Wann ist ein Hundeleben noch Lebenswert?

    • (1) 29.11.11 - 08:49

      Hi,

      meine Eltern haben eine Mischlingsdame von 11 Jahren. Nun verhält es sich so, das es der Süßen leider kaum noch gut geht.

      Seit Geburt muss sie ein Herzmedikament nehmen und hat auch schon recht zeitig unter Arthrose zu leiden. Mittlerweile sind die Bauchspeicheldrüse hinüber und auch die Werte der Leber nicht besonders gut. Ihre Schmerzmittel verträgt sie hin und wieder überhauptnicht und in Folge dessen leidet sie doppelt. Wenn man eine 7 Tage Woche als Wert nimmt geht es ihr vielleicht an 2 Tagen gut und an 5 Tagen schlecht. Sie mag sich kaum noch bewegen und nimmt immer mehr zu (trotz Futterumstellung und verkleinerter Portionen). Es ist ein absoluter Teufelskreis, denn umso mehr Gewicht auf ihr lastet um so schlechter wird es ihr natürlich auch gehen. Selbst die TA ist ratlos.

      Habt ihr noch Ideen was man anstreben könnte?

      Ich und meine Schwester pledieren ja eher dafür, sie jetzt nochmal mit einem anderen Schmerzpreparat zu versorgen, die Blutwerte weiter überwachen zu lassen und wenn es dann nicht mehr tragbar ist sie einzuschläfern. Meine Mama dosiert das Schmerzmittel immer sehr gering, heißt wenn es wirklich schon so schlimm ist das der Hund sich kaum noch bewegen kann, aber ein Leben mit Schmerzen ist doch auch kein Leben.

      Es ist einfach nicht schön sie so leiden zu sehen und meine Eltern haben ein bissl die Objektivität für den Zustand verloren.

      Was würdet ihr unternehmen?

      Lg
      Jeannine

      Achso Hund ist eine Mischung Labrador- Westie ( Kniehoch) und wiegt ca 30 kg

      Schildrüsenwerte waren in Ordnung

      • Hallo Jeannine,

        ich kenne den Hund natürlich nicht, aber so wie es sich liest würde ich sagen das der Hund keine Lebensqualität mehr hat.

        Ich vermute die Leberwerte sind durch die ganzen Medikamente so hoch und das sie zunimmt lässt sich auch erklären, da sie scheinbar viiel weniger Bewegung hat als in den letzten Jahren.

        Ich persönlich bin kein Freund davon ein Tier auf Teufel komm raus mit Schmerzmitteln am leben zu erhalten und spätestens, wenn mein Tier nicht mehr laufen mag oder kann, würde ich es erlösen.

        Die Entscheidung liegt bei deinen Eltern, nicht bei dir :-(

        Was sagt der Tierarzt denn dazu?

        LG
        Jasmin

        • Hi,

          ja die Schmerzmittel bekommt sie schon eine ganze Weile, ich schätze mal mind. 2 Jahre und natürlich stecken die Organe das nicht einfach so weg.

          Unser Gedanke war eher ihr vielleicht noch ein paar schöne halbwegs Beschwerdefreie Wochen zu ermöglichen und dann so weh es auch tut sie gehen zu lassen. Ich denke lieber noch mal 3-4 schöne Wochen als vielleicht 1 Jahr unter Qualen.

          Die TA doktort fleissig weiter (die alte ist leider in Pension gegangen und hat die Praxis übergeben), sie behandelt immer nur punktuell wenn es richtig schlecht geht (so wie Montag da gab es mal wieder eine Schmerzspritze). Mehr unternimmt sie nicht.

          Lg
          Jeannine

          • Hi!

            "Die TA doktort fleissig weiter (die alte ist leider in Pension gegangen und hat die Praxis übergeben), sie behandelt immer nur punktuell wenn es richtig schlecht geht (so wie Montag da gab es mal wieder eine Schmerzspritze). Mehr unternimmt sie nicht."

            Dann würde ich den Tierarzt wechseln! Unser Tierarzt hätte bei unseren alten Hunden jede Menge Geld verdienen können - hat uns aber von Intensivbehandlung etc mangels Erfolgsaussichten und auf Grund des tierschutzgedanken davon abgeraten!

            Und ganz ehrlich:
            Eine entzündete Bauchspeicheldrüse (vielleicht ist es auch ein Tumor!)
            tut fürchterlich weh! Unsere Hündin hatte das im September und verstarb nach nichtmal 4 Wochen!

            Lasst den Hund gehen! Jetzt - und nicht in 4 Wochen - er hat keine Lebensqualität mehr, wenn er nur noch mit Schmerzmitteln (und die auch noch unterdosiert!) schlecht leben kann!

            LG
            Kim

            • Hi,

              danke auch dir für deine Meinung, laut Schall ist zumind. nicht von einem Tumor auszugehen und soweit ich weiß sagen auch die Blutwerte nichts darüber aus.

              Ich werde mit meinen Eltern nochmal das Gespräch suchen und sie einfach bitten der Qual ein Ende zu setzen. Denn es tut wirklich verdammt weh sie so leiden zu sehen.

              Lg#heul

              • Hallo,
                gibt es bei euch denn keinen Tierheilpraktiker? Ich finde, an dem Hund wurde "mit harten Sachen" genug dran herumgedoktert. Schmerzlinderung ist durchaus auch auf sanfte Art möglich.

                Mein Tipp: Weg vom Tierarzt und hin zu einem erfahrenen Tierheilpraktiker. Der wird dann auch beurteilen, was das beste für den Hund ist bzw. ob er ihm helfen kann. Sehr viele sog. austherapierte Hunde landen beim Tierheilpraktiker und erfahren dann noch eine wunderbare, schöne lebenswerte Zeit. Ohne Schmerzen.
                #kleeAlles Gute#klee

                • "Weg vom Tierarzt und hin zu einem erfahrenen Tierheilpraktiker. Der wird dann auch beurteilen, was das beste für den Hund ist bzw. ob er ihm helfen kann. Sehr viele sog. austherapierte Hunde landen beim Tierheilpraktiker und erfahren dann noch eine wunderbare, schöne lebenswerte Zeit."

                  Ich frage mich, ob nun an dem Hund, der offensichtlich leidet und so wie sich das liest, eingeschläfert gehört, jetzt noch ein THP rumdoktern muss... Oder ob man nicht einfach einen Schlussstrich zieht und den Hund in den Himmel schickt.
                  Dein Posting klingt für mich sehr schwarz/weiß. Der böse TA und der heilbringende THP.

                  Ich will dir nicht Unrecht tun, aber so liest es sich.
                  So wie vielleicht viele TÄ bei einem austherapierten Tier die Dollarzeichen in den Augen haben, so haben auch viele THP den Blick für die Grenzen der (Alternativ)Medizin verloren und/oder ziehen den verzweifelten Besitzern die Kohle aus der Tasche.

                  Und wer nun denkt, ich hab was gegen Alternativmedizin, falsch, ich habe eine THP-Ausbildung. Demnach bin ich der Sache sehr zugewandt, ebenso aber der bööösen Schulmedizin.
                  Und wie gesagt, wenn ein Hund 5 von 7 Tagen leidet, dann sollte m.E. das Hundeleben (schulmedizinisch) beendet werden.

                  Anyway, alles Gute für den Hund. In welcher Form auch immer.

                  LG
                  Karpartenpferd

                  • Hallo karpatenpferd,

                    letztendlich ist es nicht unsere Entscheidung, wie es mit diesem Hund nun weitergeht.

                    "Der böse TA und der heilbringende THP."

                    Da hast du mich völlig falsch verstanden. Es ist aber oftmals eben so, daß viele Hundebesitzer erst dann, wenn ein Tier schulmedizinisch austherapiert ist, den Weg zum Tierheilpraktiker finden. Der dann oftmals wirklich noch was reißen kann. Aber das weißt du ja bestimmt.

                    Käme ein Tierheilpraktiker bei einigen Tieren früher "zum Zug", dann könnten einige schulmedizinische Medikamente, zumindest für einen gewissen Zeitraum, in der Schublade bleiben.

                    Ok, es gibt natürlich "solche" Tierheilpraktier und "solche". Immer schwer, einen wirklich guten zu finden.

      hallo,

      also wenn ich es so lese, dass es dem hund an 5 tagen der woche schlech geht, dann würde ich ernsthaft ans einschläfern denken.

      sicher, 11 jahre sollte man meinen wäre noch nicht soooo das alter zum einschläfern. unsere ist fast 17 geworden. sicher hätte sie auch noch ne weile durchgehalten.

      aber die nieren haben mal wieder verrückt gespielt. dann noch die arthrose, die ihr besonders bei kälte zu schaffen gemacht hat. und das herz war auch vergrößert, benötigte dafür aber keine tabletten.

      von 24 stunden am tag schlief sie knapp 22 stunden. doch trotz dessen war sie noch ziemlich fit, ist draussen gern spazieren gegangen und hat stöckchen gejagt.

      tja, wie ihr euch entscheidet bzw. eure eltern, kann ich euch nicht raten. doch für mich wäre das leben nicht mehr lebenswert. so schwer wie es einen auch fällt.

      doch wollt ihr wirklich dauernd mit dem hund zum arzt rennen um blut nehmen zu lassen, zu spritzen und noch mit mehr medis vollzustopfen?? ich rede jetzt nicht vom finanziellen, sondern vom stress den der hund evtl. hat!

      • Hi,

        ich persnlich wäre auch fürs erlösen aber meine Eltern und scheinbar auch der TA wollen noch nicht aufgeben. Die Frage ist nur wieviel soll denn noch rumgedoktert werden, bis man einen Schlussstrich zieht bis zum Sommer sah es ja auch noch halbwegs gut aus aber jetzt leider nicht mehr.

        Am Sonntag waren wir zu Besuch und sieh kam noch nichteinmal mehr hoch alleine und ihre eine Pfote wollte sie garnicht belasten.

        Die TA Besuche ist sie gewöhnt von klein auf es muss ständig Schleim entfernt werden und sie hat auch alle längenach eine Infektion wo sie AB bekommt.

        Sie wurde jetzt auch von den Herztabletten umgestellt da sie von dem alten Präparat wohl Wasser in der Lunge eingelagert hatte.

        Danke für deine Meinung. Lg
        Jeannine

        • Sehen deine Eltern denn wirklich nicht, wie sehr der Hund leidet? Oder stellen sie sich nur blind?

          Sag es ihnen halt knallhart vor den Kopf. Sie müssen aufwachen und die Situation so sehen, wie sie ist.

    Es ist schwierig zu beurteilen ohne den Hund zu kennen.

    Aber: Würde es einem meiner Hunde an 5 Tagen die Woche schlecht gehen und das über einen längeren Zeitraum, würde ich nicht nur ans Einschläfern denken...

    So schwer diese Entscheidung ist, es gehört dazu...
    Viele verpassen den richtigen Moment, so grade erlebt beim Hund meiner Schwiegereltern...
    Da hab ich monatelang gepredigt, geholfen hats nichts... Man redet da keinem rein... :-(

    LG

Puh, ohne den Hund zu kennen und lt. deinen Beschreibungen zur Folge...

Nicht mal 30 % der Woche geht es ihr gut, 70 % leidet sie.

Sie hat mit Kniehöhe 30 kg (und das liegt bestimmt nicht an den schweren Knochen)...

Es ist nicht schön sie so anzusehen...
Die Besitzer haben die Objektivität verloren...
Sie hat keine Lust mehr sich zu bewegen...

Das ist jetzt nur meine Meinung aber leider können Hunde keinen Selbstmord begehen und so muss sie eben warten, dass jemand ihr Leiden sieht.

Ich würde sie erlösen.

LG

Hallo,

wenn das Tier sich quält, keine Lebensqualität und überhaupt keine Aussicht auf Verbesserung der Situation mehr hat, gehört es eingeschläfert. Ein treues Tier hat es verdient, dass man seinen Lebensweg beendet, wenn es notwendig ist und ihm unnötige Qualen erspart.

Ich habe mein Chinchilla-Mädchen letzten Dezember einschläfern lassen. Rotz und Wasser habe ich geheult, aber sie hatte es einfach nicht verdient, sich zu quälen nur weil ich nicht loslassen kann und will. Glücklicher Weise habe ich für meine Tiere eine sehr liebe und kompetente Tierärztin gefunden, die mir auch ganz deutlich gesagt hat, es geht ihr nicht mehr gut und man sollte sie erlösen.

Gruß
Sassi

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