Aquarium...wieviel Arbeit steckt tatsächlich dahinter?

    • (1) 04.05.12 - 10:39

      Hallo!

      Ich überlege mir, uns ein kleines Aquarium anzuschaffen. Aber jeder sagt.."oh nein, mach das ja nicht, es ist SO viel Arbeit!"..... wir möchten für den Anfang wirklich erstmal ein kleines, um zusehen wie man damit umgehen kann...wir sind in diesem Bereich Anfänger.

      Habt ihr Tipps, könnt ihr mir was dazu sagen?! Welche Kosten kommen da auf uns zu bzgl. der Anschaffung, aber auch der Haltung

      Danke!!!

      • Erster Tip:

        Kleines Aquarium gleich sehr, sehr viel Arbeit

        großes Aquarium gleich wenig Arbeit!

        Lass Dich im Fachhandel beraten und such Dir ein Forum über Aquaristik. Darin würde ich erstmal einige Wochen unterwegs sein, dann hast Du auch eine bessere Vorstellung über dieses Hobby und kaufst nicht gleich eine Tüte bunter Fisch die süß aussehen, sondern planst ein ausgewogenes Becken.

        Ich hab meine Aquarien geliebt, waren aber auch eher klein, etwas über 200l. Nimm auf keinen Fall so ein Starterset mit 60 l inkl. allem drum und dran.

        Mona

        • ok, vielen Dank für deine Antwort. Aber warum sollte man kein o.g. Starterpaket kaufen? Wie gesagt, ich bin in diesem Bereich Anfänger...

          Ich frage mich auch wieso so ein Starterset schlecht ist?#kratz Wir haben so ein Starterset (60l) seit fast 3 Jahren und sind sehr zufrieden. Und das jede Woche einmal sauber machen ist nun auch nicht sooooooooo schwer.

      (5) 04.05.12 - 10:52

      Hi,

      ein Aquarium kann viel Arbeit machen, muss es aber nicht. Das hängt von der Erfahrung und den persönlichen Ansprüchen ab. Umso kleiner das Becken und umso mehr Besatz, umso mehr Arbeit macht es im Normalfall.

      Ich habe aktuell ein 56 Liter Becken mit zwei Erbsenkugelfischen und Zwerggarnelen. Das ist ziemlich zugewuchert, die Erbsen mögen das gerne so. Das Becken macht wirklich keine Arbeit, die Garnelen reinigen viel. Alle 3-4 Monate mache ich mal den Filter sauber, "Wasserwechsel" mache ich nur, wenn ich Gießwasser für meine Blumen brauche.

      In meinem ehemaligen 200 Liter Becken musste man viel mehr machen, weil der Besatz viel höher war. Die Fische produzieren Giftstoffe, die man ab einer gewissen Menge nur noch durch Wasserwechsel entfernen kann. Das war mir persönlich zu viel Arbeit.

      Zu den Kosten kann man schlecht etwas sagen. Das ist wie mit der Arbeit, man kann viel ausgeben, muss man aber nicht. Mein 56er habe ich gebraucht gekauft, mit Deckel, Heizstab und Filter für 30 Euro. Bei Fischen kommt es sehr stark drauf an, was du haben willst.

      Ich habe mir vor einem Jahr noch zwei Meerwasserbecken angeschafft, viel Arbeit braucht man auch da nicht, allerdings sind die wesentlich kostenintensiver.

      LG

      leilei

    Ja, es ist eine Menge Arbeit - allerdings auch je mehr desto kleiner das Becken, nicht umgekehrt.

    Man muss regelmässig Wasserwechsel (Teilwasserwechsel) machen, Filter bzw. Pumpe säubern, Bodengrund säubern bzw. ersetzen etc..

    Ich hatte jahrelang Aquarien und habe es irgendwann geschafft mein Becken bis auf die Sauerstoffpumpe und Wasserwechsel komplett autark im biologischen Gleichgewicht laufen zu lassen, im Grunde allein.
    Das gelingt aber nur mit viel Erfahrung.

    Und auch wenn es "nur" Fische sind, man muss sich genau erkundigen wer zu wem passt und welche Lebensbedingungen welcher Fisch braucht.

    Und bitte vertraut nicht den Verkäufern in Zooläden - die haben oft wenig Ahnung!

    Zu den Kosten kann man pauschal nichts sagen - ich würde aber kein Becken unter mind. 80- 100 Litern kaufen, vermute das liegt heute so bei ca. 200 - 250 € mit allem was man so anfangs braucht, je nach Qualität auch mehr.

    Im Lauf brauchst Du Futter, immer mal neue Pflanzen, Filterwatte und Kohle, ab und zu neue Röhren, evtl. Medikamente...

    LG, katzz

Hallo!

Kleine Aquarien wie diese 60-Liter-Sets machen wirklich sehr viel Arbeit. Schon wenn man da nur mal ein bisschen zu viel Schwung beim füttern hat und einem arg viel Fischfutter rein gerät muss man am nächsten Tag mal eben das halbe wasser austauschen, man hat einen Dauerkampf gegen Algen, und wenn die Fischauswahl nicht wirklich gut durchdacht ist wird man da auch nicht froh mit.

Große Aquarien dagegen so ab 200 Liter laufen deutlich stabiler, da mal ein wenig viel Futter ist halb so wild, bei den Fischen kann man weniger falsch machen (die haben eben etwas mehr Platz sich aus dem weg zu gehen und es gibt auch genug Platz für fische die recht groß werden). Da reicht es dann, einmal die Woche die Pflanzen etwas zu kürzen, alle 4-8 Wochen ein wenig Wasser auszutauschen und Algen sind auch weniger schlimm.

Ganz wichtig ist, dass Du Dich selber informierst. Schau dir schon mal Fische an, schreib die Lateinischen Namen auf und google danach - mit den Infos kannst Du dann auch überlegen, wie ein Becken für Deine Lieblingsfische aussehen müsste, welche anderen Fische dazu passen, wie es bepflanzt werden soll und wie groß es sein müsste. Was bringt dir das tollste Starterset, wenn Du Dir unbedingt Antennenwelse wünscht, die aber dafür viel zu groß werden und sich nicht darin wohl fühlen würden?Oder wenn Du auf der einen Seite fische willst, die viel Licht und freien Schwimmraum brauchen, auf der anderen seite aber Neonsalmler die es eher dunkel und zugewuchert haben wollen?

Verlass Dich bitte nicht auf die Aussagen von Verkäufern. Oft haben die einfach gerade viel zu viele fische irgendeiner Art da, nicht nur die die Du siehst, sondern im Hinterzimmer stehen noch viel mehr, und dann schauen sie eben, dass sie die zuerst verkaufen. Oder es sind eben keine richtigen Aquaristik-Spezialisten, sondern die Verkäuferin ist Fachfremd und kennt sich selber nicht so recht aus.

die meisten Kunden kaufen auch eher Fische ein wie Gummibärchen - "Zehn von denen, und drei von diesen da, und ein Dutzend von den kleinen roten, ja die da links..." in aquarienanerforen nennt man das dann eine Fischsuppe, und das ist es meistens auch. Wild zusammen geworfen, passt hinten und vorne nicht, Raubfische mit ihrer Beute zusammen oder fische die gerne Flossen anknabbern mit welchen mit langen Schleierflossen, die so bei lebendigem Leibe halb aufgefressen werden unter massiven Schmerzen.

also mach Dich für jeden Fisch besser selber schlau ob er wirklich dazu passt.

Ganz wichtig ist auch, dass das Becken genug Zeit bekommt um einzulaufen, mindestens vier Wochen bevor die ersten fische kommen. Dafür kannst Du Dir Starterbakterien komplett sparen.

Ach ja, und achte auch auf die Pflanzen - manche haben Pestizide drauf, die dir noch Monate später Zwerggarnelen umbringen...

Hallo :-)

Ich betreibe seid 15 Jahren Aquarien. Aktuell haben wir 2 Stück. Ein 110 lt. Würfelaquarium mit Bioinnenfilter von Juwel und ein 300 ltr. Aquarium von Juwel mit EHEIM Außenfilterpumpe.

ICH kann die Aussagen der anderen User: kleines Aquarium viel Arbeit, großes Aquarium wenig Arbeit, nicht bestätigen. Arbeit machen beide Aquarien gleich, zumindest vom Zeitintervall her, vom Zeitaufwand her ist das große natürlich mehr Arbeit, da man mehr Wasser ablassen und auffüllen muss und der Bewuchs natürlich mehr ist und man dem entsprechend auch mehr kürzen muss.

Außerdem kommt es auch immer auf die Besatzstärke (Fischmenge und auch Art) drauf an, wie Reinigungsintensiv ein AQ ist.

Ich beschreibe Dir mal den Idealfall, der für alle AQ Größen gilt, die man in Normalhaushalten so auffindet.

Alle 14 Tage 1/3 Wasserwechsel mit Bodenreinigung.

Alle 14 Tage Filterreinigung, immer im Wechsel mit dem Wasserwechsel, sprich Woche 1. Wasserwechsel, Woche 2 Filterreinigung, Woche 3 Wasserwechsel, Woche 4 Filterreinigung usw usw.....

Pflanzen nach Bedarf, es gibt schnell und langsam wachsende Pflanzen.

Ab einer AQ Größe von ca. 150 ltr. sollte man auch eine CO2 Anlage betreiben. Ich betreibe auch eine bei unserem kleinen AQ, da man dann einfach weniger Probleme mit Pflanzen und Algen hat. Bei dem kleinen beitreibe ich eine CO2 Biogasanlage im großen eine Druckgasflasche.

Kostenfaktor..... Ja, schwierig einzuschätzen. Je besser ein AQ gepflegt wird, je mehr man sich mit der Thematik ausführlich auseinander setzt, umso günstiger ist es auf Dauer.

Da man gesunde Fische und Pflanzen hat und Algenprobleme weitestgehend fern bleiben.

Ich habe das 110 ltr. Becken vor kurzem neu gekauft. Es ist ein Juwel Becken "lido". Ist auch sehr hübsch anzusehen, da es mehr eine Würfelform hat, sprich recht hoch ist, dafür weniger in die Länge geht.

Für das Becken inkl. Innenfilter Heizung und Unterschrank habe ich ca. 340 € bezahlt. Neu.

Dann kam noch die Innenausstattung dazu, Dauerbodengrundnahrung, Kies, Pflanzen, CO2 Biogasanlage und Nachfüllflaschen, Wasserchemie (Wasseraufbereiter/Dünger). Waren nochmal gut 200 €. Also rund 550 € ohne Fische.

Wenn ich unser großes Becken jetzt neu kaufen würde, mit kompletter Einrichtung (ohne Fische) und Außenfilter und CO2 Druckminderer, Druckgasflasche und allem was dazu gehört, wäre ich neu bei gut 1.500 - 1.800 €.

Ich kann von größeren Reinigungsabständen für AQ auch nur abraten. Wir haben mal Intervalle von 4 Wochen versucht.

Dann hatte ich Blaualgen im AQ. Ich musste alles rausschmeißen, alles neu einrichten. Nach den Blaualgen kamen dann die Pínselalgen. Weil alles durcheinander war. Diese habe ich aber mit Geduld und Optimierung der Wasserwerte sehr gut wieder weg bekommen.

Ein AQ macht schon viel Freude, aber nur, wenn man auch Lust auf Pflege und verbundene Arbeit hat.

LG Janette

(12) 04.05.12 - 12:44

Hallo,

wenn du kannst, fang mit nem Becken von 200 l an, noch größer ist noch besser.

Aquarien gibt es günstig gebraucht zu kaufen. http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-fische/c138

Achte darauf, dass die Pumpe immer eine Nummer größer sein sollte, als empfohlen.

Anfangen würde ich mit Bodengrund (Spielzeugsand aus dem Baumarkt oder entsprechende Steine, die als aquariengeeignet deklariert sind) und Pflanzen.

Bis das Becken gut bewachsen ist, hast du auch schon Ahnung von Fischen. Vorher sollten da keine rein.

http://www.zierfischverzeichnis.de/

http://www.mergus.de/aquarien_atlas_i.html

Gruß

(13) 04.05.12 - 16:06

Hallihallöle...

ich hatte früher auch ein Aquarium und hab es dann aufgegeben. Ich habe es nicht geschafft ein gutes Verhältnis zwischen Algen und Schnecken zu bekommen. Entweder ich hatte Millionen Schnecken oder keine Sicht auf die Fische wegen der vielen Algen.

Hab es dann aufgelöst und die Fische einer Bekannten gegeben, die irgendwie mehr Glück hatte.
Lies dich auf alle Fälle gut in die Materie ein und erkundige dich beim Fachmann und in Foren.

Grüssle Silke

(14) 04.05.12 - 21:41

Aus meiner Sicht macht es so gut wie keine Arbeit. ABER: ich habe auch eine CO2 Anlage laufen, die hält die Algen fern und sorgt für gute Wasserwerte!

Habe ein 56 l Aqua mit 8 Minifischen und 10 große Zwerggarnelen und im Moment 40 Baby Garnelen.

Scheiben muss ich 1 x im Monat putzen, Wasserwechsel alle 14 Tage, Pflanzen kürzen. Das wars.

Aber ich füttere auch sehr sparsam und die Garnelen putzen jeden Tag fleißg mit ;-)

Viel Spaß!

  • Gibt es überhaupt so kleine Flipper für entsprechende AQ Größe? Wenn ich mir meinen Flipper im 110 ltr. Becken anschaue und das ist schon der kleinste Flipper und es dann auf Deine Beckengröße runterrechne, dann ist ja schon ein Viertel Deiner AQ Größe vom Flipper eingenommen.

    Betreibst Du einen Filter? Innen oder Außenfilterung?

    Hast Du mal Deine CO2 Werte gemessen? Mehr als 5 - 6 Blasen die Minute dürften ja nicht rauskommen dürfen bei Deiner Größe, sonst könnten die Fische irgendwann drunter leiden.

    Will mir auch früher oder später mal ein Nano anschaffen, aber nur, weil ich mich an das riesige Experiment rantrauen möchte, Armanogarnelen zu züchten....

    #winke Janette

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