Wie ist das bei freilaufenden Hunden geregelt?

    • (1) 26.03.12 - 21:48

      Hallo,

      ich habe mal wieder eine Frage an euch :)

      Wenn beide Hunde frei laufen und einer wird gebissen, wie sieht das dann mit evtl. Tierarztkosten aus? Wie wird sowas geregelt?

      Außerdem wollte ich mal wissen ob eure Hunde schon mal gebissen wurden, oder gebissen haben? Kommt sowas eigentlich oft vor?

      Ich frage weil mein 10 monate junger Labbi schon 2 mal im letzten Monat gebissen wurde und ich mal wieder etwas überfordert mit dem Thema bin :)

      Danke euch :)

      LG
      Dani

      • Huhu,

        meiner ist noch nie gebissen worden und selber hat er erst einmal halbherzig gebissen...naja, oder eher angedroht das er ernsthaft beissen könnte wenn der andere nicht bald macht das er Land gewinnt.

        Das war aber auch eine doofe Situation denn der andere war ein freilaufender Neufundländer, der nicht nur unterzogen war sondern auch noch ein Frauchen hatte das sich nicht kümmerte.

        Meiner war an der Leine und ich hatte mehrfach gebeten ihren Koloss ein wenig zur Seite zu schaffen, weil meiner an der Leine nicht immer freundlich bleibt.

        Sie tat nichts ausser mir zu sagen das ihrer ja ganz friedlich sei und NICHTS mache, während ihr Nichtstuer versuchte meinem Hund die Pfote auf den Rücken zu legen und sich dann auf ihn zu legen...da hat meiner mal herzhaft ins Wangenfell des Neufundländers geknabbert, aber wirklich nur Fell erwischt.

        Großer brauner Hund hat dann aber eingesehen das er sich besser trollen sollte.

        Wie das rechtlich mit der Kostenverteilung aussieht wenn beide frei laufen kann ich spontan gar nicht sagen, frag doch beim TA mal nach, der müßte da doch Erfahrungswerte haben.

        lg

        Andrea

        • Wie hat die Dame denn dann reagiert nach dem "Biss"? Ich find es total schlimm wenn mir solche Leute entgegen kommen. Meiner ist ja zurzeit verletzt und ich lasse ihn deshalb nicht von der Leine. Trotzdem schrei ich gefühlte 1000 mal: bitte rufen Sie Ihren Hund zurück! Ich finds nämlich nicht so toll wenn andere Hundepfoten auf der Wunde meines Hundes landen und ich noch mehr Ärger mit der Heilung habe...

          • die einzige Reaktion war das sie endlich ihren Hund gerufen hat, der aber absolut nicht auf sie hörte.

            Nach ungefähr 20 mal rufen ist sie dann zu ihm hingestapft und hat ihn angeleint, das hab ich dann aber auch nur noch von weitem gesehen weil mein Hund und ich schon weitergegangen waren.

            lg

      Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher wie das juristisch aussieht. Ich gehe davon aus, dass jeder dann aus eigene Gefahr handelt und dann auch seine TA-Kosten selbst trägt. Das sieht anders aus, wenn dein Hund angeleint ist und der andere ist frei, kommt an und beißt deinen.

      Was mir komisch vorkommt ist, dass du schreibst dass dein Hund schon zweimal im letzten Monat gebissen wurde? Was meinst du mit gebissen? Haben die Hunde sich angeknurrt und gerangelt und mit den Zähnen am Fell gezogen oder ist echt Blut geflossen und du musstest mit deinem Hund zum TA? Die Art, wie Hunde Grenzen abstecken, sieht nämlich für Mensch oft viel schlimmer aus als es ist.

      Du musst übrigens deinen Hund nicht mit jedem frei laufen lassen können. Es gibt leider genügend Hundehalter, die begeistert ihre Tiere frei lassen und von weitem rufen "der tut nix". Ich glaub das kennen wir alle. Ich bin mittlerweile ziemlich vorsichtig, mit welchen Hunde ich meine Hunde in Kontakt kommen lasse. Leider kann man ziemlich viel verderben. Wenn dein Hund zu oft gebissen wird, kann es sein dass er sich angewöhnt zuerst zuzubeißen und wenn er zu oft "gewinnt", kann es sein dass er zu stark wird. Du bist viel eher auf der sicheren Seite, wenn du vorher mit den Hundebesitzern ein Stück an der Leine nebeneinander her gehst um einen Eindruck davon zu bekommen wie sein Hund sich verhält und oft er mit deinem harmoniert, bevor ihr die beiden frei lasst. An der Leine spielen lassen ist dagegen eine schlechte Idee.

      • Also, das erste Mal haben ein Doberman und mein Labbi erst friedlich gespielt. Plötzlich biss der andere meinem Hund ins Ohr. Und ja, es hat total geblutet. Der Besitzer war aber sehr freundlich, gab mir 10 € für Betaisodona und seine Handynr. falls ich damit zum Tierarzt gehen möchte. Es sah aber schlimmer aus, als es war.

        Letzte Woche rannten insgesamt 3 Hunde um einen See und jagten sich immer gegenseitig. Ein Pointermix blieb dann neben seinem Herrchen stehen, meiner und eine andere Hundedame rannten aber weiter. Irgendwann rannten beide zu schnell am Pointer vorbei, dieser erschrack und stürmte daraufhin auf meinen Hund. Er sprang auf seine Rücken und biss. LEider war mein Hund vom See klitschnass. Das er eine blutende offene Wunde hatte, sah ich leider erst zuhause beim abtrocknen. Damit mußte ich aber zum Tierarzt und hab da 58 € zahlen müssen.

        Mein Hund ist erst 10 Monate. Ich übe noch sehr den Rückruf mit ihm. Es klappt auch prima! Solange er keinen anderen Hund sieht! Ich wünsche mir ja, das er erst mal bei mir bleibt und ich mir den anderen erst mal angucken kann, oder mit dem Besitzer vorher reden kann. Leider geht mein verspielter Labbi total auf andere Hunde ab...

        • (7) 27.03.12 - 08:30

          Tja, auch wenn es hart klingt aber da bist du selber Schuld bzw ich kann nicht wirklich nachvollziehen warum du deinen Hund von der Leine machst wenn er nicht bei dir bleibt?

          Grade bei Labbis muss man bissel den Daumen drauf halten, weil viele einfach aufdringlich sind und ihr "Spielverhalten" bei vielen anderen Hunden garnicht gut ankommt. Das sollte man aber als Halter auch wissen bzw im Hinterkopf behalten.

          Und wenn beide freilaufen trägt jeder selbst die Kosten wenn es zu Unfällen geht, zumindest kenn ich das nicht anders.

          Gruss Caidori

          • (8) 27.03.12 - 10:16

            Es ist mir schon klar das ich selber Schuld bin, habe auch nichts anderes behauptet! Wie soll mein Hund denn lernen das er zu mir kommen soll, wenn andere Hunde auf uns zu kommen, wenn ich ihn nicht von der Leine lasse? Üben muß ich es ja mit ihm! Der Rückruf klappt ja sonst sehr gut.

            Das mein Labbi aufdringlich ist und er sehr stürmisch beim spielen sein kann ist mir sogar sehr bewusst! Ich habe mir nicht einfach einen Hund geholt ohne darüber nachzudenken!

            • (9) 27.03.12 - 11:20

              Du das war auch nicht als Angriff gedacht, sondern lediglich als Info, weil du ja gefragt hattest wie das ist wenn was passiert bei freilaufenden Hunden.

              Und wie du das üben kannst? Naja Schleppleine dran zb, ich würde mich bedanken wenn meine Hunde als Übungsobjekte herhalten müssten und was du noch beachten solltest ist das der andere Hund evtl keine Hunde mag das wäre unpraktisch.

              Wir haben abrufen von anderen Hunden immer geübt wenn wir eben mit zwei Hunden zb unterwegs waren, dann einfach immer mal abrufen und zwar bis es immer sitzt. Das ist einfach sicherer.

              Und wir haben auch einen Labbi und der mag es zb garnicht wenn andere Hunde einfach auf ihn zugerannt kommen obwohl er erst 1 Jahr alt ist.

              Gruss Caidori

              • (10) 27.03.12 - 15:02

                Sry, grad beim lesen ist mir auch aufgefallen das ich wohl etwas schroff rüber kam. War aber auch von mir nicht so gemeint :) Habe es schon als Tipp verstanden! :)

                Das mit dem zweiten Hund dabei finde ich eine gute Idee. Das probiere ich auf jeden Fall.

                Danke!

            (13) 27.03.12 - 21:17

            Schleppleine dran und zurückholen, wenn er auf Deinen ersten Ruf nicht reagiert.

            Das Problem ist halt, wenn bei Deinem Hund der Rückruf noch nicht sitzt, ist die Gefahr sehr groß, dass Du Dir den Rückruf komplett versaust, wenn Du ihn im ungesicherten Freilauf übst.

            Du rufst, Dein Hund kommt nicht, Du kannst aber nicht sofort eingreifen, um Deinen Befehl durchzusetzen - der Hund lernt, Rückruf bedeuetet, ich kann kommen, wenn ich gerade nichts besseres zu tun habe, es ist aber auch in Ordnung, wenn ich erst später mal bei Frauchen vorbeischaue...;-)

            Viele Grüße, Alex

(14) 26.03.12 - 22:21

Hallo,

meine Bulldoggen Hündin ca 5-6 Jahre aus dem Tierheim hat noch nie gebissen, noch nicht einmal geknurrt hat sie. Sie ist mein Herzchen #verliebt Sie bellt übrigens auch nicht, ich glaube im Sommer letzten Jahres hat sie das letzte mal gebellt vielleicht war es auch im Frühjahr.

Mein Jung Rüde ist 10 Monate alt und bisher hat er noch keine Anstallten gemacht einen andren Hund zu beißen.

Gebissen wurde der Lütte noch nie, die Bulldogge wird öfter mal von andren Hunden angegangen viele Hunde finden sie "komisch".

Aber sie wurde bisher nicht ernsthaft verletzt da ich wie ein Schießhund aufpasse, ich habe keine Lust mich mit irgendwelchen Leuten um TA Kosten zu streiten.

Ich finde es überhaupt nicht lustig wen meine Hunde gebissen werden.

LG dore

  • (15) 26.03.12 - 23:06

    Und wie würdest du reagieren wenn dein Hund gebissen wird? Aus Angst um meine Hände kann ich ja nicht wirklich dann eingreifen, oder?

    Freut mich übrigens das deine noch nicht gebissen wurden :)

    • (16) 26.03.12 - 23:17

      Hallo,

      ich hab immer eine Lederleine mit und die macht mächtig "Aua" wen man sie einem Hund über den Pelz haut. Aber meist ist das gar nicht nötig, man kann den Hunden zu 99% der Fälle ansehen was los ist, ob sie unsicher sind oder stänkern wollen.

      Dann kann man eben vorher die Situation schon entschärfen.

      Ich habe aber durchaus auch schon Hunde getrennt die in einander verbissen waren. Da braucht man aber ein bisschen Erfahrung zu um zu erkennen was da grade los ist, wer der grade wieso den andren am Wickel hat usw... Daher werde ich Dir hier sicher nicht sagen pack den andren am Halsband und zieh in weg.

      LG dore

      • (17) 27.03.12 - 21:21

        ***ich hab immer eine Lederleine mit und die macht mächtig "Aua" wen man sie einem Hund über den Pelz haut***

        ...und kann auch ganz ordentlich nach hinten losgehen... Ein Hund, der gerade wirklich aggressiv drauf geht, könnte sich davon erst recht angestachelt fühlen und noch mal so richtig hinlangen...:-(

        Viele Grüße, Alex

(18) 26.03.12 - 22:45

Hallo Dani,

ich schweife mal etwas ab, aber die juristische Frage stellt sich mir auch.

Wie ist es generell geregelt, wenn "etwas" passiert, weil freilaufende Hunde nicht auf ihre Besitzer hören?

Mir passiert es recht regelmässig, dass ich meinen kleinen Kater (7 Monate) von umliegenden Bäumen pflücken muß, da er von Hunden gejagt wird, die "super" auf ihre Besitzer hören.
Unser Grundstück ist zwar nicht umzäunt, aber ich glaube, fremde Hunde haben trotzdem keinen freien Zutritt.
Wer zahlt den Feuerwehr-Einsatz, wenn Katerchen nicht mehr allein vom Baum kommt?

Lieben Gruß
Sabine

  • (19) 26.03.12 - 23:13

    Gute Frage!

    Der arme Kater! Ich gehe ja mal davon aus das fremde Hunde keinen freien Zutritt zu einem privaten Grundstück haben! Wir haben im Nachbargarten auch 3 Katzen und unser Hund will die auch ständig jagen. Einen Zaun haben wir auch nicht, nur eine Hecke (wo er durchkommen würde). Also bleibt uns nur eine Hofleine, frei lassen wir ihn im Garten nicht!

    • Da Tiere als Sache bedrachtet werden denke ich das jeder selbst auf seinen Kosten sitzen bleibt. Außer die Halter einigen sich!

      Im übrigen darf man keinen Hund ohne Leine laufen lassen! Es gibt Leinenpflicht. Nur an ausgwiesenen Plätzen darf man das machen. Also ausgewiesene Hundwiesen.

      Mein Rotti-Schäfermix beißt nur seinen Hundetrainer, da Ausgebildeter Polizeihund. Leider nicht für den Dienst eingestellt da Hüftdisplasie. Aber das Grundtraining hat er schon absolviert und wir machen das regelmäßig um ihn auszulasten. Aber der Ausbilder hat nen Schutzmantel um. Maulkorbpflicht haben wir dank bestandenen Wesenstest nicht. Habe aber immer einen mit.

Hallo,

wie das rechtlich aussieht weiss ich leider nicht.

Nein, unsere Hunde haben niemanden gebissen und sind auch nicht gebissen worden. Doch, da fällt mir was ein. Vor Jahren, wir hatten Timmy neu aus dem Tierheim, waren Gassi. Angeleint. Da kam ein anderer, großer Hund. Erst haben sie gespielt und dieser hat dann geschnappt. Timmy hat auch am Ohr geblutet. War aber nicht so dramatisch, dass wir zum TA gegangen sind.

Diesen Hund kannte ich zwar - super netter Besitzer - mochte ihn aber nie. Er lief immer frei (tut ja nichts) hörte aber auch nicht. Ganz schrecklich. Der Hund lebt aber nicht mehr.

Ansonsten können wir nicht klagen.

LG
Caro

Grundsätzlich ist es so, dass es eine "Sachbeschädigung" ist, wenn der Hund gebissen und verletzt wird. Tiere werden vor dem deutschen Gesetz leider nach wie vor als Sache angesehen.

Somit hat der Hundehalter des verletzten Tieres grunsätzlich ein Recht auf Schadensersatz (Erstattung der Tierarztkosten).

Nun kommt es aber noch auf die genauen Umstände des Beißvorfalls an. Wo ist es passiert? Wo war der Halter des Tieres? Bestand Leinenpflicht? War es auf einer Freilauffläche? Dasalles ist Ländersache und wird unterschiedlichst geregelt.

Dann gibt es da noch die Beweispflicht. Du bist voll darlegungs- und bewiesbelastet, dass die Bisswunden von den Hunden der Gegnerin stammen. Bestreitet sie, an dem fraglichen Tag überhaupt dagewesen zu sein, oder verneint sie eine Attacke, dann musst Du beweisen, wie es zu dem Schaden gekommen ist. Hast Du keine Zeugen, sieht es für eine erfolgreiche Anspruchserhebung bedauerlicherweise eher schlecht aus.

Zusätzlich würde ich immer das Ordnungsamt einschalten. Ob die handeln liegt natürlich nicht in Deinem Ermessen, es schadet aber nichts - allein schon um anderen Attacken ggf. vorzubeugen.

LG

minimöller

Hallo!

Wenn beide frei laufen zahlt normal jeder 50% der tierarztkosten des anderen Hundes. Es ist da sehr schwer eine "Schuld" auszumachen, vor allem bei einem 10 Monate alten Teenager dem es an erziehung mangelt kann es auch sein, dass der durchaus provozierend rumrennt, absichtlich zu nahe an dem Pointer vorbei ist, sich bisschen größer macht als er müsste...

Und Retriever sind anderen Hunden und deren Haltern gegenüber sehr viel aufdringlicher als höflich wäre, auch da sind die anderen Hunde durchaus im Recht, wenn sie das nicht wollen.

Bitte arbeite unbedingt konsequent an seiner Erziehung, für mich klingt das schon eher Rüpelhaft vom Verhalten her.

  • Rüpelhaft ist er nicht. Er ist wirklich sehr aufdringlich beim spielen, das stimmt. Wir sind in der Hundeschule und haben schon mehrere Treffen mit unserer Trainerin auch privat gehabt. Sie hat sich sein spielerisches Verhalten mehrere Male angeguckt und ist der Meinung das er zwar sehr verspielt und auch aufdringlich ist, sich aber auch sehr oft beim Spiel unterwürfig zeigt.

    Wir arbeiten aber trotzdem daran, danke!

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