Baby mit kleinkind und welpe...

    • (1) 26.11.12 - 20:29

      Juhu,

      Ich habe da mal eine frage an euch vielleicht könnt ihr mir ein paar tips geben.

      Und zwar ich zwei wochen kommt unser kleiner golden Retriever zu uns :-D

      Unsere tochter freut sich riesig hat auch schon alles schön vorbereitet für den kleinen. Und plant jetzt schon fleißig die spaziergänge hier übers feld :-D

      Aber wie macht ihr das mit den baby (7 Monate) Und den welpen? Gibts da was zu beachten. Klar nicht mit einander alleine lassen und sowas.

      Wir haben den hund jetzt eine hundebox gekauft in der er sich zurück ziehen kann wenn es ihn zu viel mit uns und den kindern wird ;-D

      Vielleicht habt ihr ein paar tips für uns das wir gleich alles richtig angehn :-D

      lg

      anna

      • (2) 26.11.12 - 20:47

        Hallo!

        Diese Sache solltest Du ausführlich mit dem Züchter besprechen. Er kennt seine Welpette am besten, hat Euch doch sicherlich an den Kleinen auch danach (3-jähriges Kind, 7 Monate altes Baby) ausgesucht.

        Ach ja, große Spaziergänge übers Feld solltet Ihr auch nicht machen. Die Regel lautet 5 Minuten pro Lebensmonat. Aber darüber hat Euch der Züchter sicherlich schon informiert.

        Viele Grüße
        Trollmama

        (3) 27.11.12 - 00:58

        Hallo Anna,

        unsere Kinder waren vier (knapp fünf) Jahre, zwei Jahre und sieben Monate alt als unser Hund als Welpe einzog.

        Wir haben uns bereits vor dem Einzug mit einer Hundetrainerin in Verbindung gesetzt, die uns bereits per Mail einige Tipps gegeben hat und zum ersten persönlichen Gespräch kam sie, als Jabari gerade zwei Tage bei uns war. Mit dem Hund selbst haben wir da noch gar nicht gearbeitet, es ging eher darum, grundsätzliche Dinge zu klären, Tipps zu bekommen usw.

        Eine Box hatten wir auch, den Aufenthalt darin haben wie so aufgebaut, dass die Box sein Rückzugsort und sein Ruhepol wurde. Er fand es ganz toll darin, so war es auch kein Problem, dass ich ihn hineingepackt und die Tür geschlossen habe, wenn ich z.B. duschen war oder Müll rausgebracht habe oder was auch immer. Auch, wenn er total überdreht war, kam er dort hinein - allerdings niemals als Strafe, sondern zum "Runterkommen", häufig habe ich ihn dabei auch begleitet, bis er sich so weit entspannt hatte, dass er schlafen konnte.

        Jabari hatte außerdem eine "Hausleine" (eine ca. 1m kurze, ganz leichte Schleppleine), die er getragen hat, bis er verstanden hatte, dass man hinter den Kindern nicht her rennt und ihnen auch nicht die Anziehsachen tackert oder blaue Flecke beschert. Ich habe mir in solchen Situationen so schnell wie möglich (aber sanft, ohne Leinenruck o.ä.) die Leine geschnappt und mich hingesetzt. Die Leine habe ich einfach nur gehalten und ruhig gesessen oder sogar dabei gelesen, bis Jabari sich entspannt hat bzw. seine Aufmerksamkeit nicht mehr den Kindern galt. Dann habe ich ihn gelobt (bzw. wir haben da schon mit dem Clicker gearbeitet) und die Leine wieder frei gegeben. Es hat nicht lange gedauert, bis er verstanden hat, was man von ihm wollte. Allerdings darf man den Hund so nie unbeaufsichtigt lassen! Nicht, dass die Leine sich noch irgendwo verfängt...

        Was bei uns ein wenig schwierig war, war die Tatsache, dass viele Hunde im Welpenalter bzw. hauptsächlich zwischen der 8. und 11. Woche, sehr ortsgebunden sind. Ihnen passt es gar nicht, "die sichere Höhle", sprich das Haus, verlassen zu müssen. Sie haben schlicht weg Angst. Unser Hund hatte diese Angst ebenfalls. Wir mussten nun aber zur Wiese ein paar Meter die Straße runter. Letztlich sah es so aus, dass die Mädels gelaufen oder Fahrrad/Laufrad gefahren sind, mein Sohn im Tragetuch auf meinem Rücken war und ich den Hund getragen habe. Mit Kinderwagen wäre es wirklich schwierig geworden, denn Hund hinterherziehen oder mit Futter locken ist für mich keine Alternative.

        Einige Spielsachen, die nicht weggeräumt waren, haben den Einsatz spitzer Welpenzähne leider nicht überlebt - dafür haben unsere Mädels recht schnell eine Ordnung gelernt, von der wir vorher nur träumen konnten (hielt leider auch nur so lange, bis Hundi nichts mehr zerkaut hat...#aerger).;-)

        Viele Aktionen, die die Kinder vorher gewohnt waren (Kinderturnen, Spielplatzbesuche, Schwimmbadbesuche usw.) waren natürlich auch extremst eingeschränkt, da ein Welpe nun mal erst das Alleinebleiben lernen muss - solche Dinge gab es dann maximal noch am Wochenende, und dann auch nur mit Mama ODER Papa, weil einer ja bei Hundi bleiben musste. Also haben wir i.d.R. doch eher Dinge gemacht, die wir mit Hund machen konnten. Und dabei muss man dann halt noch berücksichtigen, dass Welpen nicht lange laufen dürfen und man, genau wie bei Babys immer wieder Ruhezeiten mit einplanen sollte.

        Ganz ehrlich - stell´ Dich auf eine anstrengende Zeit ein! Ich habe es niemals bereut, dass wir einen Welpen zu uns genommen haben und ich wusste vorher schon sehr genau, auf was wir uns einlassen. Aber etwas in der Theorie zu planen und es dann in der Praxis zu leben, das sind halt doch noch mal zwei Paar Schuhe. Wenn man möchte, dass alle zu ihrem Recht kommen, rotiert man schon ordentlich und die eigenen Interessen bleiben auch häufig dafür auf der Strecke. Ich hatte damit kein Problem und finde, es hat sich absolut gelohnt. Aber ich habe generell nicht so das Problem damit, mich und meine Wünsche eine Weile ganz weit hinten an zu stellen.

        Ansonsten kann ich mich nur dem Rat anschließen, das alles auch noch mal mit dem Züchter genau durchzugehen. Bzw. das werdet Ihr ja gemacht haben, als die Entscheidung Hund von diesem Züchter ja/nein, fiel. Also scheue Dich nicht, noch mal Deine konkreten Fragen und Sorgen anzusprechen - den meisten Züchtern liegen ihre Welpen sehr am Herzen und sie bestehen quasi darauf, dass ihre Welpenkäufer sich auch an sie wenden. Und Züchter, die das anders sehen, sind wohl eher nicht die richtige Wahl...

        Viele Grüße, Alex

        (4) 27.11.12 - 11:38

        Hallo.......

        Also ich muss sagen mir wäre das mit 2 Kindern in dem Alter plus Welpe echt zu anstrengend!

        Als ich meinen letzten Hund als Welpe bekam musste der noch alle 1,5 bis 2 Stunden raus,und dann mit 2 Kindern???
        Da haste das eine grad ausgezogen,wenn dann das andere dran ist kannste die ja schon fast wieder anziehen!
        Mal ganz davon abgesehn muss es bei einem Welpen schon mal schnell gehn,der wartet nicht bis das zu deine Kinder fertig gemacht hast!

        Als meine Tochter(2 Jahre) zur Welt kam war unser letzter Hund schon 13 Jahre alt und ich muss ganz ehrlich sagen da war ich froh drüber!
        Bald zieht wieder ein Welpe bei uns ein,aber meine Tochter ist knapp 2,da geht das mit Regenjacke und Gummistiefel an schon etwas schneller als mit 2 kleinen Kindern!

        Ich stell mir das ganze mit 2 Kindern echt Saustressig vor........

      • (5) 30.11.12 - 14:03

        Puh, ganz schön mutig. Ist Dir langweilig? ;-)
        Ich war diese Woche beim Tierarzt. ImWartezimmer saß eine Mutter mit 4 jährigem Kind, einem Baby und einem 12 Wochen alten Goldie. Ich mußte mir das Spektakel eine halbe Stunde lang ansehn was da abging. Ich dachte nur die ganze Zeit: oh Gott der arme Hund!

        (6) 30.11.12 - 14:03

        Huhu :)

        also was ich dir sehr, sehr, SEHR ans Herz legen kann ist eigentlich 'nur' eine Kleinigkeit aber mit sehr großer Wirkung.
        Als ich meinen Hund bekam war mit das erste, was sie gelernt hat 'Menschen dürfen an mein Futter!' sprich wenn ich sie gefüttert hab, blieb ich bei stehen und nahm ihr bei jedem Füttern 1-2 mal ihren Napf weg und stellte ihn ihr natürlich mit Lob wieder hin.

        Das liegt daran, das ich selbst als kleines Kind mal vom Hund von Bekannten gebissen wurde weil ich, Stöpsel der ich damals war, mir dachte ich wollte den Hund auch mal füttern und schwupps, Patschehand rein in den Napf... fand der Schäferhund nicht so gut und biss direkt zu. Das wollte ich bei meiner direkt vermeiden. Zumal wenn Babys krabbeln oder Kleinkinder mal nicht nachdenken... :) es ist einfach sicherer wenn der Hund weiß, die wollen mir mein Essen nicht wegessen!

        LG
        Missi

        • (7) 30.11.12 - 17:48

          Hallo,

          Napf wegnehmen (egal, mit wieviel Lob) kann ganz arg nach hinten losgehen!

          Wir haben es so gelöst, dass die Kinder regelmäßig gefüttert haben (uns es noch machen) - mal waren sie einfach diejenigen, die den Napf hingestellt haben, mal haben sie mit einem großen Löffel nach und nach das Futter in den Napf gefüllt.

          So hat unser Hund gelernt, dass es für ihn absolut positiv ist, wenn die Kinder an den Napf gehen. Napf wegnehmen ist nämlich alles andere als positiv, sondern mit Stress verbunden. Dass ein Hund sich das von Erwachsenen gefallen lässt, ist noch lange kein Garant dafür, dass es auch in Ordnung für ihn ist, wenn es die Kinder tun. Ganz im Gegenteil - er weiß schon, was kommt (nämlich eine für ihn absolut unnötige Unterbrechung des Fressens, auch mit Lob bleibt das für ihn ätzend) und könnte auf die Idee kommen, den Kindern gleich mal ´ne Ansage zu machen, dass sie das zu unterlassen haben.

          Wie das Ganze ausgeht, hängt sicher auch stark vom einzelnen Hund ab - es gibt Hunde, die sind bei solchen Geschichten generell sehr gutmütig, andere sind extreme Ressourcenverteidiger. Bei der ersten "Sorte" geht fast alles gut aus, bei den Letzteren lebt man mit der Variante "wegnehmen" sehr gefährlich...

          Viele Grüße, Alex

          • (8) 30.11.12 - 20:01

            Huhu Alexa :)

            zuerst mal ja, ich stimme dir sehr zu, das es sicher auch von dem Hund abhängt. Wenn man einen Hund hat, der schnell zu gewissen ... ähm wie soll ich sagen... Dominanzgesten... nee, naja der halt schnell mal zeigen will wer hier eigentlich der Boss ist, dann ist es vielleicht wirklich nicht der beste Weg.

            Ich muss sagen als ich meinen Hund bekommen habe, hatte ich keine Kinder (-.- jetzt auch nicht... andere Baustelle) also ist es da recht schwer dem Hund auch weis zu machen das auch Minimenschen einem nich das Essen wegfuttern :P

            Damals war ich mit ihr noch in einer Hundeschule und die gaben mir halt den Rat und bisher hat es auch bei ihrem Nachwuchs (zu vier Besitzern der Welpen haben wir noch Kontakt) sehr gut funktioniert.
            Stress, natürlich das ist nicht gut, egal ob für Mensch oder Tier... jedoch glaube ich, das wenn man dem Hund einmal während des Fressens den Napf kurz wegnimmt und ihn dann sofort wieder hinstellt, das gerade auch bei einem jungen Hund nicht viel Zeit für Stress ist ^^

            Alles in allem gibt es sicher hunderte Möglichkeiten der Erziehung, egal bei welchem Tier... viele davon sind gut, wenn auch verschieden und führen dennoch zum selben Ziel:-D

            Ganz liebe Grüße
            Missi

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