Hund unberechenbar seit kastr.

    • (1) 22.11.12 - 14:22

      Hallo, ich habe eine Shepard mix Hündin..sie wird im Dez. 2j. und ist seit der 12 Woche bei mir.
      Sie ist "eigendlich" mein Traumhund, zumindest war sie das bis zur kastr. welche aufgrund vieler freilaufender Bauernhofrüden erforderlich war.
      Sie ist jetzt seit März kastr. und ich verzweifel an ihr, sie tut all die Dinge die sie vorher net gemacht hat.
      Beispiele:
      -wenn ich sie abgeleint habe und sie sieht was interessantes haut sie ab (früher war sie abrufbar)
      -sie rennt auf alles zu, Fahrradfahrer, Fussgänger ect. umkreist diese und bellt sie an.
      -Neben Autos und LKWs rennt sie wie irre kläffend neben her, was ein ableinen völlig unmöglich macht.
      -Wenn sie ein Auto erkennt springt sie mit mir an der Leine vors Auto um es zu begrüssen #schock. Ebenso wenn wir ihr bekannte Hunde treffen, sie flippt total aus an der Leine weil sie spielen will und sich echt nen Ast freut.

      -Leider hat die Situation dazu geführt das sie mir schon mehrfach die Rückenwirbel ausgerenkt hat und ich des öfteren Muskelzerrungen und Schulterstauchungen hatte.

      Ich weiss einfach nicht mehr was ich noch tun soll, sie war doch vorher nie so :-( Ich möchte meinem Hund einfach wieder vertrauen können.
      Hat jemand einen Rat oder einen Tipp? Danke

      • Hallo!

        Das liegt weniger an der Kastration, sondern daran, dass sie langsam erwachsen wird. Das ist ganz einfach Pubertät und das typische Verhalten eines erwachsenen Aus. Shepherds.

        Sorry, aber wenn Dich das Verhalten so überfordert, warum hast Du Dir dann so eine Rasse ausgesucht?

        Bitte such Dir einen Hundetrainer. Der vor allem DIR Beibringt, Dich in solchen Situationen richtig zu verhalten.

        außerdem solltest Du unbedingt Hundesport machen, um den Hund auch geistig auszulasten, das sind einfach keine Sofakuschel- und gemütlich Gassi-Geh Hunde. Das sind Arbeitstiere.

        Es ist eben ein Hütehund, und der will auch Arbeiten!

        • Hallo, wir gehen 1 mal die Woche zur Hundeschule und auch unser Trainer sagt sie ist schwer umgänglich zur Zeit!!

          Ausgesucht habe ich mir diese Rasse, nachdem ich über 1J Bücher gewelzt und Homepages studiert habe, sie ist also keine unüberlegte Anschaffung.
          Ich hatte vor ihr einen Cockerspaniel und dachte ich sei Dickkopferfahren :-(

          Das sie kein Sofahund ist, weiss ich (war mein Cocker auch nicht) und deshalb haben wir IMMER viel Sport gemacht (Fahrradfahren, Suchspiele im Wald, Dogfrisbee ect)...was nur derzeit schwer ist wenn sie immer abhaut.
          Doch auch wenn ich IM MOMENT mit der Situation schwer umgehen kann, so heisst das für mich nicht aufgeben und den Hund abgeben...sondern das Problem in den Griff kriegen!!
          Deshalb bitte ich hier um sinnvolle Ratschläge.
          Danke für Deine Antwort

          • Hallo!

            Wenn Du nur läufst und Rad fährst im Moment, dann baut Dein Hund eher noch Kondition auf und hat noch mehr Power. Ich würde eher Richtung Obedience Arbeiten.

            Klar ist dein Hund gerade schwierig, aber wie gesagt, das liegt an Alter und Rasse.

            Ein Aussie ist eben schon eine ganz andere Kragenweite als ein Cocker...

      Ich glaube ehrlich gesagt nicht dass es was mit der Kastra zu tun hat. Eher mit dem Alter.

      Shepard-Mix heißt also Arbeitshund und Powerpaket. Das Fehlverhalten dass du aufzählst sieht man oft bei unterbeschäftigten Hunden.

      Wie wird sie denn "gearbeitet"? Was wird wie oft und wie intensiv mit ihr gemacht?

      Wie ist sie beim Arbeiten? Ist sie da konzentriert und führig oder genauso "wild"?

      Gruß Sabine

      • Hallo, einmal die Woche ist Hundeschule angesagt (laut Trainer ist sie hyperaktiv).

        Ansonsten "bespasse ich sie" wie sie Lust hat, Dogfrisbee, Suchspiele, Futterfeutel, Reizangel ect. ich richte mich da inzwischen nach ihr.
        Ansonsten läuft es so : Frisbee, nach 5 min doof, Bälle ebenso...alle Spiele und arbeiten die wir sonst draussen gemacht haben interessieren sie nur noch im Garten aber nicht mehr draussen.

        Fahrradfahren findet sie zb sterbens langweilig. Leckerlies verstecken draussen ebenso (an Kanickelbauten ist sie jedoch fleissig bei der Arbeit)...ich habe das Gefühl sie ist vom Shepard zum Jagdhund mutiert
        Am liebsten wäre es ihr wenn sie die ganze Zeit ohne Leine über Felder und durch den Wald stromern könnte.
        Sie war schon immer sehr aktiv, deshalb war sie auch immer schnell unkonzentriert. Sie möchte nur noch jagen, suchen und Beute machen!! Ohne dabei dem Grundgehorsam folgen zu müssen( da wir hier aber Hauptstrassen haben ist ein ableinen ohne dem nicht drin). Am besten wäre ne 50m Schleppleine und ich stelle mich 2 Std mit ihr auf ein Feld, das findet sie super!! Aber arbeiten ist seit der kastr. gar nicht mehr ihrs, leider.

        • Hallo noch mal,

          hat Dein Hund denn mal gelernt, runter zu fahren und sich zu entspannen? Das ist für einen Hund im Allgemeinen, gerade aber für Hütehunde, mit das Wichtigste. Weit wichtiger als 10.000 verschiedene Beschäftigungsangebote.

          Ich frage deshalb, weil Du zwar zig Sachen aufzählst, die Du mit ihr machst und sagst, der Trainer sagt, sie wäre hyperaktiv, aber von Entspannung und mal runterkommen lese ich nichts.

          Ist der Trainer denn überhaupt "der Richtige" für solch´ einen Hund? Hier gibt es z.B. zig Hundetrainer, aber einen zu finden, der wirklich gut, auf den Hund ausgerichtet, den rassespezifischen Besonderheiten entsprechend und dabei fair arbeitet, muss man wirklich lange suchen!

          Gerade bei einem Hund wie Deinem, finde ich persönlich es ja weit wichtiger, ihn kopfmäßig gut auszulasten, als ihn körperlich immer höher zu pushen (z.B. durch Fahrradfahren) und ihm damit noch mehr die Chance zu nehmen, zur Ruhe zu kommen.

          Viele Grüße, Alex

          Der Trainer hat ja super geholfen. Was trainiert ihr denn da einmal die Woche. Such dir jemanden der sich mit Hütehunden und dem speziellen Training für solche auskennt.

          Nicht einfach alleine irgendwie trainieren. Lieber mal ne Stunde hochkonzentriert.

          Hat sie die Begleithundeprüfung?

          Wie habt ihr das erste Jahr die Ruhephasen aufgebaut?

          Ich hab auch einen Hütehund, oder besser 3 ;-)
          Wichtig ist einmal runter fahren. Wir machen das mit einem Kennel, es gibt einfach Ruhephasen die müssen .
          Dann DAS LERNEN lernen! Ganz wichtig. Früh anfangen RICHTIG zu üben. Nicht irgendwie. Du mußt interessant sein, Spannung aufbauen.

          Frisbee ist meiner Meinung nach ganz schlecht für einen Shepard. Reizangel auch nicht das idealste. Vorallem wenn sie eh gerade so abdreht.

          Hast du es schon mal mit Agility und Obedience probiert? Beides einmal die Woche ist ne gute Mischung. Und statt Fahrrad fahren würde ich joggen. Das ist ein beruhigenderes Tempo. Ich jogg mit allen dreien an der Leine. Nach anfänglichen Chaos weiß sogar der jetzt 7 Monate alte Sheltie dass bei dem Tempo nicht geschnuffelt wird. Obwohl er noch nicht oft und lang mit darf.

          Für mich klingt das bei euch nicht gut. Es klingt als wärd ihr kein Team. Such dir jemanden der die Besonderheit dieser Hunde kennt. Und statt den Hund einfach zu bespaßen arbeite mehr interaktiv mit dem Hund. Sei spannend. Mach Sport MIT dem Hund. Mach Action damit der Hund Lust hat auf dich. Wie das geht sollte dir ein richtig guter Trainer zeigen.

          Gruß Sabine

    Klassischer Fall von Unterforderung eines Hütehundes, mit der Kastration hat das nix zu tun!

    Hundesport, Hundesport, Hundesport!

    LG

    (10) 22.11.12 - 16:21

    Hallo,

    kennst Du Udo Gansloßer? Von ihm gibt es ein Buch zu diesem Thema - "Kastration und Verhalten beim Hund" heißt es.

    Hier ist ein interessanter Link zu genau diesem Thema:

    http://hasenhirsch.bplaced.com/bouv/images/M_images/kastration.pdf

    Vieles finde ich sehr plausibel und vieles trifft auch auf einige der kastrierten Hunde, die ich so kenne, zu. Ich bin nicht ganz so extrem gegen Kastration (unser eigener Hund ist ebenfalls kastriert), sehe es aber kritisch, wie leichtfertig in unserer Gesellschaft damit umgegangen wird.

    Bei Deinem Hund kamen zwei Faktoren zusammen - Pubertät und Kastration. Was jetzt in wie weit womit genau zusammen hängt, ist natürlich schlecht zu sagen. Aber mal ganz ehrlich, unter´m Strich ist das total egal, denn das Verhalten ist nun mal da, warum auch immer. So oder so wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als konsequent daran zu arbeiten.

    Da Du auf eigene Faust bisher keinen großen Erfolg hattest, würde ich an Deiner Stelle ganz schnell einen guten Hundetrainer suchen, der Hütehunderfahrung hat und nicht nach Schema F arbeitet! Außerdem muss Dein Hund rassegerecht ausgelastet werden.

    Ach so, was mir noch aufgefallen ist - unser Hund war auch ein "Traumhund", bis er ca. 18 Monate alt war. Dann war er zwischenzeitlich ein "Albtraumhund"...:-p Mit viel Arbeit ging auch diese Zeit vorbei. Und so ist das bei den allermeisten Hunden - wie bei Menschen auch, sorgt die Pubertät für eine riesige Baustelle, wo eigentlich das Gehirn sein sollte. Beim einen ist es stärker ausgeprägt, beim anderen schwächer. Der eine ist früher dran, der andere später. Einer hat immer wieder "kleinere, kürzere" Schübe, ein anderer ist über längere Zeit total dulli.

    Viele Grüße, Alex

    • Pubertät setzt Hormonschwankungen voraus. Bei einem kastrierten Hund ist nichts mehr vorhanden, was schwanken könnte #aha

      In dem von dir geposteten Bericht von Gansloßer findet sich folgender Text

      „Ein grober Richtwert könnte sein, dass ein Rassehund beispielsweise, egal welches Geschlecht, etwa dann die Pubertät hinter sich hat, wenn die Hündinnen der betreffenden Rasse in der Regel ihre dritte Läufigkeit abgeschlossen haben. Sogenannte Frühkastrationen vor dem Ende dieser Zeit zeigen nach Erfahrungen fast aller Hundetrainer/innen und Halter/innen eine Auswirkung im Sinne eines permanent kindsköpfigen und planlosen Hundes“

      genau das scheint der Zustand der Hündin der TE zu sein, da sie mit knapp etwas über einem Jahr kastriert wurde und da noch nicht zum dritten Mal läufig gewesen sein kann

(12) 22.11.12 - 19:58

Hallo,

also für mich hört sich das so an, als wäre sie einfach vollkommen unterfordert! Meine Hündin (Bordeauxdogge-Boxer Mix) benimt sich auch so wenn sie nicht vernünftig ausgelastet wird.

Hast du nach der Kastra weniger mit ihr gemacht? ich würde jetzt viel Kopfarbeit machen und eine Hundeschule besuchen!

lG germany

Obedience oder Longieren!

Vor allem Longieren ist für die Hütehunde ne tolle Sache, weil sie gut auf Körpersprache reagieren.

Ich finde auch, du machst eher zuviel mit dem Hund.

Weniger körperlich machen, mehr geistige Auslastung!#hund

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