Milztumor

    • (1) 10.09.12 - 15:14

      Hallo zusammen,

      eigntlich bin ich nur Stille Mitleserin, aber heute hab ich einfach das Bedürfnis mich auszuheulen.

      Heute haben wir die Diagnose Milztumor bei unserer 9j. Hündin bekommen. Das was nicht mir ihr in Ordnung war/ist hab ich bemerkt, aber es 100% zu wissen ist leider was anderes.

      Unsere Dicke hat seit einem Jahr Probleme mit der Schilddrüse, die aber mit Tabl. gut im Griff waren. Am 16.08 bin ich mir ihr zum TA weil sie sich irgendwie verändert hatte, schlief viel und war einfach nur träge, und da eh die nächste Blutkontrolle zwecks Schildd. anstand sind wir also dahin. Die TA hat sie abgehört, untersucht und dann ein großes Blutbild. Äußerlich schien alles in Ordnung und sie meinte auch das sich die Werte von der SD verschlechtert haben könnten und Cha-Cha deshalb so träge und lustlos sei.

      Es war dann WE und Die. rief sie mich dann an das die SD Werte sich tatsächlich verschlechtert hätten und wir die Dosis der Tbl. erhöhen sollen. Gesagt - getan, hab dann noch gedacht das sich der Zustand dann ja auch bald wieder bessern würde.

      Aber irgendwie besserte sich nichts, im gegenteil, es kamen immer mehr veränderungen hinzu. Sie fing an viel mehr zu trinken als ich es von ihr gewohnt bin, sie schlief aufeinmal in Rückenlage (was sie nie in den 9 J. gemacht hat) und sie bekam vorletztes WE einen aufgeblähten Bauch.

      Letzten Montag hab ich sie mir dann geschnappt und bin mit ihr zum TA. Ihr viel auch sofort der dicke Bauch ins Auge. Es wurden mir viele Fragen gestellt sie wurde untersucht, Blutentnahme und dann noch ein Röntgen, aber der Bauch war so voll Flüssigkeit das man nichts erkennen konnte, es wurde noch eine zweite Ärztin hinzugezogen. Sie meinte das es evt. die Leber oder die Milz sein könnten, weil sie trotz Flüssigkeit im Bauch eine Vergrößerung fühlen kann.

      Sie hat mir dann erstmal für den Abend Entwässerungstbl. mitgegeben und ihr eine Schmerzspritze gegeben und sollte dann am nächsten Tag wieder kommen. Nächsten Tag wieder hin und die Blutwerte ergaben auch nichts auffälliges, wo ich dann erstmal aufgeatmet habe (hab die Nacht davor nicht geschlafen weil mir alles mögliche durch den Kopf ging). Bis Freitags sollten wir dann erstmal Entwässern und Schmerztbl. geben.

      Freitag war der Bauch dann auch schon weniger, aber immer noch zu viel um auf dem Rö.Bild was zu erkennen.

      Heute morgen hatten wir dann noch mal ein Termin um zu schauen und es wurde wieder geröngt, viel sehen konnte man aber trotz hoher Auflösung immer noch nicht viel(aber schon ein bischen mehr als eine Woche vorher). Man konnte sehen das die Leber in Ordnung ist nur im Milzbereich war die Auflösung so schlecht das dann ein US gemacht wurde.

      Und da war es dann nicht mehr zu übersehen, ein großer Milztumor. Da zerplatzte auch mein letztes Fünkchen Hoffnung.

      Die zweite TA kam auch noch hinzu und die bestätigte den Tumor auch. Sie riet uns auch von einer OP ab weil der Tumor wohl schon sehr groß sein muß.

      Es ist das eine es zu ahnen wenn es dem Hund nicht gut geht, aber was völlig anderes es dann 100% zu wissen.

      Sie haben unserer Dicken noch max. ein halbes Jahr gegeben. Was ist schon ein halbes Jahr? Wir haben jetzt noch Cortisontbl. mitbekommen.

      Ich habe ein ganz dummes Gefühl im Bauch - ich glaub sie schafft noch nicht mal mehr das halbe Jahr. Sie hat jetzt innerhalb drei Wochen so abgebaut. Wir werden ihr die Zeit so schön wie möglich machen und wenn ich merke es geht nicht mehr, werde ich sie auch nicht unnötig leiden lassen.

      Oh man, ich heul schon wieder, ich hab das Gefühl ich steh heut total neben mir, muss mich aber zusammenreißen weil die Kinder noch nichts wissen.

      Ich kann`s mir einfach nicht vorstellen das sie irgendwann nicht mehr da sein soll. Ich hab gedacht sie ist doch erst 9 (ich weiß für einen großen Hund ist das schon ein stolzes Alter) aber das es so schnell gehen soll, ich hab das immer weit von mir geschoben und jetzt muss ich da schon eher drüber nachdenken als ich wollte.

      Ich weiß das es lang geworden ist, aber ich mußte es raus lassen, mit meinem Mann kann ich darüber irgendwie nicht reden. Er tut so als ob es ihm nicht viel ausmacht, aber das kann ich ihm nicht so ganz glauben, weil Cha-Cha und er ganz dicke sind, vielleicht überspielt er mit seiner Coolness seine eigene Trauer - ich weiß es nicht.

      Danke fürs Lesen

      LG Sandra

      • (2) 10.09.12 - 15:46

        Hallo!

        Hmm....unser Hund hatte damals auch einen Tumor an der Milz, der war sogar geplatzt. Gerade noch so konnte sie operiert werden und die Milz wurde entfernt.
        Dem Hund ging es dann besser. Sie war auch 9 Jahre alt.
        Der Hund ist dann aber leider ein Jahr später an etwas anderem gestorben.
        Ein Hund kann sehr gut ohne Milz leben. Der Tumor war damals Orangengroß.
        Oder hat der Tumor bei deinem Hund schon andere Organe besetzt?!
        Das die von einer OP abraten kann ich mir so nicht wirklich erklären.
        Klar ist das eine große OP, aber mein Hund war auch alt und hat das überlebt.

        Es tut mir echt Leid für deinen Hund. Kann das alles nachvollziehen.

        Ganz ehrlich: Wenn es deinem Hund schlecht geht und die Ärzte wirklich nichts mehr machen können, dann lass ihn direkt einschläfern. Ich halte nichts davon ein Tier so weiter leiden zu lassen, wenn das Ende eh absehbar ist.

        Alles Gute und viel Kraft

        Sonja

        (3) 10.09.12 - 16:58

        Tut mir leid. Ich kann deine Gefühle nachvollziehen.
        Wir haben heute eine ähnliche Diagnose für unsere Mieze bekommen - nur, dass bei ihr der ganze Bauchraum voller Tumore sitzt (Magen, Lunge, Herznähe...) und wir nicht in Wochen rechnen.. haben auch Cortisontabletten mitbekommen. Heute und morgen werden wir noch nichts unternehmen, sondern uns langsam von ihr verabschieden.
        Ich weiß noch gar nicht, wie ich das entscheiden soll - wann es soweit ist..

        Jedenfalls, alles Gute für euch und eine möglichst schmerzfreie Zeit für Cha-Cha.

        VG

        (4) 11.09.12 - 06:28

        #liebdrueck
        wenn ein Milztumor schon so groß geworden ist, wäre eine OP nur eine Leidensverlängerung. Und vor Tierärzten, die nicht noch sinnlos eine OP empfehlen, habe ich Hochachtung!
        Du kannst jetzt nur stark sein, die letzte Zeit mit deiner Hündin auskosten und den richtigen Zeitpunkt finden, ihrem Ende ein Leid zu setzen!
        Ich wünsche dir Kraft - Abschied nehmen gehört dazu :-(

        LG Pechawa

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