Ab wann ist ein Hundeleben nicht mehr lebenswert?

    • (1) 21.09.12 - 09:47

      Huhu ihr Lieben,

      die Frage steht ja schon oben. Ich frage wegen unserem 12jährigen Schäferhundmix.
      Er hat ganz schlimme Hüftprobleme und außer Schmerzmittel (er bekommt inzwischen Phen-Pred - von anderen hat er erbrochen) zu geben ist ihm wohl nicht mehr zu helfen.

      Er steht inzwischen teilweise, das ist Tagesformabhängig, nur noch wiederwillig auf, bleibt nach ein paar Schritten stehen und legt sich ab - gehen wir (ganz kleine Runden) in den Wald will er jedoch unbedingt durchs Unterholz und man hat den Eindruck, dass es ihm dabei besser geht - allerdings darf er laut TA nur noch im Schritt an der Leine laufen, das finde ich schrecklich und lass ihn auch mal stromern - ich sammle ihn aber auch gleich ein, wenn er losrennen will.
      Nach einem Spaziergang liegt er aber auch den Rest des Tages.

      Die Probleme mit der Hüfte strahlen auch auf den Darm, er verliert den Kot einfach oder merkt zu spät, dass er mal "muss". Das ist kein Problem für uns, wir schimpfen nicht wenn das passiert.

      Nun haben uns einige angesprochen, die meinen, dass er sich quält und das kein Hundegerechtes Leben mehr ist.

      Er frisst noch ganz gut, nicht mehr so viel - er bewegt sich ja aber auch weniger. Und manchmal will er sogar noch mit unserer Hündin spielen.

      Herz und Nieren sind bis jetzt noch ok - wir lassen wegen der Schmerzmittel regelmäßig das Blut anschauen.

      Ich weiß ihr könnt das aus der Ferne nicht beurteilen, aber was denkt ih so nach meinen Schilderungen? Ich meine er ist ein Familienmitglied und das will man nicht gehen lassen, aber leiden soll er natürlich auch nicht.

      Danke für eure Meinungen

      Lg
      Tine

      • also alleine vom deinem geschriebenen, würde ich mich am besten bald für eine Euthanasie entscheiden.

        Fragt den TA ob er nach Hause kommt, wenn ihr eine möglichkeit habt den Hund zu Hause im Garten zu beerdiegn dann müsst ihr mind 80cm tief buddeln, es seie denn ihr lebt in einem Wasserschutzgebiet dann ist es verboten

        Wenn nicht könnt ihr euren Hund beim TA lassen er würde dann von dort abgeholt werden

        Alles Gute #stern

      Hallo,

      für mich ist das kein Hundeleben mehr - leider!

      Bei uns war es so, dass unser Timmy auch mit der Hüfte zu tun hatte. Er kam schwer hoch, wollte viel mehr als er konnte. An dem gewissen Tag kam er gar nicht mehr hoch. Er hat im Liegen gepinkelt #schock und seinen Stuhl verloren. Wir haben uns ausgiebig an diesem Tag mit ihm beschäftigt. Als mein Mann da war, sind wir zum Tierarzt.

      Ich würde Deinem Hund den letzen großen Weg bereiten. Das gehört dazu. Er ist Dir nicht böse, im Gegenteil. Er merkt sicherlich auch, dass er nicht mehr so kann wie er früher konnte. Mit Schmerzmitteln leben ist sicherlich auch nicht DAS Leben, was sich ein Tier wünscht. Aber bleibe auf alle Fälle bei ihm und lass Dir nicht unbedingt anmerken, dass es zum TA geht...

      LG und alles Gute Euch!
      Caro

    • Hi,

      so wie du schreibst, würde ich auch über das einschläfern nachdenken. Dein Hund mag trotz Schmerzmitteln (und Phen-Pred ist kein leichtes Mittel) nicht mehr gerne aufstehen / laufen (also hat er trotzdem noch Schmerzen!), frisst weniger, kann den Kot nicht mehr wirklich halten... DAS ist für mich kein lebenswertes Leben mehr.

      Und es ist normal, dass er draußen auflebt - das ist der Trieb, der in ihm steckt. Mein alter Pancho (Dackelmix) schnüffelte sonntags noch nach Mäusen, versuchte einem Kaninchen hinterher zu gehen - und wurde dienstags mittags eingeschläfert#heul. Es war sonntags schon klar, dass er bereit ist zu gehen, auch wenn mir der Spaziergang doch nochmal Hoffnung machte. Montags gab es dann keinen Zweifel mehr. Niemals hätte ICH ihm ein Leben mit dauerhafter Schmerzmittelgabe zugemutet - erst Recht nicht, wenn ich merke, dass sie nicht mehr wirklich helfen.

      Die Entscheidung ist niemals leicht - wir habe diese in den letzten 2 Jahren mehr als einmal treffen müssen:-(, aber das ist unsere Aufgabe als Tierhalter und unsere Verantwortung unseren tierischen Freunden / Familienmitgliedern gegenüber.

      Alles Gute - und alleine durch Deine Frage zeigst Du, dass Du den ersten Schritt zur richtigen Entscheidung gegangen bist.

      Ach so - unser Tierarzt antwortet uns auch ganz ehrlich, wenn wir nach seiner Meinung fragen und unabhängig davon, ob er mehr Geld verdienen könnte (er hat uns z.B. davon abgeraten unseren Pancho zum Intensivpatienten zu machen - mehr als ein paar Tage, vielleicht Wochen mit sehr vielen TA-Besuchen und Medis hätte das nicht gebracht - im Interesse unseres kleinen Pancho).

      Lg
      Kim

      hallo tine.
      das hört sich echt nicht gut an. unser erster hund hatte krebs. sie hat auch normal gefressen und getrunken, aber war halt total schlapp. wenn wir mit ihr raus sind, hat sie uns immer so traurig angeschaut. man hat gemerkt, sie will, aber es geht einfach nicht. wir haben uns dann nach langem reden auch dazu entschlossen, sie einschläfern zu lassen. wir hätten zwar die möglichkeit gehabt eine cemo zu machen, aber da hat uns keiner eine garantie gegeben, dass sie das überlebt. das ist eben das schöne an einem tier leben, wenn man merkt dass sie leiden und schmerzen haben, dann lässt man sie gehn und hilft ihnen dabei und man kann bei ihnen sein bis zum schluss.

      es ist ein schwerer schritt, aber wenn er so leidet, dann erlöse ihn und sei bei ihm.

      ich wünsche dir ganz viel kraft.
      liebe grüsse nicole

    • Hallo!

      Ich verstehe Dich soooo gut... unser 11jähriger Goldie hat auch Hüftprobleme, und NOCH geht es. Aber eben auch nur "noch".

      Viele Hunde sehen Spaziergänge als eine ganz wichtige Aufgabe und Arbeit an, und drehen da so richtig auf. Mein Jack will da auch wesentlich schneller laufen und weiter laufen, als ihm gut tut. Es ist sein Dienst, sein Patroulliengang. seine wichtige Aufgabe.

      ja, das vermittelt in dem Moment den eindruck großer Lebensfreude, aber er muss es eben danach wirklich massiv büßen.

      Also wenn er nur noch ein paar Schritte schafft, und sich dann wieder hinlegt, dann wird es wirklich Zeit, so schwer es auch fällt.

      Hallo an alle die geantwortet haben,

      ich danke euch für eure Meinungen und lieben Wünsche.
      Wir (mein Mann und ich) haben das nun nochmals besprochen, ich tendiere dazu den letzten Schritt zu gehen, mein Mann jedoch ist noch nicht bereit - er hat ihn mit in die Beziehung gebracht und er ist bei ihm seit er ein Welpe war.
      Ich kann meinen Schatz verstehen und habe mit dem Tierarzt gesprochen und wir dosieren das Schmerzmittel nun noch etwas höher.

      Ach Mensch, so was ist echt Sch**** - Entschuldigung.

      Lg

      Tine

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