Ich muss meine Hündin einschläfern lassen und habe Angst davor...

    • (1) 12.03.12 - 13:41

      Hallo zusammen,
      Kann mir jemand sagen wie das Einschläfern ist?
      Ich habe so eine Angst davor das sie zappelt oder irgendwie sowas,ich möchte sie aber nicht alleine lassen und den letzten Gang mit Ihr gehen,aber ich habe da so eine Angst vor!

      Kerstin

      • Hallo,

        im Grunde ist es nichts anders als den Hund in Narkose zu legen, nur dass er eben dann noch eine überhöhte Dosis des Narkosemittels bekommt welches bewirkt das dass Herz aufhört zu schlagen.

        Ich habe bei 2 verschiedenen TÄ ein Praktikum gemacht, der eine hat den Hunden die erste "Dosis" einfach unter die Haut gespritzt und abgewartet bis der Hund eingeschlafen ist und dann die Überdosis direkt ins Herz o. Vene gespritzt.

        Der Andere hat gleich die erste Dosis in die Vene gespritzt damit der Hund schneller einschlaft (paar Sekunden) und dann die Überdosis nachgespritzt.

        Wie es Dein TA macht weiß ich nicht.

        Aber wirklich schlimm ist es nicht!

        Es ist ein schwerer Gang, ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

        LG

        Kerstin

        Hallo Kerstin,

        es ist ein schwerer Gang sein Tier einschläfern zu lassen, aber wichtig, tu es für sie und tu es für Dich, damit Du weisst, Du hast alles gemacht.

        Sie bekommt zuerst eine Beruhigungsspritze und dann die Euthanasie. Wichtig ist, daß Du ruhig bleibst und nicht Aufregung auf sie überträgst, dann wird sie ruhiger sein. Wenn es irgend geht würde ich es zu Hause machen lassen, die Mehrkosten halten sich im Rahmen und es wird für sie und für Dich einfacher.

        Ich wünsche Dir viel Kraft für diesen Weg.

        Gruß W.

        Nein, das ist eigentlich genau so friedlich wie eine Narkose.
        Wenn Dein Hund sehr ängstlich beim TA ist, würde ich allerdings einen Hausbesuch vereinbaren und/oder vorher ein vom TA verordnetes Beruhigungsmittel geben.
        Das haben wir bei unserer recht hysterischen Hündin machen lassen und sie war schon ganz weit weg, als die TÄ überhaupt anfing, sie vor der ersten Spritze zu untersuchen.

        LG und Alles Gute,

        W

      • Ich muss meinen auch einschläfern lassen.....ist der zweite Hund in meinem Leben!

        Für das Tier ist es nicht schlimm.....es zappelt auch nicht oder sowas!
        Bekommt erst was zur Narkose und danach was in das Herz oder Vene!
        Das Tier schläft friedlich ein......

        Am schlimmsten ist es für uns........#heul

        Aber soll ich dir was sagen.....noch mehr leid als das einschläfern tut es mir meinen Hund da so liegen zu sehn und nix machen zu können ausser zuzusehn wie er immer weniger wird!

        Das ist das letzte was du für deinen Freund tun kannst.....

        Alles Liebe dir...
        #liebdrueck

        (6) 12.03.12 - 14:02

        hallo

        bei uns kam der TA nach hause und unser hund wurde bei uns auf der couch auf seinem lieblingsplatz eingeschläfert. er hat es genau gespürt!

        es ging alles reibungslos, der hund bekommt erst eine "narkose", er schläft langsam und ruhig ein und bekommt erst dann seine letzte spritze.

        ich wünsche dir viel kraft!

    Ich denke das schlimmste ist der ganze Gang, das Einschläfern ist für dein Tier sicher keine Qual.

    Könnt mit dir mitheulen grad und denk an meine Racker. #liebdrueck

    Hallo,

    es ist SCHWER diesen Schritt zu tun. Aber es ist das Beste für Dein Tier, wenn es nicht mehr geht.

    Ich persönlich habe eine Katze vor ein paar Jahren und kurz vor Weihnachten unseren Hund beigestanden.

    Es ist nicht schlimm, aber doch schlimm für die eigenen Nerven.

    Dein Hund wird es merken, an dem wie Du Dich verhälst. Versuche ruhig zu bleiben - ich weiss, dass ist einfacher gesagt - und verhalte Dich nicht anders als sonst.#schwitz

    Er bekommt erst eine Beruhigungsspritze, so als wenn er in Narkose gelegt wird. Er wird dadurch ruhig, schläft ganz normal ein. Wenig später bekommt er eine zweite Spritze. Du wirst merken, dass Dein Hund schnell total schlaff wird und man erkennt keine Atmung mehr. Er hat es geschafft, das geht innerhalb von Sekunden.

    Ein guter Tierarzt wird Dich auch kurz alleine lassen ohne viel zu sagen. Er wird ebenfalls sehr ruhig und geübt mit dem Tier umgehen.

    Versuche auch während der Einschläferung nicht hektisch und verkrampft zu sein. Weinen kannst Du im Anschluss.

    Ich habe mich sehr, sehr am Riemen reißen müssen um alles durchzuhalten. Es war Schlimm für mich, aber es war mein Hund - vollkommen auf mich fixiert!

    Hinterher war ich vollkommen fix und fertig. Konnte erst ein Mal auch kein Auto fahren. Hat bestimmt 30 Minuten gedauert, bis ich einigermaßen klar aus den Augen schauen konnte. Nehme Dir die Zeit - es steht Dir zu.

    Und halte Dir immer vor Augen, dass es Dein Tier genauso mit Dir machen würde. Er würde bis zu letzt bei Dir sein ohne wenn und aber! Das gehört einfach dazu. Dein Hund verlässt sich auf Dich. Du entscheidest - er kann es leider nicht. Er vertraut und liebt Dich immer - egal wie Du handelst. Lass ihn nicht alleine, so schwer es auch sein mag.

    LG und sei stark, Du schaffst das!!!!

    LG
    Caro

    (19) 12.03.12 - 16:44

    Hallo Kerstin

    ein paar Leute haben dir ja schon geantwortet, und Dich hoffentlich "beruhigt" zumindest das der Hund nicht leidet.
    Es ist wirklich wie wenn er in Narkose gelegt wird.

    Ich musste diesen extrem schweren Schritt vor fast 4 Jahren gehen, und es ist ein verdamt schwerer weg.

    Begleite deinen Hund diesen schweren weg. Wenn möglich lasse den TA nach hause kommen, Nehme dir die Zeit zum verabschieden usw.

    Drücke dich ganz ganz fest ! und viel Kraft !

    LG
    Anja

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Ich bin sehr traurig aber sie hat es nun geschafft.
    Ich vermisse sie nun schon.

    Danke #liebdrueck

    • Hallo, ich muss gerade total heulen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Unsere Hündin ist zum Glück erst fünf Jahre. Ich darf gar nicht so weit denken.

      Alles Gute

      (22) 13.03.12 - 01:55

      Das tut mir so leid. #liebdrueck

      Unsere erste Hündin mussten wir einschläfern lassen, da war sie noch Jahr bei uns. Eine Dalmatiner-Hündin mit schwarzen und braunen Flecken aus einem nicht so schönen Tierheim. Wir haben sie quasi unterwegs aufgelesen. Eine tolle Hündin, voller Tatendrang und Übermut und unerzogen! Aber sie hatte Probleme mit der Kniescheibe - ein Problem, dass leider chronisch war und ein Dalmatiner ist kein Dackel. Sie musste rennen, sie austoben. Wir haben einmal operiert, sie musste wochenlang zum Versäubern getragen werden und hatte keinen Auslauf. Das ist kein artgerechtes Leben, mal abgesehen davon ist eine Operation alle halbe Jahre eine Zumutung für ein Tier.

      Mein Mami war alleine beim Tierarzt, wir waren in der Schule... sie hat sich mit ihm abgesprochen, was es für Möglichkeiten gibt, kam aber nur mit der Leine nach Hause. :-(

      Wir mussten unsere im Januar 2007 einschläfern lassen - wir haben sie damals vom Tierheim mitgenommen... Auf dem Foto sah sie wie ein schwarzer Schäferhund aus und dann, als sie die Tür aufmachten, kam so ein kleiner Hund raus - sie war etwa schienbeinhöhe gross.

      Sie kam von den Strassen aus Jugoslawien und als sie aus der Box kam, hat sie sich gleich unter einen Schrank geflüchtet, am anderen Ende des Ganges. Wir haben uns hingekniet im Gang und gewartet. Nach dreissig Minuten kam sie langsam auf uns zu, nachdem wir uns kaum bewegt haben. Sie hatte vor allem Angst. Jedes Freudezeichen war ein voller Erfolg. Ich weiss noch, wie sie das erste Mal keine Angst vor dem Lift mehr hatte. Sie war neugierig und lieb...

      Das ging ein paar Jahre so gut und dann... als ob ein Schalter umgelegt wurde, wurde es schlimmer als bevor. Sie wurde eine Angstbeisserin und wir konnten ihr nicht mehr helfen. Mein Mami arbeitet mit Blindenführhunden, wir haben also Kontakt zu professionellen Ausbildern und unser Tierarzt liebte sie, obwohl sie das gar nicht mochte. Es ging einfach nicht mehr... :-(

      Wir haben dann beschlossen sie einzuschläfern, weil ein Hund, der psychisch so unter Druck ist, hat kein erfülltes Leben mehr. Wenigstens konnten wir einem lieben, schwarzen Strassenhund ein nettes zu Hause für ein paar Jahre geben.

      Wir sind alle mit ihr zum Tierarzt und ich weiss noch, dass es in dem Winter kaum geschneit hat und ich habe noch gesagt, dass, wenn sie den Himmel erreicht, es schneien wird. Sie hat das Narkosemittel auf dem Boden bekommen und wir haben sie gestreichelt und versuchte ruhig zu bleiben. Ich glaube, ich habe sie dann auf den Tisch gehoben und sie bekam das Mittel... sie war friedlich... ich erinnere mich noch an den Moment, wie sie die Augen verdreht hat, den letzten Atemzug und dann war Ruhe. Wir durften uns von ihr verabschieden.
      Als wir die Praxis verlassen hatten, schneite es... und es hatte schon ein wenig den Boden bedeckt. Es hat in dem Moment geschneit, als sie gestorben ist - das war ein Trost. Sie liebte den Schnee.

      Ihre Asche steht bei uns im Wohnzimmer, in einem Tongefäss neben einer Kerze und einer kleinen Skulptur, die meine Schwester mal von ihr gemacht hat. Ich habe noch ein kleines Skizzenbuch mit zwei von ihren Pfotenabdrücken. :-)

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Trost.

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