Hat jemand eine französische Bulldogge?

    • (1) 19.09.12 - 13:41

      Hallo ihr Tiernarren,

      ich wollte hier mal nachfragen ob jemand eine französische Bulldogge hat.

      Wir überlegen nämlich ob dieser Hund für uns in Frage kommen würde.
      Wir haben bereits Erfahrungen mit Hunden, ich bin mit ihnen groß geworden. Mit 2 Rüden, einem Jack Russel und einem Rottweiler. Die beiden wohnen nebenan bei meinen Eltern (wir sind Nachbarn)

      Nun suchen wir einen geeigneten Vierbeiner für unsere kleine Familie. Wir haben einen kleinen Sohn der im Dez. 2 wird und wohnen ein einem schönen Haus auf dem Dorf mit großem Garten. Der Hund könnte also auch raus so oft und so lange er will. Natürlich würde er auch in die Wohnung dürfen wenn er denn möchte. Einen Jack Russel finden wir auch nett aber diese sind einfach zu aktiv. Rottweiler zu groß. Bully´s sollen sehr Familienfreundlich sein, gern spielen aber nicht zu aufgedreht sein so wie beispielsweise ein Jack Russel. Außerdem sind sie Kinderlieb und leichter zu erziehen als ein Terrier.

      Allerdings habe ich auch gelesen das sie sehr anfällig für Krankheiten sind, stimmt das? Speziell was die Augen betrifft. Was für Krankheiten treten häufiger auf? Ich habe auch von Allergien gelesen. Wir hätten die Möglichkeit einen Welpen vom Züchter zu bekommen, worauf muss ich achten? Stammbaum haben sie, Entwurmt wären sie und gechipt.

      Ich weiß das sie nicht gerade günstig sind aber das kenn ich ja bereits da der Rotti und der Jack Russel auch Hunde aus hochwertigen Züchtungen sind mit Papiere und co.

      Ich wäre über Tips und Austausch sehr dankbar!

      • Hallo,

        Wir haben einen Fanzösischen Bulldoggenrüden er ist jetzt bald 11 Monate alt. Für mich sind es die Besten Hunde, gerade als Familienhund passt es sehr gut. Unser ist verträglich mit jedem Hund, spielt gerne, ist für sein Leben gern Clouwn ( irgendwas fällt ihm immer ein, von Schnuller nuckeln bis Stofftiere schleudern etc.). Sie sind sehr Intelligent, geht es mir nicht gut ist er besonders anhänglich, anhänglich sind sie sowieso. Unser sucht immer engen Kontakt, legt seinen Kopf in den Schoß oder an die Brust.
        Wir hatten noch keine Probleme mit ihm, er läuft auch sehr gut ohne Leine, und beherrscht alle Grundkommandos. Sie sind nicht irre aktiv, brauchen aber trotzdem bewegung und spiel.

        Unser hatte ausser einem Wespenstich noch nichts ernstes. Die Augen machen wir regelmäßig sauber.

        Oh leichter zu erziehen würde ich nicht ganz sagen in meinem ist eine drin und sehr stur ist er

        Gesundheitliche Probleme haben viele FB schon aufgrund der Anatomie mit der Atmung, das finde ich am Schwerwiegendsten aber auch Hautprobleme gibt es oft.
        Was das Wesen angeht, ist ohnehin jeder Hund anders und muß nicht den Rassebeschreibungen in Büchern entsprechen.
        Dass Französische Bulldoggen leicht zu erziehen sind, bezweifle ich. Unsere ist ein ganz toller Hund und auch sehr clever aber gerade das macht sie so "diskutierfreudig" und durchtrieben. Wir hatten schon einige andere Rassen aber die kleine Kröte bringt mich auch jetzt mit 3 1/2 Jahren noch an meine Grenzen.

        LG,

        W

      • Einfacher nun nicht in der Erziehung in dem Sinne, sicher ist jeder Hund individuell und hat auch seine "Macken" und einen eigenen Charakter.

        Dennoch haben sie wahrscheinlich von Natur aus schon nicht den Jagdtrieb wie ein Jack Russel oder den Trieb hat wie ein Border Collie.

        Ich wollte einfach mal wissen wie die Erfahrungen im Alltag sind mit dieser Rasse und ob sie sich als Familienhund wirklich so gut eignen wie beschrieben.

        (6) 19.09.12 - 18:36

        Ich habe aktuell 8 Frenchies.

        "Wir haben einen kleinen Sohn der im Dez. 2 wird und wohnen ein einem schönen Haus auf dem Dorf mit großem Garten. Der Hund könnte also auch raus so oft und so lange er will. Natürlich würde er auch in die Wohnung dürfen wenn er denn möchte. "

        Eine Französische Bulldogge darf nicht nur ins Haus "wenn sie möchte", sondern lebt hauptsächlich dort. Das gleich mal vorweg. Denn Franzosen möchten am liebsten IMMER und ÜBERALL bei ihren Leuten sein.

        "Bully´s sollen sehr Familienfreundlich sein, gern spielen aber nicht zu aufgedreht sein so wie beispielsweise ein Jack Russel. Außerdem sind sie Kinderlieb und leichter zu erziehen als ein Terrier. "

        Öhm, meine 2jährige FB-Hündin spielt so ziemlich jeden Jacky an die Wand. Gesunde Bullys können durchaus mit Terriern, Schnauzern und allen anderen Hunden mithalten. Gut, mit Windhunden um die Wette laufen oder mit nem Jagdterrier an die Sau gehen wohl eher nicht.
        Sie spielen auch nur so viel, wie man ihnen ein Spielpartner ist. Familien- und Kinderfreundlichkeit findest du nur bei Bullys, die in der Hinsicht gut geprägt und sozialisiert aufgewachsen sind. Ein spezielles Gen dafür haben sie nicht und ich kenne auch FB, die mit Kindern so gar nichts am Hut haben.

        Leichter zu erziehen? Naja, bedingt. So mancher Bully hat schon nen erfahrenen Hundetrainer auflaufen lassen, wenn er bei nassem Gras partout nicht "Platz!" machen will, sich ständig mit dem Rücken zu ihm hinsetzt oder alles andere interessanter findet, als die aktuelle Übung.

        Auch im alltäglichen Leben kann die Erziehung eine große Herausforderung werden, wenn man nicht die richtige Sprache findet, um Bully klar zu machen, was man wünscht.

        Insgesamt ist der FB ein Hund, den man durchaus ernst nehmen muss, wenn man keinen Bauchklatscher machen will.

        "Allerdings habe ich auch gelesen das sie sehr anfällig für Krankheiten sind, stimmt das? Speziell was die Augen betrifft. Was für Krankheiten treten häufiger auf? Ich habe auch von Allergien gelesen. Wir hätten die Möglichkeit einen Welpen vom Züchter zu bekommen, worauf muss ich achten? Stammbaum haben sie, Entwurmt wären sie und gechipt."

        Als erstes steht das Brachicephale Syndrom, gefolgt von Rückenprobleme, Patellaluxation, dann Allergien, Ohrenprobleme, Augenprobleme treten eher selten auf. Gute Vereine machen eine Zuchttauglichkeitsprüfung, ohne deren Bestehen die Hunde nicht in die Zucht gehen. Das beinhaltet auch eine Gesundheitskontrolle auf Rücken, Atmung, Herz und PL.
        Die Mutterhündin beim Züchter live zu erleben, auch in Action, evtl. vorherige Nachzuchten oder andere verwandte Hunde, ist die halbe Miete. Den Vaterrüden erlebt man in meinem Verein nur bei wenigen Züchtern, da die wenigsten einen halten. Zumal wir einen Rüden pro Hündin nur einmal einsetzen.
        Achte auf einen hervorragenden Allgemeinzustand dieser Hunde. Glänzendes Fell, klare Augen, KEINE Atemgeräusche, freie Bewegungen und ein aufgeschlossenes Wesen ist PFLICHT! Wer dir was anderes erzählt, ist kein guter Züchter. (Die Mutterhündin darf etwas räudig aussehen, da ALLE Hündinnen nach dem Abstillen ihr Fell abwerfen und borstig aussehen.)

        Der Preis eines Fransebullys dürfte so um das Doppelte eines Rottis oder Jackys betragen. Nen guten Rotti mit Papieren kriege ich schon für 800 €, nen Bully erst so ab 1500 €.

        #winke Ute

        • (7) 19.09.12 - 19:02

          Ich danke dir für deine ehrliche Antwort.

          Ja mit dem Preis habe ich gerechnet der Rotti hat vor 1,5 Jahren gute 1.700 Euro gekostet der Jack Russel vor gut 16 Jahren 1.500 Mark (da war die Rasse noch nicht all zu bekannt un "In" hier)

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