Muss ich die Voruntersuchung machen lassen? (Katze)

    • (1) 15.06.12 - 13:28

      Hi

      Frage steht ja schon oben.

      Es geht um die Grundvoruntersuchung die ja ansich immer gemacht wird. Fieber messen, Ohren und Augen gucken, abtasten und abhören. Das kostet bei uns schon allein 10,50 Euro und hat mit dem Anliegen warum ich zum Tierarzt gehe garnichts zu tun.

      Zb. Ohren reinigen lassen oder ähnliche kleine Anliegen. Muss das da unbedingt jedes mal sein wo ich doch weiß das es meinen Katzen sonst gut geht?

      Gruß

      • Hallo,

        also wenn du wirklich nur Ohren reinigen willst oder Krallen schneiden wüde ich ganz klar sagen das du nur das haben möchtest.

        Bei Sachen wo es um evtl. Medikamentengabe geht versteh ich aber das es gleich mitgemacht wird.

        Mein TA ist aber so, das er vor Impfungen usw. auch den Grundcheck macht, den aber nicht seperat berechnet, das ist im Impfpreis mit drinn.

        LG

        Hallo!

        Nein, musst Du nur ausdrücklich sagen.

        Und WENN eine grunduntersuchung gemacht wird, darfst Du auch drauf bestehen, dass die dann auch RICHTIG gemacht wird - manche Tierärzte werfen ja nun nen Blick drauf und das wars, da gehört schon gründliches Abtasten, Zähne anschauen und Fieber messen wirklich mit dazu.

        Wenn du für Ohrenreinigen und ähnliches den Tierarzt bemühst, dann musst du den Tierarzt auch entsprechend bezahlen.

        Der stellt sich ja nicht zum Spaß in seine Praxis.

        Soll deine Katze "nur" geimpft werden, ist eine allgemeine Untersuchung vorher schlicht notwendig, da man das Tier ja nur im gesunden Zustand impfen darf.

        Guck dir mal die Abrechung deines Hausarztes an. Der bekommt für "Hallo, wie geht es Ihnen" 50 EUR, da bist du mit knapp 11 EUR beim Tierarzt doch gut bedient!

        • (5) 15.06.12 - 21:18

          Ich bin voll Deiner Meinung!

          ...und ich sehe, Du kennst Dich aus.

          Das sieht halt keiner, beim Hausarzt bezahlt ja alles schön die "KRANKENKASSE", soll heißen, keiner sieht, was WAS kostet...

          Viele Tierärzte, auf jedenfall die ich kenne, verzichten schon auf etliche Leistungen.

          Anführen kann ich zB. Telefonauskünfte, kleinere Untersuchungen, ...ach ich könnte noch einiges aufscheiben...und das sind Dinge, wo ein stinknormaler Hausarzt alles per Kasse abrechnen kann und ja auch tut.

          Stell Dir zB. einmal vor, Du rufst Deinen Tierarzt an, kommst dann 2 Tage später in die Sprechstunde und bekommst die Rechnung und darauf steht: Datum so und so ...
          7,95 Euro Telefonauskunft...(sei Dir sicher, Dein Hausarzt und auch jeder andere rechnet es so ab...).

          LG

          :-)

      da wirst du vorher wohl fragen müssen ob das möglich ist ohne voruntersuchungen. fast alle tierärzte die ich kenne machen das grundsätzlich mit, genauso in der tierklinik. ohne diese voruntersuchung/beratung wird gar nichts gemacht.

      bei meiner Tierärztin, die hoffentlich niemals in rente gehen wird, wird das auch meißtens gemacht aber ich zahl nie was dafür #freu
      wenn ich zum impfen komm dann zahl ich eben 25 euro fürs impfen und sie guckt trotzdem in die augen, ohren und maul.

      • (7) 15.06.12 - 19:46

        Ich finde es unter aller Sau, dass es Tierärzte gibt, die ihre Leistung so unter Wert verkaufen!

        Das wirkt sich nämlich auch gleich mit aufs Personal aus. Ich habe als Tierarzthelferin 6,50 EUR/h bekommen. Da hat man dann am Ende des Monats weniger als ein HartzIV-Empfänger. #contra

        Wer Leistungen beansprucht, sollte diese auch bezahlen! Eine allgemeine Untersuchung gehört zu einem Tierarztbesuch dazu!
        Krallen schneiden, oder Ohren reinigen sollte man doch selbst auch hinbekommen, oder?

        • "Krallen schneiden, oder Ohren reinigen sollte man doch selbst auch hinbekommen, oder?"

          Wenn du eine Tierarzthelferin bist oder warst, müsstest du wissen das man das als Laie nicht selbst machen darf/sollte, da man einen größeren Schaden anrichten könnte.

          • Dann bezahl die Fachkraft für die Leistung, die du von ihr verlangst.

            Wenn ich "als Tierarzthelferin" in der Lage war, zu lernen, wie man Krallen schneidet und Ohren putzt, wirst du das "als Laie" sicherlich auch lernen können.

            Für sowas muss man keine 3 Jahre Berufsausbildung absolvieren. Das hab ich nach 2 Wochen im ersten Lehrjahr schon gemacht - oder glaubst du, ich hab bis zur Abschlussprüfung kein lebendes Tier angepackt??
            Die Berufsausbildung war für Fachwissen und medizinische Eingriffe da, aber doch nicht für Friseurarbeiten....

            Deiner Tochter hast du doch sicherlich schon mal die Nägel geschnitten und die Ohren geputzt? Oder gehst du dafür zum Kinderarzt?

            Zum Ohren säubern nimmt man ein weiches, feuchtes Tuch und wischt die Ohrmuschel aus. Dass man mit Wattestäbchen im Gehörgang nichts zu suchen hat, ist bei Mensch wie Miez geich.

            Anders liegt der Fall, wenn deiner Katze die Ohren gesäubert werden müssen, weil ein Problem vorliegt. Da muss selbstverständlich der Tierarzt ran. Das ist dann eine medizinische Leistung - sprich Behandlung. Und vor der Behandlung muss der Tierarzt dein Tier untersuchen, damit er weiß WAS er da tun muss. Das ist ne logische Reihenfolge.

            Das ist doch völliger Quatsch, dafür braucht man kein Studium....
            Läßt Du Deiner Tochter auch beim Arzt die Ohren waschen und die Nägel schneiden?

        (11) 15.06.12 - 22:28

        Es gibt da zwei Arten heran zu gehen:

        ein Tierarzt sagt, er verrechnet alles, und am Ende geht man sogar mit einem Hamster mit leichtem Milbenbefall einer Rechnung von 60 Euro heim - das ist jetzt für eine Familie wo das geld nicht so locker sitzt viel geld, und wenn der hamster wieder krank ist, dann sagen die Eltern "nein, wir gehen nicht zum Tierarzt, für das geld kriegen wir ja 10 neue Hamster" und lassen den dann an popeligen Milben grausam über mehrere Wochen hinweg elend krepieren.

        Oder ein Tierarzt verrechnet nur das, was echt nötig ist, verlangt ggf. sogar gar nichts, wenn er nur bei Meerschweinchenbabys das geschlecht bestimmen soll oder wenn sich ein Halter nicht sicher ist, ob sein Tier behandlungebedürftig krank ist oder nicht sagt der tierarzt auch mal "ok, das kostet jetzt nichts, war ja nichts zu machen". Oder er verlangt eben nur die reinen kosten fürs Einschläfern, und nicht auch noch die Untersuchung vorweg, wenn der Halter eigentlich sowieso schon gesagt hat "bei meiner Farbratte ist der Tumor so groß, die muss erlöst werden" - da wurde ja dann auch kaum groß untersucht, das sieht man ja auf 5 Meter Entfernung.

        Da gehen eben die Halter lieber hin, weil sie eben wissen, sie zahlen faire Preise, sie empfehlen den Tierarzt öfter weiter, und gehen auch dann hin, wenn mal was größeres ansteht. Sie haben vertrauen, und einfach auch aus Tierschutzgründen wird da auch "billigen" Kleintieren geholfen, weil die Kosten eben irgendwo noch in Relation bleiben.

        Meine Tierärztin macht es so, und oft zahle ich sogar noch nur den Tierschutzpreis - dafür habe ich ihr schon über 10 neue Kunden mit etlichen Tieren beschert. alles in allem sind das über 100 Tiere, die auch ab und zu mal krank sind, das ist nicht wenig... plus meine eigenen 25 Tiere, mit denen ich natürlich immer dahin fahre. ich weiß ja, wenn ich mir nicht sicher bin, ob das Atemgeräusche wegen einer Bronchitis sind oder nur eine kleine Reaktion auf staubige Einstreu, ich zahle nichts, wenn es doch nichts weiter war.

        Und nachdem die Tierärztin selber keinen Porsche fährt, sich die Helferin aber auch ein Auto leisten kann, scheint es mit der Verteilung des Geldes auch ganz gut zu klappen.

        • *grusel*

          Ich könnte jetzt nen gesellschaftskritischen Vortrag halten. Ist mir aber jetzt zu mühsehlig und hat ja auch nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

          Aber dies sei gesagt:
          Ujuijuijuijui! #kratz

      (13) 15.06.12 - 22:41

      Übrigens: die geringen Verdienste für die Assistenzberufe bei freiberuflern wie Ärzten, Zahnärzten oder Rechtsanwälten haben ganz viel damit zu tun, dass die oft einfach nur mehr Gewinn abschöpfen wollen. Wenn der Tierarzt Dir nur 6,50 Euro die Stunde zahlt, dann kann er eben 3-5 Euro die Stunde mehr in die eigene Tasche wirtschaften.

      Praxen mit fairen Preisen haben oft wesentlich mehr Kundschaft, auch wenn die Praxisräume nur im Souterrain eines Wohnhauses liegen und es da keine super schicke Einrichtung gibt, sondern nur zweckmäßige Ausstattung.

      wenn der Tierarzt dagegen lieber viel geld in eine bevorzugte Lage in der Großstadt steckt, durch hohe Preise immer wieder auch mal ein leeres Wartezimmer hat und nebenher noch alle drei jahre ein neues schickes Auto her muss, dann bleibt eben oft nicht mehr viel übrig.

(14) 15.06.12 - 21:34

Hallo!

Bei den Dumperpreisen wird sie wohl auch nie in Rente gehen können.....

Grüße
Nicole

Ok, und wie ist das bei Folgeuntersuchungen?

Beispiel -> Katze hat eine Verletzung, man geht zum Tierarzt, Voruntersuchung wird gemacht und sich dann um das hauptsächliche "Problem" gekümmert. In einer Woche soll man wieder kommen, nun wird wieder diese Voruntersuchung gemacht...ist das dann noch in Ordnung?

Gruß

  • selbstverständlich ist das in Ordnung - außer du möchtest nicht, dass der Arzt den Heilungsprozess beurteilt.

    Wenn dir die Leistungen, die dein Tierarzt auf Grund seiner Ausbildung (6Jahre Studium + diverse Weiterbildungen und Zertifikate, die viel, viel Geld gekostet haben) durchführt, das Geld nicht wert sind, kannst du selbstverständlich auch selbt in eine Apotheke gehen, Verbandsmaterial kaufen und die Verletzung selbst behandeln.

    Die Grundfrage ist: Warum gehst du zum Tierarzt, wenn du seine Leistungen nicht als honorarwürdig empfindest?
    Wenn du zum Tierarzt gehst, weil du findest, dass die Verletzung deiner Katze von einer geschulten Fachkraft angeschaut werden sollte, dann honoriere die Leistung entsprechend.

    Du MUSST ja nicht zum Tierarzt gehen, wenn deine Katze krank ist.

    • Natürlich MUSS man zum Tierarzt, wenn die Katze krank ist, wie bist DU denn drauf?

      Dazu verpflichtet einen das Tierschutzgesetz, ein augenscheinlich krankes Tier leiden zu lassen ist Tierquälerei und gehört angezeigt!

      Übrigens haben manche Tierärzte so wenig wissen von manchen Tierarten, dass ich sinnvoller und effektiver Behandeln könnte, wenn ich gleich direkt selber die Medikamente kaufen könnte. Irgendwann weiß man eben, wie viel Baytril ein Meerschweinchen mit Blasenentzündung so bekommt, und weil ich mich damit WIRKLICH auskenne denke ich sogar von selber dran, dass Meerschweinchen bei oralen Antibiotika IMMER etwas probiotisches dazu bekommen sollten - meinem Vertretungstierarzt muss ich das jedes mal selber sagen. Der kann ja auch ein Meerschweinchen mit Wirbelsäulenverletzung in Folge eines Sturzes nicht von einem mit Meerschweinchenlähme unterscheiden und wollte gleich mal alle meine Meerschweinchen einschläfern, weil er zu doof ist. ich wollte dabei nur ein Schmerzmittel, nach 2 Wochen war alles wieder gut...

      • Dann sag ich jetzt als Psychologe:
        bei der Lerngeschichte wundern mit derartige Attributionstheorien nicht.

        Mir sind die Praktiken von einigen Tierärzten bekannt und ich ärgere mich sehr darüber. Ich bin sehr dankbar dafür, in einer Tierklinik mit ECHTEN TierÄRZTEN zusammen gearbeitet zu haben. Sowie ich dankbar dafür bin auch mal für einen Dorftierarzt, bei dem man das Gefühl hatte, nach 4 Wochen mehr zu wissen, als der, gearbeitet zu haben.

        Sooo schwer ist es nicht, sich bei einem gewissen Interesse, gewisses Wissen anzueignen. Dafür brauchts meiner Meinung nach keine fachliche Ausbildung.
        Wenn ich dran denke, wie viel Wissen ich mir durch Selbststudium im Bereich der Gynäkologie angeeignet habe - da kann ich schon mit meiner FÄ konkurrieren.

        Aber viele Tierärzte haben dieses Interesse irgendwann im Laufe des Studiums, oder der Arbeit verloren und "machen" einfach nur noch.
        Solche Leute haben irgendwann gelernt, dass ihr Fachwissen nichts zählt, sondern nur der schnelle Erfolg mit der Spritze. Irgendwann hat der Teufelskreis aus mangelnder Anerkennung und mangelnder Motivation angefangen und diese "Ärzte" fangen dann an solchen Schrott zu fabrizieren, wie du ihn beschreibst.

        Letzten Endes zählt häufig nur noch, ob ein Tierarzt gut mit den Leuten reden kann und nicht, was er fachlich drauf hat. Achja und SCHNELL muss alles gehen! Und ohne Rückschritte!
        Und die meisten Punkte bekommt ein Tierarzt, wenn in seiner Praxis ein paar homöopathische Fläschchen und Bachblüten herumstehen - egal, ob er das anwenden kann, oder nicht.

        Naja.. genug aufgeregt. Mit dem Beruf bin ich fertig.
        Ich weiß, zu welchem Tierarzt ich gehen kann und ich bezahl auch dafür.

        • Ja, genau deswegen eben. Es ist einfach so, nach den letzten 80 Meerschweinchen, die meisten als akute Notfälle gekommen und in der einen oder anderen Form krank, kann mir in dem Teilbereich der Tiermedizin keiner mehr sonderlich viel vormachen. Ich gebe es zu, ich bin bei Krankheiten bei meinen Katzen dagegen absolut aufgeschmissen, die waren nicht oft krank, aber bei Meerschweinchen bin ich Experte.

          Und es ärgert mich einfach Maßlos, wie sich manche Tierärzte so gebärden. Ich werde öfter von Haltern angerufen, die gerade in der tierarztpraxis drin stehen und der Tierarzt wollte ihnen gerade die Story vom Pferd erzählen, dann rufen sie mich an, ich lass mir den Tierarzt geben und erkläre dem, warum um Gottes Willen man einem Meerschweinchen kein normales Penicillin geben darf. Also man muss es doch nun wirklich nicht wissentlich vergiften, nur weil man zu doof ist die Packungsbeilage zu lesen, da steht IMMER fett gedruckt dass es für meerschweinchen und Kaninchen nicht geeignet ist.

          Fast so gut sind die Weibchen-Kastrierer, die bei jedem ersten Anflug von Eierstockzysten eine OP machen, bei der die Sterberate um die 50% beträgt - die halter müssen ja auch wenn ihr Tier tot ist die schlappen 200 Euro zahlen. da sind mir noch die lieber die Bachblüten da haben, mit denen sie nichts anzufangen wissen, als die, die nicht mal die wirklich wirksamen Mittel kennen, sondern so geil auf die 200 Euro sind, dass sie immer gleich sofort aufschneiden müssen.

          es endet eben damit, dass ich mittlerweile bei Tierärzten nur noch misstrauisch bin, und für solche Leistungen ist dann auch echt das Geld zu schade. oft richtig unverschämt. Da verlangt doch einer echt 50 Euro für die Kastration von einem Meerschweinchen und gibt das dann im Tiefschlaf zurück, injektionsnarkose, mehrere Stunden nachschlafzeit. Und die ist das Tier dann nicht auf einem gut eingestellten Wärmekissen und wird auch nicht regelmässig umgedreht, dass die Lunge weiter gut belüftet, unterkühlt prompt und wird schwer krank. also echt, 50 euro für schlampige 5 Minuten im OP sind Wucher. wird dagegen die Betreuung nach der OP richtig gemacht sind die 50 Euro eher knapp bemessen.

Hallo!

nach Gebührenordnung musst Du bis zu drei mal die Untersuchung zahlen bei ein und der selben Krankheit.

Ich bin aber in solchen Fällen auch so frei, wenn ich denke, dass ich selber beurteilen kann, wie sie heilung fortschreitet, dass ich um genug Medikamente bitte, bis das Tier fertig behandelt ist, und nicht noch fünf mal hin fahre.

Hallo!

nein, dafür gibt es in der GOT den Punkt Folgeuntersuchung.

Grüße
Nicole

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