Katzen, Kinder und SS

    • (1) 16.10.12 - 10:06

      Hallo Zusammen.

      Bisher haben wir noch keine Tiere. Allerdings denken wir schon länger über die Anschaffung eines Haustieres nach, welches zu unserer Familie paßt. Soll ja auch keine leichtfertige Entscheidung sein. Nun, nachdem wir uns jetzt auf eine Katze geeinigt hatten und schon auf der Suche nach einem geeigneten Tier waren, wirft mein Mann die Sorge nach Toxoplasmose auf. Wir sind normalerweise in ICSI-Behandlung und haben noch eine Kryo für nächstes Jahr geplant. Bis 2010 war ich Toxoplasmose negativ.

      Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko eigentlich ? Wie sieht es aus wenn man sich infiziert ? Wie sieht das Risiko für unsere Kinder aus ? Kennt sich da jemand aus ? Muss man zwangsläufig mit Toxoplamose infiziert sein wenn man Katzen hat ? Wie kann man das Risiko einer Ansteckung vermindern ?

      Wir haben nun beschlossen, lieber bis nach der Kryo zu warten, denn mit Toxoplasmose ist in einer SS nicht zu spaßen. Aber aus gegebenen Anlass wollte ich mich gerne einmal darüber informieren. Vielleicht hat jemand auch Erfahrungen mit Katzen und kleinen Kindern und worauf man da alles achten muss.

      Lieber Gruß von Lavendel

      • Hallo!

        Kommt vor allem drauf an, wie die Katze leben soll. Eine Katze die draußen Mäuse fängt schleppt natürlich reichlich Keime, Würmer und halb tote Mäuse an. Bei reinen Wohnungskatzen die mit Dosenfutter ernährt werden ist dagegen das Risiko von Toxoplasmose etc. gleich null. Sie können sich ja selber nicht anstecken.

        Bitte Katzen NIE alleine halten, es sind soziale Tiere die ihre Artgenossen brauchen.

        • Hallo Hasipferd.

          Ja, daran haben wir auch schon gedacht. Allerdings sagten sie uns im Tierheim, dass es auch Katzen gibt, die absolute Einzelgänger wären und keine anderen Katzen tolerieren. Zudem soll es eine Freigängerkatze werden, denn wir sind beide berufstätig und da wollen wir die Katze nicht den ganzen Tag in der Wohnung eingesperrt lassen. In dieser Kombination ist eine Einzelkatze wahrscheinlich dann nicht so schlimm denke ich .. Ansonsten bin ich eigentlich auch eher für Paarhaltung.

          Lavendel

          • Einzelkatzen sind nur selten echte Einzelgänger, sondern das Tierheim erlebt sie in einer Extremsituation - aus ihrer vertrauten Umgebung heraus gerissen, in einem nicht besonders großen katzenzimmer mit 20 fremden Artgenossen konfrontiert - wundert es Dich da, dass manche Katzen damit nicht klar kommen? Würde man diese Katzen in einer ganz normalen 3-Zimmer-Wohnung mit 2 oder 3 anderen Katzen zusammen führen, dann wären sie zwar meistens ein paar Wochen lang unsicher wie sie sich verhalten sollen, aber am Ende würden sie sich doch anfreunden.

            Mit einem so richtigen Einzelgänger tust Du Dir auch keinen Gefallen, denk an die Nachbarn die auch Katzen haben und ständig an Deiner Tür klingeln, weil deine Terror-Katze die Katzen der Nachbarschaft aufs übelste verprügelt.

            auch Freigänger sollten entsprechend nur zu zweit einziehen, und natürlich brauchst Du dann eine Katzenklappe - denn jeden Tag 9 Stunden AUSSPERREN ist noch schlimmer als sie gleich in einer Katzengerecht hergerichteten Wohnung zusammen mit Artgenossen drinnen zu lassen.

            Wenn man sich für reine Wohnungshaltung entscheidet gibt es auch dafür die passenden Katzen - welche die humpeln, sehr schreckhaft sind, schlecht hören oder sehen... ich habe drei solche Wohnungskatzen die auf die Art auch ein schönes Leben führen können, wenn auch drinnen. Sie hätten draußen sowieso keine chance. Und ich habe die gewissheit, dass sie immer da sind, wenn ich heim komme.

            • Es ist Quatsch, das eine Einzelkatze gleichzeitig eine Terror-Katze sein mus, die andere Katzen aufs übelste verprügelt.
              Ich glaube solche Katzen gibt es nur extrem selten, und dann sind es in den meisten Fällen die unkastrierten Kater.

              Ich denke die TE hat sich viele Gedanken gemacht, und wird auch an eine Katzenklappe gedacht haben.

              Ich wünsche der TE viel Spaß bei der Suche nach einer passenden Katze!

              Und Tierheim ist immer eine gute Wahl. Da sind die Tiere geimpft, behandelt und blutuntersucht. Wichtig bei Freigängern wegen FIV und FELV.

              • Danke für deine Antwort und deine Hinweise, moppelhoppel.

                Wir machen uns wirklich viele Gedanken, welches Tier mit unserer Lebensweise am besten zurecht käme. An Hasen haben wir auch mal gedacht, aber wir haben keinen Garten, was ja wesentlich besser wäre. Zudem hat mein Mann Erfahrungen mit Katzen und ist prinzipiell dafür, die Tiere so natürlich wie möglich zu halten, also viel raus zu lassen. Durch meinen Schichtdienst wäre dann auch nur stundenweise keiner zu Hause. Reine Hauskatzen macht unser Vermieter nicht mit, da er vor einiger Zeit eine äußerst schlechte Erfahrung mit unseren ehemaligen Nachbarn hat machen müssen.

                Im Heim finde ich gut, dass man genau hinschaut, wie unsere Lebensverhältnisse sind und welches Tier dazu paßt. Wenn sie es unmöglich finden werden sie uns auch davon abraten denke ich doch. Sonst könnte ich mir ja auch einfach eine Katze aus der Nachbarschaft holen ohne weiter darüber nachzudenken.

                Lieber Gruß von Lavendel

                • Wenn ihr eigentlich gerne Kleintiere wollt könnte ich Dir noch Meerschweinchen vorschlagen, ich finde, sie haben charakterlich viele Ähnlichkeiten mit Katzen. Sie lassen sich gern mal unterm Kinn kraulen, wollen aber selber bestimmen wann, sind sehr gelehrig und können ähnlich gut Kunststücke lernen wie Hunde, und ihr Sozialverhalten ähnelt dem von Pferden. Immer ein Bock (natürlich kastriert) mit mehreren Weibchen, am besten im selber gebauten gehege von ein paar Quadratmetern. Wohnungshaltung kommt ihnen sehr entgegen, bei um die 20 Grad und eher trockener Luft fühlen sie sich am wohlsten.

                  Bei Freigängern muss man eben auch überlegen, wie gefährlich die Gegend ist. Nächste Durchgangsstraße sollte schon einige hundert Meter weg sein, nicht gar zu viel Landwirtschaftliche Nutzflächen (Mähdrescher und Heuwender sind echt übel), keine Nachbarn die gar zu Gartenversessen sind und entsprechend viel Schneckenkorn und giftige Kunstdünger einsetzen (Katze läuft drüber, putzt sich danach und nimmt dabei nicht selten gifige Mengen auf), keine irren Spielplatz-Muttis die Statt den Sandkasten abzudecken lieber Giftköder auslegen, wenn Katzen da rein koten...

                  am ende bleibt eben nur wenig übrig, wo Katzen wirklich gefahrlos frei laufen können. Und das sollte jetzt auch kein Brutgebiet von stark bedrohten Vogelarten sein, nicht schön, wenn die Katzen Rotkehlchen und Zaunkönige jagen...

                  Ich weiß, ich bin anspruchsvoll, aber mir liegt eben nicht nur an den Tieren, die ich halte, sondern auch an denen draußen.

              Nein, da liegst Du daneben. Eine Katze die mit den Katzen in der Nachbarschaft gut zurecht kommt, ist keine Einzelkatze, sondern ein soziales Tier in Einzelhaltung.

              Eine wirkliche Einzelkatze, die in ihrem revier wirklich und dauerhaft keinen Artgenossen akzeptiert, ist fast immer in der nachbarschaft ebenso überaggressiv und kein Spaß.

              Wenn meine Katze sich in der Nachbarschaft dagegen gut verträgt, dann sollte ich sie auch nicht alleine halten. Damit tue ich ja wieder einen sozialen Tier unrecht.

              • (9) 16.10.12 - 20:48

                Hallo, ich habe so eine einzelkatze. Hatte sie erst in wohnungshaltung, mit einer anderen. Die wurde irgendwie gedultet, aber auch regelmäßig verprügelt, außerdem war starkes protestpinkel der einzelkatze die antwort. Die zweite ist verstorben, das protestpinkel ist vorbei. Jetzt sind wir umgezogen, die katze freigänger und ist leider so ein prügelndes wesen, wie du beschreibst. Die nachbarn sind zwar dankbar, dass die fremden kater nicht mehr narkieren und auch keine katzen mehr auf den autos schlafen. Wenn ich aber den oberen beitrag lesen, tut es mir fast leid, das andere karzen vor meiner angst haben könnten. Dabei ist die schon 15 und hat auch nicht mehr alle zähne. Die war schon als baby einzelkatze, hat sich mit den geschwistern nicht wirklich verstanden. Ich glaube aber, solche katzen sond eher selten.

                Lg sonja

    Hallo Lavendel,

    ich meine, mal gelesen zu haben, dass eine Schwangere sich nicht von der Katze belecken lassen soll und keinesfalls die Katzentoilette reinigen sollte. Über diese Wege wird wohl die Toxo übertragen.

    Allerdings kenne ich zig Leute, die schwanger waren und Katzen haben, die haben auch Katzentio gereinigt und mit dem Fellnasen richtig doll geschmust. Ist nichts passiert.

    Allerdings wäre mir das Risiko auch zu groß: wenn ihr wirklich ne Katze holt, sollte zumindest die Toilette ab Schwangerschaftsbeginn dein Mann reinigen.

    Alles Gute und dass die ICSI zum Erfolg führt (war selbst jahrelang KIWU-Patientin, ich habe mir 2006 meine 1. Katze aus dem Tierheim geholt - mittlerweile sind es 3 und ein Hund ist auch noch dazugekommen)

    Nici

Hallo#winke

Ich hatte eine Katze bevor ich schwanger wurde und eine zweite kam nach der Geburt meines Sohnes dazu.
Ich habe mich vor, während und nach der Schwangerschaft auf Taxoplasmose testen lassen und alle drei Test waren negativ. Meine Katzen sind Freigänger, einer von ihnen wird gebarft. Während der Schwangerschaft habe ich die Katzentoilette gereinigt, ich habe mir danach die Hände gründlich gewaschen.
Soweit ich weiß ist die Gefahr höher sich durch Verzehr von Rohmilch, Rohmilchprodukten, rohes Gemüse und Obst, rohes Fleisch und Gartenarbeit anzustecken.

Lass dich doch einfach testen.

Lg Marzena#winke

  • Ja, aber was hättest du gemacht, wenn sie auf einmal während der SS positiv getestet hätten ?? Gibt es dann Behandlungsmöglichkeiten, ohne dass das Kind gefährdet ist ??

Überhaupt ist Toxoplasmose gar nicht so häufig. Wesentlich mehr Schwangere stecken sich mit Cytomegalie an - meistens bei kleinen Kindern, auf dem Spielplatz, bei Freunden und Verwandten. Das geht ganz schnell über den Speichel, nur mal nen Schnuller aufheben oder die Nase geputzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zytomegalie

Das ist wesentlich gefährlicher, so gefährlich, dass Schwangere Erzieherinnen ab feststellung der Schwangerschaft sofort ins Beschäftigungsverbot müssen und nur zurück kehren dürfen, wenn ihr Titer im grünen Bereich liegt.

Also im Zweifel besser die Katzen behalten, aber um andere Kinder einen großen Bogen machen.

  • Ja, du hast Recht, es gibt tausend Möglichkeiten sich anzustecken. In meiner ersten SS habe ich noch Vögel gehabt und hier besteht ja auch die Gefahr der Papageienkrankheit. Gerade durch die aufwirbelnden Federn beim Fliegen (waren tagsüber freifliegend).

    Mein Mann hat halt große Sorgen, da sein Sohn aus erster Ehe im Verdacht stand, Toxoplasmose zu haben. Die einen Ärzte sahen schon Veränderungen, die anderen nicht. Am Ende stellte man fest, dass die Mutter falsch positiv getestet worden war. Die ganzen Ängste und Sorgen will er nicht nochmal durchleben müssen, was ich auch verstehen kann.

    Ich habe aber hier schon viele Informationen erhalten. Vielen Dank dafür. Zumindestens hat es mich sehr beruhigt dass alles doch halb so wild ist wie befürchtet. Ich habe mich schon innerhalb eines Monats Toxoplasmose positiv gesehen .. Ohne das Einverständnis meines Mannes werde ich allerdings nichts unternehmen. Das ist ja klar.

    • Toxoplasmose ist wirklich eher selten. Katzen sind nur recht kurz Ausscheider bei der ersten infektion ihres Lebens, die meisten machen die schon im Welpenalter durch. Ab dann sind sie auch Immun. wäre natürlich auch eine möglichkeit, den Titer bei den Katzen zu bestimmen.

      Die Übertragung läuft sowieso nur über recht direkten Kot-Mund-Kontakt - da ist Gartenarbeit wesentlich gefährlicher als das Katzenklo, nach dem kloreinigigen wäscht man sich natürlich gründlich die Hände, wenn man aber ne Stunde Garten jätet wischt man sich auch mal so mit der Hand Schweiß aus dem Gesicht. Oder eben eine Infektion über rohes bzw. nicht vollständig durcherhitzes Fleisch (vor allem Schwein und Schaf, also bitte keine Rose gebratenen Lammkoteletts).

      Ich wünsche Dir alles gute für die Behandlung. Ich kann Dir aber nur raten, Dein Leben nicht ganz auf die Hoffnung auszulegen - ich lebe seit 9 Jahren damit. sonst bricht irgendwo alles zusammen und es dauert lang, bis man wieder ein Leben hat. Wenn vor jedem Urlaub, jeder Konzertkarte für nächstes Jahr, jeder Anschaffung der Gedanke an eine Schwangerschaft steht, dann macht man sich viel kaputt.

      • Ich bin sowieso kein großer Fleischesser und da wir keinen Garten haben fällt die Ansteckung durch Gartenarbeit eigentlich auch aus.

        Wir werden mit der Anschaffung eines Haustieres wohl eher bis nach der Kryo warten. Es wäre jetzt zeitlich schön gewesen, aber Eile haben wir ja eigentlich nicht. Klar habe ich Hoffnung, dass die letzte Kryo klappen wird. Aber so groß ist diese auch wieder nicht, dafür hatte ich zu viele negative Ergebnisse in den letzten beiden Jahren. Und - du hast Recht - irgendwannmuss man aufhören, damit das normale Leben weiter gehen kann. Sonst wird man nie mehr glücklich!

        Danke für deine Antworten.

Also ganz ehrlich das Risiko, das Du Dir Toxoplasmose über die Katzen holst ist wirklich sehr gering, so sagte es mir mein FA!
Du kannst Deine Katzen aber auch testen lassen! Dies macht aber nur sinn, wenn sie kein rohes Fleisch bekommen und auch keine Freigänger sind!

Beim Klöhchen sauber machen, solltest Du entweder Handschuhe tragen und Dir danach gründlich die Hände waschen oder Du lässt es direkt von Deinem Mann sauber machen!
Nachdem Katzen streicheln usw... würde ich mir an Deiner Stelle die Hände waschen, wenn Du schwanger bist!

Die Gefahr, das Du die Toxoplasmose, über Lebensmittel, wie Gemüse, Obst, Fleisch oder über die Gartenarbeit usw... holst ist viel höher als über Katzen selbst!

Ich habe schon mein ganzes Leben mit Katzen zu tun und helfe auch ehrenamtlich täglich in einem Tierheim und selbst ich bin Toxoplasmose negativ!

(19) 16.10.12 - 20:20

ich lebe seit 21 jahren mit katzen zusammen.
habe selbst 11 eigene.
und ich bin immer noch toxo negativ
solang du das katzenklo nicht mit den fingern saubermachst geht von den katzen auch keine gefahr aus.

ich schmuse mit den stinkern, mache das klo nach wie vor selbst sauber, sie schlafen bei mir im bett und auch bei meinem sohn. und wir sind gesünder als manch anderer der keine haustiere hat ;-)

lg uggl 35. ssw

(20) 16.10.12 - 20:48

Hi,

ich lebe mein ganzes Leben lang mit Freigängerkatzen zusammen und habe ien entspanntes verhältnis zu Toxo.

Es ist wirklich unwahrscheinlich, sich daran zu infizieren, es sei denn du inhalierst im Katzenklo oder wühlst mit den Händen in den Hinterlassenschaften rum.

Während der Schwangerschaften habe ich einfach das Katzenklo nicht gesäubert, sondern mein Mann (wird bei uns aber eh kaum genutzt).

Ansonsten war alles ganz normal, Katze hat mit im Bett geschlafen wie sonst auch etc.

Eine Freundin von mir war auch lange in Kiwu-Behandlung. Auch sie hatte schon immer Katzen um sich herum. Toxo war nie ein Thema. Inzwischen ist sie glückliche Mama.

Also ich würde mich da mal nicht so verrückt machen. Mein FA hat das damals auch sehr entspannt gesehen.

LG juju

(21) 16.10.12 - 21:03

Hallo, lass dich doch jetzt schon mal testen. Ich bin toxo positiv und daurch sehr entspannt in der ss gewesen. Meine fa meinte, dass ich mir das eher durch das viele sushi essen eingefangen habe, als duech die katze. Das ich es mal hatte, hab ich übrigens nicht mitbekommen.

Lg sonja

(22) 17.10.12 - 18:35

Hallo

Habe seit 20 jahren katzen und hab immer noch kein toxo ;-)

mein Frauenarzt sage mir man bekommt öfter toxo von einem Salat der nicht sauber ist als von ner katze . wenn man nicht gerade mit dem kot in berührung kommt sollte das kein problem sein

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