Kaninchen vertragen sich nicht

    • (1) 27.08.12 - 18:11

      Hallo,

      wir haben uns im Frühjahr zwei Zwergkaninchen angeschafft. Wir haben uns vorher über alles mögliche belesen und wir dachten wir hätten gute Vorraussetzungen geschaffen. Aber irgendwie klappt es nicht. Meine Befürchtung ist, dass die Dame im Zooladen uns schlecht beraten hat und wir es leider nicht besser wussten. Wir haben zwei Weibchen (aus dem gleichen Wurf). Nach weiterem Nachlesen im Netz muss ich feststellen das dies wohl nicht optimal ist. Aber was soll ich da nun noch dran ändern?

      Mittlerweile beißt das eine das andere und zwar nicht grad zimperlich. Das untergeordnete Kaninchen hat schon mehrere blutende Wunden deswegen gehabt. Heute eine ziemlich große. Nun habe ich die beiden erst mal getrennt (Eines im Stall, das andere direkt daneben im Außengehege). Aber eine wirkliche Lösung ist das ja nicht.

      Die beiden haben einen Stall (zwei Häuschen verbunden durch einen Auslauf) im Garten. Das hat gesamt etwa 4-5qm. Dort befinden sie sich nachts und wenn es sehr schlechtes Wetter ist. Morgens lasse ich sie in ein versetzbares Aussengehege von etwa 7-8qm Größe. Dort ist ein kleines Schutzhäuschen drin.

      Ich bin bemüht ihnen Abwechslung zu bieten, bringe Haselnusszweige, Leckereien,.... so an dass sie nicht so leicht daran kommen. Ich baue immer mal wieder was aus Pappröhren, Steinen, Dachziegeln,..... das es nicht immer gleich gestaltet ist.

      Hat jemand Ideen was ich machen kann? Der Stall war ursprünglich zweigeteilt. Das könnte man wieder trennen wenn das Sinn macht. Würde tagsüber ein größerer Auslauf etwas bringen? Oder eine zweite Hütte im Auslauf? Oder müsste man noch ein weiteres Kaninchen vergesellschaften (aber das würde im Stall doch etwas eng werden?)

      LG

      • (2) 27.08.12 - 21:38

        Eine Vergesellschaftung zweier Damen oder auch die zweier Böcke ist schwierig. Ein denkbar schlechter Rat den ihr bekommen habt. Am besten klappt Mädel und Rammler wobei es ratsam ist den Rammler kastrieren zu lassen. Man kann das Dilemma auf zwei möglichen Wegen versuchen zu beheben. Einen Rammler (unbedingt kastriert) versuchen mit den beiden zu vergesellschaften. Man könnte auch über Eine Kastration eines Weibchens nachdenken. Das könnte u.U. auch die Spannung raus nehmen ist aber eher ungewiss. Also ich wurde evt das Gehege etwas umgestalten und einen Mann dazu holen. Und die Vergesellschaftung unbedingt auf neutralem Boden machen nicht in dem Gehege.

        (3) 27.08.12 - 23:39

        hallo, mal hier mein tipp.

        hatte auch zuerst 2 weibchen. das funktionierte garnicht und habe sie getrennt im käfig (ja ich war damals unwissend) gehalten. dann hab ich mir einen rammler geholt.

        mit der einen großen, laura, lief das super. die verstanden sich gleich auf anhieb. mit der kleinen, elfi, garnicht. die elfi ist auch etwas prüde! will keinen sex und ist immer abgehauen, wenn er ankam!

        dann bauten wir ja ein gehege. und haben alle 3 reingesetzt. laura und rambok verstanden sich ja super. die kleine halt nicht wirklich. die hat sich immer versteckt.

        dann brachte mein mann noch einen rammler an. einen schlappohr(wie heißt die rasse nochmal? komm garnicht darauf. die anderen sind zwergkaninchen)

        ich habe dann ein kleineres 2tes gehege vorne angebaut. sodass zu dem anderen eine trennwand ist. und dort habe ich elfi und puschel reingesetzt. die 2 vertragen sich super. liegt aber auch daran, dass puschel nicht rammeln will!

        nach einiger zeit, es hat nur wenige tage gedauert, hab ich in der trennwand ein loch reingesägt (bzw. mein mann) und so einen kleinen tunnel reingebaut. jetzt können sie vorne und hinten herumtollen und alle verstehen sich super!

        schau mal in meine vk. da hab ich 2 bildchen drinn. man sieht zwar nicht viel. .....

        so, ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen. achso, meine beiden damen stammen nicht aus einem wurf. und die laura hat die kleine auch immer gezwackt und gejagt. aber jetzt kuscheln sie alle miteinander!

        viel glück!

        • "dann brachte mein mann noch einen rammler an. einen schlappohr(wie heißt die rasse nochmal? komm garnicht darauf. die anderen sind zwergkaninchen)"

          Widder.;-)

      (5) 28.08.12 - 15:52

      Huhu,

      Mit der momentanen Situation kommen die beiden nicht klar, so wie Du schreibst. Daher würde ich die beiden als Erstes trennen, (am besten ohne Sicht- und Geruchskontakt) um das schwächere Tier zu schützen, bis Du weißt, wie es weitergeht und bevor noch Schlimmeres passiert. Wenn jetzt schon größere Wunden entstanden sind, mußt Du auch abwägen, diese behandeln lassen, ggfs nähen oder klammern lassen.

      Die beiden im Stall zu trennen und tagsüber im Auslauf wieder zusammenzulassen macht keinen Sinn. Sie würden sich bei der nächsten Begegnung genauso oder noch schlimmer traktieren. 4-5 qm sind für zwei Weibchen, die sich nicht grün sind, zu wenig. Ein 3er-Gespann würde ich Dir nicht empfehlen, es ändert an der Situation der Weibchen nichts und der Platz wäre noch eingeschränkter.

      Die einfachste und vielleicht zugleich die schwierigste Lösung wäre ein Weibchen gegen einen Kastraten einzutauschen. Könntest Du Dich von einem Tier trennen? Wenn Du keine Möglichkeit hast, den beiden Dauerhaft mehr Platz zu bieten und damit auch keinen Platz für weitere Tiere hast, würde nur diese Lösung in Frage kommen.

      Wenn Du aber anbauen kannst und ein solides, großes Gehege erstellen kannst, wäre das natürlich die schönere Lösung. Aus- und einbruchssicher ist der mobile Auslauf ohnehin nicht. Gerade Weibchen sind ja recht grabefreudig!

      Ich habe gute Erfahrungen mit Gruppen gemacht, die aus Paaren bestehen. Gab es ungerade Zahlen, wurde mehr gemobbt. Es das Optimalste, ein fest angelegtes Gehege (so ab 10-12 qm) mit großer isolierter Schutzhütte zu erstellen, darin viele Sichtbarrieren einbauen (Hügel, Tunnel aus Pflanzsteinen, Häuschen mit 2 Ausgängen, etc...) und Buddelmöglichkeiten für die Weibchen. Das ist wichtig, denn dann sind diese beschäftigt und ausgelastet.

      Und erst wenn dieses Gehege steht, kannst Du die Damen darin wieder vergessellschaften, gleichzeitig mit 2 Kastraten.

      Ich denke, eine andere Alternative mit Erfolgsgarantie gibt es nicht. Entweder ein W gegen M austauschen oder ein großes festes Gehege für 4 bauen.

      LGs

      (6) 28.08.12 - 18:30

      Danke für Eure Tipps!

      Ich lasse die beiden nun erst mal getrennt. Wir haben noch ein ungenutzes Außengehege und den Stall habe ich mit einem Brett provisorisch wieder getrennt.

      Derzeit tendiere ich dazu dann den ganzen Stall woanders hinzubauen und ausbruchsicher zu machen. Zeitlgleich ihn dann so zu vergrößern dass auch 4 Kaninchen darin leben können.

      Als Alternative würde vielleicht eine Freundin eines der Weibchen nehmen, sie hat eine große Gruppe Kaninchen mal aus einem Tierschutzfall übernommen. Dort würde ein Weibchen wohl noch dazu passen sagt sie. Ihre Meinung dazu war das es ganz typisch ist, sobald die Damen geschlechtsreif werden. Vorher war es auch wirklich kein Problem. Das wäre das einfachste, aber trennen fällt mir schwer. Das Herz hängt ja doch schnell an den Kleinen.

      Die Wunde ist übrigens sauber verschorft, die Haut an den Rändern ist hell und nicht rot. Daher gehe ich davon aus das es gut abheilen wird. Es ist auch nichts heiß und das Kaninchen frisst und trinkt vernünftig. Es wirken beide aber deutlich ruhiger, so alleine :-(

      LG

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