Hund hat "Löcher" im Fell

    • (1) 28.02.12 - 14:25

      Hallo!

      Ich wende mich mal wieder mit einer Frage an euch.

      Wir haben seit 3 Monaten (20.11.11) eine jetzt einjährige rumänische DSH-Mixhündin. Soweit ist alle prima, aber wir haben von Anfang an das Problem, dass sie "Löcher" im Fell hinter dem Kopf bis kurz hinter die Schultern / 1. Drittel vom Rücken hat. Die fast kahlen Stellen sind zwischen 1x2cm bis 15x5cm groß.

      Wir haben anfangs gedacht, dass es an nicht idealem Futter liegt bzw. einer Futtermittelunverträglichkeit, weil sie sich sehr viel gekratzt hat und auch Schuppen hatte.
      Mit Umstellung auf unser Trockenfutter (Real Nature) haben wir den Juckreiz und die Schuppen wegbekommen und erst letzte Woche den Tierarzt aufgesucht, weil eine Futterumstellung und damit Umstellung des Organismus ja nicht in 4 Wochen erledigt ist.

      Unser Tierarzt hat ein Hautgeschabsel gemacht, Fell gezupft - und nichts ungewöhnliches festgestellt. Kein offensichtlicher Pilz, keine Milben, kein nichts.... Wir bekamen trotzdem ein Fungizid (sicherheitshalber, weil wir ein Kind haben), aber es wird nicht besser. Der Eindruck von uns ist eher, dass die Stellen mehr/größer werden. Sichtbar sind sie nicht auf den ersten Blick, sondern nur beim Streicheln gegen den Strich. Sana ist ansonsten quitschfidel, hat glänzendes, schönes Fell, riecht nicht unangenehm (eigentlich gar nicht) und ist alles in allem ein anstrengender, aufgeweckter und lernbegieriger Junghund.

      Eine Tierheilpraktikerin aus unserem Hundeverein hat auch mal draufgeschaut und meinte, der Hund muss entgiftet und das Imunsystem sowie der Darm neu aufgebaut werden (das war die Kurzform) - Kosten lt. KVA 580€. Diagnose wurde durch ca. 1min draufschauen gestellt. Mal abgesehen davon, dass wir das Geld nicht haben - aber so viel hat nichtmal die 4wöchige, intensive Behandlung durch den Tierarzt incl. Euthanasie unserer krebskranken Spitzhündin gekostet - und die war mit ca. 400€ schon nicht günstig. Und mein aqllgemeines Vertrauen in die alternativen Behandlungsmethoden ist nicht so groß, dass ich dafür mal eben 600€ ausgeben wollen würde.

      Was könnten wir noch machen? Wonach sollten wir den TA fragen? Bluttest? Aber auf was?

      Danke und Gruß
      Kim

      • Ich würde definitiv einen Bluttest machen lassen.

        Es könnten Milben sein, die sich nicht an der Hautoberfläche befinden, sondern sich tiefer hineinbohren. Ich denke da z. B. an die Sarcoptes-Räude. Der gesamte Entwicklungszyklus der Milbe findet auf beziehungsweise in der Haut des Hundes statt. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Gerade Tierschutztiere, die viel Kontakt zu verwarlosten Artgenossen hatten, sind häufig befallen.

        Da die Milben in Röhren in der haut leben, kann ein Hautgeschabsel unter Umständen nicht aussagekraftig sein. Im Blut kann man Sarcoptes aber nachweisen.

        Mein Hund hatte ebenfalls schon mal Sarcoptes Milben. Angesteck hat sie sich wohl auf der Hundewiese. Sie musste sich einer Badekur unterziehen, bekam ein Aufbaupräparat und ein Anti-Parasitenmittel. Die Behandlung ist recht langwierig und hat incl. Bluttest ca. 200 Euro gekostet.

        LG

        minimöller

        • Hi,

          Danke für den Hinweis.

          Nach der Sarcoptes-Räude habe ich gerade mal gegooglet, aber die schließe ich eigentlich schon aus, werde es aber trotzdem auf die Liste für meine TA-Fragen setzen. Warum? Sie soll hochansteckend sein - und wir haben selbst noch einen zweiten Hund, der keinerlei Fellprobleme hat.

          Und die beiden leben ja jetzt schon 3 Monate zusammen. Sana und Spike liegen abwechselnd in den beiden Körbchen, gemeinsam auf der Couch und spielen und kuscheln sehr viel. Auch die alte Pudelhündin meines Vaters, die regelmäßig bei uns ist (mal stundenweise, mal tageweise) liegt auf den gleichen Schlafplätzen. Amelie wurde jetzt auch operiert und wäre damit ja durchaus auch anfälliger, denke ich, aber da ist gar nichts.

          Auch fehlt bei allen Hunden und besonders auch Sana, die ja nun von den Löchern betroffen ist, der Juckreiz. Es gibt keine schorfigen, suppenden, geröteten oder sonstwie veränderte Hautflächen - das sieht alles normal aus - eben so, wie die Haut an den "befellten" Stellen.

          Milbenshampoo haben wir auch schon genutzt. Damit änderte sich aber trotz Anwendung lt. Flasche (habe ich aus der Apotheke - die haben bei uns auch Tierarzeneimittel) bisher nichts.

          Bluttest werden wir aber auf jeden Fall machen lassen - wer weiß, was man da sonst noch so sehen kann.

          Gruß
          Kim

      (4) 28.02.12 - 16:10

      Hallo!

      Wie sehen die "Löcher" denn aus? Kreisrund? Ich kenne das aus der Humanmedizin... sll es wohl laut Goole auch bei Tieren geben:

      http://www.hundeinfos.de/index.php?status=hundehaltung&status2=6

      Beim Menschen wird es allerdings nach Ausschluss anderer Ursachen auf eine Autoimmunerkrankung zurückgeführt, es gibt leider nicht sooo viele Studien bisher dazu.

      Beim Menschen wird es ausserdem im Zusammenhang mit Stress ( äusserlicher wie innerlicher, z.B. Hormone) gebracht... es gibt eine medikamentöse Behandlung mit vielen Nebenwirkungen, daher gehen viele den Weg der Alternativmedizin, die wohl gnaz gute Erfolge bringen soll... allerdings wäre ich auch sehr kritisch wegen dem, was Du oben schreibst bezüglich einminütiger Inspektion... Ich bin absoluter Verfechter der Alternativmedizin, komme selber aus der Schulmedizin, aber Sachen wie "Entgiftung" ... hm, naja, kommt drauf an... auch das Thema "Darmsanierung"... Ich habe ein paar JAhre beim Gastroenterologen gearbeitet und kenne es daher sehr gut... tatsächlich sind diese Mittelchen schweineteuer, und lassen sich theoretisch auch mit einer simplen Ernährungsumstellung/-kur durchführen... Aber wie gesagt, das ist humanmedizinisch...

      Ich hoffe, ihr findet eine Lösung!

      Lieber Gruß,
      Z.

      • (5) 28.02.12 - 16:29

        Hi,

        danke auch Dir!

        Nein, die Löcher sind nicht kreisrund. Dann wäre ich sofort beim TA gewesen, weil das dann idR eine Pilzerkrankung ist (kenne ich von meinen Pferden). Auch sind die Löcher nicht völlig haarlos, sondern eher so, wie wenn ein Mann anfängt eine Glatze zu bekommen - die leeren Flächen werden nach und nach eben mehr/größer.

        Stress ist natürlich auch nicht auszuschließen - davon hat/te sie ja genug (Fahrt von Rumänien nach Deutschland, deutsches Tierheim, dann zu uns, neuer Hundepartner, Kind, Leben im Haus, Hundeschule, etc.). Da werde ich mal in meinem Bachblütenbuch schauen (hätte auch früher drauf kommen können) - unserem kleinen Rüden haben die Bachblüten nämlich nach dem Tod seiner Hundefreundin sehr geholfen.

        Gruß
        Kim

    (6) 28.02.12 - 17:22

    Hallo!
    Google doch mal nach Demodex oder Demodikose; da gibt es sicher auch Bilder zu!

    Das ist eine Milbe, die durch ein Hautgeschabsel festgestellt werden kann #winke
    Grad bei Straßenhunden wäre das nicht ungewöhnlich! Sie ist übrigens nicht ansteckend! Weder für Mensch noch anderen Hund!

    LG
    asira

    • (7) 29.02.12 - 08:21

      Hi,

      danke auch Dir. Hätte diese Milben der Tierarzt nicht schon feststellen müssen? ein Geschabsel wurde ja gemacht und hat kein Ergebnis gebracht. Kommt auf jeden Fall auch auf meine Frageliste. Wir gehen ja nächste Woche nochmal zur Kontrolle.

      Ich denke, ich werde jetzt erstmal die Fungizidbehandlung abschließen und dann abwarten. Außerdem bekommt Sana Bachblüten gegen Stress / veränderte Lebensumstände von mir und Bierhefe fürs Fell. Zudem mache ich Fotos, damit ich einen "nachweisbaren"Der Fellwechsel ist ja auch im Gange - und wenn es in 6 Wochen nicht deutlich besser ist, machen wir eine Blutuntersuchung.

      Gruß
      Kim

Hallo,
grundsätzlich,deiner Beschreibung nach,würde ich der THP erstmal Recht geben,aber wie kommt sie auf diesen Preis,selbst wenn ich den dreifachen Satz der Gebührenverordnung für THP abrechnen würde komme ich nicht auf so eine Summe.Finde ich ausgesprochen merkwürdig,frrag sie mal wo sie ihre Ausbildung gemacht hat und ob sie einem Verband angeschlossen ist.Nur mal als Vergleich liege ich bei solchen Behandlungen zwischen 100 und 160 Euro,je nachdem ob noch Fahrtkosten dazukommen und wieviel Medikamente benötigt werden usw.
LG Kimchayenne

  • Hi,

    die THP wohnt ca. 10km von uns entfernt - und wir müssen hinfahren. Alleine 120€ entfallen auf 24x Wiedervorstellung in ihrer Praxis, dann sind da Spritzen dabei mit je 3 verschiedenen Inhaltsstoffen - ich glaube 6x, etc. Aufgeschlüsselt hat sie es sehr gut und auch sehr transparent. Liegen aber immer bei eine Summe, die ich so nicht bereit bin zu bezahlen. Dafür ist mir das alles zu suspekt.

    Versteh mich nicht falsch, HP/THP haben durchaus ihre Daseinberechtigung und können sicherlich oft sanfter helfen als die Schulmedizin, aber es muss bezahlbar bleiben. Mit 100-150€ habe ich gerechnet, aber nicht mit fast 600€! Und ich habe ja schon länger Tiere und auch immer wieder auf alternative Medizin (Homöopathie, Akkupunktur, etc.) zurückgegriffen, aber nichtmal bei den Pferden wurde das bei längeren Behandlungen so teuer.

    Gruß
    Kim

    Hi,

    die THP wohnt ca. 10km von uns entfernt - und wir müssen hinfahren. Alleine 120€ entfallen auf 24x Wiedervorstellung in ihrer Praxis, dann sind da Spritzen dabei mit je 3 verschiedenen Inhaltsstoffen - ich glaube 6x, etc. Aufgeschlüsselt hat sie es sehr gut und auch sehr transparent. Liegen aber immer bei eine Summe, die ich so nicht bereit bin zu bezahlen. Dafür ist mir das alles zu suspekt.

    Versteh mich nicht falsch, HP/THP haben durchaus ihre Daseinberechtigung und können sicherlich oft sanfter helfen als die Schulmedizin, aber es muss bezahlbar bleiben. Mit 100-150€ habe ich gerechnet, aber nicht mit fast 600€! Und ich habe ja schon länger Tiere und auch immer wieder auf alternative Medizin (THP, Homöopathie, Akkupunktur, etc.) zurückgegriffen, aber nichtmal bei den Pferden wurde das bei längeren Behandlungen so teuer.

    Gruß
    Kim

    • Hallo,
      also eine 24x Vorstellung finde ich etwas übertrieben bei einer Entgiftung und anschliessenden Darmsanierung.Finde das ganze wie gesagt reichlich heftig,kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen das es sooo große regionale Unterschiede gibt.
      LG KImchayenne

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