Hund seit Umzug wie ausgewechselt

    • (1) 15.02.12 - 14:16

      Hallo ihr Lieben,

      ich hätte da gern ein Problem.

      Wir sind zum 1.12.2011 umgezogen und so langsam komme ich an die Grenzen meiner Nerven mit unserem Hund. Er ist seither wie ausgewechselt und so langsam weiß ich mir keinen Rat mehr.
      Aus unserem Fürchtehund der vor jedem Motorengeräusch und Schattenspiel weggelaufen ist und sich unterm Bett verkrochen hat, ist wohl ein Rüpel geworden.

      Baustelle 1:
      Wir wohnen nun an der Hauptstraße und vor der Tür ist eine Bushaltestelle auf die man vom Schlafzimmerfenster drauf schauen kann.
      Wenn ein Bus kommt und Leute aussteigen steht der Hund am Fenster und bellt wie ein Verrückter #schock
      Zuerst habe ich den Rolladen so weit unten gelassen (auch mangels Gardine #hicks), dass er nicht raus sehen konnte, was zur Folge hatte, dass er dann vor die Zwischentür gelaufen ist und dort weiter gebellt hat.
      Klapperdose und energisches "Aus!" sowie auf seinen Platz schicken bringen wenig Erfolg und wenn dann nur, wenn der Bus schon weg ist.

      Baustelle 2:
      Wir haben nun einen Balkon hinterm Haus, also direkt bei der Küche.
      Wenn die Haustür aufsteht, ist das kein Problem, Hund bleibt sitzen (war auch vorher in der alten Wohnung kein Thema) aber sobald die Balkontür aufgeht (und das geht sie oft, draussen haben wir den gelben Sack, Mülltonne und es wird nur draussen geraucht) steht er direkt da und wenn man nicht aufpaßt und ihn genau im Auge hat, isser weg :-[
      Dann sieht und hört er auch gar nix mehr und läuft einfach (zum Glück nicht auf die Straße), das Einzige worauf er dann noch reagiert, ist wenn man ihm mit dem Auto hinterher fährt, sobald er unser Auto hört, bleibt er stehen, Tür auf und Hund steigt ein, hinterher laufen bringt gar nix und da mein Mann das Auto ja mit auf der Arbeit hat, hab ich hier Nervenkrieg und die Kids dürfen mittlerweile nur noch wenn ich dabei bin die Balkontür aufmachen.

      Jemand einen Rat für mich?

      LG

      • du hättest gern ein problem?#rofl hast dich bestimmt verschrieben und meintest einen rat!
        na den kannst du haben

        ich denke mir mal, dass der hund sich noch nicht an die neue situation gewöhnt hat. der ganze umzug, die neue umgebung und auch die geräusche.

        von wo seit ihr denn umgezogen? also eher vom ländlichen in die stadt? vielleicht kennt der hund ja die geräusche nicht.

        bei unserer war das zu anfang so. bis sie die geräusche gekannt hat. dann hat sie aufgehört, sich aufzuregen.

        das mit den rollos würd ich lassen. so denkt der hund nur noch: aaah, irgendwas ist faul da draussen. frauchen verbarrikadiert uns! jetzt erst recht.

        würde es was bringen, wenn du mit dem hund zur bushaltestelle gehst wenn der bus ankommt. und ihr gemeinsam auf den bus wartet? er hört den bus, er riecht die leute.
        und wenn ihr das ein paar mal gemacht habt, vielleicht bellt er dann nicht mehr.

        zumindest würde ich das einfach mal ausprobieren. da ja der hund bellt, sobald ein bus kommt, müsstest du ja die zeiten wissen......;-)

        ich könnte mir gut vorstellen, dass einfach das geräusch vom bus stört. meine damalige hündin hat beim spazieren gehen auch immer rumgesponnen und gebellt wenn ein bus kam (oder motorrad oder aber ein lautes auto- also auspufftunig)
        man muss ja immer bedenken, dass es für hunde anders und lauter klingt. also auch empfindlicher sind.

        so, zum balkon... tja, da fällt mir nicht wirklich was ein. will der hund wieder zu seinem alten zuhause?

        naja, üben üben üben vielleicht??? keine ahnung.

        das ist erstmal das, was mir einfällt! wünsch dir viel glück, und dass sich hier noch ganz viele melden!#winke

      • Hallo,

        wir sind innerhalb des gleichen Ortes umgezogen ;-)

        Vorher hatten wir zwar in einer Seitenstraße gewohnt mit Anschluss zur Hauptstraße, dafür aber einen Getränkemarkt im Hof wo täglich mehr los war als hier.

        Den Rolladen lasse ich mittlerweile oben, anfangs war es auch aus dem Grund: Es ist das Schlazimmer meines Mannes und mir, wir hatten noch keine Gardine für so ein großes Fenster und dadurch konnte man mir bis in die Küche schauen, das wollte ich nicht so gern.

        Wir waren schon ein paar Mal vor der Tür mit ihm, wenn kein Bus da war, wenn der Bus grade kam, aber dann sitzt er einfach neben uns und schaut interessiert, kein Piep, kein Knurren, kein Wuff, nichts. Sobald er aber hier drinnen ist Krawall #kratz

        Vielleicht nochmal versuchen so alla Martin Rütter "Wenn es klingelt, nehmen sie die Leine gehen zu Tür #bla #bla irgendwann vergeht ihm die Lust zu bellen und Raudau zu schlagen"

        Wenn er zur Balkontür raus fetzt, dann rennt er nicht zum alten Wohnung, er rennt dann den Weg, den wir immer Gassi gehen, anders hätte ich mir ja noch einen Reim drauf machen können.

        Aber #danke für deine Antwort

        LG

        • hm komisch. schallt das in eurer wohnung mehr?`tja, dann versteh ich das mit dem bus auch nicht. wer weiß was dem da stört.

          • Nein, es brummt oder schallt hier drin wenig bis gar nicht und wenn er am Fenster steht, sieht er ja auch was draussen los ist, macht aber Radau (zum Glück sind die fenster gut, dann hört man den Hund draussen nicht, wenn ich da an die alten Ommas denke die aussteigen #schock)

            Vielleicht ärgert er sich das er nicht dran kommt #kratz

            • aaah'! er will auch bus fahren! das ist es!

              • Ich misch mich jetzt auch noch ein, aber es hört sich echt mysteriös an. Da kann man nur rätseln.
                Zu Baustelle Nr. 1 kann ich nur sagen, dass jeder Umzug auch gleichzeitig für den Hund ein Neuanfang ist. Vielleicht ist er einfach nur seit dem letzten Umzug selbstbewusster geworden?! Jeder Ort ist ja für einen Hund anders verknüpft. Vielleicht hat er das Gefühl, dass er in der neuen Wohnung der Aufpasser ist. Wenn du das Problem mit dem Bellen nicht direkt lösen kannst, kannst du auch versuchen, das "Pferd" von hinten aufzuzäumen, in dem du überlegst, wie viel Kontrolle der Hund übernimmt wie Aufpassen, eigene Entscheidungen über Fressen, Aufmerksamkeit, Schlafplatzwahl u.a. Wenn du feststellt, dass du oft reagierst während der Hund bestimmt, könnte das auch das Bell-Problem lösen indem du die anderen Sparten auch in Angriff nimmst.

                Wegen Baustelle 2 interessiert mich ob der Hund vorher problemlos abrufbar ohne Leine in der alten Wohnung oder ob das jetzt erst angefangen hat, dass er nicht mehr hört.

                Hast du das Gefühl, dass er ansonsten glücklich ist in der Wohnung oder hält er sich eher ungern da auf?

                • Hallo,

                  erstmal danke für deine Antwort.

                  So hab ich das noch gar nicht versucht zu sehen, manchmal hat man wirklich ein Brett vorm Kopf.

                  Das mit dem Aufpasser könnte hinkommen, ich werde das mal beobachten, Futterzeiten werden von uns bestimmt (ich hab das noch nie gemocht, wenn das Tierfutter gerade im Sommer den ganzen Tag da steht #putz)

                  Schlafplätze hat er drei: Hier im Wohnzimmer sein Hundebett, im Schlafzimmer seine Decke und einen Platz in der Küche vor der Heizung.

                  Wenn ich im Wohnzimmer bin, liegt er auch hier, ebenso Küche, wenn ihm zuviel Trubel ist, geht er auf den Platz im Schlafzimmer (gerade auch wenn die Kids erst heim gekommen sind oder Besucher kommen)

                  Hm, mit der Aufmerksamkeit, ich glaub da bin ich manchmal nicht konsequent genug, wenn er kommt und mich anstupst, bevorzugt wenn wir abends auf dem Sofa sitzen, schicke ich ihn auf seinen Platz, was er auch tut, aber manchmal kraule ich ihn dann doch.

                  Ja, das Thema mit dem Abrufen.

                  An der normalen Leine oder Schleppleine ist er abrufbar, im freien Lauf nicht, sobald er einen Vogel sieht, ist alles aus. Das haben wir trotz Hundetrainer nie aus ihm raus bekommen.

                  Was mich daran ja so sehr auch wundert, wenn die Haustür offen ist und ich ihn absitzen lasse, dann klappt das, nur mit der Balkontür nicht.

                  Von meinem Eindruck her würde ich sagen, er fühlt sich hier wohl, ist nicht ängstlich oder so.

                  LG

                  • Was du erzählt hört sich für mich nicht so an als ob dein Hund ein Kontrollfreak wär, aber ich bin ja auch kein Experte. Übrigens: Wir sind sehr konsequent mit unseren Hunden, aber das Aufmerksamkeits-Ding lasse ich auch schleifen. Ich glaub auch nicht dass das schlimm ist, wenn man alles zusammen im Auge behält. Es ist einfach zu schön wenn die Hunde zum Schmusen kommen, man hätte sie ja schließlich nicht wenn man sie nicht lieben würde #verliebt
                    Das Abruf-Thema bringt leider kein Licht ins Dunkel. Vielleicht spaziert ja immer wenn du wegschaust eine Katze außen vorbei und foppt deinen Hund oder irgend so eine blöde Kleinigkeit. Oder es riecht nach was Tollem vor der Tür oder er hat irgend eine Verknüpfung die man als Mensch nicht versteht.

                    Ich hätte dir gern geholfen, bin aber mit meinem Latein am Ende....ich kapituliere#sorry

                    • Trotzdem #danke für deine Antwort, manchmal hilft es ja schon, einfach mal drüber zu reden bzw in diesem Falle schreiben, dann bringt man ja auch ein wenig mehr Ordnung rein und es fällt einem was auf.

                      Mein Mann und ich haben gestern abend nochmal drüber gesprochen, wenn es nicht besser wird, werden wir uns nochmal nach einem Hundetrainer umsehen, der, den wir damals hatten ist leider nicht mehr da :-(

                      Joa, das ist schon was schönes, wenn Hund kommt und einfach mal den Kopf in den Schoß legt

                      LG

              Nein. Der steht auf Ommas#cool#rofl

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