Hund hat Angst vor Wind

    • (1) 25.05.12 - 14:26

      Also wir haben unseren nun 3 jährigen Hundi aus schlechter Haltung mit 6 Monaten übernommen.
      Er kam aus dem Zwinger und kannte nichts,kein Auto,kein Fahrrad ect.
      War ne heiden Arbeit ihn an alles zu gewöhnen.#schwitz

      Vor einigen Dingen hat er aber nach wie vor Angst,große Männer,Gestöcke (er wird schon wissen warum:-( )

      Nun ist es so,
      dass es die letzten Tage recht windig bei uns war und die Fenster aber wegen der Hitze viel auf sind.
      Der Hund sitzt nun den ganzen Tag panisch und hechelnt im Flur oder versteckt sich in der Küche unterm Tisch.#kratz
      Und das wirklich von morgens bis abends,er hat kaum Zeit zum trinken weil er immer unter Strom steht.
      Er rennt von rechts nach links wie ein Löwe im Käfig#kratz

      Hat einer ne Idee wie ich ihn daran gewöhnen kann oder es ihm zumindest erleichtern kann?
      Ich kann ja jetzt nicht immer alle Fenster geschlossen halten nur damit der Hund ja keine Angst bekommt#gruebel

      • (2) 25.05.12 - 14:28

        Achso,sprazieren gehen ist auch ne Qual zur Zeit,denn fremde Fenster klappern ja auch#augen
        und sobald er das Geräusch draussen hört will er sofort wieder nach Hause und versucht sich aus Panik aus dem Halsband zu winden.#schmoll

        Hallo......

        Ich hatte 14 Jahre einen Cockermix,der hatte das auch!!
        Bei Sturm hat der sich draussen sogar geduckt......was sehr seltsam für Aussenstehende aussah!:-(

        Ich hab es leider NIE aus ihm rausbekommen,aber der Tierarzt kann dir was pflanzliches verschreiben damit es zumindest etwas besser wird!

        Ansonsten....ignorieren.....bloss nicht betüddeln!

        Viel Glück....
        #winke

        Huhu,

        ich habe meinen Hund aus dem Tierheim...er war erst 13 Wochen alt und hatte noch keinerlei schlechte Erfahrungen gesammelt, da er in der Pflegestelle geboren wurde und es dort wirklich, wirklich gut hatte.

        Trotzdem hat er die selbe Angst vorm Wind, "lustiger" Weise hat er diese Angst nur so lange er im haus ist. Ich vermute das es irgendwelche "rappelnden" Geräusche sind die ihn so verunsichern. Ist er draussen, ist alles wieder gut.

        So wirklich habe ich keine Idee für dich, aber...du bist nicht allein!

        lg

        Andrea

      • (5) 26.05.12 - 00:51

        Hallo,

        einen Tipp, wie Du ihm die Angst "abgewöhnen" kannst, habe ich leider nicht.

        Aber es wird ihm definitiv helfen, wenn Du ihn NICHT ignorierst! Hunde sind hochsoziale Wesen, ihnen hilft gerade bei Angst und Stress Körperkontakt enorm - genau wie uns Menschen.

        Damit meine ich nicht, dass man den ach so armen Hund bemitleidet und gutschi, gutschi macht. Aber ihm die Möglichkeit zu geben, Kontakt aufzunehmen oder ihm die Hand auf die Schulter zu legen (das wirkt beruhigend auf Hunde) kann schon kleine Wunder vollbringen. Man selbst sollte natürlich Ruhe ausstrahlen und vermitteln, dass die Situation absolut nicht bedrohlich ist, es keinen Grund für Angst gibt.

        Ein Hund, der Angst und dadurch Stress hat, kann nicht lernen, er wird auch niemals merken, dass es keinen Grund für Angst oder Panik gibt, dafür ist er durch den Stress zu sehr gehemmt und viel zu wenig aufnahmefähig. Lernfähig wird er erst wieder, wenn er sich beruhigt - und dabei kann Körperkontakt enorm helfen.

        Das wirkt übrigens auch super bei Hunden, die Gewitter- oder Silvesterangst haben. Einfach ein Matratzenlager auf dem Boden errichten oder halt auf dem Sofa kuscheln (wobei viele Angsthunde bei solchen Geräuschen lieber auf dem Boden sind) und dem Hund das Ankuscheln ermöglichen, wenn er denn möchte, ohne ihn dabei zu betüddeln. Das hilft ihm genauso wie uns Menschen, wenn wir Angst haben.

        Je nachdem, wie groß die Angst ist und wie weit er noch ansprechbar ist, kann es auch helfen, mit dem Hund zu spielen - das entspannt, lenkt ab und viele Hunde "vergessen" darüber ihre Angst. Wirkt aber nicht, wenn der Hund in seiner Angst schon zu sehr gefangen ist...

        Vielleicht könnte Euch ein Verhaltenstherapeut helfen?

        Viele Grüße, Alex

        • (6) 26.05.12 - 09:23

          Hej Alex!

          Ganz toller Beitrag, den ich nur unterstützen kann!

          Natürlich werden viele Hundehalter nicht den Unterschied zwischen "Ruhe spenden" und "HUnd in seiner Angst bekräftigen" kennen, aber der Mensch ist ja lernfähig...

          Mein Whiskey ist auch da mal wieder ein klassisches Beispiel dafür...

          Wind... oh Gott, wir sind ja auch aus Zucker... #rofl

          Er hat nicht ANGST vor Wind, aber er kann ihn verunsichern.

          Ist ja auch schon sehr gemein, wenn man so große Stehohren hat, in die der Wind pfeifft, und noch gemeiner ist es, wenn man nach Mäusen stöbert, und einen so eine Windböe plötzlich am Hintern ergreift.... ja, da muss man schon quietschend herumfahren und nach dem vermeintlichen Angreifer schauen ... #augen
          Alles in allem mag er Wind nicht besonders, aber mit der Zeit sind andere Dinge einfach wichtiger geworden... Schwierig wird es bei starkem Wind zu trainieren... da kann ich nicht gleich auch "180" gehen, sondern muss mich rantasten... aber auch das geht super!

          Sylvester ist so der Klassiker... zitterndes Häufchen Elend, das sich verkriecht...
          Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass er dann Bodenkontakt benötigt.

          Wir betüddeln ihn nicht, aber er darf jederzeit herkommen. Ich sitze dann auf dem Sofa und schaue Dinner for One, und er liegt unter meinen Knien, und entspannt sich dann da... mittlererweile geht es immer besser, richtig schlimm wird's erst um Mitternacht, wenn die Hölle losbricht... aber es ist kein Vergleich mehr wie zu Beginn.

          Ebenso das Donnern.. wir haben jetzt schon mehrmals im GArten bei Donner gespielt, früher war da immer Verstekcen im Keller angesagt....

          Ach, ich liebe es einfach mit meinem Hund eine Situation durchzumachen, die uns zusammenschweisst... und je mehr wir davon haben, desto mehr merke ich auch die Auswirkung in anderen Bereichen...

          In den letzten zwei Wochen hat Whiskey kein einziges mal mehr gebellt, wenn ein fremder Hund am Gerten vorbeiging, was öfter vorkam... er hätte schon gerne, aber ein "Nein" zum Abbruch der Kettenreaktion ( erhöhte Aufmerksamkeit, Aufrichten, Haare stellen, direkter Gang und dann Rabatz...), dann habe ich seine Aufmerksamkeit, sage " Ist ok" und er entspannt sich sichtlich und kommt zu mir... und dann ist natürlich kuscheln an der Reihe...
          Es ist also noch nicht weg, aber für uns ist es auch durchaus in Ordnung, wenn er uns zu verstehen gitb, " Da ist irgendwas..." Er soll seine Umwelt schon wahrnehmen dürfen... Sonst hätten wir mit diesem Rassenmix auch den falschen Hund ,das muss man auch mal klar sagen...

          Was macht Euer Fusswärmer? :-)

          Lieber Gruß

      Hallo!

      Mein Rüde reagiert ähnlich, wenn es draußen windig ist und die Fenster geöffnet sind. Ganz ehrlich, zum Wohle Deines Hundes würde ich zumindest sehen, dass es einen Raum gibt mit geschlossenem Fenster, in den er sich zurück ziehen kann.

      Stell Dir mal vor, Du selbst würdest über mehrere Stunden so einen Stress aushalten müssen, selbst wenn es unbegründet ist, Angst zu haben.

      Meinem Rüden macht aber starker Wind in freier Natur nichts aus. Es sind eben nur die Geräusche, die der Wind macht, wenn er durch offene Fenster weht. Ich fürchte, Du wirst Deinen Hund nicht daran gewöhnen können, ebenso wie man die Angst vor Gewitter eben auch nicht raus bekommt.

      Naja, ich wünsche Euch dennoch viel Erfolg und dass der Wind bald nachlässt.

      Schöne Pfingsten!

      LG,
      Cosmic

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