Elektrozaun für Hunde

    • (1) 26.06.12 - 13:18

      Hallo zusammen!

      Wir überlegen, einen Neufundländer aus dem Tierheim zu uns zu holen. Er hätte jederzeit Auslauf in Garten und Hof rings ums Haus, auch schattige Plätze und Wasser. Allerdings ist der Hof an zwei Seiten noch nicht umzäunt und nur durch einen Graben vom Nachbarn getrennt. Wir haben jetzt überlegt, ein Zaunsystem zu kaufen, das über Funkwellen mit dem Halsband verbunden ist und ihn durch ein Tonsignal und wenn er noch weiter geht durch einen leichten Elektroschock daran hindert, das Gelände zu verlassen.

      Hat jemand schon Erfahrungen mit sowas? Ich finde, Elektroschock klingt immer so schmerzhaft. Aber empfindet ein Hund das auch so? Wie doll ist das?

      Ich freue mich mich auf eure Erfahrungswerte!

      LG
      Conny

      • Als Hundehalter habt Ihr dafür zu Sorgen das Euer Hund Niemanden gefährdet, Ihr werdet also um einen Zaun nicht drum rum kommen.

        Mal davon ab das es wohl eine Qual für die meisten Neufundländer wäre das Wasser so vor Augen zu haben und jedesmal nen Schlag zu bekommen #schein

        LG

        Hi,

        Teletackt ist in der Hundeausbildung verboten - und was anderes ist so ein Halsband nicht.

        und ob es weht tut: geh einfach mal an die nächste Pferdeweide und fass den Zaun an. Dann sag mir, ob es Schmerzen verursacht.

        Genrell habe ich nichts gegen einen Elektrozaun - kann manchmal ganz hilfreich sein, aber in Kombination mit dem Halsband kannst Du große Probleme mit dem Tierschutz bekommen. Deshalb lass diese Kombi! Kommt er mal von alleine mit der Nase dran oder ist nass, dann merkt er es auch so... Und es sollte nur eine Übergangslösung sein!

        Viel besser und sicherer ist es, einen normalen und vernünftigen Zaun zu ziehen.

        Gruß
        Kim

        Du ziehst tatsächlich in Erwägung, den Hund mit Stromschlägen zu "erziehen"? #schock

        Ich schreibe ganz bewußt "erziehen", da es mit eigentlicher Erziehung nichts zu tun hat.

        Die Rechtslage zu solchen Geräten ist in Deutschland etwas undurchsichtig. Auf Hundeplätzen, die dem VDH unterstellt sind, sind Elektroreizgeräte bereits seit Mai 2004 verboten.

        Im Deutschen Tierschutzgesetz heißt es: "Es ist verboten, ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.“ (Quelle:Wikipedia).

        Gerade in der Hand von Amateuern finde ich solche Art von "Erziehung" sehr gefährrlich. Ein stinknormaler Zaun wäre in meinen Augen die fairste Lösung für alle.

        LG

        minimöller

      • Oha, ok. Das wusste ich nicht. Verkauft werden die Geräte ja ohne weiteres. Ein Dorf weiter gibt es auch zwei Grundstücke, auf denen die Hunde durch einen unsichtbaren Zaun zurück gehalten werden.
        Als "Erziehungsmethode" würde ich das auf keinen Fall benutzen, es soll ja nur das Grundstück begrenzt werden. Aber dass das unangenehm sein könnte habe ich ja schon befürchtet.
        Durch den Aufbau eines richtigen Zauns wird es dann natürlich etwas länger dauern, bis der Hund zu uns kann, aber da wird sich das Tierheim dann wohl zu seinem Wohl drauf einlassen.

        Danke für eure Ratschläge!

        • Hej!

          Ich hoffe, ihr seid mittlerweile von dem Gedanken abgekommen?

          Wegen der Schmerzen... Bitte doch einfach mal einen der Hundebesitzer, die das ( ein Dorf weiter) haben, dass Du es Dir kurz ausleihen kannst, leg' es Dir um und laufe über die Grenze... dann weisst Du ganz genau, wie stark es ist, und kannst deine Entscheidung treffen, ob Du es tatsächlich deinem geliebten Tier "antun" möchtest.

          Ein Tipp noch: Leg' es Dir nicht um den Hals zum Ausprobieren!

          Hier noch ein Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=qWJP2v8Tjj8

          Lieber Gruß,
          Zookie

        • Ach so, ja... noch eine Ergänzung:
          Warum länger warten mit dem Hund holen?

          Nehmt doch eine Schleppleine ( die gibt's auch bis zu 25 Metern Länge), und lasst Euren Hund nicht alleine im Garten ( ist in der Anfangszeit sowieso empfehelenswert).

          • Ja, inzwischen ist das unsere Idee. Ist auf jeden Fall besser, ihn zu beaufsichtigen. Und ich denke mal, dass ein Zaun keinen Hund am Ausbruch hindert, wenn er unbedingt weg will. Er muss einfach wissen, wo er hin gehört und freiwillig dort bleiben. Mal ganz davon abgesehen, dass er keine anderen Menschen oder Tiere gefährden darf. Ist ja auch eine versicherungstechnische Angelegenheit.
            Wir lassen uns noch mal ausführlich vom Tierheim beraten. Ich halte die Leute dort für kompetent.

            • Ja, einfach nachfragen, es ist schön, wenn ihr ein gutes Tierheimteam habt, das hat leider nicht jedes Tierheim.

              Und Du hast völlig Recht, wenn die psychische BArriere da ist, spielt die Höhe des Zaunes eine untergeordnete Rolle.

              Unser Gartentor ist ca. bauchnabelhoch, also rein theoretisch überwindbar... unser Hund hatn och nicht einmal dazu angesetzt.

              Genauso die Beetbegrenzung: 20 cm. Hund hat zweimal die Pfote darüber hinweg gesetzt, wurde von mir korrigiert: kein Problem mehr.

              Mit Liebe, Konsequenz und Ausdauer findet man eine Lösung für fast jedes Problem... daher wünsche ich Euch von allem dreien ganz viel!!!! ;-) Und natürlich jede Mnege Spass.

              Lieber Gruß,
              Zookie

      Duck dich die Steine kommen, aber mal im Ernst macht nen sicheren Zaun hin das ist auf Dauer sinnvoller....

      • Was haben denn gute Ratschläge und Aufklärung mit Steine werfen zu tun...

        Die TE hat schließlich selbst gefragt, wie sich das mit dem Teil verhält und bis jetzt nur gute, fundierte und nette Antworten bekommen.

        Was Du machst, ist zur Aufruhr anstiften.

        Kann mal wieder nur den Kopf schütteln...

    Hallo,

    muss denn unbedingt ein Zaun dahin? Wr haben schon immer Hunde und nie war eins unserer Grundstücke richtig eingezäunt.

    Keiner der Hunde ist jemals auch nur auf die Idee gekommen wegzulaufen.

    Neufundländer sind eigentlich auch gar nicht sooo neugierig, die sind froh, wenn sie irgendwo ein schattiges Plätzchen haben und vor allem immer mal jemand zum schmusen vorbei kommt ;-)

    lg Sanni

    • hallo,

      Neufundländer sind alles andere als nicht neugierig. Wir leben mit zwei Neufimädchen in der Familie und selbst die superdichte unten vom Nachbarn mit Kaninchendraht verstärkte Hecke hat unsere erste (verstorbene) und zweite Hündin nicht davon abgehalten, auf Wanderschaft zu gehen oder dem Nachbarn morgens in deren Garten HALLO zu sagen...

      Allerdings hatte die erste Hündin schnell raus, dass es interessanter ist, wenn man im eigenen Garten bleibt und da mal ab und an ein Leckerchen bekommt.

      die zweite allerdings konnte nichts davon abhalten. Wr haben die Hecke bis auf nen Meter verstärkt. Nix genutzt. Sie sprang an der Hecke hoch, bohrte mit Kopf ein Loch zwischen die Äste und legte sich mit dem Bauch auf den Drahtzaun. Dann schaukelte sie sooo lange nach vorn, bis sie Übergewicht bekam und der Pöter von selbst hinterherrutschte.... So war sie dann mehrmals bei Nachbarns im Gartenteich anzutreffen #schwitz

      Wenn wir hier nicht ringsherum umzäunt hätten, dann würden wir ständig Anrufe aus der Nachbarschaft bekommen, dass die beiden erst mal ne Begrüßungsrunde veranstaltet hätten...

      Unterschätze nieee einen ach so gemütlichen Neufi - die können ganz schön aufdrehen...

      Liebe Grüße und an die Fragestellerin: bitte bitte keinen Elektrozaun #danke

Hi,

Neufis sind doch eher gemütliche Hunde. Vllt könnt ihr ihm auch beibringen, dass die Gräben tabu sind.

Ansonsten stellt einen Maschendrahtzaun auf. Das dauert nicht lange, Hab mit meinem Vater 10 m an einem Tag geschafft.

LG

  • Hi,

    naja, auch Neufundländer sind, sofern nicht verfettet, Hunde, die beschäftigt werden wollen. Und neugierig sind sie ebenfalls. Und ein Hund ist ein Hund - eine Grenze ist uU nur so lange akzeptiert, wie auf der anderen Seite nichts interessanteres passiert!

    nicht eingezäunte Grundstücke können im Fall des Falles dazu führen, dass die Tierhalterhaftpflicht einen beim Schaden in Regress nimmt, weil der Hund nicht ausreichend gesichert war!

    Maschendrahtzaun ist aber eine gute Idee. Hatten wir in unserer Mietwohnung auch. Da haben uns ca. 30m incl. Pfosten ca. 100€ gekostet.

    Gruß
    Kim

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