Kräuter für Kaninchen trocknen und im Winter den Heu beimischen?

    • (1) 12.08.12 - 21:40

      Hallo zusammen,

      gestern habe ich eine Menge Grünzeug aus unserem Garten und Wiesenrändern abgemäht/abgeschnitten (eine große Schubkarre ist voll). In meinem Kaninchenbuch habe ich gelesen das viele dieser Pflanzen als Kaninchenfutter geeignet sind (Brennessel, Löwenzahn, Kamille, Kornblumen....). Ich kann leider nicht ausschließen das dort vielleicht die ein oder andere nicht so gute Pflanze dabei ist. Würden die Kaninchen diese dann liegen lassen?

      Des weiteren habe ich überlaufende Kräuterbeete, welche ich noch zurück schneiden möchte, da es nicht mehr schön aussieht (Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Basilikum....).

      Nun überlege ich das ganze bei dem tollen Wetter zu trocknen und damit das Heu im Winter aufzupeppen. Macht das Sinn?

      Meine Kaninchen sind auch ganz scharf auf Blätter. Kann man im Herbst welche sammeln, trocknen und ebenfalls verfüttern?

      Jetzt laufen die Kaninchen tagsüber auf einer Kräuterwiese, die ich mit einem Saatgut von Kiepenkerl (Kaninchenwiese oder so hieß es) eingesäät habe. Im Winter wird die aber bestimmt nicht mehr so schön nachwachsen, da würde ich sie auch einfach gerne etwas schonen. Trotzdem würde ich gerne die Vielfalt erhalten ohne dafür extra einkaufen zu müssen. Frischen Grün (von unserm täglichen Familienbedarf) fällt ja trotzdem immer noch ab.

      LG

      • (2) 12.08.12 - 22:12

        Hallo,

        ich kann Dir aus leidvoller Erfahrung sagen das Kaninchen NICHT unterscheiden können welche Pflanzen gut für sie sind und welche giftig.

        Mein Bruder hat mal ein Kaninchen mit Eibe gefüttert, er hat s weggefuttert und naja den Rest kannst Du Dir sicher denken. Er bekam ein schickes Grab unter der Eibe.

        Blätter dürften ziemlich "bröslig" werden wen Du sie trocknest von Eiche mal abgesehen aber die zumindest unsre Kaninchen nicht. Versuch es doch einfach mehr als Brösel kann doch nicht passieren.

        Wen Du ihnen das Heu "pimpen" willst ist doch schön. Ich sammel immer Wegerich und Kamille für den Winter und trockne sie da stehen sie total drauf #mampf

        Außerdem sind es Heilpflanzen und man weis ja nie wann man die braucht.

        LG dore

        • (3) 13.08.12 - 11:02

          Danke

          Die Schubkarre ist auf dem Misthaufen ausgeleert. Das mit den Blätter probiere ich einfach mal aus. Ich werde sie einfach nach dem trocken locker in Klappkisten lagern, ich denke das könnte klappen.

          LG

      (4) 12.08.12 - 22:24

      Hallo!

      Du kannst ihnen gerne Sachen trocknen, die für sie auch geeignet sind, Goggle hilft Dir da weiter. aber bitte sofort richtig trockenen, also in der sonne aufhängen oder in den Heißluftofen, oder gut in der sonne ausbreiten - nicht erst als wirren haufen in der Schubkarre liegen lassen.

      Ungeeignete Pflanzen müssen da natürlich auch aussortiert werden.

    Wenn Dein Grünzeug 24h oder länger in einer Schubkarre lag, solltest Du es entsorgen.
    Zum Trocknen muß es dünn ausgebreitet und regelmäßig gewendet oder luftig aufgehängt werden.
    "Eingesperrte" Kaninchen unterscheiden meiner Erfahrung nach übrigens nicht zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen und fressen, was ihnen vorgelegt wird, das gilt auch für im Heu mitgetrocknete Giftpflanzen....

    Gruß,

    W

    • Guten Morgen,

      ja, das habe ich schon gemacht heute morgen. Habe aber noch eine schöne Brennnesselecke gefunden, die trocknet nun auf dem Rasen vor sich hin :-). Und dann schau ich was ich sonst noch so dazutun kann.

      LG

(8) 13.08.12 - 09:13

Hi,
ein anderer Aspekt von Kräutern (neben der Gefahr, dass man eben eine Pflanze erwischt, die nicht wirklich gut ist): Kräuter enthalten oft viel Vitamin C (Petersilie zum Beispiel). Was bei Meerschweinchen vielleicht schön und gut ist kann bei Kaninchen zu Blasensteinen führen.

Kräuter als Zugabe sind für gesunde Tiere eigentlich überflüssig. Manche haben (ob getrocknet - keine Ahnung, aber frisch zumindest) in kleinem oder größerem Umfang eine heilende Wirkung. wenn man diese Kräuter nun täglich gibt wäre dieser Effekt wenn man ihn mal brauchen sollte "verpufft". Ok, wer nicht daran glaubt - dem kann das natürlich egal sein ;-).

Und brauchen tun die Kaninchen die Vitamine auch nicht wirklich.

Löwenzahn wird frisch gepflückt, den gibt es im Winter dann halt nicht - da besteht das nahrhafte Futter für unsere draußen lebenden Tiere dann aus Gemüse wie Karotten, Knollensellerie o.ä.

Viele Grüße
Miau2

  • (9) 13.08.12 - 11:01

    Hallo,

    danke auch für deine Antwort. Jedoch deckt sich deine Aussage nicht mit den Aussagen welche man dazu im Netz findet. Auf den Seiten die ich mir mittlerweile angeschaut habe wird einhellig die Meinung vertreten das Kräuter zu einer ausgewogenen gesunden Kaninchenernährung dazu gehören. Das sogar ein gutes Heu sich durch einen hohen Kräuteranteil auszeichnet (welchen unser selbstgemachtes Heu nicht hat). Artenvielfalt bei der Ernährung sei gut für die Gesunderhaltung der Kaninchen.

    http://www.zwergkaninchen.net/ernaehrung/

    http://diebrain.de/k-futter.html

    http://www.kaninchen-info.de/ernaehrung/wildkrauter.html

    http://www.sweetrabbits.de/kaninchen-ernaehrung.html

    http://kaninchen.nagetiere-online.de/gruenfutter.php

    Auf diesen Seiten habe ich gelesen. Ich habe mehrfach gelesen das Wiese, gewisse Grünpflanzen und Kräuter das Futter der Wahl sind.

    LG

    • (10) 13.08.12 - 11:29

      die Frage ist halt für mich irgendwie, was an Petersilie, Basilikum und was noch so in meinem Kräutergarten wächst für Kaninchen hier auch nur irgendwie natürlich sein sollte.

      Wo sollen Kaninchen sich diese Kräuter in der Natur als "regelmäßigen, gesunden Ernährungsbestandteil" besorgen? Löwenzahn - klar, aber Kulturkräuter aus dem Kräutergarten? "Wildkräuter" sind für mich halt etwas anderes als das, was ich anpflanze (was aber natürlich ausschließlich an meiner Gartengestaltung liegt).

      Meine Aussage ist die Folge einer Unterhaltung mit einer Kaninchenerfahrenen Tierärztin. Ist schon ein paar Jahre her. Wenn sich das mit den genannten Seiten nicht deckt ist das halt so ;-). Belegen kann ich das logischerweise auch nicht.

      Aber stimmt schon, es war der hohe Ca-Gehalt einiger Kräuter und nicht Vitamin C - das habe ich verwechselt. Auch da kommt es vielleicht ganz darauf an, was genau man füttert. Und wie viel natürlich auch.

      Viele Grüße
      miau2

      • (11) 13.08.12 - 11:34

        Man kann ja auch auf eine natürlichere Auswahl achten - Brennessel und Kamille wären ja schon mal eher Wildkräuter.

        Außerdem bitte nicht von den "Kulturwiesen" auf natürliche Wiesen schließen. Durch Überdüngung und gezieltes Ansähen bestimmter Gräser haben die nicht mehr die Kräutervielfalt, die es normalerweise geben sollte.

        Wo so viel Gülle und Mist drauf entsorgt wird, gedeiht eben nur noch Löwenzahn. Der ist eben besonders zäh, die Magerkräuter werden da gar nichts mehr, und die Bauern beschweren sich ja schon, wenn zu viel Sauerampfer auf den Wiesen wächst.

        Nachdem Kaninchen auch viel Gemüse fressen dürfen wird ein zu viel an Kalzium normal auf ganz natürliche Art ausgeschwemmt.

        (12) 13.08.12 - 12:13

        Es stimmt schon. Sicherlich sollte das nicht der Hauptbestandteil der Nahrung werden. Es soll ja eine Ergänzung zum Heu werden, bzw werde ich es dem Heu untermischen. Auf natürlichen Wiesen kommt auch sicherlich das ein oder andere Kraut vor, welches wir im Garten domestizieren. Nur halt nicht in dieser Dichte wie im Garten.

        Meine Überlegung ist nun für das folgende Jahr noch mal ein paar qm zu opfern und Kräuterheu selbst zu machen. Dafür würde ich dann wieder die Kaninchenwiesenmischung nehmen. Muss nur eine Ecke finden wo mein Mann mit Wildwuchs leben kann (er ist nämlich ein böser, konventioneller Landwirt und findet meine heimische "Unkrautzucht" sehr befremdlich ;-)).

        Heute abend werde ich mir auch ein schönes Heftchen mit dem Laminiergerät basteln. Mit Pflanzen die für Kaninchen gesund sind, Bilder, Namen und etwas Wissenswertes dazu. Dann kann ich mit den Kindern auch schön beim Spaziergang die Feldränder und unsere Wildwuchsecke (viele Wildkaninchen dor) unsicher machen.

        Deine Meinung spreche ich dir natürlich nicht ab. Aber bei der vielzahl an Meinungen im Netz fällt es schwer sich als Neuling auf dem Gebiet sich zu orientieren. Da schließe ich mich erst mal der "Massenmeinung" an und denke mir so oft falsche Infos hintereinander werden es nicht sein. Es klingt ja auch logisch was ich so sonst gelesen habe (vielfalt wie sie in der Natur einst vorkam).

        LG

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