Hund springt beim gehen an den Beinen hoch und kneift in Kleidung

    • (1) 20.01.12 - 14:14

      Hallo!

      Ich suche Rat! Vorweg: Wir gehen bereits in die Hundeschule mit dem kleinen Havaneser Welpen (15 Wochen) und versuchen alle Tipps zu beachten die wir bekommen. Außerdem versuchen wir harte Bestrafungen zu vermeiden (Nackengriff etc.).
      Bereits ausprobiert haben wir das Wegdrehen, wenn er springt, was aber nichts nützt. Es animiert ihn nur noch mehr. Nun habe ich bereits hier im Forum gelesen, dass, wenn er von vorne springt man ihm den Raum nehmen sollte und "in ihn reingehen sollte". Werde ich gleich ausprobieren. Ignorieren funktioniert leider auch nicht bei uns.
      Die Fragen die mir bleiben sind folgende:

      1.Frage: Was tue ich, wenn der Hund hinter mir hergeht, aber dabei ganz aufgeregt in eventueller Spielmanier immer in die Unterschenkel kneift und wenn man ihn festhalten will um das zu unterbinden dann auch noch schnell entwischt?

      2. Frage: Die Situation ist folgende: Nachdem der Hund Beschäftigung hatte (Essen, Gassigehen mit Übungen und Heimkehr) sitze ich auf dem Sessel und arbeite mit meinem Laptop. Auf einmal kommt der Hund angelaufen springt mir an die Beine, fängt wild an zu bellen und fängt aggressiv an, an der Kleidung zu zerren und mit offenem Maul zu beißen. Derweil steht meine Frau vor der Terassentür und raucht (was wir sonst sehr oft zusammen tun). - Hypothese: passiv agressiv (Hund hat eher Angst) - Hund hat Angst, dass meine Frau ihn verlässt? offensiv aggressiv: Hund will, dass ich mit ihm zu meiner Frau nach draußen gehe, damit er spielen kann (denn das verbindet er mit unseren Raucherpausen).

      In jedem Fall stellt sich die Frage, was tue ich, damit er tut was ICH will?

      Danke schonmal für eure Geduld!

      • spricht was dagegen, den hund mit zum rauchen raus zu nehmen um dort mit ihm zu spielen? du schreibst, der hund soll das tun, was du willst.

        im prinzip stimme ich dir da schon zu. aber wenn er es eh gewohnt ist, wie du schreibst, mit dem rausgehen und spielen bzw. das damit verbindet. so genießt doch diese 5 minuten.

        meine (7 monate) kommt auch immer mal an, wenn sie spielen will. da springt sie mich von hinten an, wenn ich grad am lappi sitze. ich nehme es ihr nicht übel. so zeigt sie mir, hallo: ich bin auch noch da. beschäftige mich mal! ich will mit dir spielen.

        dann tobe ich mit ihr mal 5 minuten (naja, etwa). albere mit ihr rum. und dann ist auch gut. sonst beschäftigt sie sich meist alleine. aber manchmal will sie auch bespasst werden (denke mal, mit kindern ist es doch auch so. zwar spielen sie alleine, aber ab und zu wollen sie auch mit ihren eltern spielen)

        also ich würde diese raucher - spielpause dem hund nicht unbedingt abgewöhnen.

        doch grenzen setzen ganz klar. ja und mit 15 wochen, das ist nochmal so ne phase, da testen die aus, was sie dürfen und was nicht. da hören sie plötzlich nicht mehr. kennen die einfachsten befehle nicht! oh man, war ich froh, als diese phase vorbei war!

        tja, wegen dem beissen. meine kennt das wort feierabend. dies signalisiert, dass das spielen etc. vorbei ist. und wende mich ab. so bestimme ich, wann ende ist. sie kann zwar ankommen und mit dem spielen anfangen, aber das ende bestimme noch immer ich.

        für daheim würde ich ausprobieren, den hund ins körbchen zu legen und liegen (sitzen) zu lassen. jedes mal, wenn er beisst und ein komando dazu (wie etwa feierabend) damit der hund weiß, aaah wenn ich beisse, werde ich ins körbchen geschickt.

        das dauert wohl etwas, bis der hund das intus hat, kann sich aber belohnt machen.

        wieso hat der hund angst vor dem verlassen werden? ist der hund ausgesetzt worden? oder andersweitig verlassen worden?

        das beissen, wie du es in frage eins beschreibst, zeigt wohl auf spielen hin. ich beiss herrchen, herrchen reagiert darauf und will mich einfangen. ich renne weg und habe spaß!
        hm, werft ihr stöckchen unterwegs? oder anderes wurfspielzeug? wie beschäftigt ihr euren hund beim spazieren gehen? sind andere hunde dabei?
        würde mich mal kundig machen, ob nicht andere leute sich mit hunden treffen zum spazieren gehen. bei mir in der nähe treffen sich immer mehrere leute am nachmittag mit ihren hunden und dann geht es los! mindestens eine stunde sind wir da unterwegs. und so kann sie mit anderen herumtollen. das tut ihr gut.

        vielleicht fehlt ihr das auch einfach, mit anderen hunden herumzutollen. also ausserhalb der hundeschule.

        kennt dein hund das wort nein? wenn unsere was nicht darf, wie in müllbeutel wühlen oder müll auf der strasse bzw. im wald zu beschnüffeln, sage ich scharf nein.

        das würde ich mit dem hochspringen verbinden. scharf nein und sanft wegschupsen, wenn sie von vorne angesprungen kommt (kann das allerdings auch als spielen ansehen, wenn der hund es damit verbindet).

        oder wie wäre es mit einer sprühflasche? jedesmal, wenn der hund beissen will bzw. beisst, dann besprüh ihn einfach mit wasser.

        hm, so einen ähnlichen fall gab es schonmal bei martin rütter auf vox. da hat ein hund auch dauernd in die fersen und so gebissen, aber was er empfohlen hat, weiß ich nicht.

        so, ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. und vielleicht hat ja hier noch jemand mehr tipps.

        viel glück!

        (3) 20.01.12 - 18:08

        Hallo,

        ich würde keine Hypothesen aufstellen ;-) sondern einfach dafür sorgen, dass der Hund nicht springt.
        Mit 15 Wochen ist das Anspringen/Kneifen usw. viel schwieriger abzugewöhnen, als mit es mit 9 Wochen zu unterbinden.
        Zu Frage 1:
        das ist ein schönes Spiel für euren Hund, schon mal versucht, aus dem Raum zu gehen und ihm die Tür vor der Nase zu schließen? Dann sofort - bevor er anfängt zu bellen - Tür wieder auf machen + rein gehen. 1 Runde im Zimmer gehen. Springt der Hund wieder, nochmal raus gehen .......

        Zu der Situation im Sessel: Da würde ich mal versuchen, den Hund wirklich zu ignorieren. Irgendwann wird er müde sein und aufhören, dazu muss man aber Nerven haben und schon 1 Blick reicht aus, um den Hund zu bestätigen! Den Hund weder anschauen, noch ansprechen!
        Parallel dazu würde ich Gehorsamsübungen machen, z.B. Hund darf nur auf Kommando an sein Fressen, Couch + Bett sind verboten...
        Hunde, die im täglichen Leben Grenzen gesetzt bekommen, nehmen sich gegenüber ihrer Menschen viel weniger Frechheiten heraus ;-)

        LG Pechawa

        Dein Hnd maßregelt dich! Er findet es unverschämt, dass du dich um etwas anderes kümmerst als um ihn! Dazu ist er jedoch nicht in der Position! Mach was jeder Ranghöhere Hund machen würde: Zeig ihm, dass er sich unterzuordnen hat, ein kurzer knuff oder ein unterwerfen wirkt manchmal wunder!

Top Diskussionen anzeigen