Chihuahua bellt wie ein Wahnsinniger

    • (1) 18.07.12 - 08:52

      Hallo,

      mein Chihuahua bellt,wenn er andere Hunde, Katzen, Menschen sieht wie ein Irrer- es ist ganz ganz schlimm. Ob ich allein mit ihm Gassi gehe oder mein Freund, ob Kind dabei oder nicht,ich kann ihn nicht beruhigen.

      Es ist sehr sehr belastend und auch sehr peinlich.

      Habt Ihr vielleicht eine Idee, was ich tun kann.

      Wenn wir in der Hundeschule sind zur Spielstunde verhält er sich völlig normal...
      In der Stadt auch.

      Ganz liebe Grüsse und Danke!

      Ach herrje, er steigert sich also total rein!
      In so einem heftigen Fall - dass er nicht mal auf Leckerchen reagiert - hilft in meinen Augen nur das (hab ich mal bei Martin Rütter gesehen):

      Nimm eine Dose, steck ein paar Schrauben oder so rein damit es ordentlich rasselt - es muss aber was sein, was nicht kaputtgehen kann - und dann, wenn er wieder anfangen will (!!!) zu bellen, lässt du es neben ihn auf den Boden fallen.

      Ja ich weiß, dass ich keine schöne Methode, aber bei martin Rütter bzw. dem Hund hat es nach ein paar Mal schon geholfen!

      Die Leckerchen musst du natürlich trotzdem immer dann geben, wenn er in einer Situation nicht bellt!

      Viel Erfolg!

        • Die Dose nutzen wir immer, weil unsere beiden schon mal gerne an der Einfahrt stehen und alles - natürlich erfolgreich #augen - anbellen, was sich bewegt #zitter#wolke

          Klappt super.

    Wir haben seit kurzer Zeit auch eine Chihuahuahündin von 4 1/2 Monaten und wir haben leider das selbe Problem! Unsere ist extrem aufmerksam und wachsam und schlägt schon bei jedem kleinen Geräusch an! Sie kläfft auch fremde Menschen und besonders andere Hunde ausdauernd und laut an.Allerdings wirkt sie dabei auch recht ängstlich und unsicher und ich vermute dahinter größtenteils ein Angstkläffen!
    Momentan versuchen wir beim unötigen Herumkläffen sofort den Befehl "Aus" zu erteilen und sie dann zu loben wenn sie wieder ruhig geworden ist.
    Meistens klappt es schon aber wir wissen,dass wohl noch ein großer Haufen Erziehungsarbeit vor uns liegt!
    Da sie noch so jung ist sind wir guter Hoffnung! :-)

    Wie alt ist denn euer Chi und scheint es sich bei eurem auch um einen Angstkläffer zu handeln?

    Für mich klingt es als wäre der Hund unsicher.

    Wichtig ist dass du in der Situation absolut tiefenentspannt bist und dem Hund vermittelst dass du alles im Griff hast. Nicht panisch oder nervös versuchen die Situation zu lösen. Meine unsichere Hündin zieh ich immer hinter mich wenn sie unruhig wird und sag ihr Ey, lass das, das regel ich.

    Wo macht er das denn? Draußen, beim Gassigehen - oder in der Wohnung?

    Die Sache mit der Rütteldose würde ich ganz schnell vergessen. So eine Traumatisierung (und nichts anderes ist das) gehört in Fachhände und sollte tunlichst nicht mal ebenso ausprobiert werden. Ich weiß, dass man mit dieser Methode Erfolgen haben kann, aber dazu gehört ganz viel Timing, Fingerspitzengefühl und auch eine Erkenntnis, warum der Hund so aggressiv reagiert. Die Gefahr, dass auf Gedeih und Verderb gerüttelt und gescheppert wird, ohne Sinn und Verstand, ist bei Anfängern ziemlich hoch. Und das Ende vom Lied ist ein total abgestumpfter Hund, der nun eine Baustelle mehr hat.

    Ich kann Dir jetzt schon sagen, dass dieses Problem nicht von Jetzt auf Gleich zu lösen ist. Denn es ist eine ganz hohe Kunst, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen (und zu erhalten), wenn er unter Außenreizen steht.

    Und da liegt er Schlüssel zum Erfolg: Du must den Hund ansprechbar machen. Reagiert er nicht auf Leckerchen, könnte es vielleicht Spielzeug sein. Mein Hund ist auch ein Pöbelkopp, aber wenn ich einen Ball aus der Tasche zaubere, sind alle Antennen auf mich gerichtet.

    Wäre ein Hundetrainer eine Option?

    • Es ist eine Konditionierung und keine Traumatisierung! Es ist eine Konditionierung mit einem negativen Verstärker der ersten Art, wird in der Humanpsychologie ebenso effektiv angewendet wie bei Tieren. Weil ein Hund sich erschreckt ist er nicht Traumatisiert. Sicher gibt es extrem sensible Hunde für die das etwas schlimmer ist als für andere, aber wenn jeder Hund traumatiesiert wäre der plötzlich lauten Geräuschen ausgesetzt wird. hättest du lauter gestörte Hunde auf dieser Welt. Jedes mal wenn etwas in der Nähe des Hundes umfällt, herunter fällt etc.,... das ist albern. Meinen Hubd interssiert Lärm zum beispiel überhaupt kein bisschen, dafür hasst er Wasser, also ist die Bumenspritze ein guter Weg, wenn er was nicht soll, und so weiter und so fort. Deshalb traumatisiere ich den Hund aber nicht.

      • (12) 19.07.12 - 08:31

        Also es gibt äußerst schreckhafte Hunde die du sehr wohl traumatisieren kannst mit so nem Lärm.

        Es gibt genug Leute die ohne Sinn und Verstand diese Dosen und was es da nicht alles gibt zu stark einsetzen. Wenn du bei einem eh schon unsicheren Hund diese Dose zu stark einsetzt dann kann er so stark erschrecken dass er dann vor Lauter Schock aufhört zu bellen. Alles schon erlebt!!!!!

        Prinzipiell finde ich solche Sachen nicht schlecht. Einfach um den Hund rauszureißen. Ich schmeiß nach meinen immer die Leine oder den Schlüssel, bitte nicht nachmachen ;-) , einfach um sie aus einer Situation rauszureisen.

        Ich würde aber erstmal etwas "sanfter" anfangen als mit ner Dose voller Nägel die ja schon gehörigen Lärm verursachen. Und vorallem auch von ner anderen Seite. Ein Hund der sich auf seinen Herrn verlässt, der wird nicht panisch bellen an einer Leine. Mir werden solche Sachen wie Schütteldose und was es nicht alles gibt, viel zu leichfertig eingesetzt.

        • (13) 19.07.12 - 08:47

          Ich sage ja, sicher gibt es Hunde für die das schlimmer ist als für andere, aber im Ernst, wie oft fälltin der Wohnung irgendwas runterund macht Lärm? Wir oft ist es draußen plötzlich laut? Würde das fürein echtes Traume sorgen, könntest du den Hund nach nem Jahr einschläfern. Ich hab so ne kleine Wurfkette, die ist nicht so extrem laut, interessiert meinen Hund aber null, er steigt drüber und gut war´s.
          Im Leben eines Hundes passieren viele Dinge, aber bis zum Trauma braucht es wirklich sehr, sehr viel! Meiner hat gegen den Ziegenzaun gepinkelt, glaub mir, er hatte RICHTIGE Schmerzen (hat aber danach super gehört, irgendqwie war er der Meinung, dass das die Quittung war, dafür, dass er mein panisches "NEIN" ignoriert hat, als er pinkeln wollte).Einen Tag wollte er nicht mehr an dem Zaun vorbei, am nächsten Tag ist er mit skeptischen Blick schon wieder vorbei und einen Tag später war´s vergessen.

          Um ein echtes Traume hervorzurufen muss etwas wirklich schlimmes geschehen, ein bisschen Lärm, reicht dafürin der Regel nicht aus.

          • (14) 19.07.12 - 14:08

            Also wenn neben meinem Schiesser eine Rütteldose nieder gehen würde, würde der sich bei jedem mal wo ich das Ding in der Hand halte auf den Rücken drehen und anpinkeln.

            Eine rasselnde Kette oder irgendwas anderes seh ich auch nicht als Problem, aber eine Dose mit Nägeln gefüllt und dann vielleicht noch auf nen glatten Boden geknallt. Also einem ängstlichen Hund der vielleicht gerade aus Angst und Unsicherheit bellt ist dadurch nicht geholfen, nur dem Besitzer.

      Eigentlich habe ich mir ja fest vorgenommen, Dir einfach nicht mehr zu antworten, aber mir juckt es doch zu sehr in den Fingern.

      Zwischen negativer Konditionierung und Traumatisierung liegt kein Unterscheid. Aber gut, wenn Du dem Kind diesen Namen geben willst, bitte schön.

      Zweitens. Wenn Du meinen Beitrag genau gelesen hättest, müsstest Du mich nicht belehren, was es für einen Hund bedeuten KANN, wenn der durch eine Rüttelsose traumatisiert wird. Ja, ICH benutze das Wort traumatisiert.

      Aber diese Art von Hundeerziehung - und dazu zähle ich einige Dinge (wie z. B. das Einsetzen eines Haltis, Bellhalsbänder, Rütteldosen, aruptes Leinenrupfen, Gehorsam durch Schmerz -wie es oft bei den Dackeln eingesetzt wird...) gehören für mich definitiv NICHT einfach so in unerfahrene Hände.

      Die Gefahr, das ein ahnungsloser Anfänger mehr Falsch als Richtig macht, ist unverantwortlich.

Moin,

Statt der Rappeldose würde ich mit einer Wasserspritze ( einfache Spüliflasche mit Wasser befüllen) anfangen. Jedesmal wenn sie den Herrmann macht- zack- einmal anspritzen. Hört sie nicht auf - nochmal anspritzen. Ein deutliches NEIN sollte dabei nicht fehlen.
Das hat bei unserer Kleinen super geholfen. Ich hab das 3 oder 4 mal machen müssen- danach reichte ein NEIN.

lg
sparrow

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