Hund/Welpe mit zur Arbeit nehmen?! Wohnheim f. Menschen m. Behinderungen

    • (1) 04.01.13 - 22:32

      Hallo zusammen,

      ich habe vor einigen Tagen schonmal gepostet:

      http://www.urbia.de/forum/34-mein-tier-und-ich/4093633-welcher-hund-welpe-junghund-tierschutz-zuechter/25756956

      Mein Mann und ich haben uns jetzt dazu entschloßen einen Welpen in unsere Familie aufzunehmen und denken da an einen Labrador...
      Ich hab ja geschrieben, das meine Schwiegereltern zumindest eine kleine Runde mit dem Hund gehen würden, wenn ich mal einen Frühdienst habe und (höchstens) 8 Std. (einmal in der Woche) außer Haus bin!
      Nun kam mir aber die fixe Idee meinen Chef zu fragen, ob ich den Hund nicht "einfach" mit zur Arbeit nehmen kann... Ich arbeite in einem Wohnheim für Jugendliche/junge Erwachsene mit schwersten Mehrfachbehinderungen und durch eine Mutter die mit ihrer Tochter regelmäßige Besuche von einem Therapiehund bekam, bin ich auf die Idee gekommen... Es ist zur Zeit wirklich noch eine fixe Idee, die mich aber nicht mehr loslässt ;-) Zum einen wäre es für den Hund toll immer bei mir zu sein und für die Bewohner sicherlich auch ein Gewinn :-) Ich arbeite auch nur 2 Tage in der Woche, heißt ich würde den Hund/Welpe auch nicht "Vollzeit" mit den neuen Geräuschen/Bildern/Eindrücken bombadieren...
      Wir haben ja noch keinen Welpen gefunden, aber ich wollte meinen Chef trotzdem schonmal vorsichtig fragen, kann seine Reaktihon überhaupt nicht einschätzen und suche jetzt nach Argumenten die dafür sprechen...

      Vielleicht habt ihr ein paar Ideen, Vorschläge oder Gedanken dazu????

      Freue mich auf Antworten :-)

      • Hallo,

        puuuuh, ich finde das gerade ganz schwierig...

        Eigentlich ist es ja ideal, seinen Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Andererseits finde ich, ist es bei Dir schon eine Sondersituation.

        Ich stelle mir gerade einen wuseligen Labradorwelpen vor, der noch nicht wirklich stubenrein ist und eine Menge Flausen im Kopf hat, der dann mit zu Menschen soll, die selbst schon eine ganze Menge (wenn nicht die ungeteilte) Aufmerksamkeit brauchen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das gut geht mit einem Hund, der noch nicht "fertig" erzogen ist, der eigentlich alles als tolles Spiel sieht, der an nahezu allem noch seine spitzen Zähnchen ausprobiert...

        Hunde prinzipiell sehe ich in Deinem Job ganz sicher als riesige Bereicherung - wenn es souveräne, gut ausgebildete Tiere sind, auf die man sich zu 99,99% verlassen kann. Einen Welpen oder pubertierenden Junghund sehe ich persönlich in diesem Bereich gar nicht... Zumindest dann nicht, wenn wir davon reden, dass der Hund quasi "mitlaufen" soll - reden wir davon, dass ein Hund mit Besitzer mal zu Besuch kommt, sei es, um den Bewohnern eine Freude zu machen oder um eine gute Sozialisierung (z.B. für einen späteren Therapiehund) zu gewährleisten, ist das natürlich eine ganz andere Situation.

        Viele Grüße, Alex

        Hallo,

        Google doch mal nach tiergestützte Therapie/tiergestützte Pädagogik, da solltest du ganz viele Argumente finden.
        Ich kann dir auch das Buch "Menschen brauchen Tiere" von Olbrich/Otterstedt als Eingangslektüre empfehlen.

        Hallo,

        tolle Idee, sprech sie mit deinem Chef ab!
        Viele Dinge müssen bedacht werden, z.B. Allergien bei den Bewohnern, der Hund braucht regelmäßige Ruhezeiten und einen festen Platz usw.
        Am Anfang wird es wahrscheinlich nicht einfach werden, bis zur Stubenreinheit würde ich ihn evtl. auch nur einmal pro Woche mitnehmen und auch die beiden ersten Wochen nur in eurer Familie lassen! Labradore sind sehr menschenliebende Hunde, die erst mal ihre neuen, eigenen Leute kennenlernen sollten, ehe sie unter die Leute gebracht werden ;-)
        Dann würde ich mir einen guten Züchter suchen (VDH) und mich von diesem bei der Auswahl des Welpen beraten lassen, denn du brauchst einen ruhigen, nervenstarken Welpen und keinen flippigen Springball!

        LG Pechawa

      • Eine Freundin von mir hat ihren Hund und sich zum Therapiehundeteam ausbilden lassen - und so die Berechtigung erhalten, ihn mitnehmen zu dürfen zur Schule (ist Lehrerin) - vielleicht wäre das ein Ansatz?

        Hallo,

        ich habe als unser erster Welpe kam mich grade auf einen solchen Job beworben in einem Wohnheim für mehrfach geistig Behinderte Menschen.

        Die wollten mich gern haben und die Zeiten die abgedeckt werden sollten waren nicht vereinbar mit einem Welpen da hat mir der Chef selbst vorgeschlagen das ich ihn doch mitbringen soll.

        Er ist also aufgewachsen zwischen lauter Trubel, Freude, Anfällen jeglicher Art usw....

        Weder dem Hund noch den Bewohnern hat es geschadet.

        LG dore

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