Welpe oder erwachsener Hund?

    • (1) 18.11.12 - 15:20

      Hallo zusammen,

      ich hätte sehr gern mal Eure Meinungen gehört zu einem Thema, das letztlich nur mein Mann und ich entscheiden können - aber vielleicht gibt es hier ein paar Denkanstöße, auf die wir noch nicht gekommen sind...

      Also, wir haben aktuell eine Labradorhündin mit ihren vier Welpen in Pflege (angeblich Unfallwurf, aber trotzdem reinrassige braune Labbis). Die fünf sind bei uns, seit die Kleinen 1 Woche alt sind und werden bis zur Vermittlung bleiben. Ursprüngliche Absprache zwischen meinem Mann und mir war, dass alle fünf definitiv wieder ausziehen. Na ja, wie das halt so ist - die kleine Hündin aus dem Wurf ist soooo süß und wann hat man schon mal die Möglichkeit, Welpen aufzuziehen und einen zu behalten. Zumal irgendwann in nächster Zeit eh ein Zweithund geplant wäre.

      Wir haben es nun mit dem Besitzer der Hunde geklärt und dürften die Kleine behalten. Allerdings hat er auch noch zur Diskussion gestellt, dass wir die Mutter der Kleinen behalten könnten. Er selbst hat keine Zeit für sie, seit geraumer Zeit kommt sie nur zum Pinkeln raus usw.

      So, und nu´ stehen wir da - einerseits ging es uns ja darum, dass wir dann einen Welpen hätten, der bei uns aufgewachsen ist, der genau nach unseren Vorstellungen sozialisiert ist und den Trubel in unserer Familie von Anfang an kennt, der hier einfach schon zu Hause ist, mit allem, was dazu gehört. Ich habe mich darauf gefreut, einen arbeitsfreudigeren Hund als unseren Ridgeback zu bekommen, mit dem ich dann einen Hundesport suchen kann, in dem wir "etwas" engagierter starten können als es mit unserem Dicken möglich ist. Klar, unserer Kinder wären von einem Welpen natürlich auch hin und weg, aber das ist eher zweit- oder drittrangig.

      Für einen ausgewachsenen Hund würde aber natürlich auch einiges sprechen - sie ist bereits stubenrein, die Grunderziehung sitzt, der Tagesablauf wäre wesentlich einfacher, da sie die großen Spaziergänge einfach mitlaufen könnte, ginge mit Welpen natürlich nicht. Allerdings müssten wir einiges an Kondition bei ihr aufbauen, ehe an die üblichen Spaziergänge zu denken wäre. Sie ist fünf Jahre alt und super-lieb, fast schon ZU lieb, mehr so Richtung "Schlaftablette".#hicks Da ist die Frage "Passt sie überhaupt dauerhaft zu uns?" Sie ist momentan auch ganz arg auf mich fixiert - mit meinem Mann geht sie häufig gar nicht mit, ich muss mit ihr raus. Wir "brauchen" aber definitiv einen Hund, der mit uns beiden problemlos spazieren geht. Wir haben drei Kinder und entsprechende Aktivitäten über die Woche verteilt, es läuft nicht immer so, wie aktuell, wo wir den Alltag auf die Welpenaufzucht umgestellt haben, da geht es auf Dauer gar nicht anders, als dass mein Mann und ich uns die Arbeit mit dem Hund/den Hunden teilen. Gut, sie ist nun erst seit knapp fünf Wochen bei uns, hat einiges an Stress hinter sich, aber wie wahrscheinlich ist es, dass sie sich vom "Ein-Mann-Hund" zum Familienhund ändert? Sie lebt bisher bei einem alleinstehenden Mann.

      Ich hätte eigentlich super-gern die kleine Welpine, aber ich weiß auch, dass ich mit dem Wissen, das ich jetzt zum Leben der Mutterhündin habe (den ganzen Tag mit Herrchen im Büro, brav in der Ecke liegen und nur kurz zum Pinkeln raus), den Welpen nicht richtig genießen könnte, ständig ein schlechtes Gewissen hätte.

      Was ein Welpe in Verbindung mit drei Kindern bedeutet, ist mir auch absolut bewusst - unsere Kinder waren sieben Monate, zwei Jahre und vier Jahre alt als wir unseren Ridgeback als Welpen bekommen haben. Es geht für uns also definitiv nicht um die Frage "Was kommt auf uns zu und schaffen wir das?" sondern eher um "Welche ist die für ALLE Beteiligten beste Lösung?"

      Wie gesagt - dass Ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen könnt, ist ganz klar. Aber ich bin für jede Art von Denkanstoß dankbar!

      Viele Grüße, Alex

      • Tja, wer soll Dir da sagen, was das richtige ist? Das ist wirklich nicht möglich.

        Wenn Du Dir grundsätzlich mit Deinem Mann einig bist, dass Beizeiten ein Zweithund ins Haus kommt, steht ja nichts mehr im Wege. Egal ob Welpine oder Mama.

        Meine ganz persönliche Meinung - ohne Eure Lebenssituation zu kennen - wäre ganz spontan: nehmt die Mama.

        Du weißt - ich bin Tierschützerin und ein Hund, der kein ideales Zuhause hat und Aussicht auf ein Traumzuhause (ich gehe davon aus, Ihr seit das Traumzuhause) sollte die Chance haben, ein neues Leben anzufangen. Welpen sind nur ein paar Wochen lang "süß". Dann werden aus den Babys pupertierende Jungspunde, die nicht mehr niedlich sondern arbeitsintensiv sind.

        Und Du hattest die Erfahrung eines Rigebackbabys, welches Ihr prägen und sozialisieren konntet. Wäre es jetzt nicht schön, einem Secondhandtier ein neues Zuhause zu geben? Das Argument mit dem schlechten Gewissen kann ich total nachvollziehen! Mir ginge es hundertprozentig genauso.

        Ich hatte auch schon ein paar Hunde und habe immer wieder die süße Welpenzeit genossen. Aber in Nachhinein betrachtet war die Zeit mit dem erwachsenen Tier, welches die Sturm- und Drangzeit hinter sich hat, die allerschönste. Die Zeit war einfach sehr intensiv, da das Tier in sich ruht und ich mich nicht mit Stubenreinheit, Pupertätsgehabe usw. belasten musste.

        Natürlich arbeite ich auch gerne mit Hunden - aber es ist auch schön, wenn man einfach mal vertrauen kann. Vertrauen auf das ganz typische Verhalten eines erwachsenen Hundes, der Dir verfallen ist, der Dich respektiert, der keine Rangeleien anzettelt und der weiß, wo sein Platz im Leben ist.

        Und - nicht zu vergessen - wie würde sich Euer Ridgi entscheiden?

        Schwer, schwer. Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken und entscheiden müssen. Obwohl meine Entscheidung eigentlich schon gefallen wäre. Du solltest auf Dein Bauchgeühl hören. Dann wirst du schon alles richtig machen.

        LG

        minimöller

        • Das unterschreibe ich mal so.

          Gruß

          Hallo,

          danke Dir für Deine Antwort!:-)

          All das, was Du geschrieben hast, sagt mir auch mein Verstand - aber dann klopft das kleine "Teufelchen" auf meiner Schulter an und sagt "Aber Du hast Dich schon so auf das kleine Mädchen gefreut - wenn Du ehrlich bist, planst Du schon das Leben mit ihr, seit die Kleinen bei Euch eingezogen sind!"

          Mein Mann dagegen ist inzwischen eher auf die Mama "eingeschossen" - obwohl sie ihn momentan mehr oder weniger ignoriert. Er ist zuversichtlich, dass sie sich noch öffnen wird und er sieht halt vorallem die ganzen Vorteile, die ein erwachsener Hund mit sich bringt.

          Unser Ridgi?!? Der würde sofort der gesamten Bande die Koffer vor die Tür stellen, wenn er könnte...#rofl Mit der Mutter freundet er sich langsam an - die fand er anfangs ganz unheimlich, er konnte die Situation mit den Welpen, den komischen Gerüchen usw. absolut nicht einschätzen und war sichtlich verunsichert. Ich denke, es würde darauf hinauslaufen, dass er mit der Mama in Frieden nebeneinander her leben würde, zumal sie mit wildem Spiel nichts anfangen kann, sondern sich sofort zurückzieht.

          Ach, schwierig alles... Schau´n wir mal, ob uns noch die große Erleuchtung kommt.;-)

          LG, Alex

          • Nein, eine Erleuchtung wird nicht kommen :-), aber wenn die Entscheidung steht, geht es Dir bestimmt besser.

            Ich persönlich denke, Du hast Dein Herz schon zu sehr an Welpine gehängt. Die wirst Du nicht hergeben können. Und das ist dann auch ok.

            Und das alte Zuhause von Mama-Labbi ist ja auch nicht das allerschlechteste, oder? Immerhin darf sie mit ins Büro - welcher Hund hat schon so einen Luxus? Ihr müsst ja nichts übers Knie brechen. Suche doch mit dem alten Besitzer zusammen ein passenders Zuhause für sie. Dann ist auch Dein Gewissen beruhigt...

            Obwohl,.......

            ..... ich würde trotzdem die Mama nehmen... ;-)

            Laß uns mal wissen, wie die Entscheidung ausgefallen ist.

      (6) 18.11.12 - 18:39

      Alex...

      Du bist doof. #rofl

      Ich werde Dir in den nächsten Tagen gerne noch mit einer Pro und Contra- Liste kommen... allerdings denke ich NICHT, dass ihr die braucht.

      Ihr habt Euch doch innerlich schon für den Welpen entschieden.

      So, und nun sagt Herrchen: Ihr könntet auch die Mami haben... weil er selber weiss, dass er nicht viel bieten kann und Ihr schon. So, und DU, gutmütig und fürsorglich wie Du bist, kommst automatisch in die Gewissensmühle... Absolut nachvollziehbar, würde mir ganz genau so ergehen... dennoch, lass' dich da nicht kleinmahlen...

      Ich werd' noch eine Liste machen, wie ich es sehe, aber bitte, BITTE mach' Dir klar, dass Du gerade total gefühlgesteuert bist... und auch, wenn Gefühle bei der Auswahl eines tierischen Familienmitgliedes wichtig sind, muss die Vernunft mitreden dürfen... Und so wie Du es oben schreibst, sagt die Vernunft in MEINEN Augen eher Welpe...

      Und das, obwohl ich selber eigentlich so gut wie nie zu Welpen rate... aber unter diesen speziellen Umständen...

      Aber ok, ich denk' nochmal drüber nach.

      Aber das waren jetzt meine ersten Gedanken. Kann schon sein, dass ich heut' Nacht auf einen anderen Trichter komme.

      So, und jetzt geh' kuscheln mit den Brownies, ich leg' mich zu meinem absolut fertigen Trailing-Champ. ;-)

      Übrigens war ich mal in einer ähnlichen Situation, als es darum ging, Whiskey oder seine Mutter aus dem Tierheim zu holen... ich war drauf und dran seine Mutter zu nehmen, einfach nur, weil sie mehr Probleme haben dürfte weil sie eine reinrassige Amstaff ist... In der Anfangszeit habe ich manchmal an meinem VErstand gezweifelt, heute weiss ich aber, dass es die richtige Entscheidung war...

      Ich hoffe, Ihr habt noch einen schönen Abend! Und dass ihr bald eine Entscheidung treffen könnt, hinter der ihr alle stehen könnt.

      Lieber Gruß!

      • (7) 19.11.12 - 11:31

        Selber doof!:-p

        Ach, komm - Du hast es doch kommen sehen...!#rofl Und mal ganz ehrlich, als ob Du nicht genauso reagieren würdest, wenn Dich die süßen Knopfaugen tagtäglich anschauen würden, Du Dir die Nächte mit sich übergebenden Welpen um die Ohren geschlagen hättest und vier kleine Knutschkugeln gar nicht schnell genug zu Dir flitzen könnten, wenn Du "Babys, kommt schnell!" rufst...#verliebt;-)

        Ich glaube/befürchte/denke, Du triffst den Nagel auf den Kopf mit Deiner Einschätzung.#hicks Deine Liste würde mich trotzdem sehr interessieren.;-)

        Trotzallem ist mir momentan eine klare Entscheidung gar nicht möglich. Ich schwanke ständig hin und her - aktuell tendiere ich doch wieder zu der Mama der Kleinen. ...und bis heute Abend müssen wir uns entschieden haben...#schmoll

        Knuddel´ Deinen Trailing-Champ mal von mir!:-)

        Liebe Grüße, Alex

        • (8) 19.11.12 - 19:39

          Klar hab' ich's kommen sehen! Ich bin soooo froh, nicht in deiner Situation zu sein, weil's mich echt zerreissen würde.... so oder so, bei der Welpenabgabe.

          Ok, ich VERSUCHE eine Art Liste zu machen, wobei ich mir relativ sicher bin, dass Dir alle Punkte eigentlich klar sind...

          Welpe Nachteile:

          -brauche ich nicht aufzuzählen, kennst Du selber am besten, schließlich hast Du bereits erfolreich einen Wildfang durch die pubertät gebracht, ohne dass er sich dabei selber umgebracht hat ( oder sonst wen... von Mäusen evtl. abgesehen)

          Welpe Vorteile:

          - Wann hat man schon mal von soooo klein auf einen Welpen? Du kannst sie formen, wie es für Euch richtig und wichtig ist... und wenn sie Müll macht, weisst Du, wer's verbockt hat ;-)

          - Deine emotionale Bindung ( und die deiner ganzen Familie) schätze ich bei dem Welpen als stärker ein, zumindest müsste das so rein instinktiv sein, die Evolution tickt einfach so.

          - Diese kleine Welpine bekommt ganz sicher das bestmögliche Zuhause

          - Sie wird von klein auf gefördert und gefordert entsprechend ihren Neigungen, ihr wird von Euch nichts wesensfremdes aufgezwungen

          - sie hat noch keine negativen Erfahrungen gemacht, bei Eurer Prägung könnt ihr auf alles Rücksicht nehmen

          - Der Altersunterschied zu Jabari ist einfach nur perfekt: Nicht zu weit, und doch eine gewisse Zeitspanne.

          - .... ich könnte ewig weiterschreiben, aber das schlagenste Argument ist für mich immer noch, dass ihr von Anfang an Leia wolltet, und diesem Gefühl solltet ihr treu bleiben ... ausserdem ist es ja nicht so, dass Jule - wenn ihr sie nicht nehmt- auf der Straße, bzw. automatisch im Tierheim landet. Sie hat ein Herrchen, das sie über alles liebt... auch wenn die Umstände im Moment nicht perfekt sind, evtl. ändern sie sich wieder.

          So, der Fairness halber auch noch die Liste für Jule:

          Nachteile:

          - Angst vor deinem Mann : ihr müsste da echt viel aufholen, bevor ihr viel Neues erarbeiten könnt.

          - kennst du bereits ihre Neigungen? Auch, wenn sie aktiver wird und aus sich rauskommt sind die eichen bereits gestellt, und sie wird sich nicht mehr auf so vieles einlassen können, wie bei Leia.

          - Euch muss klar sein, dass Jule kein junger Hund ist, und wahrscheinlich noch vor Jabari eines Tages gehen wird. Ich weiss, klingt nicht sooo super wichtig, aber so mach ein kopf kann es nicht verarbeiten, dass der Hund, der als letztes kam als erstes geht *heul*

          Ganz ehrlich, ich bezweifel, dass Jule wirklich rauskommt aus der Schlaftablettennummer... auch wenn ich Euch keinen zweiten Jabari-TNT empfehlen würde, das komplette Kontrastprogramm muss nun auch nicht sein.

          Vorteile Jule:

          Hast Du eigentlich elber auch schon genannt...
          - kennt Grundkommandos
          - ...

          arg viel mehr fällt mir nicht ein, dass sie bei Euch ein besseres Zuahsue hätte zieht für mich nicht als Argument, denn demnach müssest Du sofort losziehen und die Tierheime plündern.

          Ehrlich, Alex, ich rate normal niemals, NIEMALS zu einem Welpen, aber speziell in diesem Eurem Falle kann ich nicht anders...
          Ich verstehe Dich nur zu gut, und will nicht in deiner Haut stecken. Mir reicht's immer schon, wenn ich im Tierheim war und nichts tun konnte...

          Ach ja, falls noch wer diesen Beitrag liest:

          Meine Listen snd speziell für Alex und ihren Fall konzipiert, nach dem was ich von ihr und den Hunden weiss, in einem anderen Fall würde meine Liste evtl. komplett anders ausfallen... bevor hier mit Kieselsteinchen in Größe von Felsblöcken geworfen wird... #schwitz

          So, Alex, ich hoffe ihr könnt eine Entscheidung fällen, die Dir nicht das Herz bricht... aporpos Herz... das meines Aliens im Bauch hat heute beim US schon geflattert... #verliebt

          Also, ich denke an Euch bei Eurer Entscheidungsfindung, und freue mich, wenn Du mir erzählst, wie ihr Euch entschieden habt... denn eines ist gewiss: Ihr werdet eine tolles neues Familienmitglied auf Dauer haben! :-D

          Lieber Gruß,
          Nina

    (9) 18.11.12 - 20:10

    ganz klar ich würde die mama nehmen ,vieleicht blüht sie ja auch noch ein wenig auf wenn die welpen weck sind .

    Ich habe jetzt meinen 2 Hund und hatte nie einen Welpen sondern immer schon " große " hunde Der erste war 4 Jahre und der 2 fast 1 Jahr

    • (10) 19.11.12 - 11:34

      Was genau wären denn Deine Gründe dafür, die Mama zu nehmen?:-)

      Dass sie noch aufblühen könnte, die Hoffnung hätten wir ja auch - bzw., sollten wir sie behalten, würden wir natürlich auch mit ihr arbeiten und es nicht einfach nur laufen lassen. Gerade die Akzeptanz meines Mannes wäre definitiv unsere erste Baustelle.

      Viele Grüße, Alex

(11) 18.11.12 - 21:09

Ich habe auch das Gefühl das du eigentlich den Welpen haben möchtest aber der Mama gegenüber ein schlechtes Gewissen.
Warum sprecht ihr nicht mit ihrem Nochbesitzer darüber ob ihr sie nicht auch in vernünftige und gute Hände vermitteln könnt?
Dann könnt ihr den Welpen behalten und die Mama kommt trotzdem in gute hände wo sie es wunderbar haben wird und nicht nur mal eben zum puschen raus kommt...

Ich glaube das würde ich wenn denn so versuchen umzusetzten...

LG

  • (12) 19.11.12 - 11:36

    Ja, die Idee ist wirklich etwas, worüber ich mal mit meinem Mann sprechen werde - darauf bin ich noch gar nicht gekommen.

    Doof wäre nur, dass sie dann innerhalb ganz kurzer Zeit den dritten Besitzer hätte, nachdem ihr Leben vorher fünf Jahre lang so eintönig und ruhig verlaufen ist.#schmoll Da meldet sich direkt wieder mein schlechtes Gewissen...

    Danke Dir auf jeden Fall für Deine Antwort!:-)

    Viele Grüße, Alex

(13) 19.11.12 - 08:30

hallo

so wie ich aus deinem text raus lese:

Ihr wolltet eigentlich den welpen! ...und weil ihr jetzt ein schlechtes gewissen habt würdet ihr die hündin nehmen.

meine meinung: man sollte kein tier aus schlechten gewissen bei sich aufnehmen!
Ihr hattet euch für den welpen entschieden! ihr werdet ihn ewig nachtrauen und bereuen das ihr ihn nicht genommen habt.
ihr seit nicht für die hündin verantwortlich ABER was ihr vielleicht tun könntet wäre mit dem besitzer reden ob ihr die hündin vermitteln könnt (er wollte sie ja eh nicht mehr haben!)
und dann sucht IHR ein schönes zuhause für die Hündin... bei jemanden der sie nicht aus mitleid aufnimmt sondern weil es für die person DER hund ist den er gerne haben will und den er ein schönes leben bieten kann und viel freude an dem hund habt.

  • (14) 19.11.12 - 11:41

    Hallo,

    ja, genau, Du triffst es - wir wollten eigentlich den Welpen und haben uns darauf natürlich schon total eingeschossen gedanklich und emotional.

    Andererseits bin ich mir sicher, hätten wir von Anfang an gewusst, dass die Hündin "weg" soll und es eine Option wäre, sie bei uns zu lassen, dass wir dann ganz anders an die Sache rangegangen wären. Dann hätten wir uns auf sie eingeschossen und der Gedanke an einen der Welpen wäre gar nicht erst in den Vordergrund gerückt. Wahrscheinlich hätten wir sie dann mit ganz anderen Augen gesehen.

    Weißt Du, wie ich das meine?

    Aber die Idee, dass sie von uns vermittelt wird, finde ich gar nicht schlecht - bis auf die Tatsache, dass sie dann in so kurzer Zeit den dritten Besitzer bekommen würde.#schmoll

    Danke Dir für Deine Antwort!:-) Mal schauen, zu welcher Entscheidung wir kommen...;-)

    Viele Grüße, Alex

(15) 19.11.12 - 08:48

Hi,

ich machs kurz:

Wenn möglich, würde ich beide behalten - Mama und Tochter. ;-)

Die Mama passt vom Temperament her perfekt zu eurem Ridgeback, Kondition ist schnell aufgebaut - das braucht kein Jahr. Du hättest dann einen Hund, mit dem Du arbeiten kannst (da wird sie sicherlich aufblühen - so zumindest die Erfahung mit unserem 8jährigen Rüden, der seit 9 Monaten auf den Hundeplatz geht). Der Welpe könnte in Ruhe groß werden - und wenn die Mama langsam mehr Ruhe braucht, dann ist der Welpe im besten Arbeitsalter.

Müsste ich mich zwischein beiden entscheiden: dann die Mama. Mit 3 Kindern mit unterschiedlichen Terminen, Arbeit, etc ist es mit einem erwachsenen Hund einfach entspannter. Der Welpe käme dann später...

Gruß
Kim

  • (16) 19.11.12 - 11:53

    Hallo,

    genau den Vorschlag habe ich gestern meinem Mann gemacht - er wäre fast hinten über gekippt und hat ernsthaft an meinem Verstand gezweifelt...#rofl

    Prinzipiell sehe ich das genauso - in meinen Augen wäre das die Ideallösung. Allerdings ist das auch eine finanzielle Frage - wir haben bisher im Schnitt € 150,- pro Monat für unseren Hund ausgegeben (Steuern und Versicherung noch nicht mal mit eingerechnet, selbst Hundeschule haben wir nur teilweise in dieser Rechnung drin). Klar, es gibt genug Monate, in denen nur die Futterkosten anfallen. Dafür kommt dann in einem anderen eine dicke Tierarztrechnung hinzu. Aber Fakt ist, dass das mal drei einfach zu viel wäre, bzw. wir auch nicht aus den Augen lassen dürfen, dass für unsere Kinder in den nächsten Jahren ja nun mal einiges an Mehrausgaben auf uns zukommen wird und wir da auch nicht sagen möchten "Nee, geht nicht - dafür haben wir drei Hunde." Ich habe gerade mal nachgeschaut - wir zahlen für einen Hund € 160,- Steuern pro Jahr. Bei zwei Hunden sind es schon € 220,- je Hund. Ab drei Hunden zahlt man bei uns € 250,- pro Hund und Jahr!#schock

    Ja, das Argument, dass es mit einem erwachsenen "fertigen" Hund wesentlich entspannter und einfacher wäre, wiegt hier aktuell auch recht schwer...

    Danke Dir für Deine Antwort!:-)

    Viele Grüße, Alex

    • (17) 19.11.12 - 13:17

      Hi,

      wow... die Hundesteuer ist ja der Hammer....

      Wir bezahlen für den ersten Hund 36€, den zweiten 78€ und ab dem 3. Hund 120€ im Jahr - und die Steuer ist 1/4jährlich fällig. als wir noch 3 #hund hatten, waren das 228€ im Jahr an Steuer + 3x Impfung/WK + reg. Medis für den alten Hund und natürlich Futter (mon. ca. 60€).

      Allerdings waren unsere Hunde kleiner (26cm, 36cm + 46cm) - heute haben wir die gleichen Kosten für 2 Hunde (es lebt noch der mittlere + unsere neue "große" DSH-Mix-Hündin).

      Ich würde mich unter den Voraussetzungen zum jetzigen Zeitpunkt für die Mutter entscheiden.

      Gruß
      Kim

      (18) 20.11.12 - 14:46

      Ach du sch.... #schock Ich zahl hier pro Hund 20 Euro!

      Eigentlich wollte ich nämlich auch vorschlagen, beide zu behalten. Aber bei DEN Kosten kann ich verstehen dass diese Möglichkeit wohl ausscheidet, schade!

(19) 19.11.12 - 10:20

Hi,
nachdem wir eine wildlebende Katze mit ihrem Wurf Babys in unserm Garten unter unserem Hasenstall entdeckten, wir die ganze Bande ins Tierheim schafften, tat sich uns auch die Frage auf: nehmen wir, wenn es soweit ist, eines der Baby auf oder die Mutter? Dann rief uns das Tierheim an und fragte, ob wir bereit wären, die Mutter aufzunehmen, da sich die Babys grundsätzlich leichter vermitteln lassen als die Mutter. Obwohl die Babys sooo süß waren, haben wir die Mutter zu uns geholt. Ich hätte nicht mehr ruhig schlafen können, wenn ich gewusst hätte, dass sie da im Tierheim sitzt und womöglich nie mehr vermittelt wird.

Wir haben diese Entscheidung nicht bereut, obwohl sie natürlich scheuer ist als wahrscheinlich eine Babykatze, die von Anfang bei uns gewesen wäre. Aber Ruby wird langsam immer zutraulicher und ihr Fell glänzt jetzt und sie wirkt zufrieden...allein das ist schon Lohn genug für unsere Entscheidung. Die Kinder hätten gern die Mutter und ein Baby genommen.

Wäre das für euch eine Option? Wo zwei Hunde glücklich sind, sind es auch dreie. :-)

LG
Suse

  • (20) 19.11.12 - 12:02

    Hallo,

    danke auch Dir für Deine Antwort!:-)

    Ich glaube, wenn die Hunde nicht bei uns wären, könnte ich das Ganze auch viel mehr mit dem Kopf entscheiden. Aber es ist schon so, dass bei mir ganz arg das Herz mitmischt - ich habe hier mit den Kleinen verdammt viel Arbeit, ich beschäftige mich natürlich wahnsinnig viel mit ihnen (aktuell bereiten wir so Dinge vor wie sich "untersuchen" zu lassen, wir üben, dass man sich "runterfahren lassen kann", wir üben Autofahren und die Leine zu akzeptieren usw.), ich habe mir schon Nächte um die Ohren geschlagen und kranke Babys betüddelt. Die Mama der Kleinen ist natürlich immer dabei, aber läuft eher so "nebenbei". Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen ich mich bewusst mit ihr beschäftige, aber viel mehr Zeit verbringe ich halt mit den Babys. Und das beeinflusst mich schon sehr stark.

    Drei Hunde sind leider keine Option (habe ich weiter oben erklärt) - das wäre natürlich die Ideallösung gewesen...;-)

    Viele Grüße, Alex

    (21) 19.11.12 - 12:44

    Das find ich toll von Euch! #liebdrueck

(22) 19.11.12 - 17:10

Hallo Alex,

vom Gefühl habt ihr euch ja eigentlich schon für das kleine Mädchen entschieden, aber ich als Tierschützer mit zwei "gebrauchten" Hunden würde natürlich auch immer die Mama vorziehen.

Dein Ridgi hat sich ja anscheinend schon entschieden. Eine Dame, die eher in seinem Alter ist, scheint ihm ja lieber zu sein.

Dein Mann hat sich also auch schon entschieden. Aus Erfahrung kann ich sagen: Unsere Hündin hatte am Anfang auch Angst vor Männern (Vorbesitzer: spanischer brutaler Jäger). Meinen Mann hat sie nur von Ferne angeschaut. Nach ein paar Wochen war sie dann aber voll verliebt in ihren tollen Rudelführer.

Die Welpen finden bestimmt alle ein tolles zu Hause. Die Mama wahrscheinlich eher nicht und ihr "netter" Besitzer hat ja anscheinend keinen Bock mehr auf sie.

Du siehst, ich bin voreingenommen. Sorry.

Ich wünsche euch viel Glück für eure Entscheidung. Wenn es doch der Welpe wird, könnt ihr ja versuchen, für die Mama einen guten Platz zu finden.
Dann müsst ihr auch kein schlechtes Gewissen haben. Das wäre doch auch noch eine Idee.

VG Kiky

  • (23) 19.11.12 - 17:25

    Ich würde die Mutter behalten. Labradore sind sehr sehr dankbare Hunde. Und dieser Hund wird dich ein Leben lang anhimmeln, dafür dass du ihr ein besseres Leben ermöglichst!

(24) 20.11.12 - 15:11

So, jetzt geb ich doch noch meinen Senf dazu ;-)

Wenn dein Ridgi nicht ganz deinem Gemüt entspricht und du diejenige bist die sich die meiste Zeit um den Hund kümmert, darfst du jetzt auch so egoistisch sein und einen Hund nehmen der besser zu deinem Gemüt passt. Du kannst so oder so nur einem Hund ein neues zu Hause geben. Dann mach dir das Leben einfacher und nimm den mit dem es dir leichter fällt. Und das ist auch für den Hund die bessere Wahl. Auch wenn die Hündin jetzt an dir hängt heißt es nicht dass es ihr nicht wo anders besser gefällt.

Ich selber bin ein Energiebündel, geh viel joggen und mag einfach Bewegung. Meine erste Hündin ist mein ein und alles. Mein Seelenhund. Aaaaaaaaaaaaber ihr ist am Liebsten alles ruhig anzugehen. Clickern liebt sie. Beim Agility findet sie nur die Wurst am Schluß gut. Ich liebe sie und mach gerne was mit ihr. Meine beiden anderen sind Energiebündel und lieben wie ich Agility. Es fällt mir einfach leichter mit ihnen und ich selber kann mehr Erholung und positive Energie aus dem Sport mit ihnen ziehen. So lieb ich meine große Hündin habe. Aber es anstrengender sie auszulasten weil mir das weniger liegt als bei den anderen beiden. Deshalb würde ich mir nie mehr so einen Hund holen.

LG Sabine

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