Große Hormonprobleme beim Kaninchen

    • (1) 24.04.12 - 15:50

      Hallo zusammen,

      bin neu hier und bin echt verdammt ratlos.

      Das Problem ist folgendes: eines meiner Kaninchenweibchen (knapp 3 Jahre) hat seint letztem Jahr (Sommer/Herbst) Probleme mit ihrem Hormonhaushalt.

      Es fing leicht damit an, dass Sie Stroh durch den ganzen Käfig und die Wohnung schleppte. Dann versuchte sie in ihrem Haus ein Nest zu bauen. Ok, da dachte ich echt nur an eine Scheinschwangerschaft. Das andere Weibchen (5 Jahre) hatte mit 2 Jahren einen Tag lang ihren Nesttrieb und dann war`s vorbei und nie wieder aufgetaucht. Daher dachte und hoffte ich es würde sich bald wieder legen. Dann gingen die Fressattacken los!!! Es waren wirklich Fressattacken, sowas habe ich noch nie gesehen!!! Und dann ihr plötzlichen Rennattacken.

      Nun ist es mittlerweile aber so, dass sie nicht einmal mehr ein richtiges Nest baut oder etwas was nur annäherend so aussieht, sondern sie schleppt einfach alles in das Haus rein und buddelt auf dem Boden rum. Da wird nicht nur das Stroh und Heu reingeschleppt, sondern auch das Einstreu!! Ich war selbstverständlich deswegen auch bei der Tierärztin und sie meinte auch, wir müssten etwas unternehmen, da bei ihr es so stark schon ist, dass es sich aufs Herz legen würde. die ganzen Fressattacken, das Rumgestürze wären für meine kleien Maus so etwas wie ein Ausgleich weil sie keine Jungen habe. Und wer jetzt denkt, die TA will nur ne OP machen und viel Geld einheimsen irrt! Eine komplette Kastration möchte sie wirklich umgehen. Also versuchten wir es mit der Pille. Das ging auch so 3-4 Monate ganz gut und Sie schleppte nicht mehr so oft und viel ins Haus. Dann ging es aber wieder los und meinte TA meinte, wir geben ihr noch etwas hömopatisches zur Unterstützung mit und das Mittel hätte auch keine Nebenwirkungen. Hatte es auch wirklich nicht. Und es half auch eine zeitlang.

      Nun ist es so, dass sie nicht nur im Frühling ihren starken Nesttrieb hat, sondern es vom Herbst bis über den ganzen Winter lang hatte.

      Meiner TA fiel nun noch eine einzige Möglichkeit ein: Pille absetzen, das hömopatische Mittel auch und sie bekam eine Hormontherapie, quasi die 3 Monatsspritze die es für Hunde und Katze gibt. Okay, das funktionierte auch ganz gut. Sie baute weniger Nest und wurde auch wieder ruhiger. Nur heute ging es massiv wieder los. Alles ins Haus rein...und wie!! Ich nahm sie wieder raus, und legt mich mit ihr ins Wohnzimmer auf den Boden. Ihre Ohren waren verdammt heiß, heißer als wenn ein Kaninchen Fieber hat!!! Ich streichelte sie ruhig, kuschelte mit ihr und mit der Zeit ging ihre Ohrtemperatur wieder runter und insgesamt beruhigte sie sich.

      Ich hadderte schon lange mit dem Gedanken sie kastrieren zu lassen, doch wenn selbst der TA sagt, er mache dies wirklich sehr ungern, weil nicht nur die Eierstöcke durchtrennt werden müssten, sondern komplett die eierstöcke und Gebärmutter rausgenommen wedren müsste. und meine TA ist wirklich sehr erfahren und kompetent.

      Doch was mache ich nun? Ich gebe meinen Kaninchen den ganzen lieben Tag nur Kräuter und Gras, Gänseblümchen etc. Also nur Dinge die sie auch in ihrem natürlichen Umfeld finden würden. Petersilie kriegt meine kleine Maus auch, und die soll ja auch den Hormonhaushalt helfen.

      Weiß jemand von euch noch rat wie ich ihren Hormonspiegeln dämpfen kann?
      Wenn sie die ganze Zeit diese Anfälle hätte und nur Schmerzen, dann würde ich sofort aber auch nur aus der Not heraus operieren lassen, aber es gibt auch manchmal 3-4 Tage da passiert rein garnichts.

      Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar.

      • Hallo!

        Ich würde sie dann doch mal langsam kastrieren lassen, diese ganzen Hormonbehandlungen lösen ja nun nicht selten Tumore an Gebärmutter und Eierstöcken aus, da ist das Risiko jetzt auch schon groß. So langsam bleibt keine andere Möglichkeit mehr. Sie leidet ja ganz massiv.

        • Hallo hasipferd,

          habe heute nachmittag einen Termin in einer Tierklinik und bin gespannt und hoffe sie können uns weiterhelfen.

          Ich hatte noch nie bei einem meiner Tiere Probleme mit der Gebärmutter etc. und danke dir für deinen Rat.

          • Ich drücke Dir die Daumen!

            Es ist ja nicht grundsätzlich falsch, nicht immer sofort zu kastrieren, aber überlanges Abwarten vergrößert eben die Belastung nur, immer neue Tierarztbesuche und behandlungen... das ist dann auch nicht sinnvoll.

      Lies dir mal das hier durch...

      http://www.kaninchentreff.de/yabbse/index.php?topic=36370.0

      .ich würde dringend zu einer Kastration raten, es ist mir schleierhaft warum Deine Tierärztin soviel rumtestet bei Deinem Tier?

      Mona

      • Hallo tauchmaus01,

        vielen Dank für den Link. Habe heute bereits einen Termin in einer Tierklinik gemacht und muss nur noch die Überweisung hierzu von meiner TA ausfüllen lassen und dann kann ich gleich heute nachmittag in die Tierklinik.

        Ich hoffe es ist nicht ganz so schlimm wie in dem Beispiel von Gundel. Und hoffe in der TK kann uns endlich geholfen werden.

        Die Vorgeschichte mit meiner TA hat mich nie annähernd an ihrer fachlichen Kompetenz zweifeln lassen, doch ich man sollte immer misstrauisch sein und ich hoffe meine kleine muss jetzt für meinen Fehler nicht bezahlen. Ich habe eine Heidenangst vor einer OP, gerade weil ich nie miterlebt habe ein Tier wieder aufwachen zu sehen, egal bei wieviel TA`s. Aber du hast recht und ich hoffe innigst das Beste.

        Danke nochmal.

    Hi,

    ich lasse meine Häsinnen inzwischen immer kastrieren, gab mit den unkastrierten immer nur Ärger mit Scheinschwangerschaften, Zysten, Entzündungen etc der Gebärmutter.

    Die OP haben bisher alle probemlos überstanden, meine TÄ macht auch immer ne sanfte Narkose.

    Da würden meine durchdrehen, wenn ich sie ständig spritzen oder Pillen geben oder sonst einen Zinnober veranstalten würde. Das ist für so ein Tier ja auch ein riesen Stress.

    Ich würde sie kastrieren lassen und fertig. Kaninchen sind nun mal von der Natur her auf ständige Vermehrung ausgelegt, das wirst du anders nie in den Griff bekommen.

    LG juju

    Nachtrag: ich habe 2 sehr erfahrene Kaninchentierärzte (verschiedene Praxen) hier am Start und beide raten zur Weiberkastra.

    Warum deine so einen Eiertanz macht kann ich absolut nicht nachvollziehen und wie gesagt, ich finde es auch eine Qual für das Tier :-(

    Hallo!

    Also ich würde sie an deiner Stelle auch kastrieren lassen. Irgentwie finde ich das die TÄ ganz schön wagemutig ist... hört sich ehr so an, als ob sie nicht wirklich viel Ahnung von Kaninchen hat.
    Ich würde sie vielleicht ehr in einer Tierklinik vorstellen, da ist meistens ein Arzt bei, der sich mit Kaninchen echt gut auskennt und auch schon öfter weibliche Kaninchen kastriert hat.
    Ich habe auch eine meiner Mädels kastrieren lassen, da sie immer wieder scheinschwanger wurde. Auch die TA hat dann gesagt (ich glaube nach dem 4. oder 5. mal, dass es so für sie besser sei, weil sich auch oft Zysten und Tumore bilden. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe, denn die Gebärmutter von ihr war schon total vereitert. Hätte ich es nicht gemacht wäre sie jetzt wahrscheinlich nicht mehr am leben. Außerdem ist sie total ausgeglichen seitdem.

    Ich würde den Schritt immer wieder wagen, wenn es so ausartet.

    Du schreibst von Käfig... wie genau hälts du deine Kaninchen denn? Leben sie denn alleine?

    LG Jacky #winke

    (10) 24.04.12 - 21:22

    hallo

    ich halte nichts von dem rumgedoktore wie es es deine tierärztin handhabt.

    irgend eine pille oder hormonspritze? hätte ich meinem kaninchen nicht angetan.

    einmal richtig kastrieren und fertig! .... von so einem Bohei und rumgereie halte ich garnichts!

    • (11) 25.04.12 - 09:56

      Hallo sashto,

      ich habe meinem Kaninchen nichts angetan!!!! Ich habe genug mit OP`s und Tierärzten miterlebt und diese TA war bis jetzt immer fachlich kompetent sodass ich nicht von Anfang an Zweifel hatte. Mein anderes Weibchen hatte einmal ein stark tränendes Auge und da hat die TA durchs Auge bis zur Nase die Nebenhöhlen mit einem Ruck gereinigt und das ohne Narkose und es gab nie wieder Probleme damit. Die anderen TA`s die ich kenne, hätten sie ersteinmal 3x in Narkose gelegt, bevor sie sich das Auge überhaupt näher angeschaut hätten und dann hätten die wieder mit ihrem hömopatischen Mitteln zum Auflösen angefangen. Bis dato gab es keine Anzeichen an Kompetenzmangel der TA.

      Aber ich verstehe auch nicht, warum ich mich hier verteidigen muss. Ich habe nur Rat gegeben und nicht um Angriffe.

      Für meine Tiere habe ich bis jetzt alles immer getan und lasse mir nicht so etwas an den Kopf werfen!! Und wenn immer hier so ist, dass wenn mal ein Fehler passiert und ich leugne nicht ab, dass mir das passiert ist indem ich hätte trotz der Vorgeschichte misstrauisch sein solln, und man nach Rat fragt, muss man nicht gleich einen so ankeifen.

      Danke

(12) 25.04.12 - 14:25

Hi,
unsere frühere Kaninchen-tierärztin rät auch nicht sofort zur Kastra. Es IST ein großer Eingriff, absolut kein Vergleich zur Kastra von Rammlern. Und es ist nur in einigen Fällen notwendig.

ABER: wenn es notwendig ist macht man es durch zu langes warten nur noch schlimmer. Denn wenn es erst mal Veränderungen an den Geschlechtsorganen gibt steigen die Risiken der OP deutlich an (abgesehen davon werden die Tiere ja auch älter).

Bei unserer alten Kaninchendame hat sie daher nachdem mehrfach in recht kurzem Abstand Scheinschwangerschaften aufgetregen sind zur OP geraten. Die Kleine hat das ohne Probleme überstanden und hatte ein langes, kerngesundes Leben.

bei ihrer Nachfolgerin gab es bis heute keine Scheinschwangerschaft (soweit wir wissen, das TH hat auch nichts erzählt) und absolut keine Indizien auf irgendwelche hormonellen Probleme. Und ganz ehrlich, ich werde definitiv kein kerngesundes Kaninchen aufschneiden lassen ohne jeden Anlass. Unsere Tierärztin würde das auch definitiv NICHT empfehlen.

Ich kann aber nicht verstehen, warum bei Euch immer weiter abgewartet und immer länger herumexperimentiert wurde. Irgendwann muss man halt zu dem Schluss kommen, dass eine OP letztendlich für das Tier weniger belastend und weniger gefährdend ist als immer weitere Experimente.

Viele Grüße
miau2

  • (13) 25.04.12 - 19:44

    Hallo,

    ja, ich wollte eben auch kein gesundes Tier aufschneiden lassen, doch ich habe nun nach meinem Gefühl und Instinkt entschieden und die OP erfolgt am Freitag morgen.

    Die Gebärmutter und Eierstöcke waren heute ok und nichts auffälliges. Aber im schlimmsten Fall kann sich die Gebärmutter entzünden, eitern und sich Tumore bilden, die laut der Ärztin heute immer bösartig sind.

    Es gäbe zwar noch die Möglichkeit mit anderen Medikamenten, aber laut der Ärztin würde das Grundproblem immer wieder hoch kommen. Also, hab ich nicht wirklich eine andere Möglichkeit. Und der Stress würde sich sonst noch aufs Herz legen können.

    Ich hoffe so sehr, dass sie die Narkose verkraftet... ich könnte es mir sonst nie verzeihen.

    • (14) 26.04.12 - 17:36

      Hi,
      unsere TÄ hat mit Inhalationsnarkose gearbeitet. Unser Ninchen hat alles gut verkraftet.

      wir mussten unserer Dama damals leider eine Halskrause anlegen, da sie sich sonst die Narbe wundgeleckt hätte. Und wegen der halskrause mussten wir sie von ihrem Partner trennen, denn er wollte sie davon befreien und hat immer an der Befestigung gezerrt (und ehe er sie erwürgt war trennen die bessere Wahl).

      Das waren aber auch schon die einzigen Unananehmlichkeiten. Nach ein paar Tagen wurden die Fäden gezogen, und ab dem Moment war eigentlich alles vergessen.

      bei uns lief es damals wirklich problemlos.

      Viele Grüße
      miau2

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