Wie merke ich, ob meine Katze Schmerzen hat? Achtung lang!

    • (1) 07.12.12 - 22:25

      Meine Katze ist 18 Jahre alt und ich merke, dass ihr Allgemeinzustand immer schlechter wird.

      Seit geraumer Zeit atmet sie meist nur mit offenem Maul und der Bauch zieht sich dabei auch immer sehr ein. Dabei schnauft und dabei "fiept" das Atemgeräusch.

      Um ihr den Stress mit der Fahrt zum Tierarzt zu ersparen, habe ich einen Tierarzt gesucht, der "Hausbesuche macht". Dieser hat meine kleine Dicke abgehorcht und gemeint, das Herz sei schwach und mir ein Herzmittel dagelassen.

      Ich fand den Tierarzt aber wenig vertrauenswürdig und bin nun mit der Katze zu einer anderen Tierärztin gefahren. Die hat sich sehr viel Mühe gemacht, geröntgt, Ultraschall etc. hat aber nichts gefunden.

      Sie erbricht auch häufiger als es wahrscheinlich normal ist, und ist danach so schwach, dass sie sich kaum noch bewegen kann, was ihr ja ohnehin schon sehr schwer fällt. Vorgestern hatte sie starke Krämpfe, bevor sie Kot absetzen konnte. Als sie "es" dann geschafft hatte, ging es wohl wieder etwas besser.

      Die meiste Zeit des Tages liegt sie in meinem Bett, kommt nur ab und zu herunter, zieht sich allerdings die meiste Zeit zurück. Fressen und trinken tut sie- aber nur wenig und kleine Portionen. Sie hat in den letzten Monaten an Gewicht abgenommen.

      Ich merke, dass ihr alles sehr sehr schwer fällt. Atmen, laufen, aufs Bett springen. Ich sehe wie sie immer weniger wird. Ich kann die Entscheidung nicht treffen, wann wir sie von ihren Leiden erlösen sollen.

      Vor zwei Jahren mussten wir ihren Gefährten einschläfern lassen, mit 16 Jahren - und es war grauenvoll. Ein würdevolles Sterben war das ganz bestimmt nicht und ich möchte so etwas nicht noch einmal erleben.Mein Problem ist auch, dass ich weiß, ich muss sie, wenn es soweit ist, auf ihrem letzten Weg begleiten. Aber andererseits kann ich das nicht noch einmal ertragen, ich kommmee auch damit nicht klar, wenn ich nicht dabei sein sollte.

      Ich sitze hier und heule den ganzen Tag, und mache mir meine Gedanken.

      Klar wäre für mich, leidet sie - muss sie erlöst werden. Aber wie erkenne ich, ob das der Fall ist. Diese Sätze - du wirst es merken wenn sie gehen will - klappen bei mir nicht. Was ist also für sie noch lebenswert. Am liebsten wäre mir, sie würde hier zuhause einschlafen, aber meist ist das nicht der Fall.

      Könnt ihr mir einen Rat geben.

      • Wurde ein Herzultraschall gemacht? (Ich persönlich würde so einen Herzultraschall nur von einem Kardiologen machen lassen)
        Hast Du mal ein Blutbild machen lassen?
        Wie sind Ihre Zähne?

        Was für ein Herzmedikament hast Du denn bekommen?

        Hast Du es überhaupt gegeben? (das konnte ich jetzt aus Deinem obigen Test nicht heraus lesen)

        Was wiegt sie aktuell?

        Was bekommt sie zufressen? Trockenfutter, Nassfutter, oder beides?
        Welche Marke? Wieviel? Wie oft?

        Trinkt sie genug?

        Einen Tip kann ich Dir schonmal geben, damit sie besser aufs Bett usw... kommt, stell ihr überall einfach so kleine Tritt Hocker hin, dann kommt sie besser rauf und runter!

        Warum ist Einschläfern kein würdiges Sterben?

        Wenn es der richtige TA und die richtige Umgebung ist, dann kann es sogar ein sehr würdiges Sterben sein.

        Ich selbst arbeite in einem Pflegeheim für alte Menschen. DAS ist teilweise kein würdiges sterben weil es leider Gottes eine Pflicht ist, jeden Menschen so lange zu behandeln, retten, ernähren,... bis es alleine aufhört.
        Es sei denn der Mensch hat eine Patientenverfügung.
        DAS wünscht man keinem und oft genug höre ich von den alten Leuten " jedem Tier wird geholfen wenn es nicht mehr kann- nur bei uns Menschen hilft keiner"

        Ich selbst habe für meine Tiere entschieden- wenn sie in ein Alter kommen wo sie das Recht haben zu gehen dann lasse ich sie gehen wenn ich merke es geht nicht mehr.
        Ich würde diese Untersuchungen die Du gemacht hast wohl auch machen lassen, aber ich würde sie nicht von einem Arzt zum nächsten und von einer Blutuntersuchung zur nächsten schleppen.
        Denn dann hört meiner Meinung nach die Würde auf und das quälen fängt an.

        Wäre es meine Katze dann würde ich mich jetzt darum kümmern das ein TA ins Haus kommt zum Einschläfern. Dann würde ich mir einige Tage frei nehmen und die letzten Tage mit meinem Liebling verbringen. Dabei sehe ich wie das Tier sich verhält... und dann wäre ich dabei beim einschläfern in meinen eigenen 4 Wänden bei einer schönen Atmosphäre.

        DAS nenne ich dann schönes, würdevolles sterben.

        LG Mona

        • "Warum ist Einschläfern kein würdiges Sterben?

          Wenn es der richtige TA und die richtige Umgebung ist, dann kann es sogar ein sehr würdiges Sterben sein."

          Du kannst ein Tier auf zwei verschiedene Weisen einschläfern. Preiswert oder human.
          Manchmal weißt du nicht vorher, ob ein TA die preiswerte und damit für ihn lukrativere Variante wählt (von dir verlangt er das gleiche Geld) oder ob er weniger Profit macht, dafür aber sanfter ist.

          Ich will nicht ins Detail gehen, aber unsere Katze hatte Variante 1 und ich danach beinahe ein Trauma, so dass ich bei Hund 1 gewartet habe, bis er von selber geht. Hund 2 war bei einem anderen TA und wurde ganz sanft erlöst und es hat mich mit dieser Art des gehen lassens versöhnt.

          Wenn du nur Variante 1 kennst, wirst du das vermutlich nicht mehr machen...

          • Also hat man dir erklärt was Variante 1 und 2 sind und du hast dich für 1 entschieden oder wie soll ich das verstehen?
            Ich musste schon viele Tiere einschläfern lassen, diverse Ratten (hatte früher recht große Rattenrudel) und letztes Jahr meine Katze, weil sie nach einem Unfall nicht mehr zu retten war. Und immer wurden die Tiere erst in Narkose gelegt und wenn sie eingeschlafen waren wurde eine Überdosis gespritzt. Es war immer ein friedliches Entschlafen und ich kenne es nicht anders. Wenn man sich auch nur ein wenig informiert und dem Tierarzt mitteilt, dass man einen absolut schmerzfreien Tod für das Tier wünscht, dann sollte das kein Problem sein.
            Zur Threaderöffnerin: Würde meine Katze sich so quälen wie deine, dann würde ich das Leid beenden. Tut mir leid, aber in meinen Augen führt dein Tier kein lebenswertes Leben mehr und ich wüsste was ich zu tun habe.
            Alles Gute,
            Sandra

            • Nein, ich wusste das vorher nicht.
              Ich bin davon ausgegangen, es geht immer so, wie du es beschreibst und so kenne ich es von meinem Hund.
              Bei meiner Katze - und das ist nicht unüblich, wurde einfach ein muskellähmendes Medikament gegen und dann direkt ins Herz gespritzt. Das ist ein Alptraum, aber wenn du das merkst oft zu spät.

              Und glaube mir, das ist nicht nur mir passiert.

              • Oh mein Gott, wieso machen Ärzte denn sowas? Die wissen doch, dass das Quälerei ist.

                Hallo!

                Bist du sicher, dass es ein muskellähmendes Medikament war?
                Sowas habe ich seit Jaaaahren in keiner Praxis mehr rumstehen sehen.

                Das dann die Euthanasierungsspritze bei Katzen direkt ins Herz gegeben wird ist allerdings gar nicht unüblich und für die Katze nicht schlimm. Im Gegenteil, der Tod tritt sofort! ein.

                Grüße
                Nicole

                • Das war 1999 und bei Bekannten 2008 nochmal passiert. Kann sein, dass diese Grausamkeit jetzt wirklich vorbei ist, aber für Dorftierarztpraxen lege ich die Hand nicht ins Feuer.

                  Es ist einfach wichtig, dass man das weiß und sich VORHER informiert, wie euthanisiert wird und das ganz klar und deutlich sagt!

                  • Hi

                    Und genau deswegen habe ich meine TÄ vorher gefragt wie das von Statten geht. Da ich im Netz viel über T61 gelesen habe wollte ich das auf keinen Fall. Ihr o-Ton. Das verwendet schon seit Jahren fast keiner mehr. Meine Rattis bekamen erst eine Narkose und als Sie fest schliefen den Rest. Ich fand es war ein würdigen sterben.

                    LG Elli

          Mich hat mein TA ausführlich darüber informiert.

          Er selbst empfahl mir das Tier erst zu narkotisieren und dann die Spritze direkt ins Herz zu geben.

          Was er mir schilderte lies mich erschauern, allerdings geht es da eher um die ach so tierlieben Tierhalter.
          Es kam ein Mann in seine Praxis der für sein Tier die billigste Methode wollte ohne jeden Schnickschnack.
          Jedoch war das Tierchen extram panisch. Mein TA erzählte mir, das er das Tierchen trotzdem narkotisiert hat und dem Mann nur die billige Spritze ins Herz berechnet hat.

          Es sind also nicht immer die bösen Tierärzte die das Tier leiden lassen sondern die Halter, die das billigste wollen.

          Ich informiere mich vorher ausführlich und weiss was ich für meinen Liebling später will. Dafür bin ich auch bereit eine extra Anfahrt und Narkose,... zu zahlen.

          GLG Mona

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