plötzlich nicht mehr alleine bleiben können

    • (1) 09.11.12 - 12:30

      Hallo ihr lieben,

      Wir stehen gerade mit unserem Hundi vor einem riesen Problem!
      Even ist jetzt 8 1/2 Monate alt, wir haben ihn seit er 9 Wochen alt ist. Er ist ein Saarloos Wolfhund, aber relativ rasse-untypisch, sprich sehr aufgeschlossen und neugierig.

      Wir haben von Anfang an das Alleine bleiben mit ihm geübt, zunächst wenn ich unsere Tochter versorgt habe (z.B. Windeln wechseln) war er alleine im Eßzimmer (dort schläft er auch). wir habens dann langsam gesteigert mit einkaufen (30 Min.) bis hin zu 4-5 Stunden. Er hat bis vor 2 Wochen NIE etwas kaputt gemacht, nicht groß geweint oder ähnliches. Ich habe mich nicht von ihm "verabschiedet" und ihn auch nicht sofort begrüßt, wenn ich nach Hause gekommen bin (musste ja in der Regel auch erst meine Kleine versorgen/ausziehen, was auch immer). Meist hat er, bevor ich ihn alleine gelassen habe, gefressen, gelegentlich gabs eine Knabberstange, aber auch nicht immer.
      Im Eßzimmer hat er auch seinen Schlafplatz, dort ist er entsprechend Nachts auch alleine und eingesperrt.

      Vor 2 Wochen war er dann Vormittags alleine (ca. 1,5 Std.) und ist unseren Türrahmen zum Flur angegangen. Bin dann nach Hause gekommen, habs "registriert" und fertig. Klar, ist nicht schön, aber mit Hund muss man nunmal auch mit sowas rechnen.
      Vor 1 Woche war er dann Abends alleine (waren auf einem Geburtstagsessen) und wieder das Gleiche, er ist wieder den Türrahmen angegangen.
      Heute war ich dann mit meiner Kleinen zum Kinderarzt (ca. 2 1/2 Std.) und wieder war Hundi am Türrahmen! Zudem hat er uns den Eßzimmertisch und Teile der Fensterbank abgeräumt!

      Nun stehen wir vor einem Riesen Problem, denn ab Montag bin ich mit meiner Kleinen in der KiTa-Eingewöhnung, d.h. ich bin ab nächste Woche TÄGLICH 2-3 Stunden Vormittags weg...

      So, und nun?? Er ist natürlich weder an Box (haben wir auch garnicht), noch an Maulkorb oder sonstwas gewöhnt. Anti_Knabber-Spray?? Ist glaube ich auch keine Lösung in seinem "Schlafzimmer" (mal abgesehen davon, obs überhaupt funktioniert...).
      Ausgelastet ist er meiner Meinung nach, wir sind in der Regel Votmittags und Nachmittags jeweils eine große Runde spazieren, heißt mind. 1,5Std. Zudem machen wir zweimal tgl. Training nach der Natural dogmanship-Methode, sprich "erjagen" seines Futters. 2-3x tgl. machen wir dann noch ne kleine Pipi-Runde.

      Tja, und jetzt bin ich zu Hause und Hundi schläft im Eßzimmer auf seiner Decke!
      Was ist da los???
      Ich weiß, es wird keine Patentlösung geben, aber uns rennt gerade echt die Zeit weg!!

      Bye,
      Wibbi

      • Hallo,

        er hat lange Weile und sucht sich Beschäftigung?

        Wäre meine Idee.

        Ich meine, in einem Haustiermarkt mal "Hundefernhaltespray" gesehen zu haben.
        Ich hatte für meine Katzen mal das "Katzenfernhaltespray" gekauft, damit die mir die Armlehnen meiner damals neuen mintgrünen Ledercouch nicht zerledern, hat aber Null genützt.
        Hat dein Hund genug Spielzeug, was er in deiner Abwesenheit verunstalten kann? So würde er von den Möbeln und Türrahmen abgelenkt. Zur Not lege ihm ein altes T-Shirt von dir hin, welches ordentlich nach dir riecht.
        Vielleicht hilft das was.

        Grüße

        Nici

        • Moin,

          ich finde, er ist ausgelastet. Klar gehts nicht jeden Tag "bis Ultimo", so dass der Hund in eine Schlaf-Narkose fällt, aber auch das müsste Hundi eigentlich vertragen. Nicht jeder Tag ist halt gleich. Spielzeug hat er, zudem noch einen Kauknochen, den er heute z.B. garnicht angerührt hat. Gepinkelt und gefressen hatte er auch vorher.
          Ab Dienstag war prinzipiello die gleiche Situation (gleicher Ablauf am Morgen mit nur kurzer Runde/Fressen/Alleine lassen), da hat er nichts angestellt...

          Ich versteh es einfach nicht im Moment!

      (4) 09.11.12 - 21:21

      Hallo!
      Das ist das Los eines Saarlooshalters ;-) Von welchem Kennel hast ihn denn? Setz dich doch nochmal mit den Züchtern in Verbindung, aber ehrlich gesagt, kann ich dir nur wenig Hoffnung machen. Ein Saarloos hat viele Baustellen und allein zu bleiben gehört nicht gerade zu seinen Königsdisziplinen... Du kannst die nächsten 2-3 Jahre, also so lange bis dein Hund erwachsen ist, mit noch mehr "Zerstörungswut" rechnen, das ist ganz typisch. Diese Rasse ist nicht einfach handzuhaben.

      Ich liiiiiiebe diese Rasse, echt tolle Tiere, aber solange ich berufstätig bin und nicht den halben Tag mit ihm durch die Wälder streifen kann, werde ich mir keinen anschaffen.
      Schau doch mal hier rein: http://www.una-neshoba.de/leben_mit_nisha.html
      Liebe Grüße
      Marion

      • (5) 10.11.12 - 11:07

        Hallo :)

        Genau wie meine Vorschreiberin sagt ist es auch :-)
        Saarloos sollte man besser in der Gruppe halten- aber das geht natürlich nicht immer...aber dann sollte eine andere wichtige Bezugsperson sehr häufig anwesend sein und den Hund " beschäftigen"...

        Ich denke bei euch kommt grad dazu das er zahnt???
        Da nagen auch viele andere Rassen/ Mischlinge Sachen an...

        Saarloos sind wirklich sehr speziell & ich liebe diese Tiere...!????
        Aber so lang ich auch nicht genug Zeit hab & kein Riesen Garten ( der sehr gut gesichert sein muß, da sie auch sehr gut ausbrechen können), wird die Rasse erst mal ein Traum für mich bleiben:-(
        Sprecht nochmal mit dem Züchter & googelt mal... Es gibt sehr interessante Beiträge;-)

        Viel Spaß & gute Nerven mit eurem tollen Hund ????

        Simone ( mit Mann, 3 Kids, Collie & Siamkatze)

        • (6) 10.11.12 - 19:54

          Hallo nochmal,

          vielen Dank, aber wir haben uns durchaus über mehrere Jahre mit der Rasse beschäftigt und auch Kontakt zu mehreren Saarloos-Haltern.

          Und auch ein Saarloos ist "nur" ein Hund! Soviel mal dazu!

          Unser Problem ist nicht in erster Linie, dass er mal was angeknabbert hat, damit haben wir an sich schon viel früher gerechnet. Unser Problem ist eher, dass er dabei so unberechenbar ist, wann es z.B. wieder passiert!
          Und nein, zahnen tut er nicht, da ist er schon seit Monaten mit durch!
          Und ja, wir haben einen Garten. Ja, er könnte dort theoretisch ausbrechen, jedoch ist das eine Frage der erziehung, nicht eine Frage der Rasse!
          Gruppenhaltung? Genauso sinnig wie mit JEDEM anderen Hund.. Und klar muss der Hundehalter für den Hund da sein und ihn beschäftigen, genauso wie JEDEN anderen Hund auch!

          Nur sorry, die KiTa-Eingewöhnung kriegt meine Kleine nicht alleine hin, da muss Hundi (der ja zovor auch schon immer wieder mal 4-5h alleine geblieben ist, OHNE etwas anzustellen) nun durch!

          Bye,

          Wibbi

          • (7) 14.11.12 - 09:46

            Hallo,

            Tja vllt einfach erneut mit dem / der züchter/in sprechen- vllt hat er/sie noch nen tipp..,

            ????
            Von kita eingewöhnung hab ich gar nix geschrieben...???
            Das die kein kind allein hin bekommt is schon klar...

            Ich wollte nur freundlich sein, deshalb find ich es schade das ich von Ihnen so " angegangen" werde?!
            Das man Gruppenhaltung nicht ( immer) praktizieren kann ist schon klar.
            Und ich habe auch mit einigen Saarlooszüchtern gesprochen( Messe Infostand)& per Inet und viele sagen das ihre saarloos sehr erfinderisch sind, was "Ausbrüche" & " Anknabbern"angeht...
            Aber wie bei jeder anderen Rasse gibt es auch Exemplare die nicht den" typischen" Vorhersagen entsprechen...
            Von daher einfach mal weiter Tipps einholen.

            Alles gute & weiterhin viel Freude an eurem Hund!

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