Meine Schwester möchte einen Hund

    • (1) 17.09.12 - 14:13

      Hallo,

      meine Schwester (40) ist im Begriff, sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen. An sich eine sehr löbliche Entscheidung werdet ihr denken, aber: Es wäre der 5. Hund in schätzungsweise 15 Jahren. 2 Hunde wurden, nachdem sie nicht mehr niedlich waren bzw. man mitbekommen hat, dass so ein Mops schon komische Geräusche beim Schlafen macht, an andere Leute abgegben. Einmal im Bekanntenkreis, einmal übers Internet. Ein hund "verschand" plötzlich, d.h. sie erzählte, er wäre gestohlen wurden. die Diebe hätten nur Halsband und Leine zurückgelassen. Der 4. war bis zu seinem Tod bei meiner Schwester, war allerdings sehr temperamentvoll und daher auch ein wenig anstrengend.

      Er musste im Treppenhaus "leben" mit wenig Kontakt zur Familie und natürlich nicht in der Wohnung, weil sie sehr stark haarte.
      Bei jeweils allen Hunden gab es Probleme mit dem Gassigehen. Es wurde jeweils 3 x am tag für 10 minuten eine Gassipause zugestanden, weil keiner der Familie Lust hatte, mit dem Hund zu gehen.

      Jetzt soll also die Hündin aus dem Tierheim sein. Ein Border-Collie-Mix, 5 Jahre alt, laut ausagen im Inet ein sehr sensibles Tier. Meine Schwester hat sich von ihrer 16 jährigen Tochter schon jetzt schriftlich geben lassen, das die Tochter auf jeden Fall mit dem Tier morgens Gassi gehen wird. Sie soll dafür extra zeitiger aufstehen. Am WE soll doch bitte mein Vater das Tier (sie wohnen im selben Haus und teilen sich den Garten), mit in den Garten nehmen.
      Auf Fragen, warum schon wieder ein Hund: Ja, wir kommen ja so sellten raus und diesmal wirds anders als bei den anderen Tieren. Auch der Einwand, dass sie die anderen Tiere ja alle abgegeben hat, werden abgeschmettert.
      Ich bin ehrlich gesagt etwas feige, weiter mit ihr zu diskutieren. Gern würde ich im Tierheim anrufen und einen tipp abgeben, aber ich weiß, dass man das nicht macht. Wenn dann nur offen und ehrlich gegenüber meiner Schwester. Aber wie gesagt: Ich scheue die Konfrontation, zumal sie eh nicht auf mich hören würde. Es ist theoretisch beschlossene Sache. Aber für den Hund tut es mir so leid. Ich kann mir nur schwer vorstellen, das diesmal alles anders wird.
      Würdet ihr was tun?

      vg, m.

      • Ohje, ein Border-Collie-Mix, ohhhh die Rasse ist sehr fordernd und braucht viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

        Das wird total in die Hose gehen, nachdem was du von deiner Schwester erzählt hast.

        Ich würde da echt nochmal mit deiner Schwester drüber reden. Das geht gar nicht.

        • Wenn ich mich nciht irre, gehören diese Hunde zu den Hütehunden. Sie brauchen also viel Bewegung und Auslauf. Das wird nie was. Meine eltern, die es ja nun direkt betrifft, reden sich seit Tagen den Mund fusselig. Sie hört nicht zu. Sie WILL diesen Hund. Das wird diesmal GAAAAANZ anders.

          • Ich kann gut verstehen dass du nicht mehr mit ihr diskutieren willst, aber wenn sie mit einem Border Collie so umgeht wie mit den anderen Hunden... oh je....

            Border Collies sind nicht nur besonders zeitintensiv, sie sind auch noch super-intelligent und möchten den ganzen Tag beschäftigt werden. Ich habe selbst zwei Hütehunde (zum Glück eine eher faule Rasse), aber ich dann dir sagen, wenn man keine spannende Aktion für sie bereit hält, dann suchen sie sich selbst eine - das endet normalerweise im Chaos!

            Wenn sie sich so fest dazu entschlossen hat den Hund auf jeden Fall zu nehmen, wirst du wahrscheinlich nicht viel tun können. :-( Der Hund tut mir jetzt schon unendlich leid, ich hoffe sie hat bald genug von ihm und gibt ihn wieder ins Tierheim zurück...

            • Sie selbst arbeitet in Schichten, entweder von 8-18 uhr oder von 10-20 Uhr. Und der Hund war am WE "zu Besuch" und es wohl alles prima. Eigentlich würde ich am liebsten im Tierheim anrufen und fragen, ob sie die Vorgeschichte kennen. Ich habe einfach schon so viele Hunde kennengelernt und finde es jedes Mal so traurig, vor allem für das Tier. Muss mich auch korrigieren, das Ganze geht schon deutlich länger als 15 Jahre, den hund, der angeblich gestohlen wurde, habe ich mir noch als Teenager jeden tag geholt und bin mit ihm unterwegs gewesen. Den hatte ich wirklich ins Herz geschlossen udn plötzlich wurde er gestohlen. Natürlich kann ich ihr nichts anderes nachweisen, aber die Vermutung liegt nahe, dass sie auch den weg gegeben hat.
              Ich bin da echt in der Zwickmühle: Ich bin Schuld, wenn ich den Mund halte und es geht mal wieder schief udn ich bin zu feige bzw. macht man es nicht, eigenmächtig im tierheim anzurufen. Das geht irgendwie zu weit.

                • Richtig, seh ich auch so. #pro

                  Da hst du Recht. Meine Eltern haben heute erst mal ihren LG darüber aufgeklärt, dass es sich insgesamt um 4 Hunde handelte, die meine schwester dann nicht mehr wollte. 2 waren vor seiner Zeit, von denen wußte er gar nichts. Hab heute übrigens mal meinen Mann, Schwiegermutter, sogar meine Eltern gefragt, ob ich das Tierheim informieren soll. Bis auf meine Mutter waren alle der Meinung, ich soll mich raus halten. Ist eben "Da ist die Angst vor Eskalation zu groß

                  • Ich verstehe Deine Bedenken schon grundsätzlich.
                    Allerdings gibt es Themen, bei denen man m. E. keine Rücksicht auf die familiäre Harmonie nehmen kann und sollte.
                    Das ist für mich der Fall, wenn "unschuldige Dritte" ernsthaft leiden, seien es Kinder oder auch Tiere.

                    LG

      Hallo!

      Ganz ehrlich: Ruf das Tierheim an und sag denen Bescheid. Das geht mal gar nicht das sie noch Hunde bekommt.

      Auch wenns Doof ist. Ich würde auch offen der Schwester sagen was Sache ist.
      Das Verhalten wird sich nicht ändern, das weisst du selbst. Erspar dem Tier so ein Trostloses, liebloses Leben bei denen.
      Von mal abgesehen das die Rasse mal ganz und gar nichts für die ist.

      Die sollen sich andere Hobbys suchen....

      LG Sonja

    Hallo,

    frag deine Schwester mal, wie sie die Betreuung des Hundes regeln will, wenn sie weiter im Schichtdienst arbeitet und die Tochter ausgezogen ist.

    Eine Hundeschule würde ich ihr auch empfehlen.

    Und sonst: Ich verstehe deinen Konflikt sehr gut.

    LG Marion

Vieleicht rätst du deiner Schwester eher eine Rasse zu suchen wo nicht so viel braucht wie ein Collie, da sie schon mit einem Mops überfordert ist rate ich Ihr zu diesem Hund:

http://www.amazon.de/FurReal-Friends-94371148-GoGo-laufende/dp/B003EYUTXC/ref=sr_1_6?s=toys&ie=UTF8&qid=1347888441&sr=1-6

Ich würde weiter reden, und wenn der Hund wieder so endet wie alle andern würd ich sogar vorwürfe machen.

(20) 17.09.12 - 15:57

Deine Schwester ist 40? Klingt eher wie 15!
Wenn sie den Hund braucht, um "mal raus zu kommen" ... das geht sogar ohne Hund *g*.
Wie wäre es mit einem Wanderverein, oder einer Nordic-Walk-Gruppe. Dann steckt ein bissel der "Gruppenzwang" dahinter. Diesen "Tritt" scheint sie ja zu brauchen, um sich aufzuraffen.
.
Was ihr tun könnt: zieht an einem Strang, guckt nicht weg und laßt euch nicht belabern.
Doch dazu müßt ihr zusammen halten: Deine Eltern, Du, die Tochter.
Wenn Deine Schwester absolut einen Hund will, warum sollen andere die Arbeit übernehmen?
Hat die Tochter bereits unterschrieben? Wenn ja ist es natürlich suboptimal ... oder möchte die Tochter vielleicht gern das Tier haben?
.
VG exot

  • (21) 17.09.12 - 20:20

    Hallo,

    wer genau diese schnappsidee hatte, weiß ich gar nicht. Ich vermute es war meine schwester. Und Kinder lassen sich doch dann leicht überzeugen, schließlich sind sie so süüüüüüß. Eigentlich wollten sie sich wieder eine Katze holen. Sie hatten eine aus dem Tierheim, die wurde leider vor kurzem überfahren. Vermutlich kam ihnen dabei der Hund in die Quere. Tja, armes Tier. Falsche Zeit, falscher Ort;-)
    Meine Nichte hat natürlich unterschrieben. Sie wird dann auch extra eher aufstehen, hat sie versprochen. Und das, wo sie SOOOOOO zuverlässig und immer pünktlich ist. Aber mal ehrlich, was wollen sie denn machen, wenn sie es nicht tut. dann wird der Hund wieder weggebracht mit der Ausrede, dass meine Nichte ja nicht ihren teil der Abmachung erfüllt hat. Ist wenigstens nicht meine Schwester Schuld.
    Und wie ich bereits oben schrieb: alle meckern, aber wenn ich sage, ich rufe beim Tierheim an, dann soll ich mich raus halten.

    • Vernunft scheint bei einigen in deiner Familie wohl nicht vererbt worden zu sein.

      Wenn alle das sehen und nur du da was tun würdest.....krass.
      Jeder kann man Fehler machen, keine Frage. Aber hier find ich einfach das deine Schwester ihre Chance hatte und sie hat nunmal versagt. So würde ich ihr das auch sagen. Es ist eure Pflicht sie von einem weiteren Fehler abzuhalten. Dafür ist eine Familie da. Ihr wisst ALLE das es Falsch ist, also sollten auch ALLE was sagen, der Schwester in den Hintern treten und Notfalls eben beim Tierheim anrufen. Somit würde die liebe Schwester merken das die Familie alles tun würde um sie von dieser Dummheit abzuhalten.

      Aber nein, wegen der 'Harmonie' (eher gute Miene zum bösen Spiel), Schweigen alle.......auf so eine Familie könnte ich gut verzichten.

      Ich hoffe du tust das Richtige: Sie davon abhalten.

      LG Sonja

      • Ich habs getan. Und das gefühl vor dem anruf war schlechter als jetzt. Ich weiß, dass ich das richtige getan habe. Und wie sich raus gestellt hat, scheint da auch noch jemand anderes was gesagt zu haben, denn die Mitarbeiter haben sich bereits gestern gegen meine schwester entschieden, wurden aber durch meinen Anruf in ihrer Entscheidung gestärkt.

" Gern würde ich im Tierheim anrufen und einen tipp abgeben, aber ich weiß, dass man das nicht macht."

Doch, das würde ich machen.
Ich würde meiner Schwester aber auch deutlich die Meinung sagen und nicht hinter ihrem Rücken dort anrufen.

LG

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