Hund fällt öfter um und hat sich so verändert..Teil 2 ... zurück vom TA

    • (1) 24.01.12 - 21:13

      Hallo nochmal

      jetzt hatten wir ja um 17 Uhr unseren Termin bei der Tierklinik.

      Waren anderthalb Stunden bei der Ärztin, sie hat sich sehr viel Zeit genommen.
      Alle waren sehr ruhig, ganz stressfrei und selbst unser Tierarzt-Angsthase war recht entspannt.

      Erst hat sie genau gefragt was so auffiel usw, dann ganz genau alles überprüft, abgehorcht, reflexe geprüft, gesichtsnerven gecheckt, alle Schleimhäute und die Reflexe der Pupillen usw usf.

      Also Epilepsie schliesst sie erstmal zu 99% aus, dazu kamen die Anfälle zu plötzlich und es tritt ja auch nur auf, wenn unser Wuff sich sehr gefreut hat oder sich angestrengt hat. Sonst nicht.

      Wir haben Blut abnehmen lassen und zwei Röntgenaufnahmen machen lassen. Organe sehen soweit gut aus, nichts vergrößert oder so, die Lungen frei und gut belüftet, das Lipom was er hat, drückt nirgend drauf auch nicht auf Rippen, Lunge oder Herz.

      Er hat auf jeden Fall zu niedrigen Blutdruck und wohl leichte Herz-Rhythmus-Störungen, das wird aber noch genauer geprüft, mit einem Herzultraschall.

      Morgen erfahre ich die Ergebnisse der Blutuntersuchung und dann wissen wir ob z Bsp die Organe noch alle gut arbeiten.

      Dann sehen wir weiter.

      Jetzt hat er erstmal gut zu Abend "gegessen" und schläft jetzt.

      War ein ganz braver Wauzi und hat ganz lieb mitgemacht.

      Danke an alle die mir auf den anderen Thread geantwortet haben.

      VG

      denwillich

      • Hallo,

        hab deinen 1. Threat schon gelesen und mir kam da eigentlich gleich ne Erkrankung ein die eine Hündin von mir mal hatte. Zerebrale kortikale Abiotrophie. Bislang ist mir eigentlich nur bekannt, dass es bei AmStaffs auftritt. Aber könnte mir vorstellen, dass es bei anderen Rassen wie Terrier auch auftreten könnte. Die ersten Anzeichen treten i.d.R. so um das 4. Lj. auf. Allerdings kann es auch sein, das die ersten klinischen zwischen dem 5 und 9 Lj. auftreten. Soweit ich das weiß... (bin ja keine Fachfrau). Bei dieser Erkrankung gehen die Nervenzellen im Kleinhirn zugrunde, was sich in motorischen Störungen (der Gang ist Galoppartig), Unvermögen Entfernungen abzuschätzen und nickender/ruckelnder Kopf äußert.

        Was mich daran erinnerte war, das du geschrieben hast, dein Hundi fällt um wenn er sich freut oder aufregt. Ich erzähl dir mal die Geschichte von Sina.

        Als Sina etwa 4 Jahre alt war, fiel auf, dass sie nicht mehr richtig in den Kofferraum springen konnte. Hat einfach das Auto verfehlt. Und das gehäuft.

        Wenn sie gerannt ist, sah das aus wie ein Galopp und sie fiel oft hin. Es wurde zunächst vermutet, dass sie eine Entzündung im Ohr hat, daher Gleichgewichtsstörungen hat. Sie erhielt Cortison, daraufhin Besserung der Symptomatik. Aber es hielt nicht lange an. Dann verschlechterte sich das Krankheitsbild. Da der TA keine genaue Diagnose stellen konnte, wurde sie an die Uniklinik nach Bern überwiesen. Dort stellte man fest, dass sie diese Krankheit hat. Eine Heilung ist nicht möglich. Man gab ihr noch 2 Jahre zu leben.

        Wir haben sie dann noch bei einem Tierheilpraktiker behandeln lassen. Als ich Sina das letzte mal gesehen habe, war sie 8 Jahre alt. Also hatte sie noch lange über diese Prognose hinaus gelebt. Allerdings war sie wie ein "Pflegefall" zu handhaben.

        Sie konnte nur noch schwankend laufen, fiel oft hin, Essen und Trinken haben wir ihr teilweise mit der Hand verabreicht. Konnte sie nicht mehr selber, weil sie so sehr gewackelt hat und die Entfernung gar nicht mehr abschätzen konnte. sie hatte Angst sich zu verschlucken, daher nur noch weiche Kost. Zu trinken bekam sie Wasser mit Ziegenmilch (pures Wasser wollte sie nicht). Bei Aufregung und Freude wurden die Symptome stärker. Sie fiel oft nach hinten über. Wie ein steigendes Pferd irgendwie.

        Oft haben wir überlegt, ob JETZT der richtige Zeitpunkt war, um sie einschläfern zu lassen. Weil es eine Qual war, sie so zu sehen. ABER: Sie hat immer Lebensfreude gezeigt. Wenn wir heimkamen, wenn es Essen gab, zum Gassi gehen, das Auto hat sie lautstark bewacht... Und ganz wichtig: die Erkrankung verursacht keine Schmerzen!

        Ob sie noch lebt, kann ich dir nicht sagen. Als ich mich von meinem Ex trennte, behielt er alle Nasen.

        Ich kann nur sagen, hätte Sina nicht Menschen gehabt, die ihr so viel Unterstützung geboten haben, hätte sie nicht so lange gelebt. Ich denke, dass sie mittlerweile über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sie wäre jetzt 12 Jahre alt.

        Das muss nicht heißen, dass dein Hundi das auch hat, aber es hat mich sehr an Sinchen erinnert. Viele Erinnerungen an die Kleine Maus werden da wach...

        Gute Besserung an deinen Wauzi! Hoffe es kommt nichts schlimmes raus dabei.

        LG Carry

        (3) 25.01.12 - 07:05

        Hallo!

        Dann mach dich mal über sogenannte Adam-Stokes-Anfälle kundig.
        Würde auch zum Symptomenbild passen.

        Grüße
        Nicole

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