Hund will nicht alleine bleiben.. tips?

    • (1) 12.05.12 - 21:01

      Hallo

      Wir haben einen 1,5 Jährigen Shih Tzu Rüden seit 3 Wochen.

      Wir sind seine 3. Besitzer, laut Vorbesitzer kann er alleine bleiben und war an manchen tagen von 06-15.30 alleine zuhause.

      soweit so gut ;-)

      Wochentags bin ich vormittags mit ihm alleine und er war da schon das ein oder andere mal alleine, ca 1 Stunde (wenn ich mal einkaufen etc war) das scheinte ihm keine all zu großen probleme gemacht zu haben, er lag da und hat beobachtet wie ich zur tür raus bin, wenn ich wieder kam hat er sich überschwänglich gefreut aber er machte einen guten eindruck.

      Wenn wir nun aber als Familie zuhause sind (also mann und kind mit da sind) und wir ziehen uns an um weg zu gehen wird er sehr nervös! er rennt immer zur tür und springt mich bettelnd an, er scheint unbedingt mit raus zu wollen, nur mit mühe kann ich ihm dazu bringen sich hinzusetzen und zu warten.

      wenn wir dann wieder kommen (heute morgen war es 1,5 Stunden- wir waren schuhe kaufen) scheint der hund enorm unter stress zu stehen, er hechelt sehr, seine zunge hängt schräg aus dem maul als sei er ein paar km gerannt und den belag im flur hat er zerrissen.
      bevor wir gegangen sind hatte ich ihm 2 leckerlie stangen hingelegt, diese hatte er nicht angerühert, er scheint wie gesagt sehr unter stress zu stehen und brauch nach unserer rückkehr auch eine weile bis er sich wieder beruhigt hat und mit hecheln aufhört.

      wie gesagt, wenn ich mit ihm alleine bin und alleine das haus verlasse hat er dass problem offenbar nicht, er zerreisst dann den belag nicht und macht auch keinen gestressten eindruck wenn ich wieder komme.

      wir hatten ihm nach einer woche schonmal kurz alleine gelassen, da sind wir auch als familie aus der tür raus, da hat er auch so gehechelt und sich am belag zu schaffen gemacht.

      ich dachte nun, da ich ihn wochentags auch immer mal eine halbe bis stunde problemlos alleine gelassen habe dass es für ihn nun ok sei aber wenn wir als familie das haus verlassen scheint dass für ihn wohl etwas anderes zu sein als wenn ich alleine weg gehe #kratz

      und nun??

      ich kann ja wochentags mit ihm das alleine sein üben aber das scheint ja dann nicht all zu viel zu bringen.

      • (2) 12.05.12 - 21:09

        Hallo!

        Ich weiß, es ist furchtbar aufwändig und nervig, aber da wird euch nichts anderes über bleiben als die Übung als Familie... am Anfang nur anziehen und zur Tür, dann eine Mnute raus, dann 5 Minuten...

        er kann es anders nicht lernen, dass das 1. gar kein grund ist so in Stress zu geraten und 2. dass ihr immer wieder kommt.

        Immerhin, es wird wärmer, da ist das nicht ganz so aufwändig, aber üben müsst ihr auf jeden fall, und das echt bis zur vergasung.

        alternativ könnt ihr ihn nur in eine Hundebox sperren damit er nicht die Wohnung auseinander nimmt, aber das wird seine Panik und seinen Stress nicht lindern...

        es klingt so, als hätte er das verhalten so richtig erlernt, entsprechend schwer wird es, damit er da was neues lernt. War er beim direkten vorbesitzer wieder eher bei einem einzelnen menschen, wo er sich fangen konnte?

        • (3) 12.05.12 - 21:32

          der vorbesitzer war ein mann mit 2 kindern, ich denke aber wenn er früh auf arbeit ist waren die kinder schon weg.

          wenn ich mit ihm alleine bin und gehe ist er recht entspannt aber wenn wir als familie gehen dann ist er sehr aufgeregt und will unbedingt mit raus.

          merkwürdig eigentlich. alleine zuhause ist er ja im endeffekt so oder so. egal ob ich als einzelperson aus der tür gehe oder wir als familie gehen. aber für ihn scheint das wohl ein großer unterschied zu sein.

          • (4) 12.05.12 - 22:10

            Naja, bis die Kinder angezogen sind und alle alles haben, da baut sich einfach insgesamt viel mehr Anspannung auf und es ist mehr Betrieb, als wenn Du alleine nur mal in schuhe schlüfst und Deine handtasche nimmst, oder?

            Wenn Du alleine gehst, das verschläft er ja fast...

      (5) 13.05.12 - 03:08

      Wichtig ist sein Theater zu ignorieren. Also wenn er an euch hochspringt wenn ihr gehen wollt. Und auch wenn er sich überschwenglich freut wenn ihr kommt.

      Ihr macht etwas Aufregendes aus was Normalen. Wenn ihr wollt dass es normal wird dass ihr geht und kommt müßt ihr euch auch so verhalten. Sprich, ignoriert das Theater. Wenn ihr kommt schickt ihn ruhig auch weg. Und wenn ihr in Ruhe euch ausgezogen habt und er ruhig da liegt dann könnt ihr kurz hin und ihn GANZ RUHIG begrüßen aber ohne Tamtam.

      Und das üben. Also alle ziehen sich an ignorieren den Hund und gehen raus, kommen 5 Minuten später wieder ziehen sich aus, ignorieren den Hund und SCHAUEN IHN AUCH NICHT AN, egal welches Theater er macht. Setzen sich hin und tun so als wären sie nie weg gewesen.

      Und das immer wieder.

      Und achte auch drauf dass er euch zu Hause nicht nachläuft und versucht euch zu kontrollieren.

      Gruß Sabine

      • (6) 13.05.12 - 09:29

        hallo

        Danke.

        ignorieren tun wir ihn so gut es geht. also wenn ich/wir nach hause kommen dann ziehen wir erst schuhe aus, der hund wird nicht begrüßt oder gestreichelt. das machen wir erst wenn er sich etwas beruhigt hat.

        wenn wir uns anziehen und sein theter fängt an dann ignorieren wir das auch, ok, vielleicht sollte man noch besser üben ihn nicht anzugucken ;-) ..man neigt dann dazu ihn zu streicheln weil man irgendwie mitleid hat. blöder fehler.

        Ja, zuhause läuft er vorallem mir oft nach. er folgt mir eigentlich in jedes zimmer mit.
        es ist zwar schon entspannter als ganz zu anfang, da ist er mir auf schritt und tritt gefolgt aber wie gesagt, nachlaufen tut er immer noch.
        wenn er fest schläft dann bleibt er auch mal liegen wenn ich in ein anderes zimmer gehe aber "ruhe" lässt es ihn nicht, er folgt eben doch..auch wenns etwas verspätet ist.
        manchmal schließe ich auch die tür hinter mir (wenn ich ins bad gehe) dann bleibt er ruhig, wenn ich raus komme liegt er vor der tür. anfangs hatte er sich da auch gefreut und ist hochgesprungen, heute bleibt er aber liegen.

        manchmal schließe ich auch die tür im wohnzimmer wenn ich aus dem zimmer gehe. dann bleibt er auch ruhig und liegt vor der tür, ab und zu hört man ihn jammern.
        richtig entspannt ist er eben nicht. seine knochen/leckerlie sind dann alles nebensache.

        • (7) 13.05.12 - 11:06

          Man kann ihn ja irgendwo verstehen, er hat viel mitgemacht und meint jetzt Dich überwachen zu müssen, damit du nicht auch noch verloren gehst. Er muss lernen, dass Du alleine klar kommst und immer wieder kommst, aber das braucht auch Zeit.

          Und das außer haus gehen als Familie, da hilft einfach nur üben, üben, üben.

    (8) 14.05.12 - 11:26

    Der Hund war 9 1/2 Stunden alleine zu Hause? Das ist viel zu lange. Sorry, aber das geht in meinen Augen gar nicht. 6 Stunden ist das allerhöchste der Gefuehle.

    Unser Hund bleibt auch mal zwei, drei Stunden alleine zu Hause. Sein "Aufenthaltsraum" ist in der Zeit begrenzt auf die Kueche. Ich hab angefangen ihn alleine zu lassen, asl er erst 10 Wochen alt war. Ich hab ihn einfach 5 Minuten in die Kueche. ich bin nach der Zeit wieder rein (wenn er leise war) und hab ihn gelobt. Die Zeit dann langsam steigern. Wichtig ist, keine grossen Abschiedszeremonien veranstalten. den Hund rein in den Raum, in dem er bleiben soll, Tuer zu. Nicht noch gross Gedönse drum rum machen.
    wenn er sich auffuehrt kann man auch eine Box reinstellen und den Hund in einer Box "verwahren". Ja, das geht. Aber keine 9 Stunden.

    Ist Arbeit, klar. Dauert seine Zeit, auch klar. Aber irgendwann sollte das funktionieren. Ansonsten in eine Tagesbetreuung geben, falls es sowas in Deutschland ueberhaupt gibt? #kratz

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