Hund soll angeblich gefährlich sein

    • (1) 08.04.12 - 20:20

      Hallo, ihr Lieben!

      Ich wende mich heute mal wieder an euch, weil ich einen Rat brauche...

      Meine Tochter ist 15 1/2 Jahre alt und sie führt seit einiger Zeit eine knapp 2jährige Schäferhündin regelmäßig aus. Der Besitzer der Hündin ist schon etwas älter, aber total nett, hat selber 2 Töchter im Alter meiner Tochter, die aber nicht bei ihm leben. Er hat schon einige Hunde in seinem Leben vor dieser Schäferhündin gehabt, man kann also sagen, er ist erfahren im Umgang mit größeren Hunden.

      Die Schäferhündin ist eine total liebe Seele, gut erzogen, hört, wenn man was sagt und ist zu Menschen, die sie kennt freundlich und liebevoll, bei Fremden eher zurückhaltend, aber keinesfalls aggressiv oder gar angriffslustig! Sie hat ein "gesundes Misstrauen", will ich mal so sagen, und kommt von sich auf Menschen zu, wenn sie sie freundlich findet.

      In der unmittelbaren Nachbarschaft dieses Mannes mit der Schäferhündin (ich glaube, ein Haus weiter..) wohnt eine Frau mit ihrem Hund, ein schwarzer Mischlingsrüde, etwas kleiner als ein Schäferhund. Diese Frau scheint etwas gegen die Schäferhündin zu haben, jedes Mal wenn sich die Nachbarn mit den Hunden zufällig draußen treffen, schreit und wettert sie rum, dass die Schäferhündin total aggressiv und beißwütig sei und schon Kinder und Hunde aus der Nachbarschaft angefallen und gebissen haben soll! Sie hätte Beweise dafür, die Schäferhündin gehöre weg gesperrt und nur noch mit Maulkorb nach draußen usw usw. Und das alles vermutlich nur, weil sich ihr Hund und die Schäferhündin nicht leiden können....
      Es ist, seitdem die Schäferhündin in dieser Nachbarschaft lebt, NOCH NIE zu irgendwelchen Vorfällen gekommen, die diese Frau beschreibt! Der Besitzer hat versucht, der Frau das zu erklären, aber sie ist keinem vernünftigen Gespräch zugänglich und beharrt weiterhin darauf, Beweise dafür zu haben. Aber dem Besitzer mal diese Beweise zu unterbreiten, dazu weigert sie sich auch...

      Jetzt hat meine Tochter allerdings ein ungutes Gefühl, irgendwann mal dieser Frau beim Gassi-Gehen zu begegnen und dann nicht zu wissen, wie sie auf diese Anschuldigungen reagieren soll. Ich hab ihr geraten, Erklärungen sein zu lassen, da lässt diese Frau ja ohnehin nicht mit sich reden, aber im Ton höflich und bestimmt aufzutreten....und dann ihres Weges zu gehen.
      Vor ein paar Jahren hat allerdings tatsächlich mal ein Schäferhund in dieser Häuserreihe gelebt, mit dem wirklich nicht gut Kirschen essen war und der tatsächlich die Auflage hatte, einen Maulkorb zu tragen... Aber der Hund sah völlig anders aus, war ein altdeutscher Schäferhund und war - als Rüde - natürlich auch ein gutes Stück größer. Aber dieser Hund lebt schon einige Zeit nicht mehr hier in dieser Siedlung, die Leute sind weggezogen. Ich gehe irgendwie von einer Verwechslung aus.....

      Aber was ist, wenn diese Frau noch andere Hebel in Bewegung setzt.....siehe Ordnungsamt, Tierschutz oder Polizei..? Kann ein Hundebesitzer nur anhand von Behauptungen Dritter irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden, ohne dass überprüft wird, ob diese Behauptungen stimmen?

      Liebe Grüsse,
      jessy

      • Hallo,

        also ich würde die Frau beim nächsten Mal bitten, alles schriftlich einzureichen und auch die Beweise vorzulegen. Wenn sie dich oder deine Tochter nochmal anspricht, würde ich sie wegen Belästigung anzeigen.

        Ich hatte auch mal so eine Nachbarin. Als wir hier neu hinzogen beleidigte sie mich und die Hunde andauernd, weil sie nicht wusste, dass wir in "ihrer" Häuserreihe wohnen. Mein Mann ist Rechtsanwalt und ging dann mal rüber und frug, was eigentlich ihr Problem wäre und dass man eventuell mal weitere Schritte einleiten müsse, wenn das so weiter geht. Daraufhin entschuldigte sie sich mehrmals und ab da war sie immer nett zu mir.

        Vielleicht einfach mal auf Konfrontation gehen, evtl. dein Mann. Das hilft manchmal. Nett fragen, was das Problem ist (auch wenn du es schon weißt) und mit weiteren Schritten "drohen". Die Frau hat wahrscheinlich nur Langeweile.

        LG

        (3) 08.04.12 - 23:13

        Hallo!

        Hab mal meinen Vater gefragt, der hat lange im Ordnungsamt gearbeitet.
        Er sagt, die Nachbarin muss bei der Polizei oder dem Ordnungsamt einen Vorfall klar benennen, was genau passiert ist und mit Datum, wer war dabei, etc. Scheint der Hund gefährlich zu sein, (die Erklärungen der Frau also glaubhaft) muss der Besitzer mit Hund zu einem Tierarztbesuch kommen. Aber wenn es ein ganz lieber Hund ist, braucht der Besitzer sich keine Sorgen zu machen. Die Tierärzte sind ja nicht dumm und er wird auch gefragt.
        Deine Tochter hat damit nichts zu tun, sie ist ja nicht Besitzerin. Wenn deine Tochter da Sorgen oder Angst vor der Frau hat solltet ihr als Eltern der Dame vielleicht mal ganz nett und freundlich erklären, dass sie eure Tochter in Ruhe lassen soll. Und der Hundebesitzer kann sie wegen Verleumnung anzeigen.

        Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!
        Catharina

        (4) 09.04.12 - 09:03

        Hallo,

        wie wäre es, wenn deine Tochter den Hundeführerschein macht - ist bei jedem Tierarzt möglich und kostet nicht viel. Sie kann dann auch mit dem Tierarzt das Problem mit der Frau und ihrem Hund ansprechen und wird sicher im Umgang mit dem Tier.
        Wäre Hundeschule möglich? Ein Wesenstest würde diese Sache ein für alle Mal aus der Welt schaffen! Ein bestandener Wesenstest zeigt, dass der Schäferhund ungefährlich ist. Allerdings kann das auch ein Schuss nach hinten sein, wenn nämlich festgestellt wird, dass der Schäferhund doch auch eine gewisse Aggressivität besitzt!
        Ich würde an deiner Stelle auch genau mit dem Besitzer der Hündin besprechen, wie die Begegnungen mit dem Rüden ablaufen. Ich gehe mal davon aus, dass der Schäferhund an der Leine ist und der andere Hund auch? Wenn die Frau uneinsichtig ist sollte man sie in Zukunft wie Luft behandeln und schnellen Schrittes an ihr vorbei gehen, der Schäferhund sollte im Fuß sein und jegliches Leinengezerre sollte unterbunden werden. Das kann man üben - auch mit einem ausgewachsenen Schäferhund!
        Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man den eigenen Hund ins Fuß nimmt, jegliches bellen und fixieren unterbindet, dann sind die anderen Hunde weitaus weniger aggressiv ;-)

        LG Pechawa

        • (5) 09.04.12 - 13:39

          Hallo!

          Das mit dem Hundeführerschein ist eine gute Idee!!
          Wir werden das mit dem Besitzer der Hündin besprechen, es profitieren ja auch alle davon (diese Nachbarin mal ausgenommen). Der Besitzer der Schäferhündin wäre bei den Gassi-Runden meiner Tochter irgendwie beruhigter, denn er würde wissen, dass sich meine Tochter situationsentsprechend mit seiner Hündin verhalten kann....und meine Tochter wäre sicherer im Umgang mit der Schäferhündin und aggressiveren Hunden (und zeternden Nachbarn *g*)

          Es ist ohnehin nicht ganz einfach für meine Tochter, wenn sie mit der Schäferhündin irgendwo entlang kommt, wo andere Menschen sind. Ständig wird sie irgendwie komisch angeguckt, manchmal auch blöd angemacht, dass sie mit "diesem bissigen Köter" verschwinden soll, dabei kennen die Leute den Hund ja gar nicht! Ich find's traurig, aber irgendwie scheint die Rasse Deutscher Schäferhund in den Köpfen der Leute als beißwütige, aggressive Bestie zu existieren. Da hilft wohl auch ein Wesenstest wenig, den die Hündin mit Sicherheit bestehen würde, denn ich würde bestimmt keinem das positive Ergebnis des Wesenstests unter die Nase halten, wenn er mich oder meinen Hund kurz zuvor noch blöd angemacht hat!

          Du hast übrigens recht, die Hündin und der andere Rüde waren bisher immer angeleint, wenn sie aufeinander trafen. Die Schäferhündin hat dem gegenüber keine Aggression gezeigt, hat nur geschaut. Der Rüde hingegen hat an der Leine rumgetobt, gebellt, geknurrt und wie wild gezerrt.

          Wir haben ja auch einen Hund und der spinnt manchmal auch, wenn er angeleint ist und andere Hunde kommen, aber ich kann das fast immer unterbinden und/oder ihn ablenken...

          Liebe Grüße,
          jessy

          • (6) 10.04.12 - 18:29

            Hallo jessy,

            ich drücke dir die Daumen, dass es klappt und ein bestandener Hundeführerschein ist immer gut, wenn man mit Hunden zu tun hat ;-)
            Ich finde es auch traurig, dass deine Tochter so blöd angemacht wird, nur weil es ein Schäferhund ist!
            Es ist auch schade, dass diese Rüdenbesitzerin so uneinsichtig ist! Ich wage mal zu behaupten, dass beide Hunde im Freilauf ganz anders miteinander umgehen würden!
            Ich kenne eine Familie mit einem Schäferhundmischling. Wenn die Frau mit der Hündin an der Leine geht und wir kommen des Weges, da ist mächtig was los. Die Frau bekommt den Hund fast nicht gehalten, obwohl meiner ganz friedlich vorbei geht.
            Kommt uns ihr Mann mit dem Hund entgegen, der übrigens die Hündin nicht an der Leine führt, dann passiert garnichts. Kein Bellen, kein Knurren! Zuletzt haben diese Hündin und meiner im Freilauf miteinander gespielt, d.h. die Hündin hat meinem Benehmen beigebracht, indem sie ihn dizipliniert hatte, weil er zu stürmisch war.

            Die meisten Hunde haben im Freilauf ein gutes Sozialverhalten und vielleicht ist es euch möglich, beide Hunde (natürlich im Einvernehmen ihrer Besitzer) mal im Freilauf zusammen zu lassen. Streit nützt niemandem und wer weiß, vielleicht entsteht dadurch sogar eine Gassifreundschaft ;-)

            LG Pechawa

        (7) 10.04.12 - 08:18

        Leinengezerre heisst nicht, das ein Hund aggressiv ist#klatsch

        Warum soll man einen Hundefuehrerschein oder gar Wesenstest machen, nur weil die Nachbarin laestert?

        Ich wuerde ein ernstes Wort mit dieser Dame reden, das sie ueble Nachrede tut und dann mal schauen,wie es weiter geht!

        Lisa

        • (8) 10.04.12 - 23:07

          Ich habe auch nicht behauptet, dass der andere Rüde durch Leinengezerre als aggressiv anzusehen ist!

          Nur, während die Schäferhündin total ruhig bleibt und allenfalls mal schaut, warum der andere Hund sich so komisch benimmt, der Rüde an der Leine ausflippt, bellt, knurrt und was sonst noch alles, und sein Frauchen sein Verhalten nicht unterbinden kann oder will!

          Und von dem Hundeführerschein würde auch meine Tochter nicht nur beim Gassi-Gehen mit der Schäferhündin profitieren, sondern auch mit unserem eigenen Hund, wenn sie vielleicht mal in Situationen gerät, die für sie oder unseren Hund brenzlig werden können, weil es eben auch total ignorante Hundehalter gibt....

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