Labrador zieht an der Leine

    • (1) 16.07.12 - 09:55

      Hallo liebe Hundebesitzer,

      wir haben folgendes Problem:

      unser 10 Monate alter Labrador Rüde zieht beim Gassi gehen teilweise so sehr an der Leine, dass ich ihn fast nicht mehr halten kann. Besonders schlimm ist es, wenn er andere Hunde sieht oder ein Motorrad oder ein Lastwagen (eben alles was Krach macht) an uns vorbei fährt. Er springt dann hoch und bellt.

      Wie gewöhne ich ihm das ab bzw. wie bringe ich ihm bei "locker" an der Leine zu laufen?

      Vielen Dank und viele Grüße
      Luna mit Family und #hund

      • Hallo,

        da bleibt dir nur gezieltes Leinentraining. Musste unsere auch erst lernen und die ist ähnlich groß.

        Unser Trainer lässt den Hund neben sich absitzen, verkürzt dann die Leine auf die kürzeste Stufe, sodass der Hund es merkt (das soll wie ein Ritual sein) und geht dann langsam los und der Hund mit. Sobald der Hund woanders hin will, gibt`s nen kurzen Ruck an der Leine damit er geistig wieder da ist (weder ziehen wie doof, noch fest, nur einen kurzen Ruck nach dem Motto "Hallo, hier spielt die Musik"). Nach jedem Ruck folgt ein Richtungswechsel um 180 Grad, damit der Hund auch merkt, dass er erst Recht nicht da hin kommt, wo er hin will, wenn er zieht.

        Grundsätzlich besteht das Training dann aus auf- und ablaufen, dazwischen stehen bleiben, wobei der Hund auch stehen bleiben soll, sonst Ruck und Richtungswechsel, bzw. auch mal so Richtungswechsel, die der Hund dann auch mitmachen soll.

        Ich war sehr erstaunt, dass unsere sofort kapiert hatte, worum es geht und sie zog davor echt wie ein Büffel als wir sie bekommen haben.

        Das ist jetzt die Variante "Beifuss" gewesen. Ansonsten, wenn sie nicht Fuss gehen muss, aber auch nicht zerren soll, gebe ich einen kurzen Ruck in dem Moment wo die Leine Anstalten macht sich zu spannen - was der Ruck heißt weiß sie ja aus dem Training.

        Unsere kam mit der Methode gut zurecht, aber es lebt wirklich von der ständigen Wiederholung (am Anfang auch immer nur ganz kurz üben, später auch 10 mins am Stück und am besten immer mal wieder auf der Spazierrunde. Immer kräftig loben nach jedem "Zirkel"). Die Methode kommt bei uns ohne ein Kommando aus und unsere weiß mittlerweile ganz genau was Sache ist, wenn die Leine kurz wird.

        Wichtig ist allerdings ein gutes Timing beim Ruck, da fand ich es schon gut, dass der Trainer draufschaut. Der Ruck tut meiner auch nicht weh, denn sie ist im Halsbereich durch ständige Extremzieherei früher sehr unempfindlich. Im Hundeschulkurs hat unsere es übrigens nicht gelernt, die lief auf dem Gelände brav Fuss und außerhalb der Schule war wieder alles wie zuvor.

        Viel Erfolg,

        kitty

        (3) 16.07.12 - 11:18

        Hallo!

        Die einfache Variante ist : Stehen bleiben sobald Zug auf der Leine ist. Für Fortgeschrittene kann man da auch die Richtung wechseln. Aber AUF KEINEN FALL auch nur einen Schritt in die Richtung gehen, in die der Hund zieht.

        Wenn er vor allem auf Ablenkungen so reagiert dann gezielt trainieren, dass das völlig normal ist, also absichtlich an größeren Straßen laufen wo dauernd LKWs vorbei fahren, oder durch einen Stadtpark wo zig Hunde unterwegs sind. Wenn es normal ist, dass bei einem Spaziergang 30LKW und 20 Hunde vorbei laufen macht Dein Hund nicht mehr jedes Mal wieder das große Theater.

        Das ist anfangs natürlich aufwändig und anstrengend, gezielt mit dem Hund im Industriegebiet Gassi zu gehen, damit er sich an LKWs gewöhnt, aber es bringt wirklich viel. soll ja die nächsten 12 Jahre gut laufen...

        • (4) 17.07.12 - 06:50

          Hallo,

          vielen Dank für Deine Antwort...habe es gestern mit dem "stehen bleiben" getestet. Der Spaziergang hat zwar doppelt so lange gedauert, am Ende hat er aber nicht mehr gezogen. Mein Mann war Abends noch mal Gassi und hat das auch probiert und war begeistert! Unser Hund hat sehr schnell darauf reagiert und wir werden weiter üben!!

          Danke nochmal!!!:-D

          • (5) 17.07.12 - 13:41

            Bitte schön!

            Ganz einfache aber echt wirkungsvolle Methode, was?

            Nur bitte auf keinen Fall eine Flexileine benutzen, sonst ist jeder Fortschritt sofort hinüber - die muss der Hund ja auf Zug halten, und lernt so richtig, dass er nur weiter kommt wenn er zieht.

      (6) 16.07.12 - 12:06

      Hallo,
      warum gehst du das Problem denn jetzt erst an?
      Das verstehe ich nicht....

      Hol dir am besten Professionelle Hilfe.
      Diese ist zwar sehr teuer, aber kann ich dir aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen:
      http://www.ruetters-dogs.de/Ruettersdogs/Standorte

      lg
      costa

    • (7) 16.07.12 - 14:07

      Hallo!

      Nicht böse gemeint, nicht jeder muß in die Hundeschule. Aber bei einem Hund der die Größe eines Labradors hat sollte man entweder wissen wie man ihn leinenführig bekommt oder eben so etwas in einer Hundeschule lernen. Bei so einer Frage bei einem 10 Monate alten Labrador, drängt sich bei mir nämlich der Verdacht auf dass auch in anderen Gebieten ein Wissensdefizit besteht.

      Also wirklich nicht böse gemeint, aber gönn dir und deinen Hund ein bißchen Spaß in einer Hundeschule. Schadet bestimmt nicht!

      Liebe Grüße Sabine

      • (8) 16.07.12 - 14:26

        Hallo,

        danke für Deine Antwort!

        wir waren die ganze Zeit mit ihm in der Hundeschule-bisher hat sich aber das Problem nicht ergeben- bis vor ca. 2 Wochen- da fing er massiv an an der Leine zu ziehen!

        Da er im Moment voll in der Pubertät ist denk ich das das auch damit etwas zu tun hat?! Naja......nach den Ferien beginnt ein neuer Kurs in der Hundeschule...

        LG Luna

        • (9) 16.07.12 - 15:18

          OK, dann nehm ich alles zurück ;-) .

          Bei uns lernen alle so oder so die Leinenführigkeit ob die nun ziehen oder nicht. Viele aufgeweckte Hunde fangen irgendwann an zu ziehen und müssen erst lernen ordentlich an der Leine zu gehen.

          Es schadet auch nicht dafür mal eine Einzelstunde zu nehmen. Das Problem lässt sich sicher in einer Stunde erledigen.

          • (10) 16.07.12 - 15:53

            Ja...ich habe auch schon an eine Einzelstunde gedacht! Werde das auf jeden Fall nach den Ferien in Angriff nehmen. In der Zwischenzeit versuche ich es mal mit "stehen bleiben" sobald er zieht und mit Leckerlis:-D!

            LG Luna

    (11) 16.07.12 - 19:31

    Unser Labrador- Retriever Rüde (fast 4 Jahre) zieht auch mal mehr oder weniger an der Leine...
    Wir möchten aber nicht, dass er permanent "Fuß" läuft, sondern sich frei bewegen kann. Wenn er mal mehr zieht, bleiben wir konsequent stehen, er muss zu uns kommen und dann laufen wir erst weiter. Wenn wir Straßen überqueren oder Gehwege muss er immer "Sitz" machen (für ihn bedutet es "Stop" und dann gehts rüber.

    So funktioniert das ganz gut und wir sind zufrieden... :-)

    • (12) 16.07.12 - 19:34

      Und dazusagen muss ich noch:

      Wie hatten anfangs nur normale, kurze Leinen und seit längerer Zeit eine Laufleine und deshalb klappt es auch besser. Wir möchten sie nie wieder missen. Gehen nur noch selten mit der normalen Leine.

(13) 12.03.13 - 11:08

Bei mir hat der Umstieg von einer Leine auf ein Hundegeschirr geholfen...Schau doch mal hier:
http://www.dogsfinest.de/category/hundegeschirr.116.html

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