Hund - ja oder nein?

    • (1) 01.09.12 - 10:14

      Hallo,

      wir überlegen schon seit längerem, ob wir einen Hund in unsere Familie holen wollen/sollen. Ich weiß, die Entscheidung liegt bei uns, ich würde aber gerne eure Meinungen dazu hören.

      Wir sind eine 3köpfige Familie, unsere Tochter wird bald 4 Jahre alt. Wir wohnen noch in einer Mietwohnung (Hundehaltung wäre kein Problem) mit Gartenzugang, ziehen voraussichtlich im Frühjahr ins eigene Haus mit Garten.

      Sowohl meine Eltern (Schäferhund-GoldenRetriever-Mix-Hündin) als auch meine Schwiegereltern (Boxer-Hündin) hatten früher einen Hund, wir sind also keine Hundeprofis, wissen aber doch, worauf wir uns einlassen.

      Mein Mann arbeitet voll, ich Teilzeit. Der Hund wäre an 2-3 Tagen in der Woche für ca. 4-5 Stunden alleine. Da gehts schon los. Kann man das einem Hund zumuten?

      Unsere Tochter liebt Tiere, sie würde sich total über ein Haustier freuen. Ich würde ja eigentlich eher zu einer Katze tendieren, weil die schlichtweg weniger Arbeit macht und kein Problem hat, wenn sie länger mal alleine ist. Aber mein Mann entspricht dem Klischee "Hunde ja, Katzen nein". Er ist ein absoluter Gegner von Katzen, ihm kommt keine ins Haus.

      Also wenn dann ein Hund.

      Dass wir viel raus müssen, wissen wir, das ist auch kein Problem. Wir sind mit unserer Tochter sowieso jeden Tag lange draußen.

      Sollten wir mal ohne Hund in den Urlaub fahren wollen, ginge das auch, sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern würden die Hundebetreuung jederzeit übernehmen.

      Es ist so eine Vernunft-Herz-Frage.

      Das Herz möchte gerne einen Hund. Die Vernunft ist sich nicht so sicher. Ein Hund begleitet einen möglicherweise bis zu 15 Jahre, man bindet sich eine ganz schön lange Zeit. Ein Hund nimmt viel Zeit in Anspruch, möchte beschäftigt werden, spazieren gehen. Ein Hund macht Dreck (lacht nicht, aber ich hasse es, wenn irgendwo Krümel oder Haare rumliegen, da schmeiß ich dann gleich den Staubsauger an #hicks). Und: ein Hund kostet Geld.

      Darf ich fragen, wieviel Geld euch euer Hund durchschnittlich im Monat kostet?

      Hmm, es ist echt ein schwierige Entscheidung. Die Rassefrage kommt auch noch dazu. Ich bin da nicht so anspruchsvoll, ich würde jederzeit auch ein Mix aus dem Tierheim holen. Mir ist nur wichtig, dass der Hund noch jung ist, also am Besten ein Welpe. Und er sollte zumindest kniehoch sein, ich mag keine kleinen Hunde #schein. Mein Mann ist da schon wählerischer. "Einmal Boxer, immer Boxer". Für ihn steht fest, dass er einen Boxer möchte. Den oder gar keinen Hund. Jetzt sind Boxer aber echt schwer zu bekommen und kosten um die 1200 Euro. Ich finds krass, soviel Geld für einen Hund auszugeben....

      Also, was denkt ihr? Hund ja oder nein?

      Vielen Dank für eure Meinungen!

      VG
      Claudia #sonne

      • das drumherum finde ich jetzt nicht soo schlecht - vier bis fünf stunden allein 2 - 3 mal die woche ist ja erst mal nicht viel - unser ist täglich fünf stunden allein und je nachdem, was anliegt, nachmittags nochmal ein, zwei stunden.

        kostenmäßig liegen wir bei 60 - 70 euronen im monat für futter, leckerli, steuern und versicherungen. an zubehör haben wir nicht viel - bißchen spielkram, zwei leinen, ein halsbank, näpfe, decken und kissen. ich bin keine, die dauernd neues zubehör für den hund anschaffen mag. da müssen wirklich basics reichen.

        ich würde mir aber keinesfalls einen welpen holen, denn der muss das alleinsein erst lernen, und das kann dauern. geht doch mal ins tierheim und laßt euch beraten - es gibt sicherlich viele junge hunde, die sich über ein zuhause freuen würden. wir haben selbst einen mischling unbekannter abstammung und sind super zufrieden damit.

        aber - und das hast du ja schon festgestellt:
        einen hund zu haben, bedeutet angebunden zu sein. nicht alle freunde und bekannten freuen sich, wenn ihr plötzlich mit hund anrückt. viele freizeitaktivitäten fallen flach, müssen geplant und organisiert und/oder zeitlich limitiert werden.

        und ja, ein hund macht dreck, und zwar nicht wenig. hier fliegen auch täglich haare durch die gegend, und was er sonst noch so reinschleppt. manchmal nicht schön und immer mit arbeit verbunden, wenn du es sauber liebst.

        mein rat: denkt lieber einmal mehr drüber nach als einmal zu wenig. und ihr müßt euch alle einig sein, wobei kinder IMMER gern ein tier haben wollen, das zählt also nicht wirklich.

        Hallo!

        Erst mal grundsätzlich: Katzen machen nicht wesentlich weniger Dreck (Haare, ab und zu Fellballen auskotzen, Katzenklo muss auch gereinigt werden - und manches an Streu wandert dabei durch die halbe Wohnung). Und sie sind tendenziell auch nicht billiger. Gerade weil Katzen als reine Beutetierfresser zu 98% Fleisch fressen sollten, Hunde dagegen mit Trockenfutter mit Getreide als billigem Füllstoff auch klar kommen.

        Vielleicht findet ihr hier auch einen passenden Boxer: http://www.boxer-in-not.de/

        Aber Boxer sind nicht immer ganz einfach und ich würde sie jetzt nicht gerade als Familienkompatibel ansehen. Schon alleine weil so ein Boxer schwieriger mitzunehmen ist - bei einem kleineren Wuschelhund sagt selten jemand was, wenn der mit ins Restaurant oder in die Ferienwohnung soll...

        Es gibt vieles wo ein hund nicht mit darf - nicht ins Schwimmbad, Museum, Zoo, Freizeitpark, Kino - also muss sowas eingeplant werden wegen alleine sein, Gassi geh zeiten, aber auch wenn man den Hund mit in den Urlaub nimmt und da dann Sehenswürdigkeiten anschauen will muss einer mit dem Hund draußen warten. Das ist schon recht blöd, wenn der Rest der Familie rein geht, und einer hockt doof draußen.

        Und zu den Kosten: 1200 Euro für einen Welpen könnenleicht kommen, aber auch mal eben noch mehr Geld für eine Tierarztbehandlung. Sowas sollte schon auch machbar sein, und dem Geld darf man dann auch keine Träne nachweinen.

        Wir haben auch einen hund und ich hatte immer einen

        zu deinem reinlichkeitsproblem ;-)

        ich bin da auch so, ich kann hundehaare in der wohnung einfach nicht leiden! Ich finde es nicht schön. Deswegen kommt mir immer nur ein nichthaarender hund ins haus! Diesr haaren wirklich nicht und ich könnte wirklich nicht sagen dass ich mit hund mehr putzen müsste.

        Ich hatte zuerst einen yorki und jetzt einen shih tzu. Mit den hunden muss man zwar zum friser wenn man keinen wischmob haben will aber sie haaren dafür nicht was für mich ein enormer vorteil ist.

        Aber da ihr eher einen mittelgroßen / großen Hund wollt sieht es da schlecht aus mit den nichthaarenden rassen.

      • Ach ja, unser hund kostet ca 40 euro im monat futterkosten. Er frisst eine dose 400 g. Rinti am tag, eine dose kostet 1.19 und dann hin und wieder etwas trofu, da kosten 3 kilo 20 Euro.

        Es geht natürlich auch alles billiger mit discounter futter oder eben teurer, barfen tun auch viele. Aber das muss jeder selbst wissen, ich würde kein discounter futter füttern, habe ich zu anfang auch aber es ist ein Unterschied.

        Kennst Du das Buch "Hund - Mensch / Mensch - Hund" von Martin Rütter?

        Wenn Du die Fragen zum Thema "ein Welpe zieht ein" alle mit voller Überzeugung mit "JA" beantworten kannst, dann steht dem Einzug eines Hundes nichts mehr im Wege.

        Meine persönliche Meinung ist: sobald noch Zweifel vorhanden sind - und sind sie auch noch so winzig - sollte man die Finger von einem Haustier lassen. Hunde können Dich ein Viertel Deines restlichen Lebens begleiten und kosten in dieser Zeit eine Menge Geld, Nerven und Zeit. Wenn Du nicht zu 100 % hinter dieser Tatsache stehst, dann lieber Finger weg.

        LG

        minimöller

      • Ich finde die Gegebenheiten nicht schlecht, könnte mir vorstellen das du mit deinem "Putzfimmel" aber irgendwann genervt bist. Ja so ein Hund macht Dreck, haben nen Goldi und mein Mann ist da auch sehr extrem, er läuft meist Barfuss und da nervt es ihn sofort wenn da Haare oder Sand sind...

        Aufgrund dessen würde ich sagen ein Hund mit kurzem Fell - Boxer wäre nicht so meins aber das ist ja jedem selbst überlassen.

        Wenn Rassehund würde ich zu sehen das du einen Verantwortungsvollen Züchter findest und dir da alles angucken kannst. Wenn sie dich da nicht haben wollen "Finger weg!"
        Ja die Preise sind... Ne Freundin hat grade ne Silberne Labbi Hündin gekauft, für 1600€ (sie möchte mit ihr Züchten und die macht auch Silber Welpen)
        Aber guck doch sonst mal bei "Ebay Kleinanzeigen" da sind ja auch immer Hunde von Privat drin.

        Und ihr solltet UNBEDINGT in ne Hundeschule gehen, zum einen ist das für das Sozialverhalten wichtig, dann bekommt man viele Tipps und kann sich mit anderen Austauschen- ist gut zu wissen das man mit seinen Problemen nicht alleine ist...

        Ach so, unser Hund ist mit 50€ im Monat dabei (kommt natürlich auf Futterpreise etc an. Anfangs hast du mit Hundeschule und zerstörrten Sachen etwas mehr Kosten

        was mir grad beim staubsaugen zum thema "hund und dreck" noch einfiel:

        es hilft schon sehr, wenn du die aufenthaltsmöglichkeiten des hundes begrenzt. unser darf beispielsweise nicht in die kinderzimmer und nicht ins schlafzimmer im obergeschoß und im nassen, schmutzigen zustand auch nicht ins wohnzimmer. das minimiert den schmutz schon um einiges (obwohl es immer noch viel ist, was an dreck und haaren herumfliegt).

        diese begrenzung auf einige räume ist, denk ich, mit hunden einfacher als mit katzen.

        Jeder der sich einen Hund anschaffen will sollte besonders am Anfang viel Zeit und starke Nerven haben. Schmutziger als vorher ist es aber bei kurzhaarigen sowie bei langhaarigen Hunden..wir haben 2 Beagles..gerade zur jetzigen Zeit schleppen sie das halbe Stoppelfeld mit ins Wohnzimmer :).

        Bei Regen oder Schnee ists noch angenehmer, da sie allerdings von Anfang an gelernt haben dass sie dann auf ihrem Platz bleiben und nicht durch die ganze Wohnung hüpfen hält sich der Schmutz noch in Grenzen.

        Wenn ihr also viel Zeit,Geduld und je nach Hunderasse Ausdauer hast kannst du dir auch einen Hund kaufen..wenn nicht kauf die eine Schildkröte :P.

        Hallo,

        ich finde es sehr gut, dass du dir solche Gedanken vor der Anschaffung eines Tieres machst. Und besonders, dass du so ehrlich deine Bedenken (dein Putzfimmel, Kosten) nennst.

        Ich habe seit 4 Wochen einen Hund aus dem Tierheim, der bei uns auf dem Grundstück im riesigen Zwinger mit großem Auslauf lebt, die meiste Zeit frei auf dem Grundstück läuft und auch in den Keller darf.
        Ich kann dir mal die Kosten aufzählen, die ich bisher hatte:
        Schutzgebühr Tierheim: 220 €

        Anschaffungen für den Hund wie 2 Leinen (flexi), Halsband,

        Geschirr, Näpfe, Schlafkorb: 160 €

        Futter (Rinti/Wolfsblut)
        und ab und an etwas vom Metzger
        aus dem Angebot: 120 €, wobei von dem Futter noch gut was da ist.

        Steuern ( anteilig für ein halbes Jahr): 7,50 € (ist bei uns super günstig)

        Haftpflichtversicherung für ein Jahr: 39,95 €

        Zeitaufwand: nicht gezählt, aber so oft es geht;-)

        GEsundheit: bisher 1 4er packung Fronline 24,95 € Tierarztkosten noch nicht abschätzbar, da noch keine Erfahrungen - hoffentlich bleibt es so. Bei einer Impfung muss man bei meiner Tierärztin von 27 € ausgehen, die ist aber erst im nächsten August fällig.

        Hundeschule/Trainer: Kosten ?? bei uns nicht nötig, da der Hund bereits erzogen ist (8 Jahre alt)

        Wenn ihr Hundeanfänger seid, würde ich euch den Besuch einer Hundeschule unbedingt empfehlen, da man in der Erziehung richtig Fehler machen kann, die sehr schwer wieder auzubügeln sind.

        Außerdem habe ich noch 3 Katzen, die Freigänger sind. Sie dürfen alle ins Haus und raus, wann sie wollen.
        Ich kann dir sagen, dass man bei Tieren in der Wohnung auf jeden Fall in punkto Sauberkeit Abstriche machen muss. Es werden überall mal Haare rumliegen, es wird auch gerne mal in die Wohnung gekotzt (merkwürdigerweise immer dann, wenn sie gerde von draußen rein gekommen sind#rofl). Bei einem Hund stelle dir mal Matschwetter vor, der Hund hat dreckiges Fell, dreckige Pfoten und intensiv riechendes Fell (hast du schon mal nasses Hundefell gerochen??)
        Und dann stelle dir vor, dein Hund hat sich einen Virus eingefangen, und hat richtig Durchfall. Im besten Fall bist du gerade außer Haus und der kleine Wicht sch... dir die ganze Bude voll.
        Ehrlich gesagt, sehe ich da bei dir das größte Problem: dein Putzfimmel (ist nicht negativ gemeint, hatte ich bis vor ca. 2 Jahren auch).

        Und nu stelle dir mal vor, du hast ein ganz reizendes Exemplar Hund erwischt, der sich gerne mal langweilt und dann die dollsten Sachen anstellt!
        Das geht bei Schuhen anknabbern bis zu Jacken von der Garderobe reißen und genüßlich auseinanderrupfen über Schränke benagen und Bettdecken mit den Zähnen in die Einzelteile zerlegen. Meine Eltern haben immer Hunde gehabt, was meinst du, was ich schon erlebt habe.
        WEnn ihr einen Welpen holt, kommt die Sauberkeiterziehung dazu, sprich: die erste Zeit pinkelt und kackt er dir in die Wohnung.
        Außerdem kommt hinzu, dass ich der Meinung bin, alle Beteiligten müssen sich 100 %ig darin einig sein, dass ein Hund ins Haus kommen soll. Weil jeder sich einen Teil seiner Freizeit ans Bein binden muss - bei aller Freude, die so ein Vierbeiner macht - muss auch jeder mal rasch den Boden wischen, wenn ein Malheur passiert ist, auch bei richtigem Sauwetter muss Gassi gegangen werden, ihr seid nicht mehr so flexibel, was das Wegfahren angeht (überall kann man einen Hund nicht mit hinnehmen).

        Bei Urlaubsfahrten muss eine Betreuung gefunden werden. Auch wenn sich die liebe Family jetzt noch anbietet. Ich hatte mit meinem Fritzi bereits den Fall - zur Erinnerung ich habe ihn erst 4 Wochen - dass mein Mann zum Seminar geschickt wurde und ich überraschend für drei Tage wegen einer Frauensache in KH musste. ELtern und Schwiegis haben lange GEsichter gezogen: "ja aber da müssen wir da hin, da sind wir für 2 Tage dort..." GEsagt ist immer schnell etwas, aber wenn der Fall dann eintritt, ist es etwas ganz anderes seine Zusage auch zu einzuhalten. Zum Glück hat sich meine Nichte ganz reizend gekümmert, sonst hätten wir ihn in eine Pension geben müssen.

        Jetzt überlegt bitte noch mal ganz genau, ob ihr euch für die nächsten 10 - 16 Jahre - je nach Rasse - an ein Tier binden möchtet, ihm Liebe, Fürsorge und Erziehung geben könnt, die finanziellen Voraussetzungen bestehen, um auch einmal eine hohe Tierarztrechnung zu bezahlen und ihr ihn als Familienmitglied akzeptieren könnt.
        Wenn alle Fragen mit ja beantwortet werden, könnt ihr euch auf eine sehr schöne Zeit mit einem Hund freuen.

        Von mir aus alles Gute

        Nici

Top Diskussionen anzeigen