Wildkaninchen-Baby im Garten - was nun?

    • (1) 14.02.12 - 21:36

      Hi, liebe Urbianer!
      Ich hoffe, hier jemanden zu treffen, der sich mit Wildkaninchen und deren Fernhaltung auskennt.

      Vor 2 Wochen habe ich in meinem Garten ein Loch in einer Baumscheibe entdeckt. Es hatte einen Durchmesser von ca. 10 cm, also deutlich größer als ein Mauseloch.

      "Okay", habe ich mir gedacht, "da waren wohl die Kaninchen sehr hungrig und auf der Suche nach etwas Essbarem" und ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, wie die dieses Riesenloch (deren Ende nicht absehbar war) in den steinhart gefrorenen Boden kratzen konnten.

      Ich habe es vor ein paar Tagen zugescharrt und mir gedacht, dass es nun wohl gut sei damit. Doch heute musste ich feststellen, dass es wieder offen war...

      Ich habe dann also einen Stock genommen, um mal zu schauen, wie tief das Loch eigentlich ist und musste feststellen, dass es flach unter dem Boden verläuft (es war etwa 60-70 cm lang und wies nur ein leichtes Gefälle auf.

      Als ich so fertig "geprokelt" hatte, zog ich den Stock wieder heraus und stellte verwundert fest, dass etwas weißes Flaumhaar an der Stockspitze haftete. Ich dachte, dass das Fell vermutlich schon vorher daran war und habe es abgezupft und nochmals geprokelt, um sicher zu gehen, dass es nicht aus dem Loch kommt. Aber siehe da: es war wieder weiches, helles Fell dran.

      Als ich mich vom Loch abwandt, um zu schauen, ob es vielleicht noch einen weiteren Aus-/Eingang gab und es sich um einen ganzen Bau handele, schlüpfte ein kleines Kaninchenbaby aus dem Loch und suchte verschreckt das Weite.

      Nun mache ich mir schreckliche Vorwürfe, ob ich womöglich eines der Babys (wenn es mehrere waren) mit dem Stock verletzt haben könnte.

      Warum um Himmels Willen sind da überhaupt mitten im Winter schon Babys??? Jetzt kann ich mir auch die Kaninchenfrau erklären, die seit einigen Wochen immer wieder unseren Garten aufsucht und gemütlich auf dem Rasen posiert, während wir frühstücken und die Kinder an der Scheibe kleben und schauen.

      Ja, was mache ich jetzt mit den Kaninchenkindern? Muss ich sie verjagen, wenn sie größer sind oder gehen die von selbst? Und was passiert, wenn sie erst anfangen, sich fleißig fortzupflanzen und unseren ganzen Garten zu unterhöhlen.

      Ich wäre dankbar für einen tierlieben Rat. Ich will sie ehrlich gesagt nicht im Garten haben, ich will sie aber auch nicht töten. Hier um uns herum gibt es jede Menge Kaninchen, aber hier auf dem Grundstück waren sie zum Glück noch nie... und ich will sie hier nicht unbedingt haben. Reicht schon, dass sie das Gemeindebeet vor unserer Tür (was ich pflegen muss) regelmäßig verwüsten, was ich aber versuche mit Fassung zu tragen.

      Also, her mit euren Tipps.
      LG
      cori

      • Hallo!

        Leider wirst Du nicht viel dagegen machen können. Du hast ja jetzt immerhin die Kaninchen schon mal erschrocken und gestört, aber ich glaube nicht, dass das reicht um sie ganz zu vertreiben. Wenn so eine große Kolonie in eurer Nachbarschaft lebt werden immer wieder Kaninchen versuchen sich bei euch anzusiedeln. natürlich könntest Du 30cm Erde vom ganzen Garten abtragen, Gitter verlegen, erde wieder drüber, damit sie nicht durch buddeln können, aber ich fürchte, das ist etwas viel, gelle?

        Sonst helfen höchstens noch natürliche feinde, aber extra einen Hund anschaffen ist jetzt auch nicht so ideal - dann hast Du eben einen anderen vierbeiner, der Dir den Garten umgräbt.

        ich glaube nicht, dass den Babys was passiert ist, so heftig wirst Du ja nicht zugestochen haben, du hast sie nur erschreckt. dass da überhaupt schon babys sind liegt am milden wetter im Dezember und Januar, die konnten ja auch nicht ahnen, dass es dann nochmal soooo kalt wird. Müssen zähe Babys sein, die letzten 3 Wochen waren ja echt hart.

        • Ja, die letzten drei Wochen waren für solche Kaninchenzwerge sicher hart. Aber ich befürchte auch, dass vielleicht nicht alle überlebt haben. Denn geflüchtet ist nur eines - ein Wurf (heißt das bei Kaninchen so?) besteht doch nicht nur aus einem Kaninchenbaby...

          Meinst du denn, sie legen jetzt einen richtigen Bau an? Bis jetzt ist es scheinbar nur diese eine Röhre, unverzweigt. Wenn die unseren ganzen Garten unterhöhlen und schließlich noch das Haus "unterkellern", werden wir wohl mit härteren Bandagen kämpfen müssen. Aber eigentlich bin ich eher ein Tierfreund als ein Tierfeind. Ich dachte, ich könnte sie auf die "nette Art" vertreiben...

          LG
          cori

          • Hi,

            so schlimm wird das nicht! wir haben im Büro mehrere Kaninchenkolonien (haben einen Büropark mit Teichen, sehr viel Wiese, Sträuchern, etc.) - und hier ist nichts unterhöhlt. Die meisten Baue haben unsere im Bereich der Sträucher - und die sind auch nicht sooo tief.

            Lass sie doch bei euch wohnen! Es werden schon keine 100 Kaninchen im Garten auftauchen. Auch in unserem Büropark hält es sich in Grenzen (aktuell haben wir auf ca. 20000m² 10-15 Kaninchen).

            Gruß
            Kim

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