Canis - Zentrum für Kynologie

    • (1) 18.12.12 - 20:43

      Hallo zusammen,

      da auch hier schon in diversen Diskussionen zu einem Trainer von Canis geraten wurde, möchte ich Euch dieses Video mit einer "sehr netten" Trainingsmethode des Herrn Grewe nicht vorenthalten:

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HrPBKbXuowE

      Dass Canis-Trainer alles andere als "nett" arbeiten, habe ich schon häufig von verschiedenen Leuten gehört, aber wenn ich dieses Video und diesen armen Hund sehe, könnte ich echt nur noch kotzen!:-[ Wie kann man da als Halterin neben stehen?!? Das arme Tier noch wegschieben, wenn es total verunsichert Schutz sucht?!?:-[

      Viele Grüße, Alex

      • (2) 19.12.12 - 06:31

        Hallo,

        ich habe mir das Video angeschaut. Dieser feste Schlag mit der Futterschüssel auf die empfindliche Schnauze geht garnicht :-(
        Aber: ich vermute mal, dass es sich hier um einen Hund handelt, der Spaziergänger angeht und das ist natürlich auch ein no go!
        Wer ein bisschen Ahnung hat kann erkennen, dass dieser Schäferhund kein "prollender Draufgänger" ist, sonder ein verunsichertes, armes Würstchen und deswegen nach vorne geht. Ich finde es immer schade, wenn Hundebesitzer es so weit kommen lassen :-[
        Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, reichen keine Wattebäuche aus, um das in normale Bahnen zu lenken. Ich persönlich hätte mit einer Wurfkette gearbeitet, die kann man auch zielgerichtet und intensiv einsetzen.
        Man konnte ja erkennen: beim 2. Mal wurde der "Spaziergänger" nicht angebellt. Die Frage bleibt allerdings offen: hatte der Schäferhund den Schmerz mit der Person in Verbindung gebracht (in dem Fall würde er eine andere Person wieder angehen) oder mit tatsächlich mit seiner Handlung?
        Wenn die Besitzer nicht an sich arbeiten und dem Hund vermitteln, wer der Chef ist (nämlich nicht er), dann wird sich garnichts ändern!

        LG Pechawa

        • (3) 20.12.12 - 15:03

          Hallo,

          ich gebe Dir absolut Recht - ein Hund, der Spaziergänger (bzw. Menschen im Allgemeinen) angeht, geht gar nicht! Und da ist ganz dringender Handlungsbedarf! Aber - auch da gebe ich Dir Recht - es ist nicht absehbar, was so ein Vorgehen für Folgen hat. Was ist, wenn eine Fehlverknüpfung stattgefunden hat und der Hund bei erstbester Gelegenheit dem Spaziergänger direkt mal so richtig im Bein hängt? Oder was passiert, wenn dieser Hund mal die Chance hat ohne Leine oder sonstige Kontrolle auf einen Fremden zu treffen?

          Was ich allerdings ganz anders sehe als Du, ist der Nutzen einer Wurfkette. Das ist zweifelsfrei eine weit "nettere" Methode als dem armen Tier eine Metallschüssel über den Kopf zu ziehen, aber es ist und bleibt ein aversives Mittel. Und jede aversive Methode kann halt auch eine Fehlverknüpfung zur Folge haben.

          Hinzu kommt, dass dieser Hund sehr unsicher ist - ich denke, es ist gerade bei unsicheren, ängstlichen Hunden absolut notwendig, ihnen über positive Verknüpfung das Verhalten abzutrainieren, das störend oder sogar gefährlich ist. Erst, wenn der Hund gelernt und verstanden hat, dass fremde Menschen nett sind und i.d.R. einen positiven Nutzen für den Hund haben, wird er das alte Verhalten dauerhaft ablegen. Bringe ich dem Hund über aversive Methoden bei, dass ich sein Verhalten nicht dulde, erreiche ich einen Erfolg letztlich nur über eine noch größere Angst - nämlich die vor Strafe. Damit laufe ich aber jederzeit Gefahr, dass das alte Verhalten wieder hochkommt - sei es, weil eine Situation plötzlich noch beängstigender erscheint als die zu erwartende Strafe, sei es, weil der Hund (aus welchen Gründen auch immer) alleine in solch´ eine Situation gerät und die Entscheidung alleine treffen muss.

          Ich bin der Ansicht, dass ein Hund immer die Chance bekommen sollte, mit netten Methoden zu lernen. Für mich hat positive Bestärkung nichts mit "Wattebäusche werfen" zu tun, sondern u.a. mit Gefahrenvermeidung (z.B. in Hinblick auf Fehlverknüpfung und Co.). Egal, mit welchen Methoden man arbeitet - letztlich geht es immer darum, dem Hund begreiflich zu machen, dass es sich für ihn viel mehr lohnt, auf mich zu hören/sich an mir zu orientieren als seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Das funktioniert natürlich super und meistens auch viel schneller mit aversiven Mitteln, es geht aber mind. genauso zuverlässig über positive Verstärkung. Zumal es auch ganz große Unterschiede bei den einzelnen Hunden, aber auch bei den verschiedenen Rassen gibt, auf welche Methoden sie wie ansprechen - und ich bin mir sehr sicher, dass man mit den meisten Retrievern nahezu mit jeder Methode ans Ziel kommt, ohne dass die Gefahr allzu groß ist, dass sie charakterlich kippen, während das bei vielen Ridgebacks z.B. schon ganz, ganz anders aussieht. Ich meine jetzt natürlich nur die üblichen Erziehungsmethoden - keine Tierquälerei...

          Viele Grüße, Alex

      (4) 19.12.12 - 08:42

      Oh je, das ist jetzt echt nicht so prall. Eine Besitzerin, die kein bisschen Führungsstärke hat, ein Hund der meint, er müsse sein Frauchen verteidigen, weil die es ja offenbar nicht kann, und ein Hundetrainer, der drauf haut.

      Ist die Frage, ob man es damit nicht sogar noch schlimmer machen kann....

    • (5) 19.12.12 - 11:28

      Hallo!

      Ich kenne 3 Absolventinnen von Canis. Ich war von deren Erzählungen und deren Arbeit eigentlich immer recht beeindruckt.

      Ich hab das Video gestern schon auf Facebook gesehen. Ich bin ziemlich entsetzt. Anscheinend hatte ich wohl eine einseitige Sicht auf diese Institution. Schade! Schade!

      Frag mich manchmal wieviele empfehlenswerte Trainer es überhaupt noch gibt.........

      Gruß Sabine

      • (6) 19.12.12 - 12:22

        Hej...

        Mir ging es ähnlich... ich war total begeistert!!!... und habe dann genauer hingeschaut und hingehört...

        Jedem das seine, aber ich halte mich und meinen Hund fern davon.

        Lieber Gruß, ;-)

        Zookie

        • (7) 20.12.12 - 11:22

          Ja, das wahre ist es wohl nicht. Wobei ne Freundin von mir dort ihre Ausbildung/Studium gemacht hat und die macht ihre Sache gut. Kommt halt wie immer drauf an was man draus macht...........

          Prinzipiell ist es aber nicht zu empfehlen wenn so etwas vorgelebt wird, weil 80 Prozent der Schüler nehmen das dann ungefiltert in ihre Arbeit auf.

          • (8) 20.12.12 - 15:18

            Das ist wohl das größte Problem an der Sache - dass viele einfach unreflektiert aufnehmen und umsetzen, was ihnen vorgekaut wird. Ist schließlich ein Profi... Und dabei ist egal, ob es um Azubis/Studenten oder Otto-Normal-Kunden geht.

            Von Canis-Absolventen habe ich aus unserer Umgebung leider schon die haarsträubendsten Geschichten gehört, inkl. Erziehung eines 7 Monate alten (bis dato komplett unerzogenen) Weimaraners mit der Lederpeitsche... Gut, fairerweise muss man natürlich auch sagen, dass hauptsächlich die Negativbeispiele die Runde machen und es ganz sicher noch mehr gute Canis-TrainerInnen als Deine Freundin gibt!

            Viele Grüße, Alex

    Ich hätte diesem Trainer die Schüssel auf den Kopf gehauen, wenn er da mit meinem Hund gemacht hätte.
    Aber die Dame machte nicht gerade den Eindruck, als könne sie einen Schäferhund führen - geschweige denn, dem Blödmann die Meinung geigen.

    Sie hätte sich wohl besser einen Chi gekauft....

    Leute gibts...

    • die Frau kann einen Schäferhund nicht führen, wieso sollte sie dann jemandem die Meinung sagen können.

      Das mit dem Chi find ich gemein. Blos weil man einen kleinen Hund schnell mal hochnehmen kann? Auch kleine Hunde gehören erzogen und wenn das jemand nicht kann dann landet er auch mit einem Chi vielleicht bei einem solchen Trainer.

      Leute, die sich gegen so einen Trainer auflehnen würden, würden von vornherein nicht in so einem Kurs landen

      • Nein. ich meinte einen Chi, weil sie dann vermutlich gar keinen TRainer brauchen würde.
        Und natürlich müsste der auch erzogen werden- die Erziehung gestaltet sich aber eventuell einfacher als bei einem Schäferhund.

        Ich muss mich mal über diesen Grewe belesen...scheinbar hat der Methoden wie der Milan sie mal hatte....weil momentan zeigen sie ja nur Folgen, wo er an den Haltern arbeitet und vergleichsweise freundlich zu den Hunden ist.

    (13) 20.12.12 - 15:20

    Mit meinem Hund hätte der Typ das ganz sicher auch nicht gemacht! Auch wenn ich mit mir selbst häufig viel zu viel machen lasse und nur ganz schlecht nein sagen kann - wenn es um unsere Kinder oder Tiere geht, werde ich zur Löwin...;-)

    Nee, die Halterin macht den Eindruck, als hätte sie besser gleich ein geeignetes Zuhause für den Hund gesucht, statt ihn zu solch´ einem fragwürdigen Training zu schleppen.

    Viele Grüße, Alex

(14) 19.12.12 - 12:30

Alex, was soll ich sagen...

Wieder ein Punkt, bei dem in mir alles verknotet... Und gegen Canis spricht, von denen ich mal sooooo überzeugt war!

Du weisst ja, ich habe grundsätzlich ersteinmal nichts gegen "Maßregeln" ( wobei ich mich gar nicht traue, bei so einem Schlag von Maßregeln zu sprechen!!!! #schock),...

Aber dass da wieder nicht unterschieden wird, wie die Grundkonstitution des Hundes ist... nämlich von vornherein verunsichert und Schutz suchend... das ist überaus bedauerlich.

Den Hund nach der Aktion zu sehen... das bricht mir fast das Herz...

Schäferhunde werden soooo oft völlig falsch eingeschätzt... "Ein Schäferhund, ganz klar, der brauch eine feste Hand.." Und was unter "fester Hand" verstanden wird sieht man auch in diesem Video wieder #schwitz

All diese Senibelchen, die dann nochmal eins draufgeklatsch bekommen, und man sich dann wundert, wenn sie irgendwann das restliche bisschen Verstand verlieren... da möchte ich am liebsten heulen.

Und bin SEHR dankbar, dass Whiskey bei uns gelandet ist. Er ist nämlich GENAU SO ein Kandidat.

Jetzt geh' ich erstma rumschniefen und kotz mich dann bei meinem Mann aus, über so viel Dummheit der menschlichen Rasse.

Unglücklicher Gruß,

Nina

  • (15) 20.12.12 - 15:27

    Liebe Nina,

    ich denke auch, dass der Schäferhund mit zu den am häufigsten falsch eingeschätzten Rassen gehört - das Problem ist aber auch der "typische" Schäferhundhalter inkl. Kasernenhofton und Hundedressur aus den 50ern...#schmoll

    Dazu gibt es noch ein ganz fieses Video, da könnte ich so in den Bildschirm kriechen, wenn ich das sehe! Hier ist es:

    http://www.youtube.com/watch?v=m88438wCNds

    Gegen Maßregeln habe ich auch nichts - wenn der Hund vorher die Chance hatte, auf eine nette Art zu lernen, was man überhaupt von ihm erwartet und das Maßregeln hundgerecht abläuft. Aber meine Ansichten zu dem Thema kennst Du ja...;-)

    Ja, Whiskey hatte ganz großes Glück bei Euch gelandet zu sein!:-) Schade nur, dass die Chaoten das so selten zu würdigen wissen...:-p;-)

    Liebe Grüße, Alex

    • ich konnte das Video nicht bis zum Ende schauen, habs ausgeschaltet. Mein Gott ist das furchtbar

      • Mir wird auch ganz flau im Magen, wenn ich sowas sehe - ich clicke auch ganz oft vor dem Ende schon weg.

        Ganz furchtbar war ein Video zum Thema Horse Soring, das ich letztens gesehen habe. Mir sagte der Begriff gar nichts, aber das Video war sowas von furchtbar, das konnte ich nicht zu Ende schauen. Wahnsinn, was der Mensch sich in Bezug auf den Umgang mit Tieren anmaßt!

        Es wäre schön, wenn solche Videos wenigstens bei dem ein oder anderen zu einem Umdenken führen würden bzw. wenn es mehr Menschen dazu bringen würde, aktiv etwas gegen Tierquälerei zu unternehmen - und wenn es "nur" ist, dass man sich entsprechenden Petitionen anschließt.

        Viele Grüße, Alex

    (19) 21.12.12 - 14:48

    Und dieses Video finde ich noch absolut harmlos, im Vergleich zu dem, was ich schon erlebt habe... Und obwohl der Führer sich so verhält, hängt der Malinois an seinen Lippen #heul

    Deswegen halten wir uns fern von solchen Vereinen, Menschen, Hundeplätzen... Wir sind ein paar Mal solchen begegnet, und die waren total hin und weg von Whiskey... " Oh, so ein Muskelpaket!" "So ein toller Biss!" " So ein kräftiger Nacken, der hält!" ...

    Alles auch von Schutzhundesportlern... jetzt will ich nicht sagen, dass alle Schutzhundesportler Kraut und Rüben sind... aber ich scheine nur immer diese zu treffen *seufz*... Wobei Schutzhundsport für mich persönlich nichts wäre, ich mag andere Auslastungsarten viiiiiiiel lieber! :-D

    So, auf geht's zum Trailen! ;-)

    Gruß,
    Nina

(20) 20.12.12 - 12:27

Hier im Ort gibt es auch so einen Hundetrainer - der mit viel Maßregeln arbeitet, sehr viel Maßregeln, die Hunde haben regelrecht Panik wenn sie den sehen.

Mir bricht das immer fast das Herz, da habe ich doch lieber einen nicht so perfekt erzogenen Hund, der dafür Hund sein darf, und auch keine Angst vor Schlägen hat, wenn er mal so tut als wäre er schwerhörig (was ja mit 12 Jahren durchaus auch so sein kann).

  • (21) 20.12.12 - 15:12

    Das kenne ich - hier arbeitet leider ein Großteil der Trainer über sehr fragwürdige Methoden und obwohl wir in einem Teil des Landes wohnen, in dem wir nahezu auf jedem Gebiet ein reichliches Angebot haben (auch massig Hundeschulen), ist es schon fast die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, einen wirklich guten Trainer zu finden.

    Viele Grüße, Alex

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