Hundeerziehung! Er macht nur Mist

    • (1) 09.01.12 - 10:02

      Hallo Mädels #winke

      Ich wende mich nun an euch weil ich keine Ahnung habe was ich noch machen soll.
      Es handelt sich um den Hund meiner Eltern (wir wohnen direkt neben ihnen)

      Ich bin mit Hunden aufgewachsen, wir hatten schon immer 2.
      2010 im Dezember mussten wir leider unseren Rottweiler einschläfern lassen, er war schon sehr alt und hatte starke Probleme zum Schluss, konnte nicht mehr Pinkeln, keinen Kot absetzen hat nichts mehr gefressen und kam nicht mehr auf die Beine.
      Dieser war sehr gut erzogen worden von meinen Eltern. Er hörte aufs Wort.

      Meine Eltern holten sich im Frühling 2011 einen 11 Wochen alten Rottweiler Welpen.
      Mitlerweile ist er 11 Monate alt und hat nur Mist im Kopf. Er hört kein Stück und ist nur am Unsinn machen. Er nimmt alles auseinander, kaut alles an, springt rum wie ein Ziegenbock hört nicht.

      Das Problem ist nicht der Hund, sondern mein Vater. Meine Mama war nachdem der anderen Hund eingeschläfert werden musste gegen einen neuen großen Hund. Sie haben noch einen 15 Jahre alten Jack Russel Terrier. Er kümmert sich nicht um ihn. Die Hunde sind den ganzen tag allein auf dem Hof, soweit ist das ja auch ok, der Jack Russel will seine Ruhe. Doch der jugendliche Rotti der will doch beschäftigt werden. Er kennt keine Grenzen. Wenn ich meinen Vater drauf anspreche das er mit ihm in die Hundeschule gehn soll dann ist er genervt und Antwortet nur mit: "was soll ich denn noch alles machen?"

      Ja er ist beruflich ziemlich eingespannt, meine Eltern sind beide selbstständig. Doch das hätte er sich doch vorher überlegen müssen. Wenn er keine Zeit hat sich um den Hund zu kümmern, dann kann er sich keinen anschaffen.

      Ich würde ja auch z.B. mit ihm spazieren gehn. Das Prolem daran ist, ich habe einen kleinen Sohn der ist 1 Jahr alt. Sie verstehen sich super und beide mögen sich auch, der Rotti hat nichts gegen Kinder, er kennt es ja nicht anders. Nicht das irgendwer hier war falsch versteht. Doch für mich ist es eben unmöglich mit beiden raus zu gehen. Eben weil der Hund nicht erzogen ist. Da geht er eher mit mir spazieren als ich mit ihm. Ich würde auch mit ihm in die Hundeschule gehen, allerdings würde das nur am Wochenende gehn da mein Mann selbstständig ist und erst spät nach Hause kommt.

      Ich weiß nicht ob das reichen würde also einmal die Woche und ob es nicht eventuell schon zu spät ist. Meine Mutter ist mitlerweile soweit das sie den hund abgeben würde.
      Aber das möchte ich auch nícht, er gehört schon zur Familie und ich hätte ein super schlechtes Gewissen.

      Was kann ich denn machen? Bzw. was können wir machen?

      • (2) 09.01.12 - 11:40

        Hi,

        der Hund ist in der tollsten Phase der Pubertät - und Hundeschule zwingend nötig! Wir haben seit 6 Wochen eine knapp 11 Monate alte DSH-Mix-Hündin - die ist ähnlich gut drauf:

        - es wird alles angeknabbert, was gefunden wird
        - ziegenartiges Verhalten können wir auch beobachten
        - zwischendurch macht sie in Haus, obwohl die Haustür offen ist
        - läuft oft gut an der Leine, dann wieder zieht sie wie eine Dampfmaschine

        etc.

        Wir haben nur einen Vorteil: unser 7jähriger Rüde ist immer zum Spielen aufgelegt und so lasten die beiden sich gegenseitig aus.

        Seit Sonntag gehen wir auf den Hundeplatz - und da ist nur am Sonntag Training für die Rüpel ansonsten Sa + So. Und einmal pro Woche ist besser als nichts! Vielleicht kannst Du aber die Woche über zu Hause mit dem Hund üben. Machen wir auch - und unserer Sana tut ein bisschen Kopfarbeit sehr gut.

        Alternativ würde ich Deinen Vater aber mal fragen, ob er sich sicher ist, dass er den Hund behalten will. Rottis sind so tolle Familienhunde, aber sie brauche wie jeder gute Familienhund Erziehung und es wäre schade, wenn er so verkümmert. Nur mit "haben wollen" ist es ja nicht getan - und wenn Deine Mutter sich nicht kümmern möchte und Dein Vater keine Zeit hat, wäre eine Abgabe in gute Hände sicherlich die bessere Option.

        Gruß
        Kim

        • (3) 09.01.12 - 12:07

          Ich weiß ja das es anders geht, wir hatten schon 2 Rotti´s und alle beide hatten es super bei uns. Wurden erzogen und waren wunderbare familienhunde.

          ich denke ich werde mich bei der hundeschule anmelden mit ihm und dann eben am we hingehen. Das ganze werden wir mal beobachten und wenn es in einem hlaben jahr nicht besser ist und mein vater sich immernoch nicht aufgerafft hat was zutun.

          dann denke ich werden wir eine liebe familie finden für ihn, ins tierheim geb ich ihn nie im leben, da kann kommen was will.

          • Klasse, wie Du Dich für den Kerl einsetzt!
            Ich schließ mich Kim an - 1 x wöchentlich ist auf jeden Fall besser als gar keine Erziehung und sicher kannst Du in absehbarer Zeit auch mit Hund und Kind spazieren gehen!

            LG,

            W

          • Wenn du einmal die Woche in die Hundeschule gehst und unter der Woche mit dem Hund ein paarmal am Tag für 10 oder 15 Minuten arbeitest ( beim spazierengehen kann man das Geldernte ja vertiefen) dan reicht das.
            Allerdings müssen ALLE an einem Strang ziehen- soll heißen: dein Vater muß die Komandos, die du mit dem Hund erarbeitest, ebenfalls nutzen und anwenden.

            sparrow

        11 Monate und genau so "aktiv" wie unsere 7 Monate alte Kröte?
        Das baut mich auf, ich warte täglich darauf, dass sie alt, gesetzt und vernünftig wird :)

        LG,

        W

        • Hunde können sich aber auch "zurückentwickeln" #rofl

          Unser Mercy war ja schon immer ein ruhiger und gut erzogener Goldie.....hörte aufs Wort, tobte gern mal mit Artgenossen sofern man welche traf die mit ihm toben durften.
          Alles in Allem.....aus dem Rüpelalter raus.
          Dann kam Amy zu uns - und Mercy war wieder fast vergleichbar mit nem Junghund.....total verspielt, teils meschugge und durchgeknallt, und teils versuchte er immer gern mal wieder Grenzen zu überschreiten.
          Wenn der nun mal seine 5 Minuten kriegt muss man echt aufpassen das er einen nicht von den Füssen holt #schwitz

          Mein erwachsener Rüde benimmt sich also oftmals wie ein "Teeny"....... was ich aber toll finde. Echt schön zu sehen wieviel Spaß unser Dicker hat wenn er wen zum rumtoben hat......

          Bei Menschen sagt man ja " da steckt das Kind im Manne"......das trifft auf unseren Dicken auch zu .......
          Also immer schön dran denken....auch erwachsene Hunde können sich aufführen als wenn sie nen Kasper gefrühstückt hätten :-D

          • Erwachsene Kinder haben aber nicht 26h/Tag diese Energie wie ein echter Halbstarker...

            Wir haben mit dem Neuzugang auch extra gewartet, bis die "Großen" aus dem Gröbsten raus sind und die behalten auch die Nerven.
            3 solcher Stressmonster würden wir aber auch nicht verkraften.

            • das hab ich auch gedacht #schwitz
              Aber nach 1 Stunde durch die Felder mit toben und Apport kann ich nach Hause kommen - und da geht des Getobe weiter.....sobald amy ihn auffordert macht er begeistert mit.
              Hat aber auch Vorteile: mehr Bewegung - mehr Gewichtsverlust :-D

              • Der Setter ist 15, der entwickelt sich zwar geistig zurück und ist dement aber Rumtoben kann er gar nicht mehr und die Lütte ist draußen ein Feger, Zuhause aber sehr gemütlich.
                Da müssen dann schon die Katzen herhalten, aber die machen immerhin auf dem Dielenboden keinen Lärm wie ne Herde Ponys.

                Die Franz. Bulldogge hat aber Kondition bekommen ohne Ende und ne Figur wie ein Athlet, seit sie sich unterwegs mit der Halbstarken rumschlagen muß.

                • na ok, mit 15 Jahren wird kein Hund mehr zum Jungspund, das stimmt.

                  Bei Katzen wirkt das aber auch wenn da was jüngeres austaucht.....meine BKH-Dame glich schon immer einer Schlaftablette.....bewegt sich wie in Zeitlupe, flitzt nie rum etc....ist 7 Jahre alt.
                  Seit dem Sommer wohnt unser Bengale bei uns und der nimmt sich die Dame immer zur Brust.......das passt ihr so gar nicht. Sie faucht und vermöbelt ihn um ihn in seine Schranken zu weisen.....undkann richtig schnell werden......ich war echt erstaunt das die Dame rennen und springen kann *g*

                  • Stimmt, ist schon ein Jungbrunnen so ein halbstarker Neuzugang.

                    So war das bei uns ja auch gedacht und es läuft glücklicherweise auch insofern wie geplant, dass die beiden jungen Weiber sich gegenseitig beschäftigen und tyrannisieren und der Opa mehr oder weniger seine Ruhe hat.
                    Ab und an läßt er sich von der ganz Jungen zu einem Zerrspiel mit Tauknoten breitschlagen - auf dem Sofa liegend :)

        (13) 10.01.12 - 12:02

        Hmmm---

        Als, nur so nebenbei eingeworfen... bei meinem Malinois-Amstaff-Mix, jetzt ca. 4 Jahre alt, gebe ich die Hffnung so langsam auf, dass er "ruhig" wird... *lol*

        Neinnein, sooo schlimm ist es nicht, draussen halt ein echter Malinois, drinnen eine ruhige Fellkugel...

        Viel Spass noch mit den "Rüpeln" !!! ;-)

        • (14) 10.01.12 - 14:42

          Danke, genau das wollt ich hören #schock

          Nee, im Ernst, für nen Malinois ist das relativ völlig normal aber ich bevorzuge eigentlich die kurzbeinigen kleinen dicken und coolen Staffs und hab "der Farbe wegen" jetzt so eine Sportausführung, die so ganz anders drauf ist als ihre pummelige Vorgängerin.

          Wir hatten aber immer schon so temperamentvolle Hunde, erst einen Labrador/Dt. Kurzhaar-Mix, der bis zum Ende eigentlich den ganzen Tag Wallung gemacht hat und dann den jetzt 15jährigen Setter, der auch viel Temperament hatte. Das ist aber schon 15 Jahre und länger her und man vergißt erstens, wie anstrengend die sein können und 2. wird man auch spürbar älter und ist nervlich nicht mehr so belastbar.
          Ich bin aber zuversichtlich und sie ist - eigentlich - sehr lernwillig und bemüht.

          • (15) 11.01.12 - 09:05

            Hehe...

            Ja, ist wirklich 'ne brisante Mischung... Vor allem hätte ich mir das früher bei mir niemals vorstellen können, da ich eher der bequeme Typ ( äusserlich zumindest) bin...

            Aber jetzt würde ich ihn auch um nichts in der Welt mehr eintauschen... Malis sind toll, wenn man sie richtig handelt, ABER: man braucht echt Nerven wie Drahtseile, wenn wieder das Gefiepe losgeht... *seufz*... und auch beim Training... aber ich bin dadurch insgesamt "cooler"#cool geworden, auch in sonstigen Situationen, das passt so schon...

            Aber ich bin auch eher Anhänger der Dampfwalzenfraktion ( Staffs), als der Hypernervösenfraktion ( Malis)... ;-)

            Gott sei dank konnten wir ihn ein halbes Jahr kennenlernen, bevor wir ihn nach HAuse geholt haben, und wussten so haaaaaaalbwegs, auf was wir uns da einlassen...

            Aber egal, wie doof sie sich manchmal anstellen, wieviel sie auch scheissen und fressen, wir lieben unsere Viecher, oder?!?

            Gruß,

            Z.

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