Hund will gestreichelt werden aber knurrt dabei

    • (1) 21.06.12 - 19:37

      Hallo,

      also langsam weiß ich mit dem Hund nicht weiter (ist nicht meiner, ich lauf nur mit ihm). Seit kurzem ist es so das er (sie haben 2 Hunde) nicht mehr mit mir mitgeht. Er freut sich wenn ich komme, lässt sich streicheln bzw will auch gestreichelt werden und knurrt dann, Schwanz ist steil nach oben gestellt.
      Wenn ich ihn anleinen will, legt er sich hin, knurrt mich an und wedelt mit dem Schwanz. Aber fletscht dabei auch richtig die Zähne. Also nehme ich nur den jungen Hund mit, der freut sich immer.

      Aber ich verstehe den Hund nicht.

      Das macht er seit ich ihn angefangen habe zu ignorieren wenn er nicht mit will. Also ich begrüße ihn, schaue ob er sich anleinen lässt, wenn nicht wird er nicht mehr beachtet. Irgendwie scheint er damit ein großes Problem zu haben. Er hat meiner Meinung nach sowieso ein Dominanzproblem. Lässt sich nichts wegnehmen, entscheidet wann er laufen und will und er wieder zurück will. Wenn er irgendwo nicht hin darf oder nicht einem Tier nachjagen darf geht er entweder auf den Hund neben sich los oder läuft knurrend und fletschend auf mich zu und ist richtig sauer.

      Wisst ihr da einen Rat?

      (Hundetrainer geht leider nicht, denn der Hund ist ja sooo lieb)

      Lg

      • Wie kommst du zu der Annahme, dass er gestreichelt werden will?
        "Wedeln" mit steil gestellter Rute hat mit freundlichem Entgegenkommen nichts zu tun!

        Generell kann ich aber zur Gesamtsituation nach den paar Zeilen nicht viel sagen.

        • Er kommt her, drückt sich an die Beine und gibt einem die Pfote. Laut Besitzer macht er das schon immer wenn er gestreichelt werden will.

          Was müsstest du denn noch wissen um mehr sagen zu können?

          Lg

          • Der Besitzer kennt den "ach soo lieben Hudn" ja scheinbar sehr gut :)

            Wie hat sich der Hund bisher verhalten, wenn du ihn abgeholt hast, seit wann ist der andere hund in der familie, wie gehen die hunde miteinander um, wie verhält sich "dein" hund seit dem in der familie etc. ich fürchte um eine ECHTE einschätzung abzugeben, würde das den rahmen sprengen.

            Mein und Stuppst auch mit der Nase wenn er gestreichelt werden will,... oder wenn er bei mir Schutz sucht, weil ihm alles zu viel wird, oder wenn er sein Futter will, oder wenn er gehen will oder,... er betzont damit eine forderung,.. wonach spezifiziert er aber nicht.

            • Hatte hier schon mal einen Beitrag geschrieben, da ging es um das: Es geht um einen 6 Jahre alten Samojeden mit dem ich täglich spazieren laufe.

              Leider jagt er und so ist er immer an der langen Flexi-Leine. Aber nicht nur das, er kommt kaum an einem Mäuseloch vorbei. Und da er nicht hört und man da den ganzen Tag stehen könnte bis der Herr weiter kommt, muss ich ja an der Leine ziehen. Dann knurrt und fletscht er seine Leine an und verbeißt sich in diese. Auf Leckerlis etc reagiert er leider nicht.

              Oder wir laufen draußen rum und er findet irgendwelche Knochen. Da ich nicht weiß von was will ich natürlich auch nicht das er sie frisst. Wenn ich schneller bin als er und noch mit dem Fuß drauf komme um es weg zu kicken attackiert er meinen Schuh.

              Komme ich und er meint das er gerade keine Lust auf Gassi hat (sei es wegen Regen, zu warm etc.) knurrt und fletscht er mich an. Er hat immer ein Geschirr an aber es ist schmerzhaft nach diesem versuchen zu greifen wenn er nicht will - denn er beißt.
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              Das mit den Mäuselöchern haben wir zum Glück in den Griff bekommen. In die Leine beißt er deswegen auch nicht mehr.

              Der andere Hund ist auch ein Rüde (der große kastriert, der kleine noch nicht), auch Samojede und ist jetzt um die 7 Monate alt.

              Der ältere ist seit Welpe an in der Familie, hatte aber immer irgendwelche Leute die mit ihm spazieren gehen. Nur am Wochenende laufen die Besitzer selbst.

              Miteinander sind sie nicht mehr so große Freunde. Der kleine wird ständig angeknurrt und wenn dem großen etwas nicht passt beim spazieren gehen, dann geht er auf ihn los. Genauso beim Fressen, die beiden kann man noch so weit auseinander füttern, der große fletscht dennoch rüber, auf wenn der Kleinere nicht mal her schaut.

              Bisher hat er sich zumindest (je nach Wetter) immer gefreut wenn ich gekommen bin, stand wedelnd am Zaun und hat mich begrüßt. Ist sofort mit mir zum Platz seiner Laune gelaufen, hat sich auf Kommando hingesetzt und sich Halsband (mittlerweile kein Geschirr mehr) und Leine dran machen lassen.

              Komischerweise geht er mit der Frau die Abends läuft noch mit. Also scheint er ein Problem mit mir zu haben (vielleicht weil er bei mir nicht alles darf?). Denn die Frau erzählt immer wie sie ewig an jedem Mäuseloch steht etc und wie es sie nervt. Ich laufe mittlerweile stramm spazieren und da kommt er gar nicht dazu.

              Aber Dominant war er schon immer, siehe Knochen etc. die er findet. Und wenn der Hund mal Zähne fletschend hinter einem her läuft weil er einen halb verwesten Fuchs gefunden hat, nur weil ich ihn da weg ziehen wollte - da weiß ich echt nicht mehr was ich groß machen soll.

              Es hat angefangen als ich anfing ihn zu ignorieren wenn er nicht mit will, anstatt dann noch Zeit mit ihm zu verbringen und ihn zu streicheln. Vielleicht ist das das Problem? Weil er sich als ranghöher fühlt und deswegen nicht ignoriert werden "darf", weil ich ihm sonst seine Stellung streitig mache?

              Ich habe keine Ahnung. Ich habe zwar selber einen Hund aber noch nie derartige Probleme gehabt.

              Lg

              • Und warum gehst du mit einem Hund auf dessen Erziehung du so wenig Einfluss hast und der so ein krasses Dominanzproblem hat Gassi? Mein Rat: Lass es! Mit dem Hund muss RICHTIG gearbeitet werden, findet das nicht statt ist er ein Pulverfass bei dem irgendwann ein Funke ausreicht, bis wirklich was passiert!

      Wir hatten früher nen Pitbull, wenn der knurrend mit hohem Fell auf einen zugerannt kam, fletschend und schäumend hat er sich wie Bolle gefreut und wollte gestreichelt werden. Klar das da aber alle gelaufen sind.
      Kam sie aber schwanzwedelnd an sollte man sich hüten den Hund anzufassen.
      War irgendwie falsch gepolt der Hund.

      Unser Schäferhund-Pitbull ist genau umgedreht, legt sie die Ohren an ist sie freundlich, nach oben heckt sie nur unfug aus. Und sie geht liebend gerne freundlich auf Männer zu, wedelnd und freudig und ist in wirklichkeit hinterlistig und wartet nur um in deren Bereich zu kommen und fängt dann an zu Bellen

      Vermutung liegt nahe das sie dich das von Katzen abgeschaut hat sie ist nur mit Katzen aufgewachsen und zeigt sehr katzenartige Synthoome der Hund#gruebel

      • Ähm, mit dem Schwanz wedeln ist bei einem Hund keine freundliche Geste.

        Vielleicht solltes du dich noch etwas eingehender mit der Körpersprache von Hunden auseinander setzen. Ich glaube du hast Probleme die Zeichen richtig zu interpretieren.

        • Sondern?

          Alle Hunde wedeln mit dem Schwanz wenn sie sich freuen?
          Soll ich meinem jetzt sagen er darf das nicht mehr?

          • Wedeln ist nicht gleich Wedeln

            Mit seiner Rutenhaltung kann ein Hund mehr als zehn Gemütslagen ausdrücken. Je schneller und tiefer der Schwanz wedelt, desto unterwürfiger ist der Hund. Wedelt der Schwanz langsam und steif, ist das eine Drohung. Wenn sich ein Hund freut, wedelt er quasi mit dem ganzen Körper oder zeichnet große Kreise in die Luft.

            Es ist ein nicht auszurottender Mythos, dass Hunde sich IMMER freuen, wenn sie mit dem Schwanz wedeln. Das stimmt nicht. Eigentlich wedelt er fast immer...

            Calming Signals wäre ein Buchtipp für dich!

            • (11) 22.06.12 - 10:23

              Danke! Toll erläutert!

              • (12) 22.06.12 - 11:08

                Danke, aber war geklaut ;-) Aber ich fands auch gut erklärt!

                • (13) 22.06.12 - 11:27

                  Geklaut ist egal, aber ich finde es oft erschreckend, wie wenig Hundehalter über das Verhalten ihres Haustieres wissen! Deshalb ist es schön, wenn es mal so gut erklärt wird.#pro

                  Unsere Wolfsspitzhündin knurrte auch regelmäßig, wenn sie gestreichelt wurde - einfach, weil es für sie ein Ausdruck von Wohlfühlen war. Dabei hat sie aber nicht gefletscht. Aber manchmal gelächelt (Lefzen leicht angehoben, Mundwinkel hoch und die Zähne nur wenig zeigen, entspannter Körper und lockere Rute) - das hat nur kaum einer verstanden.

                  Sandy hatte auch noch sehr viel mehr ursprüngliches Verhalten als die meisten anderen Rassen, die ich kenne. Auch sehr viel minimal oder für uns Menschen gar nicht sichtbare Signale - gemerkt haben wir immer nur, dass unsere "Jungs" plötzlich stramm standen :-p.

                  Das vin Dir beschreibene freudige Wedeln bezeichnen wir auf dem Spaziergang immer als "Mäuseradar" - das kommt immer dann, wenn Sana eine frische Spur am Mauseloch entdeckt hat :-D. Aber auch, wenn sie sich zu Hause riesig freut!

                  Gruß
                  Kim

                  • (14) 22.06.12 - 11:36

                    Hunde haben so viele Möglichkeiten zu kommunizieren. Nur leider gibt es immer noch genug Leute die davon ausgehen dass es zwischen Schwanz wedeln und Zähne fletschen nicht viel gibt.

                    Unsere Hunde sind auch so "Knurrer", auch beim spielen gehts hier sehr laut ab. Die Hündin meiner Freundin knurrt oder besser gesagt gurrt auch wenn man sie streichelt. Und meine Hündin wedelt mit dem Schwanz wenn sie bock hat jemanden zu vermöbeln.

                    Das zeigt dann schon warum Leute, die unter Schwanz wedeln immer Freude sehen und unter knurren immer Agression, nicht mit ihren Hunden zurecht kommen.

              (15) 22.06.12 - 11:16

              Ja, stimmt.
              Vor allem das freudige Ganzkörperwedeln!

              LG

        *kopf-kratz* natürlich kann ein ganz bestimmtes wedeln auch freudige erregung bedeuten, generell ist es aber nur erregung und anspannung, warum komtm auf das wedeln an!

(17) 22.06.12 - 07:44

Hallo!

Du hast schon mal hier gepostet wegen diesem Hund.

Ganz ehrlich glaube ich nicht dass du was ändern kannst. Samojeden sind jetzt nicht dafür bekannt besonders leichtführig zu sein. Allerdings sind sie in der Regel sehr menschenfreundlich, was hier wohl das Glück ist.

Wenn der Hund zu dir kommt, sich an dich drückt, womöglich noch die Pfote auf dich legt, würde ich als Bedrängen interpretieren. Das wenn einer bei meiner Hündin probiert ist aber Polen offen, so ein Pöbelverhalten lässt sie sich nicht gefallen. Am Boden werfen, fletschen UND mit dem Schwanz wedeln ist aber höchste Warnstufe. Fass mich an und es setzt was. Finger weg! Kann auch nur Getue sein weil er ja zu Hause damit durchkommt. Aber nach den ganzen Fehlinterpretationen durch die Besitzer wär ich eher vorsichtig.

Schwanzwedeln ist ein Zeichen großer Erregung, egal ob positiv oder negativ. Du mußt den ganzen Körper sehen.

Ich finde deine Schilderungen im 1. Moment ziemlich erschreckend. Du schreibst ja, seitdem du ihn nicht mehr wie einen Prinzen behandelst ist er so extrem zu dir dass er dich bedrängt wenn du kommst und auf jeden Versuch deiner Einflussnahme agressiv reagiert. Ob das jetzt die richtige Einschätzung der Situation ist, weiß ich nicht, dafür müßte man das ganze sehen. Aber wenn das die richtige Einschätzung ist, würde ich an deiner Stelle Abstand zu dem Hund nehmen.

Das kann noch ewig gut gehen dass es nur "weh" tut wenn du ihn am Geschirr packst. Kann aber auch mal blutiger werden wenn er denkt er muß dir deutlicher zeigen was er davon hält.

Ich würde mir an deiner Stelle mal Calming Singnals anschauen. Kannste auch mal googlen. Da wird sehr gut die Körpersprache des Hundes erklärt. Da findest du sicher einiges wieder.

Wie ist der denn allgemein ausgelastet. Nur Gassi gehen und betüddeln schätz ich?

Der Hund wenn mal irgendwann beißt ist das aber mit 100facher Vorankündigung. Und scheinbar ist der Hund ja noch relativ geduldig und zeigt tausendfach mit Köpersprache was er will. Da würde ich an deiner Stelle GARNICHTS selber machen. Einen unausgelasteten und frustrierten Samojeden von seinem Thron runter zu holen würde ich einem Fachmann überlassen. Und wenn die Leute das nicht wollen würde ich einen großen Bogen um die Leute machen.

Es ist wirklich schwer das einzuschätzen. Mein Border ist auch so ein freches Ding die gerne mal versucht mit Bedrängen und Pfote auflegen Schwächere zu dominieren. Der andere wenn ihr aber Kontra gibt, bepisst die sich und liegt winselnd am Rücken. Ob der Rüde deiner Bekannten einfach nur so tut als wäre er besonders mutig und sofort aufgeben würde wenn du ihm mal ne Ansage machst oder sich dir entgegenstellen würde weiß man nicht. ICH WÜRDS AUF KEINEN FALL AUSTESTEN!!!!!! Wie schon gesagt, wollen die Besitzer keinen Trainer, dann Finger weg von dem Hund.

LG Sabine

  • (18) 22.06.12 - 18:38

    Ne leider ist er keiner der dann nachgeben würde.

    Und danke allen für die ausführlichen Antworten.

    Ja er ist komplett unterfordert, hat zwar den ganzen Tag ein riesen Grundstück zur Verfügung und geht jeden Tag (normalerweise) um die 4 Stunden Gassi aber richtig ausgelastet wird er nicht.

    Er ist wirklich sehr extrem. Zum Bsp. wenn man mal ihn ihn rein läuft weil er plötzlich stehen bleibt oder ständig einen vor die Füße latscht das man fast drüber fällt, dann dreht er sich sofort knurrend und schnappend um.

    Ich google gleich mal.

    Also davor stand er wirklich freudig am Zaun und hat gewartet. Sobald er das Auto gehört hat sah man ihn zu der Stelle rennen wo ich immer rein komme. Er hat mich begrüßt ist um mich rum gesprungen und hat sich dort hin gestellt wo seine Leine liegt, immer noch freudig wedelnd sich dann hingesetzt und gewartet bis man ihn angeleint hat.

    Lg

    • (19) 23.06.12 - 08:47

      Vor WAS stand er immer freudig am Zaun. Was hat sich verändert an seiner Situation? Ist er so seit der Welpe da ist?

      Ist er denn gesundheitlich OK? Klingt ja schon sehr extrem was du schreibst.

      Und auch das knurren und schnappen finden die Besitzer kein bißchen erschreckend? Hat er denn schon mal jemanden verletzt?

      • (20) 23.06.12 - 11:22

        Verletzt wurde bisher niemand.

        Aber es gibt schon eine Veränderung. Anfangs haben er und der "Welpe" viel gespielt. Jetzt ist er in einem Alter wo er langsam alles austestet und sie rasseln ständig aneinander. Der jüngere versucht auch immer wieder ihn zu dominieren. Die Spiele werden immer wieder schnell mal ernst. Der jüngere wird angegangen wenn dem großen etwas nicht passt etc.

        Wie geschrieben normalerweise sind beide immer zum Zaun bzw. Eingangstor gerannt wenn ich gekommen bin, haben freudig gekläfft, und sich richtig gefreut das ich komme und er ist auch begeistert zu seinem Leinenplatz gerannt und hat dann dort gewartet. Hat sogar den Kopf ins Halsband gestreckt, wenn ich es hin gehoben habe.

        Gestern Abend stand er das erste mal wieder mit dem anderen zusammen am Zaun. Richtig freudig. Ist auch wieder zu seiner Leine gerannt. Ich war mir allerdings nicht ganz sicher als ich ihn anleinen wollte, er hat dann meine Hand geschleckt.

        Er ist dann auch sehr lieb gewesen. Kein ziehen, kein knurren, kein fletschen etc. Auch ist er nicht nur gelangweilt "gelatscht" wie sonst, sondern richtig freudig mit gesprungen.

        Ich verstehe den Hund nicht.

        Eifersüchtig ist er auf den jüngeren auf jeden Fall.

        Gesundheitlich ist bei ihm alles in Ordnung. Wurde vom Tierarzt durchgecheckt.

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