: super!
        Fellpflege: Horror!

        So und jetzt zum Labrador.

        Wir haben unsere Ende Juli mit 13 Wochen bekommen.

        Stubenrein ist sie bis heute nicht verlässlich.#aerger
        Platz verweigert sie ebenfalls beharrlich.
        Sie frisst ALLES. Angefangen vom Holzwürfel-Puzzle von meinem Sohn, über Katzenkot aus dem Katzenklo (die Katzen sind noch gar nicht richtig mit ihrem Geschäft fertig, da hängt sie schon daneben!), bis zum Kuscheltier und unseren Schuhen.
        Essen oder Futter kann man nicht unbeaufsichtigt lassen. Neulich hat sie es geschafft eine Metallfutterdose (gab es im Zoohandel mal beim Kauf dazu) zu öffnen und ca. 2kg Hundefutter aufzufressen!
        Selbst ne halbvolle Kaffeetasse kannst Du nicht in der Küche stehen lassen, wenn Du eben die Wäsche aufhängst. #klatsch
        Ach und Meisenringe hat sie neulich auch die komplette Packung (3 Stück) gefressen.
        Selbst den Papierkorb räumt sie mir dauernd aus.
        Noch dazu hat sie 2 Kaninchenbabys (2 Wochen alt) gefressen.(sowas hätte mein angeblicher "Kampfhund" NIE, NIE gemacht!)

        Du siehst, ein Labrador ist ein Müllschlucker.

        Apportieren macht sie ganz gut, manchmal will sie es mir dann aber nicht geben.
        Leinenführigkeit, naja. Kommt drauf an wo. In der Stadt ist es für sie noch ziemlich aufregend, Wald und Wiese klappen gut.
        Neulich ist sie auch das 1. Mal nach etwas zögern begeistert im Fluss um die Ecke geschwommen.(ja, Fluss mit Strömung, kein Bächlein ;-))
        Das Wort "such" hat sie fest gespeichert, die Nase geht sofort nach unten wenn ich es sage #pro

        Derzeit haben wir ne Phase wo sie nicht immer abrufbar ist, das mag aber am momentanen Alter liegen.

        Das mit dem Haaren kann ich bislang noch nicht bestätigen. Unsere Rüde hat mehr gehaart.(der war im Fellwechsel schlimmer als unsere 3 Katzen zusammen #schwitz)

        Unsere hat ihren eigenen Kopf und kann verdammt stur sein. Auch das kann evtl. ne altersbedingte Phase sein, ich rede es mir jedenfalls beharrlich ein #zitter#hicks

        Sollte es so bleiben, wie es jetzt ist, würde ich mir definitiv keinen Labrador mehr anschaffen.
        Zahnabdrücke in der Arbeitsplatte, weil Hund sich meine Kaffeetasse runter holen will muss ich nicht haben...auch der Saustall der mich tagtäglich erwartet (Papier aus dem Papierkorb in mikroskopisch kleine Stücke zerfetzt, Spielzeug vom Kind zerstört, Rattanhundesofa Tag für Tag mehr zerkaut...), ist nicht das was ich mir wünsche...
        Und nein, das macht sie nicht nur, wenn sie zu lang allein ist (ist sie ja eigentlich nicht, unsere andere Hündin ist ja immer bei ihr), sondern auch, wenn ich nur kurz das Haus verlasse (zum Discounter um die Ecke nen kleinen Einkauf machen und max. 30min weg sein)!!!
        Da hilft es auch nicht, das wir vorher draußen waren, das wir apportiert haben, das sie Leckerchen suchen musste usw. Auch Kauartikel und Spielzeug ändern nichts.
        An manchen Tagen macht sie aber gar nichts, obwohl nichts anders ist als sonst.

        Warum wissen wahrscheinlich nur die Götter!;-)

        Sie war übrigens die Ruhigste und Zurückhaltendste aus dem Wurf...#schein

        Solltet ihr so gar keine Hundeerfahrung oder eher wenig Zeit haben, würde ich euch definitiv abraten.
        Es gibt Hunde die sind einfacher zu händeln.

        LG,Linda

        • Hm - das alles kann ich von meinem Labbi nicht bestätigen!
          Gut, er ist 7 Wochen jünger, seh'n wir mal wie das ist, wenn er auch in der Pubertät ist!
          Aber er hat mit 8 Wochen durchgeschlafen, ohne ins Haus zu pieseln, war mit 12 Wochen stubenrein, , bleibt alleine, ohne zu zerstören... er hat auch keine Gelegenheit dazu, weil er im großen Dielenbereich ist, wenn ich das Haus verlasse! Aber er bleibt auch 2 - 3 Stunden alleine, ohne zu jammern.... vielleicht habe ich einfach nur Glück?
          Der Labbi meiner Freundin ist mittlerweile 12 Jahre alt und auch so ein braver!

          LG Pechawa

          • Du hast definitiv einfach nur Glück ;-)

            Es ist noch gar nicht lange her, da hatten wir hier ähnliche Storys wie meine...#schwitz

            Krokolady berichtet ähnliches, s. Beitrag unter mir.

            Ich hab auch ne Bekannte die jetzt den 2. Labrador hat. Ihrer ist eigentlich nie alleine, sie ist selbständig und nimmt ihn mit ins Studio. Trotzdem baut auch ihre regelmäßig Mist, wenn sie mal nen Moment außer Reichweite ist.

            Wir haben eine 35qm Wohnküche, darin ist die Spielecke von meinem Sohn untergebracht.
            (erklärt also, warum auch Spielzeug futsch ist)

            Dort sind auch die Hunde, wenn wir nicht da sind. Bzw. sind sie das erst, seit wir die Labbi-Hündin haben, vorher war die ganze Wohnung frei zugänglich für unsere Hunde.

            Unser Flur ist nicht sehr groß, außerdem ist dort das Schuhregal und der kühlste Teil der Wohnung (deshalb stell ich dort oft Gerichte zum abkühlen hin usw.).

            Würde ich Frl. Labrador dort reinlassen, hätten wir alle keine Schuhe mehr (meine Tochter hat heute ca. 30min. die Flurtür offen gehabt, als sie nebenan bei den Großeltern war - ich durfte mich zur Belohnung von meinen schwarzen Stiefeln verabschieden, die sind jetzt nämlich hinüber :-[)

            Unsere 2. Hündin ist so eine liebe und ruhige, leider nimmt Frl. Labrador sie sich nicht als Vorbild..

            LG, Linda

        (10) 26.11.11 - 09:46

        Hi,

        wie bist du die Probleme denn angegangen, falls sie das von Anfang an gemacht hat?

        So extremes Verhalten kenne ich auch, aber das hängt meistens mit zwei Sachen zusammen, einmal ein nicht richtig ausgelastet sein (kann ich nicht beurteilen, nur eine Idee) und das sie den Unfug anstellen können ( nie inflagranti erwischt und mit entsprechendem Nachdruck unterbunden bzw es nicht unterbunden durch räumliche Trennungen) (das ist meiner Erfahrung nach das wichtigere von den beiden Punkten)

        Unsere ist ja nu auch mitten in der Pubertät (ist jetzt 9 Monate) und ich merke auch das manche Sachen jetzt getestet werden die vorher nie ein Problem waren (Bleib - gerne mal aufgelöst, Auf deinen Platz - mal sehen wie weit ich rausrobben kann, ranrufen - mal sehen ob ich auch beim zweiten mal kommen kann).

        Er hat auch als er kleiner war versucht Essen zu klauen (eines der fatalen Vergehen weil sie einfach toll selbstbelohnend sind #aerger) aber das ist (zumindest was Lebensmittel auf Tischen und co angeht) nicht mehr vorgekommen nachdem ich ihn wirklich zwei mal inflagranti erwischt habe (ok war gemein weil ich hab ihn reingelegt aber hey;-)).
        Lecker Essen hingestellt und gewartet mit Klapperdose in der Hand, Hund geht ans Essen und Dose flog mit ensprechendem Gepolter meinerseits, das hat selbst bei Fresstonne Labbi geholfen (er war aber auch noch jung genug das ihn das richtig beeindruckt hat).

        Aber manche Labbis sind einfach wandelnde Fressmaschinen, und das zu unterbinden ist schwer bis unmöglich, je nach Hund.

        Und bei den Sachen kaputt beissen, ich mache das bei unseren immer so (solange sie noch nicht auf ihrem Platz bleiben) sie mit ner ganz dünnen Leine an ihrem Platz gehalten werden (wir haben keine Gitterbox o.ä. mehr). Weil so können sie nix kaputt machen (wenn der Platz gut gewählt ist), selbst wenn man mal kein Auge auf sie hat, weil zumindest bei mir das auch so ist, ich bin auch mal kurz raus oder nach oben oder so, da ist der Hund auch mal unbeaufsichtigt.

        Jetzt ist das bei deiner natürlich schon ordentlich drin mit entsprechenden Lernerfolgen, sprich es wird richtig schwer das irgendwie noch wieder halbwegs rauszukriegen.

        Aber ich würde es probieren, weil ich persönlich schon ne ziemliche Wut kriegen würde, wenn der Hund ständig alles kaputt macht (wir hatten selbst schon so Exemplare - Notfallhunde).
        Dafür sind meine Nerven nix ^^

        Ich wünsch dir auf jedenfall echt starke Nerven weil die braucht bei so einem Hund #liebdrueck

        LG Caidori

    (11) 25.11.11 - 22:07

    mein Labi-Mädel ist jetzt 8 Monate alt, kam mit 9 Wochen zu uns.
    Sie ist total verspielt, lieb, einfach zum knuddeln.
    Draussen toben ist das Größte für sie....aufs Apportieren hat sie keine Lust.

    nunja, jetzt das Negative:
    Sie hat uns ziemliche Macken ins gesamte Treppengelänger gefressen, hat haufenweise Zeugs zerlegt, hat die Haustür zerkrazt, klaut alles was essbar ist und wo sie rankommt, räumt gern mal Mülleimer aus, testete mehrmals wieviel Meter auf ner Klopapierrolle sind, liebt es unsere Katzen zu jagen, muss immernoch oft Nachts raus, hat bis vor 2 Monaten auch gern mal in die Bude gemacht, frisst mit vorliebe Katzenscheisse.....

    etc
    etc
    etc

    ;-)

    (12) 26.11.11 - 12:02

    Ich setze noch ein ganz anderes Argument mit in die Diskussion: Überlegt doch bitte, einem Tierschutzhund eine Chance zu geben.... wir haben da einen Glücksgriff getan und viele Leute, die ich kenne, ebenfalls. Warum einen Hund "züchten lassen", wenn es so viele Hunde gibt?

    • Das ist zwar ein Argument, trifft aber nicht immer zu.

      Nicht jeder Tierschutzhund ist ein Traumhund. Oft genug haben Hunde die im Heim landen gewisse Macken, die oft auch unbewusst von den vorherigen Besitzern selbst "antrainiert" wurden. Die Hunde können oft gar nichts dafür. Diese Macken bekommt man aber nicht immer wieder weg. Oder nicht jeder hat die Erfahrung oder Möglichkeit dazu.

      Ausserdem bringen Rassehunde gewisse Eigenschaften mit, die eben gerade für diese Rasse typisch sind. Diese sind durch jahrelange, mühevolle Zuchtarbeit gefestigt worden.

      Diejenigen die mal eben Tier A x B verpaaren, ob nun geplant oder nicht, sollten verteufelt werden, nicht die seriösen Züchter.
      Gäbe es in D nur noch Tiere von vereinsorganisierten Züchtern, würden Tierheime bald zum größten Teil leer und nur wirkliche Notfälle würden im Tierheim sein.

      • Es gibt ja nicht nur Tierheimhunde. Tiere aus dem Ausland leben oft bis zur Vermittlung in Pflegestellen und können meines Erachtens deshalb charakterlich deutlich besser und ehrlicher eingeschätzt werden als ein Tierheimhund...

        • Ich halte es für sinnvoller Tiere aus unseren Tierheimen zu vermitteln, bevor welche importieren. Wenn unsere Heime nicht mehr überfüllt sind, kann dieser Schritt gegangen werden.
          Sorry, meine Meinung!

          Ich bin übrigens in einem Zuchtverein, der sich aktiv für den Tierschutz engagiert. Nicht jeder Verein hat nur die Zucht im Fokus.

          • (16) 27.11.11 - 13:04

            sehr schön geschrieben #blume

            LG Caidori

            Das sehe ich anders. Ein Tierheimhund wäre mit mit 2 kleinen Kindern zu riskant gewesen. Bei unserem Hund wusste ich durch die private Pflegestellenhaltung, wie er sich in der Familie verhält.

            • Tja, deutsche Hunde landen ja auch seltenst in Pflegestellen...die werden ja meist mit den "ärmeren" Auslandshunden besetzt.
              Es gibt übrigens genügend Menschen die sich keinen Straßenhund mehr holen würden. Sehr viele dieser Hunde können und wollen sich gar nicht mit einem Leben im Haus arrangieren.

              Ich würde mit kleinen Kindern NIE einen erwachsenen Hund ins Haus holen, schon gar nicht, wenn dessen Vergangenheit völlig im Unklaren liegt.

              Wie will die Pflegestelle beurteilen wie er sich in der neuen Familie verhält? Für mich gänzlich unmöglich! Jede Familie ist anders.

              • Straßenhund? Wir haben keinen Straßenhund. Wir haben einen Hund aus dem Tierschutz, aber keinen Straßenhund. Unsere Hündin lebte vor der Vermittlung in einer Pflegestelle mit kleinen Kindern, so konnten wir schon ganz gut einschätzen, wie sie auf welche Situationen reagiert.

                Ich habe noch nie gehört, dass deutsche Hunde keine Pflegestelle "bekommen", weil "Auslandshunde" (sind die weniger wert als deutsche Hunde?) diese besetzen. Das sind doch völlig unterschiedliche Organisationsstrukturen. Ich kenne übrigens viele Hundebesitzer mit Hunden aus dem Tierschutz und kein einziger davon würde diese Entscheidung so nicht mehr treffen wollen.

                • Wieso weniger wert? Bei den ausländischen Tieren wird doch immer die Mitleidsnummer durchgezogen, damit die Leute sie aufnehmen. So ein Aufwand wird um Tiere aus deutschen TH nicht betrieben.

                  Woher stammt dein Hund denn nun genau?

(21) 26.11.11 - 20:35

Danke an Alle, für die zahlreichen Antworten! Haben uns heute für einen braunen Labbi entschieden- er ist 9 Wochen alt und am Mittwoch werden wir ihn zu uns holen!!!

Vielen Dank und viel Spaß noch mit Euren#hund!!!

Grüße
Luna

  • Glückwunsch zu eurer Entscheidung.

    Wir haben auch einen Labbi, schwarz aus Arbeitslinie. Der ist inzwischen 27 Monate alt und wie von vielen geschrieben, ein Turbopaket.

    Er haart wie ein Weltmeister unseren weißen Boden zusammen, er ist immer "da" und "aktiv" aber er macht Spaß.

    Er ist zwar nicht "Jedermanns-Freund", denn er kann an der Leine bei Hundebegegnungen ganz schön Gas geben.

    ABer...er hat uns viel geschenkt. Er hat zwei mal eine Wand etwas beschädigt und das war's.

    Klar ging mal ein Bauklötzchen flöten etc. aber das zähle ich nicht.

    Er kann gut alleine bleiben, er klaut nur bei Gelegenheit (man wird also ordentlich ;-)) aber Fresschen sind halt sein Leben. Egal ob eine tote Maus, ein Kackhaufen jeder Art, Reste in Wäldern und Wiesen etc.

    Seid einfach konsequent, baut alles schön langsam auf (Alleine bleiben z. B.), denn durch Kauen bauen Hunde auch Stress ab, wenn man sie zu lange alleine lässt.

    Viel Spaß mit eurem Süßen.

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