Labrador kastrieren lassen???

    • (1) 28.03.12 - 08:16

      Hallo,

      wir sind stolze Besitzer eines 6 Monate jungen Labbi-Rüden.

      Von verschiedenen anderen Hundebesitzern wurde ich immer wieder gefragt, ob wir unseren Hund kastrieren lassen. Da wir uns nun anfangen mit diesem Thema zu befassen und noch nicht so viel darüber wissen, wollte ich mal Eure Meinungen dazu hören.

      Habt Ihr Eure Rüden kastrieren lassen?
      Wenn ja, wie alt waren sie?
      Ist es ein großer Eingriff?
      Wie sind Eure Erfahrungen?

      Vielen Dank und viele Grüße
      Luna

      • (2) 28.03.12 - 08:21

        Hi,

        warum sollst du ihn denn kastrieren lassen?

        Also wir haben unsere Hunde nur kastriert wenn es einen triftigen Grund gab, was bisher erst zweimal vorkam.

        Wenn der Hund unter seinem Trieb leidet oder wenn es medizinische Gründe gibt, dann klar aber ansonsten wüsste ich keinen Grund warum man kastrieren sollte - aber das sieht ja auch jeder unterschiedlich.

        Bei unserem Rüden damals war das ne flotte Geschichte, er war 11 Monate alt, die OP selbst hat glaub ich so gute 15 min gedauert (ka ist schon ewig her) und ungefähr 1h später war er wieder top fit (aber er war eh ein Steh-Auf-Männchen).

        Gruss Caidori

        • (3) 28.03.12 - 12:20

          Hi,

          unsere Rüden waren / sind beide kastriert. Unser Pancho kam aus Mallorca und war bereits dort kastriert worden (mit 10 Jahren) und unseren Spike ließen wir mit ca. 7 Monaten kastrieren, weil er ständig auf unsere -bereits kastrierte- Hündin aufgeritten ist. Wir hatten die Hoffnung, dass es dann aufhört. Es wurde weniger, aber ist nicht weg.

          Unser früherer Bernhardinerrüde war nicht kastriert - und es gab nie Probleme mit ihm. Nur wenn die Dackeline neben an läufig war, weinte er auf dem Balkon. Andere Mädels interessierten ihn nicht.

          Wenn wir irgendwann wieder einen Rüden bekommen und er noch vollständig ist, dann wird er das auch so lange bleiben, wie er keine gesundheitlichen Probleme bekommt (Dauerstress durch läufige Hündinnen gehört für mich dazu).

          Die Kastration an sich ist kein großer Eingriff (bei meinem Hengst dauerte es 20min!) und wenn der Hund nicht daran rumleckt heilt es auch schnell.

          Gruß
          Kim

      (6) 28.03.12 - 09:26

      Ich habe einen 2 Jährigen Rüden, unkastriert, mit allem und jedem verträglich, lieb zu Menschen (Kindern), allen Hunden, Katzen und Kleintieren, in so fern sie nicht in großer Distanz flüchten ;O) er rammelt nicht an Menschen rum und obwohl er schonmal gedeckt hat, büchst er nicht aus, obwohl alles um uns herum grade läufig ist/war!

      So lange der Hundnicht durch testosteronbedingte Probleme auffällt, würde ich ihn nicht kastrieren lassen.

    (9) 28.03.12 - 10:33

    Unser Jack war drei jahre als wir ihn bekommen haben und er wurde dann auch bald drauf kastriert.

    Er hat stark darunter gelitten, versucht die Katze zu vergewaltigen, permanent an seinen Eiern geleckt und war da kaum abzuhalten.

    Er war vorher in der schlimmstenHaltung die nur geht, alleine in einem Keller eingesperrt, zwei mal am tag kam er raus um zu pinkeln, aber er hatte nicht mal eine Decke oder einen Wassernapf, da muss er sich angewöhnt haben immer an sich selber irgendwo rumzulecken um nicht irre zu werden.

    Ich würde die Entscheidung kastration ja oder nein davon abhängig machen, wie es ihm geht, wenn Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind. Wird er jedes mal heftig Liebeskrank dann ist es nicht schön für ihn, lässt es ihn kalt kann er auch intakt bleiben.

    (10) 28.03.12 - 13:18

    Hallo,

    mein Labradorrüde ist 9 1/2 Monate alt und natürlich (noch) unkastriert.
    Ich schreibe "noch", weil ich nicht weiß, was in 2 Jahren ist!
    Labradore gehören zu den spätreifen Hunden. Sie werden nicht nur spät geschlechtsreif, sondern brauchen auch länger, für die "geistige" Reifung.
    Wenn du also nicht möchtest, dass dein Hund vom Wesen her "Kind" bleibt, dann solltest du wenigstens mit der Kastration warten, bis er 2 Jahre alt ist.
    Gründe für eine Kastration sind für mich:
    - der Hund "leidet", jammert, rennt ständig weg
    - er hat Prostataprobleme
    Erziehungsprobleme lassen sich durch eine Kastration nicht lösen.

    Bezüglich der geistigen Reifung wird gerne dementiert, dass Tierschutzhunde auch früh kastriert werden. Da bin ich auch ausnahmelos dafür, denn Tierschutz steht über allem und ehe sich solche Hunde planlos vermehren, ist Kastration die bessere Wahl.
    Außerdem sollte man bedenken, dass Tierschutzhunde anders sind, als Hunde, die von Welpenbeinen an liebevoll in einer Familie aufgezogen wurden, da fällt einem schon fast nicht mehr auf, wenn der Hund vom Kopf her Welpe bleibt!
    Es betrifft auch nur die großen Rassen, kleine Rassen können früher kastriert werden!
    Der Grundgedanke vor einer Kastration sollte sein: ist sie wirklich nötig, oder hat der Hund ein Problem, das auch anders gelöst werden kann!
    Grundsätzlich bin ich pro Kastration eingestellt, denn warum soll man einen Hund ein Leben lang daran hindern, seinen Geschlechtrieb ausleben zu lassen, wenn man ihm diesen Trieb nehmen kann?

    LG Pechawa

    Ich würde dir empfehlen erstmal abzuwarten. Solange es keine Probleme gibt, gibt es auch keinen Grund zur Kastration. Und WENN es Probleme gibt, dann sollte man es erstmal mit Erziehung probieren.

    Letztendlich ist eine Kastration immer noch eine OP und die haben immer Risiken - wenn unnötig, also lieber nicht.

    Wenn ich die mir bekannten Rüden anschaue:
    - der Hund (Brandlbracke) meiner Mutter: kastriert mit ca 8 Monaten - in erster Linie weil sie JEDEN Tag mit der Nachbarin und deren 2 unkastrierten Hündinnen unterwegs war und die beiden auch immer gegenseitig auf die Hunde aufgepasst haben. Da war K. die einfachste Lösung. EIngriff an sich war absolut kein Problem. Ob es ihm psychisch geschadet hat kann ich nicht sagen, der Hund hatte schon einen Schlag durch schlechte Haltung als wir ihn bekommen haben.
    - Border Collie Mix: inzwischen ca 5, nach wie vor unkastriert, beste Gesundheit, gut erzogen, normaler kontrollierbarer Trieb, kein Stress bei läufigen Hündinnen, kein Aufreiten etc
    - Labrador: ca mit 1 Jahr kastriert weil wild und draufgängerisch, hat aufgeritten, war aber schlicht mies erzogen. Seit der K. wird der arme Kerl von ALLEN anderen Hunden total untergebuttert, aber besser erzogen und ruhiger ist er trotzdem nicht
    - Cocker Spaniel, 5 Jahre alt, unkastriert. Reitet gelegentlich auf, ist auch ein- oder zweimal durchgebrannt wegen läufiger Hündin, danach wurde die Erziehungsarbeit wieder aufgefrischt, seither keine Probleme.

    Folgerung: In meinem Bekanntenkreis gibts keine Kastra die aus WIRKLICH guten Gründen durchgeführt wurde. Ok, ich kann meine Mutter verstehen, war halt praktischer so, sinnvoll find ich es trotzdem nicht.

    ABER es gibt wirklich Rüden die extrem leiden wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist, die garnicht mehr zur Ruhe kommen etc. Da beführworte ich K. schon.

    • Wobei es wichtiger gewesen wäre, die Hündinnen zu kastrieren - Scheinschwangerschaften nach jeder Läufigkeit, Risiko von eitrigen Gebärmutterentzünungen, häufig Gesäugetumore...

      • lol pssssst jetzt kommen gleich mindestens 3 leute und sagen das sei blödsinn :) und alle Tierärzte würden blödsinn reden :)

        • Naja, gesundheitliche Risiken und Hormonchaos kann man da kaum weg diskutieren, oder?
          Reine Statistik: die Mehrheit der unkastrierten Hündinnen muss im Laufe ihres Lebens an irgendetwas behandelt werden, was man dank rechtzeitiger Kastration hätte vermeiden können.

          Und das war jetzt ganz sicher nichts, was wirklich böse ins Auge gehen kann wie die Sache mit dem nassen Gras.

          • Lol ICH weiß das! Alleine die Tatsache, dass eine Hündin nach der Läufigkeit (ungedeckt) i.d.R. scheinschwanger wird ist ziemlich unschön,...
            Aber in anderen Threads haben sie nicht einmal die Tendenz zum Gebärmutterkrebs einer Rasse gelten lassen :)

      Die beiden Hündinnen waren aus vorzüglichen Zuchten und es stand bei beiden zur Debatten ob ordentlich mit ihnen gezüchtet werden soll. Zum anderen scheint Kastration eine Rolle bei der Jagdtauglichkeit zu spielen - ob das stimmt kann ich nicht beurteilen.

      Die eine der beiden Hündinnen ist übrigens ca 14 geworden - für einen Labrador ein repektables Alter. Die andere lebt noch gesund und glücklich...

      • Es muss ja auch nicht bei jeder Hündin was kommen - es bekommt ja auch nicht jeder Raucher Lungenkrebs - aber das Risiko ist erhöht.

        Scheinschwangerschaften kommen aber auf jeden Fall, nur verlaufen sie eben oft eher mild und vergehen von alleine wieder, andere Hündinnen leiden sehr stark darunter.

        Mir wäre das Risiko zu hoch.

(19) 29.03.12 - 08:13

Hallo,

ich habe einen unkastrierten Rüden und ich sehe auch keinen Grund ihn kastrieren zu lassen. Es ist immer eine große OP mit Narkose Risiko und die würde ich keinem Tier zumuten, wenn nicht ein trifftiger Grund vorliegt.

Also, solang er nicht in den nächsten Jahren anfängt bei jeder läufigen Hündin durchzudrehen oder gesundheitliche Probleme bekommt, würde ich es nicht machen lassen.

lG germany, die sich ja auch nicht zur Vorsorge Organe entnehmen lassen würde;-)

(20) 29.03.12 - 09:01

Hallo,
ich habe auch einen Golden Retriever (2 Jahre) und meine Eltern haben einen Bearded Collie (5 Jahre) beide unkastriert.

Wir haben mit beiden gar keine Probleme, somit werden sie auch nicht kastriert...
Es ist schließlich eine OP und die sollte nur gemacht werden, wenn diese gesundheitlich notwendig ist. Unsere Tierärztin kastriert nur wenn es nötig ist.

Warte erst einmal ab, wie sich dein Junghund entwickelt.... vieles ist reine Erziehungssache...

Viel Glück

(21) 29.03.12 - 13:33

Hallo!

vielen lieben Dank für Eure sehr informativen und ausführlichen Antworten!!!!

Ich werde erst mal (wie vielfach vorgeschlagen) abwarten und unseren Sam wirklich erst kastrieren lassen, wenn es unbedingt nötig ist und er leidet!!!

Danke nochmal und allen schöne Ostern!

Luna mit family und #hund Sammy

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