Voraussetzungen für "eigenes Pferd".... - bin etwas stinkig

    • (1) 05.10.12 - 18:55

      Hallo ihr lieben,

      ich muss mir hier mal Luft machen und euch gleichzeitig nach eurer Meinung fragen. Ich hatte heute eine interessante Diskussion in der Runde in einem Reitstall, als ich mit einer Freundin deren Tochter vom Reitunterricht abholte.

      Wie das so ist, wenn man andere Menschen mit dem "gleichen" Hobby trifft, unterhält man sich ja über diverse Erfahrungen. Wir saßen noch ein bisschen in der Runde und da ich zum ersten Mal auf dem Hof war, fragte man mich, ob ich denn auch reite oder sogar Pferdebesitzer wäre. Ich habe mir vor gut 1,5 Jahren den langen Wunsch erfüllt und mir ein Pferd gekauft. Und als ich das erzählte ging das große Fragen los. Man quetschte mich über alle möglichen Sachen zur Haltung, Rasse, Alter, Ausbildungsstand und und und aus.
      Die erste Diskussion begann als ich mitteilte, dass ich überwiegend im Gelände reite, mein Pferd mein bester Freund ist und ich es als Ausgleich zum Alltag sehr toll finde. Ich mein, das war mir klar, ich habe zwar selbst das Reiten 10 Jahre lang in einem Reitstall gelernt und dann doch beschlossen, dass ich dies als reinen Sport nicht besonders toll finde. (Jedem das seine)

      So, jetzt zu dem eigentlichen Schock. Wie schon gesagt,habe ich 10 Jahre lang regelmäßig die Reitschule besucht und viel gelernt, trotzdem habe ich nie den Wunsch nach irgendwelchen doofen Reitabzeichen gehabt und habe für mich reiten und alles rund ums Pferd erlernt. Auch das teilte ich mit, als ich nach meinen Abzeichen und Erfolgen während meiner Reitschulzeit gefragt wurde.

      Plötzlich zischte da doch tatsächliche ein junges Ding (um die 13-15 Jahre alt) dass solche Menschen wie ich genau die Menschen sind, die sie nicht leiden könnte. Keine Abzeichen haben und dann denken ein eigenes Pferd fachgerecht halten und reiten zu können.... Das hat gesessen und die Diskussion fing an. Mir wurde schnell klar, woher der kleine Fratz seine Meinung hatte - von seinen Eltern.

      Die Mehrheit der Anwesenden Reiter, Pferdebesitzer und Eltern waren doch tatsächlich der Meinung, dass man in der Regel als angehender Pferdebesitzer mindestens das bronzene Reitabzeichen besitzen sollte, um alle geforderten Aufgaben meistern zu können.

      Ganz ehrlich...was ist das denn? NAtürlich muss ich diverse Erfahrung und Kenntnis haben um eine solches Projekt starten zu können trotzdem sehe ich doch die Notwendigkeit ein Reitabzeichen besitzen zu müssen, um auch ein guter PFerdebesitzer sein zu können etwas übertrieben....
      Meinem Pferd fehlt es an nichts und ich wette, dass meine Lou es sogar besser hat als manch armes Schul-, Sportpferd und das mit Wissen, Erfahrung und vor allem OHNE Reitabzeichen.

      Wie seht ihr das denn?

      Liebe Grüße
      Sunrise008

      • (2) 05.10.12 - 19:16

        Naja, das Mädl kennt dich ja nicht und kann so ja überhaupt nicht beurteilen, ob du nun genug Reit- und Pferdewissen hast um ein Pferd vernünftig halten zu können.
        Und natürlich sagt auch ein Abzeichen darüber erstmal nicht viel aus (wobei es immerhin grundlegende Reitkenntnisse belegt und jahrelanges Interesse am Pferd ).

        Aber, ohne dass dies mit dir persönlich das geringste zu tun hat, stelle auch ich immer wieder fest, dass sich immer mehr Menschen ohne fundiertes Wissen Pferde kaufen (oder gar schenken lassen#augen). Das ist durchaus ein beängstigender Trend, der sicherlich nicht zum Wohl der Pferde ist. Ich habe da auch schon ziemlich traurige sachen erlebt, die mit ein bisschen mehr Wissen nicht passiert wären.
        Also wäre es gar nicht mal so schlecht, wenn es so eine Art Pferdehalter-Schein geben würde... Andererseits ist Papier bekanntlich geduldig...

        Vermutlich hat dieses (vorlaute, pupertierende) Mädchen dies gemeint, bzw diese Meinung aufgeschnappt und, ohne dich oder dein Pferd näher zu kennen, einfach den Mund zu weit auf gerissen.
        Ärgere dich einfach nicht weiter drüber!

        Hallo,

        so ein Schmarrn.
        Viele meiner Freunde haben kein Abzeichen.

        Ich selber auch nicht. Für was denn?, frag ich immer.
        Die sind sauteuer und was bringt es mir, wenn ich sagen kann
        ich hab das oder jenes Abzeichen?

        Ich will beruflich nichts mit Pferden machen, dann finde ich es rausgeschmissenes Geld.

        Und nebenbei, ich hab mein Pferd seit 20 Jahren und bin mehrere Meisterschaften geritten. Und das ganz unqualifiziert ohne Abzeichen!;-)

        LG
        Dünki

        • meisterschaften???in was denn??
          zumindest für A brauch mal in der regel das kl.abzeichen denn man braucht ja LK 6
          und umsohöher desdo niedriger das LK!!!
          lg

        • Das man sich hier immer rechtfertigen muss und einem immer unterstellt wird
          man schreibt Mist nervt echt gewaltig! #aerger :-[

          Aber um dich zu beruhigen!

          Beim Westernreiten, Verband EWU habe ich vor etwa 20 Jahren angefangen Tuniere zu reiten und bin bis Deutsche Meisterschaft geritten ohne Abzeichen!

          Ja, das geht!

          • ich hab nie behauptet das jemand mist schreibt!
            hab mich nur gewundert ich hatte jetzt an andere meisterschaften gedacht!

            mit westernreiten kenne ich mich mal soooo garnicht aus,aber ich weiß das das nochmal zwei unterschiedliche paar schuhe sind,und kann mir vorstellen das das da möglich ist!!!

            wenn das"" noch ein paar" an mich gerichtet war ,weiß ich leider nicht was gemeint ist!
            lg
            ps ich überlasse es übrigens jedem selber ob er abzeichen machen will oder nicht!
            ich verurteile deswegen keinen und bin auch nicht der meinung das man deswegen keine ahnung hat oder sonst was ICH empfinde sie aber als gut!

            • Ne, direkt geschrieben hast du es nicht, aber gemeint schon.
              "meisterschaften???in was denn??"
              Man kann auch ganz normal und nett nachfragen wenn einem etwas interessiert.

              Das ist ja schön, das du es dir " vorstellen" kannst, dass sowas möglich ist......
              Das ist ja schonmal was.

              • sorry,das ist meine schreibweise.
                bei mir hat es keinen hintergrund ob ich 1? oder 5? setze ,darüber haben sich hier schon einige geärgert ist aber einfach ne blöde angewohnheit.

                ich hatte einfach nicht an westernreiten gedacht,weil im eröffnungsthread davon nicht die sprache war!
                und mehr als vorstellen geht leider nicht,dann müsste ich es wissen und ich weiß es nunmal nicht.

                und ich finde zwar das ein abzeichen nicht zwingend vor dem pferdekauf vorhanden sein muss,denke aber im laufe der zeit ist es ganz sinnvoll...
                wie heißt das ding geländepass??? das z.b. finde ich für freizeitreiter super denn man lernt alles worauf man im gelände achten muss.....
                und ich glaube es ist schon fast jedem ob mit oder ohne pferd passiert das irgendwelche kamikazereiter im vollen galopp an einem vorbei gezischt sind?!?!
                (gut,der geländepass schützt natürlich nicht davor,aber man weiß auf jedenfall das das garnicht geht )
                lg kyra

        Was ich noch vergessen habe.

        !!!!! und noch ein paar ??????

        Hoffe es waren genügend für deinen Geschmack?

(13) 05.10.12 - 20:18

Hallo,

ich habe ebenfalls Jahrelang Pferde besessen und nur als Kind Reitunterricht gehabt. Mit 4 hatte ich mein Welsh Pony und als er eingeschläfert werden musste als ich 13 war, bekam ich Monate später meinen Percheron Mix, wobei ich meine erste Liebe nie vergessen werde#verliebt #kerze

Ich habe nie Turniere mitgemacht, Reitabzeichen oder sonstiges, aber ich habe viel über Pferdehaltung, Pflege, Gesundheit usw. aus Büchern und aus Gesprächen mit anderen Pferdebesitzern erfahren. Meine Kusine war auch meist mit beim Pferd, da sie selber dort welche stehen hatte und sie ist Tierarzthelferin und hat mir alles beigebracht was ich wissen musste.

Man braucht keine Abzeichen um ein guter Pferdebesitzer zu sein. Die Abzeichen macht man doch mehr für dich als Bestätigung oder zum Spaß, aber Pflicht ist das ja nun nicht.

Ich liebe auch das gelände. Halle und Platz waren nie was für mich. Nur im Winter. Leider musste ich meinen "Dicken" im November letzen Jahres gehen lassen und bin momentan pferdelos. Ich bin auch noch nicht soweit wieder eines besitzen zu wollen. Felix und Frechdachs habe ich so sehr geliebt das es mir schwer fällt an ein neues zu denken.

Alles Liebe und lass dich nicht ärgern

germany die wenige "Reitschulmädchen" leiden kann...

  • Du hast aber auch ziemlich "chaotische" Zeiten hinter Dir zumindest mit dem Dicken, wenn ich mich recht erinnere.
    Da wäre eine solide Ausbildung von Reiter und Pferd schon sinnvoll gewesen, damit man beiden Partnern gerecht werden kann.

    LG,

    W

    • Ich hatte keine Probleme mit meinem Großen. Nicht mehr als jeder andere Reiter auch. Klar hat er mal gebockt und eine Zeitlang wollte er nicht ohne seine Stallgefährtin raus, aber das problem haben viele, die Ihre Pferde in einer kleinen Herde halten.

      • Solch gravierende Probleme hat jeder?
        Fass es bitte nicht persönlich auf aber diese Probleme kenne ich nur von Leuten, die eben nicht die nötigen Voraussetzungen für die Haltung und Ausbildung eines jungen/rohen Pferdes haben. Ich würde jedenfalls kein Geld für Unterricht oder Beritt bei jemandem ausgeben, der solche Kämpfe mit dem eigenen Pferd austragen muß :)

        LG

        • Also jetzt lass mal die Kirche im Dorf! Ich kenne genügend Reiter die gravierendere Probleme haben. Buckelt dein Pferd nie wenn es sich freut? oder weil es mal mies drauf ist?

          Mein dicker lebte mit 2 anderen Ganzjährig im freien mit Offenstall und das er seine Zwei langjährigen Kumpel, die oftmals wirklich Terz machten wenn wir gingen, nicht alleine lassen wollte ist jawohl klar. Und das Problem haben wir sehr schnell in den Griff bekommen.

          Wir haben Stangenarbeit und Dressurübungen gemacht, waren aber Größtenteils im Gelände. Aber natürlich habe ich ihn auch am Boden gearbeitet usw. Er hatte keine Gänge wie ein Araber, aber nachdem er warmgeritten war, saß man auf ihm wie auf Wolken.

          Ich habe als Jugendliche dankend abgelehnt als mir angeboten wurde unseren Hafi-Mx zu behalten und später zu bereiten, da ich wusste, dass ich davon nicht genug Ahnung habe und außerdem war dieses junge Tier einfach nur Katastrophal und hieß nicht grundlos "Rebell".

          Ich finde es schon extrem eingebildet zu sagen, dass Freizeitreiter nicht genügend Ahnung von Pferden haben. Natürlich hatte ich als Kind Reitunterricht und auch später von meiner Kusiene. Aber das man Unterricht hatte, heißt nicht, dass man Ahnung von Pferden hat, nur weil man sich oben halten kann! Und auf einem Reitschulpferd, kann sich wirklich jeder Idiot halten, dazu benötigt man kein Können. De Tiere reagieren auf keinerlei Hilfen oder sonstiges. Meinen Großen konnte ich übrigens auch ohne Trense und Sattel reiten, da er auch auf kleine Hilfen reagierte.

          • (18) 07.10.12 - 11:58

            ich will mich da mal einmischen.....

            die schulpferde an unserem stall wurden regelmäßig 1-2 mal die woche "beritten" eben damit es nicht irgendwelche 0815 ponys/pferde sind.

            alle reagieren auf hilfen und genau so soll es ja auch sein damit auch ein kind direkt merkt wenn ich rumzubbel passiert einfach nichts....
            mit den richtigen hilfen macht das pony/pferd was ich verlange!!!

            und ich bin der meinung nur so lernt man reiten,denn man kanna auf einem noch so guten s pferd sitzen ohne hilfen passiert da nix...!
            und auch dafür kann man einen lehrgang befürworten-ich halte es aber nicht für vorraussetzung!

            lg

            • (19) 07.10.12 - 12:05

              Ja, das mag ja Heute so sein! Ich hab vor 20 Jahren reiten gelernt, da sind die Ponys stumpf im Kreis gelaufen, reagierten sobald die Lehrerin "Trab" rief und wir mussten nichts weiter machen. Klar wurde uns gezeigt wie wir die Beine halten müssen usw. aber es ist kein Vergleich zu Heute, wo die Tiere besser ausgebildet sind und nicht nur stumpf ihre Bahnen ziehen.

              • (20) 07.10.12 - 19:41

                da ich gerade mal 22 jahre alt bin,kann ich das natürlich nicht beurteilen ich dneke auch,das es von stall zu stall verschieden ist.
                unsere stallbesitzerin legt da einfach werth drauf und das ist auch gut so.
                alle schulponys gehen auch turniere!

                sie war damals sogar total (sorry) geil darauf meine stute zu kaufen.
                die wurde 1 mal die woche als therapiepferd eingesetzt und war so gelassen und ruhig-ein traum!
                klar ein A-pony als schulpferd macht sich natürlich auch gut ;-)

                wie dem auch sei,ich finde abzeichen ein ganz gute angelegenheit-aber nicht zwingend notwendig!
                lg kyra

Die reden offenbar ganz großen SCheißdreck daher und halten sich für was besseres. DAs würde ich denen notfalls auch genauso sagen und dann gehen.
Ela

(22) 05.10.12 - 20:48

Genau aus diesem Grund meide ich Reitvereine.

Meistens ist da doch nur gezicke und "wer ist besser" Getue.

Mein Pferd steht im Offenstall, von Frühjahr bis Herbst 24 Stunden auf der Weide.

Ich habe weder Abzeichen noch hat mein Pferd eine besondere Ausbildung.

Und doch kann ich sagen das mein Pferd glücklich ist und ein schönes Leben führt.

Ich bemitleide eher die meisten Pferde in Reitvereinen (kann nur von denen sprechen die ich kenne) wo die Pferde nur bei gutem Wetter auf die Koppel dürfen für max. 1-2 Stunden. Bei jedem Tropfen Regen reingeholt werden oder gar nicht raus dürfen. Und dementsprechend "rasten" diese Pferde auf der Koppel aus, was nicht selten zu Verletzungen führt.

Lg

  • Sicher sind Abzeichen und Prüfungen nicht nötig, sie gewährleisten aber in der Regel, dass man zumindest eine Basisausbildung genossen hat und das kommt Reiter und Pferd zu Gute.
    Die unterschiedlichen Ausbildungen je nach Reitstil haben ja alle das Ziel, das Pferd körperlich zu dieser Nutzung zu befähigen mittels Gymnastizierung, Muskel- und Konditionsaufbau. Das finden viele sog. Freizeitreiter leider nicht nötig und darunter leidet dann in erster Linie das Pferd. Einer der beiden Beteiligten sollte zumindest eine solide Ausbildung genossen haben.

    LG,

    W

    • Ich denke da gibt es wieder solche und solche. Ich habe erst zusammen mit meinem Pferd viele wirklich wichtige Dinge gelernt.

      Mein Pferd habe ich roh gekauft.

      Er reagiert sehr gut auf Gewichts- und Schenkelhilfen. Der Rest läuft über Stimme. Und das alles lernte er vom Boden aus.
      Ich habe viel mit ihm vom Boden aus gearbeitet und tue es auch heute noch, meist lieber als ausreiten zu gehen.

      Mein Pferd latscht auch nicht auf der Vorderhand herum.

      Das liegt aber auch daran das ich gezielt arbeite. Auch ausreiten oder spazieren laufen bedeutet nicht in der Gegend rum zu latschen. Da suche ich mir immer Dinge raus. Wie steil hoch, über Baumstämme laufen, rückwärts an Baumstämmen entlang, Bäume im Slalom etc etc etc Es gibt sehr viel was man auch draußen machen kann nur du hast Recht viel zu viele machen es nicht und bestimmt auch nicht alle das Gelände was wir hier haben).
      Ab November habe ich eine Trainerin für Freiheitsdressur und Zirkuslektionen. Da bin ich schon sehr gespannt darauf. Einige Kleinigkeiten kann er schon, aber gerade komme ich alleine nicht mehr so gut weiter, weil es jetzt zu den schwereren Dingen geht.

      Reiten ist absolut nebensächlich für mich. Mir ist die Beziehung zwischen mir und meinem Pferd wichtig und dadurch arbeite ich auch sehr viel mit ihm.

      Lg

      • Gut, Du bist dann das positive Gegenbeispiel :)
        An meiner Theorie halte ich dennoch fest und befürchte, dass der Großteil der "Freizeitreiter" ohne solide Ausbildung eher die wilen Geradeausheizer sind, deren Pferde eben nicht ausbalanciert und gymnastiziert sind und die alles, was in Richtung Dressurreiten geht, als unnötig abtun. Wenn man weiß, was man tut und beiden gut tut, braucht man selbstverständlich keinen viereckigen Platz und irgendwelche Prüfungen. An ein paar Stunden (je nach Talent) Unterricht geht aber m. E. kein Weg zum Pferd und zum vernünftigen Reiten vorbei.

        LG,

        W

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