Hund entwicklet Revierverhalten

    • (1) 29.11.11 - 11:57

      Hallo Ihr Lieben,

      wir haben vor zwei Jahren zwei Rüden (Brüder, damals vier Jahre alt, kastriert) aus Spanien bekommen und die zwei sind wirklich top.

      Nur eine Kleinigkeit würde ich gerne ändern, weiß aber nicht so recht wie und hoffe hier auf einen Rat.

      Einer der beiden - Nano - hat in den letzten Monaten für sich entschieden, dass die Nachbarn - glücklicherweise sind es nur zwei - nicht zu nah an ihrem Zaun stehen dürfen. Dann geht er voll ab und bellt richtig böse. Die Nachbarn haben letztens vier Stunden Holz gestapelt. Das ging seiner Meinung nach nun gar nicht. Wenn wir arbeiten sind sind die Hunde im Haus, können aber durch eine Hundeklappe in den Garten (voll eingezäunt). Wenn wir zuhause sind und er ist im Garten können die Nachbarn machen was sie wollen. Aber wenn wir nicht da sind geht wohl die Post ab. Das ist aber erst seit einigen Wochen - ich schätze mal so, seit Juni/Juli - so. Die ganzen 1 1/2 Jahre vorher waren kein Problem. Es hat sich auch in dieser Zeit nichts geändert. Keine anderen Nachbarn oder so.

      Wie kann ich meinem Hund abgewöhnen so ein Theater zu machen. Wenn er mal bellt ist das o.k. aber so ist es doch recht nervig für die ganze Siedlung. Ich mag meinen Hund jetzt auch nicht den Gang in den Garten verbieten in der Zeit, wo wir nicht da sind.

      Danke schon mal

      • (2) 29.11.11 - 14:13

        Hi,

        naja, mit 1,5 Jahren kommen viele Hunde nochmal in eine "Testphase" ähnlich der Pubertät mit 9-12 Monaten und probieren halt aus, was geht und was nicht.

        Bei euch sehe ich das Problem, dass ihr nicht da seid, wenn er so ein Theater macht. Da wird es schwer, das Verhalten zu unterbinden. Als einzige Alternative - die ich aber gar nicht mag - sehe ich dabei nur ein Sprühhalsband (Wasser oder Zitronensaft). So hat eine Bekannte ihrer Hündin die sinnlose Bellerei abgewöhnt.

        Ansonsten wäre vielleicht eine Möglichkeit: wegfahren, entfernt parken, anschleichen, im Nachbargarten verstecken - und bei Theater mit eine Rappeldose, Diskscheiben oä nach dem Hund werfen - ohne weiteren Kommentar! Ob das funktioniert, weiß ich aber nicht. Meine Mutter hat früher unseren Hund mal so ausgetrickst, als er immer zum Schlafen auf die Couch ging, sobald er ihr Auto hat wegfahren hören.

        Gruß
        Kim

        • (3) 29.11.11 - 15:11

          Danke für die Antwort:

          Unsere Hunde sind jetzt 6 Jahre alt und 1,5 Jahre bei uns. Meinst Du das ist dann die ganz späte "Pubertät"?

          Das mit dem Verstecken habe ich auch schon überlegt. Wir kennen unsere Nachbarn Gott sei dank so gut, dass wir wohl mal in deren Garten "campieren" dürfen. Sprüh-Halsband haben wir schon ausprobiert. Er bellt es einfach leer und macht weiter . . .

          • (4) 29.11.11 - 15:47

            Hi,

            oh - ich hatte es so verstanden, dass sie erst 1,5 Jahre alt sind - so spät kommt die Pubertät dann doch nicht wieder.

            Hmmm... dumm ist euer Hund ja nicht... Da würde ich es ehrlich mit dem auflauern versuchen ;-)

            Wie reagieren denn eigentlich die Nachbarn, wenn er so ein Palaver macht?

            Gruß
            Kim

            • (5) 30.11.11 - 11:18

              Das blöde dabei ist, dass wir, als wir die Hunde bekamen, gerade frisch ein Haus gekauft hatten. Wir haben also kleine Kärtchen gemacht mit allen Büro- und HandyNr. uns nett vorgestellt und darum gebeten, dass die Nachbarn uns anrufen, wenn die Hunde mal bellen und es stören sollte. Wir dachten dann monatelang es wäre alles in Ordnung. Erst auf Nachfrage sagte uns ein Nachbar - der auch ein Kärtchen hatte - dass er sich schon mit fünf weiteren Nachbarn zusammengetan hat und vor hatte uns zu besuchen da das mit dem gebelle ja so nicht geht :

              HALLO?! Da war ich wirklich stinkig. Extra Karten verteilt und dann nicht mal was sagen beim täglichen Gruß sondern nur auf Nachfrage von einer "Zusammenrottung" reden. Gehts noch! Super Nachbarschaft. Herzlichen Dank.

              Die Situation hat sich in diese Richtung entspannt nachdem wir ihm klar gemacht haben, dass wir ja gerade deshalb Kärtchen verteilt haben und das Verhalten von ihm und den anderen Nachbarn - unsere zwei, die jetzt angebellt werden waren Gott sei dank nicht dabei - nicht nachvollziehen können.

              In diese Richtung ist nachbarschaftlich nicht mehr allzuviel los.

              Die anderen beiden - die Betroffenen mit den Zäunen - haben auch Hunde und versuchen auf unseren Hund entsprechend einzuwirken. Der eine hat Leckerchen geschmissen - bis die leer waren, war auch Ruhe - der andere ignoriert den Hund und geht trotzdem da hin, wo er hin will.

              Nerven wirds die anderen Nachbarn aber auch und da ich keine Lust auf Lynchjustiz habe möchte ich nicht abwarten, bis die sich wieder die Köpfe heißgeredet haben.

              Im Moment bleiben die Hunde im Haus, aber das ist auch keine befriedigende Lösung. Gestern hat - der andere Hund - z.B. aus frust sein niegel nagel neues Körbchen zerfetzt. Langeweile halt . . .

              • Hallo,

                wie lange sind die Hunde denn täglich alleine? Und haben sie das Alleinsein im Haus "richtig" gelernt?

                Ich persönlich würde trotzdem bei der Lösung bleiben, sie im Haus zu lassen. Bevor ich fahre, würde ich schauen, dass ich sie vernünftig ausgepowert bekomme, damit gar keine Langeweile erst aufkommt, sondern sie dann platt sind und schlafen.

                Wenn sie nicht gerade acht Stunden am Stück alleine sind und vernünftig ans Alleinebleiben gewöhnt wurden, sollte es kein Problem sein, sie im Haus alleine zu lassen. Klar ist das erstmal wieder blöd für sie - evtl. nicht ausgelastet drinnen bleiben zu müssen, wo sie sich doch draußen gerade so eine tolle Aufgabe selbst gesucht haben, um keine Langeweile haben zu müssen...

                Viele Grüße, Alex

                • Alleine sind sie vier mal die Woche für ca. 4 Stunden. Raus kommen sie drei mal am Tag 1 - 2 Stunden. Davon ein mal straffer Marsch morgens um fünf und die anderen beiden Male mit Bällchen, Suchspielen und Gehorsamstraining. Am Wochenende geht es dann meist auf "große" Wanderschaft und es werden neue Spazierwege erkundet für die Abwechslung. Daher kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass es Langeweile ist. Sie im Haus zu lassen finde ich grundsätzlich auch nicht schlimm. Nur schade. Wir haben die Möglichkeiten und den Platz geschaffen und dann so was. Werde am Wochenende mal ausprobieren mich in Nachbars Garten zu verstecken und zu erschrecken.

                  Danke für die vielen Antworten.

                  Gruß Jutta

          Hallo,

          eine Lösung hab ich nicht aber wundern tut mich das Verhalten ja nicht wirklich. Ihr habt sie erst seit 2 Jahren, am Anfang haben sie sich gefügt und gecheckt und nun dürfen sie in den Garten, wenn ihr nicht da seid. Der Garten gehört "ihnen" und ihr seid nicht da. Die denken, die müssen aufpassen. Seid ihr da, habt ihr die Kontrolle und sie verlassen sich auf euch. Das ist ein gutes Zeichen.

          Da ihr keine weiteren Nachbarn habt oder nur wenige, habt ihr Glück, bellende Hunde am Grundstück können nämlich eine Ruhestörung bedeuten.

          Warum könnt ihr die Hunde nicht einfach im Haus lassen, sondern müsste es dann "nur" der Flur sein?

          Wobei, wenn der Zeitraum nicht so lange ist, spielt das überhaupt keine Rolle. Hunde brauchen während des Alleine Seins keinen "Palast".

          Habt ihr generellen Sichtschutz? Sehen die Hunde zu den Nachbarn rüber?

          LG

          • Die Hunde können sich im Haus im unteren Bereich mit Ausnahme der Küche frei bewegen. Also Flur, Wohn- und Eßzimmer. Es ist kein Problem sie drin zu lassen. Ich fände es für sie halt schöner. Außerdem haben wir extra alles so umgebaut. Garten eingezäunt, Sichtschutz. Wintergarten mit Hundeklappe damit sie selbst entscheiden rein oder raus. Find es halt schade .

            • Hallo,

              ich möchte es dir auch nicht ausreden, das müsst ihr entscheiden und beurteilen, denn ich sehe die Hunde natürlich auch nicht.

              Ich kenne das nur von meinem Hund - der irgendwann meinte der Zaunwächter - zu werden. Das ist sehr mühselig wieder abzugewöhnen, ist aber rein vom Prinzip nicht "unhündisch".

              So stelle ich mir das bei euch vor, gerade wie ihr das beschreibst...seid ihr hier, machen sie das nicht und das ist suuuper. Es sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Es gibt ja sehr viele Zaunterroristen.

              Je nachdem wie "gut" ihr mit den Nachbarn auskommt, könntet ihr diese ja involvieren, so dass die Hunde ggf. auf ihre "Ansprache" auch aufhören.

              Hier bei uns wäre solch ein Verhalten jedenfalls nicht möglich, da wir in einer Wohnstraße wohnen und schnell mal Anzeigen wegen Ruhestörung käme.

              LG

    (11) 29.11.11 - 19:12

    Hi,

    also bei unserer Hündin funktioniert es gut wenn unsere Nachbarin sie so richtig anschnautzt. (tut sie nur wenn sie am bellen dran bleibt)

    Habt ihr das mal probiert?

    LG Caidori

    • (12) 30.11.11 - 08:41

      Hi,

      das kann aber auch den gegenteiligen Effekt haben - durch das Anranzen fühlen sich die meisten Hunde im Verhalten bestätigt!

      Gruß
      Kim

      • (13) 30.11.11 - 09:22

        Hi,

        du hast Recht, das klappt vermutlich nur wenn die Hunde eine gewisse Beziehung zum Nachbarn haben (hatte ich nicht bedacht-bei uns sind die Nachbarn regelmäßig bei uns und übernehmen auch regelmäßig die Betreuung wenn wir nicht zu hause sind und haben dementsprechend eine gewisse "Handhabe" gegenüber den Hunden) und mit ihm auch im Alltag regelmäßig zu tun haben.
        Ansonsten könnte es evtl den Effekt haben das sie bellen das Gegenüber "zurück Krachmacht" und sie als "Gewinner" aus der Sache rausgehen.

        LG Tina

    (14) 30.11.11 - 08:53

    Nee, der Nachbar hat es gut gemeint und Leckerchen rüber geschmissen ... war wohl kurzfristig ne Lösung. Aber als das Futter weg war ging das Gebelle weiter ...

    • (15) 30.11.11 - 09:26

      Huhu,

      hab grad Risala schon geantwortet, das das evtl eh nur klappt wenn die Hunde den Nachbarn auch besser kennen.

      Wenn sie natürlich noch Leckers bekommen haben ist das natürlich doppelt unpraktisch, nicht nur die Selbstbestätigung übers Bellen sondern noch ein Lecker hinterher ^^

      Tut mir leid so wirklich viel ausser evtl einsperren oder Sicht (durch Sichtschutzzäune/-Matten) nehmen fällt mir dann auch nimmer ein so aus dem Stehgreif.

      Drück dir die Daumen :-)

      Viele Grüße

      Tina

      • (16) 30.11.11 - 11:20

        Tja, Sichtschutz haben wir . Der sieht die nicht, der hört die nur . Zumindest den einen Nachbarn. Bei dem anderen ist ein kleiner Spalt. Da guckt deren Hund immer durch und die freuen sich dann alle drei. Aber sobald ein Mensch zu sehen ist der zu nah an unseren Zaun geht ist Randale. Wenn die einen Meter weit weg sind - kein Problem.

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