Unser Hund rennt und rennt und rennt und...

    • (1) 08.01.13 - 09:17

      Wir haben seit 1,5 Jahren einen Appenzeller-Podencomix (könnte auch was anderes mit drin sein) zu Hause. Fynn ist ein absoluter Familienhund, freundlich, anhänglich, noch ein wenig wild.

      Wir sind jetzt so weit, das er auch mal frei laufen kann. Dabei ist uns aufgefallen, dass er einen immensen Bewegungsdrang an den Tag legt und nicht wie andere Hunde mal schnüffelnd 20 m vorausläuft, sondern uns im Kreis von ca. 150 m ständig im gestreckten Galopp umrundet.

      Er liebt Verstecktspiele, läuft mit mir vor, während die Kinder sich irgendwo verstecken und dann geht es hin und her, in einer Tour.

      Wir sind nicht sehr hundeerfahren und uns stellt sich die Frage: gibt es sowas wie Hunderennen auch für "normale" Hunde? Oder gibt es etwas anderes, wobei er sich auspowern kann?

      Bin für Tipps dankbar, denn wir würden unseren Fynn gern sinnvoll beschäftigen.

      Gruß Hezna #klee

      • (2) 08.01.13 - 09:45

        Vielleicht könnt ihr ihm beibringen, dass er gut neben dem Fahrrad läuft?

        LG
        Suse, die dich gerade um deinen agilen Hund beneidet.

        • (3) 08.01.13 - 10:12

          Das wäre sicher eine Möglichkeit. Nur wie gewöhnt man einen Hund ans Rad? Ich fürchte, bis er sicher nebenher läuft, bin ich 200 Mal vom Fahrrad gefallen #schein

          Warum? Hast du eine Schnarchnase als Hund zu Hause?

          • (4) 08.01.13 - 10:54

            Wie man einem Hund beibringt, neben dem Rad zu laufen, weiß ich auch nicht. Aber ich sehe öfter zwei Radler + sportlichen Hunden und finde das klasse. Da kann man sich ja sicher schlau machen.

            Ja, mein Hund ist ein Lahmarsch. Wenns ums Rumtoben mit Hundefreunden geht, dann dreht unsere Hündin normaler Weise auf...aber Gassigehen war von Anfang nicht ihr Ding. Aber zur Zeit ist noch ein anderer "Wurm" drinnen. Irgendwas tut ihr weh und wir finden nicht, was und warum. Ich glaube, ich muss jetzt einen anderen Tierarzt konsultieren, damit wir mal eine zweite Meinung bekommen. Ich mache mir gerade echt Sorgen um unseren Hund und wäre dankbar, wenn er so rumflitzen würde, wie du das beschreibst.

            LG
            Suse

          • (7) 09.01.13 - 09:48

            Noch mal was zu dem Thema Fahrrad fahren und Kondition aufbauen.

            Ich finde es gut bei einem lauffreudigen Hund auch der Lauffreude nachzugehen. Wenn du 3 km am Tag Gassi gehst baust du Kondition für die 3km auf, wenn du jeden Tag 20km Fahrrad fährst baust du dafür Kondition auf.

            Du solltest dich jetzt nicht da rein stürzen und den Hund mit Fahrrad fahren platt machen. Du solltest eben so viel Kondition aufbauen wie du auch auf Dauer bedienen kannst.

            Meine Nachbarin ist Triathletin, die joggt vor dem Frühstück mal schnell 7km mit ihrem Hund und läuft abends noch mal so weit. Das ist OK und gut weil sie und der Hund das auf Dauer machen. Wenn du jetzt jeden Tag Fahrrad fährst und in nem halben Jahr aber feststellst dass ist dir viel zu viel ist das nix für den Hund. Aber wenn du dir z.B. vor nimmst immer ein Tag Fahrrad fahren und dann 2 Tage Gassi gehen mit Kopfarbeit fänd ich das ne super Mischung für deinen Hund.

            LG Sabine

    ja, Hunderennen für normale Hunde gibt es

    http://www.tierfreunde-rheinland.de/hunderennen.htm
    Dein Hund hat jede Menge Power. Unsere haben jeden Tag so ihre 5 Minuten und dann wird hin und hergerannt auf der Wiese. Beschäftigung für und mit Hund findest du z. B. hier
    http://www.spass-mit-hund.de/

(12) 08.01.13 - 10:50

Hallo Hezna,

natürlich ist es wichtig, einem Hund - gerade wenn er solch´ eine Power hat wie Eurer - die Möglichkeit zu geben, sich körperlich ordentlich auszupowern.

Allerdings finde ich, dass man gerade bei solchen Hunden auch extrem aufpassen sollte, dass es nicht ZU sehr auf´s körperliche beschränkt bleibt. Man kommt dann schnell in eine Endlosschleife - der Hund fordert immer mehr, weil er immer mehr Kondition und Muskeln aufbaut, er hat immer mehr Probleme damit, zur Ruhe zu kommen, runter zu kommen, es pusht sich immer weiter hoch.

Daher finde ich es gerade bei solchen Powerpaketen sinnvoll, eine ruhige Alternative reinzubringen, bei der auch das Köpfchen ordentlich gefordert wird. Mantrailing wäre da z.B. eine tolle Alternative - da sucht er auch einen Menschen (können dann auch Deine Kinder beim Spaziergang sein, so machen wir es auch oft), aber er lernt, dafür seine Nase zu nutzen und nicht nur wie wild hin- und herzurennen. Und gerade vernünftige Nasenarbeit ist sehr anstrengend für Hunde.

Vielleicht wäre so etwas was für Euch?

Viele Grüße, Alex

  • (13) 08.01.13 - 11:02

    Nach dem Begriff muß ich mal googlen. Das Suchen fördern wir ja schon, wenn die Kinder sich verstecken.

    Ich bleib dann halt 300 m weiter weg stehen und rufe ihn, wenn er sie gefunden hat. Dann rennt er zu mir zurück, in der Zeit verstecken sie sich woanders und er geht wieder auf die Suche. Aber du hast natürlich Recht: er rennt die Strecke halt nur und findet sie auch immer recht leicht.

    Mal schauen, was sich genau hinter Mantrailing verbirgt...vielen Dank #winke

    • (14) 08.01.13 - 12:06

      Hallo Hezna!

      Alex hat Dir ja schon toll geschrieben, warum dieses "Pushen", also das Fördern von extrem agilem Verhalten echt nach hinten losgehen kann... und das kann ich nur unterstreichen.

      Ich habe einen absolut genialen Hund, allerdings ist er auch einer, der mich regelmässig an meine Grenzen bringt, in jeder Hinsicht ;-)

      Total bewegungsfreudig und arbeitsfreudig... mehrere Hundetrainer hatten mir geraten, ihn einfach mehr zu bewegen... also war ständig Action, mit dem Fahrrad unterwegs, mit anderen Hunden ausgepowert, Reizangel etc... Meine Güte, der Hund wurde zu einem Bodybuilder! ... aber kein Stück weit ausgeglichener, ganz im Gegenteil.

      Ich habe mich eingehender informiert über sogenannte "Hibbelhunde", und das Programm also umgestellt. ... Wir haben Mantrailing angefangen, und viel mit Ruhe gearbeitet... Versteh' mich nicht falsch! Mein Hund darf auch jetzt rennen und toben, aber wohl dosiert, und er muss danach IMMER runterkommen... schafft er das nicht von alleine, helfe ich ihm.

      Seitdem geht es uns beiden sehr viel besser... gerade das Mantrailing leistet unheimlich gute Arbeit! Du merkst schon, ich schwöre darauf ;-) ... Ist aber nicht jedermann'S Sache, muss ich gleich dazu sagen.

      Ach ja, was ich noch sagen wollte... also 150 Meter Abstand finde ich schon recht viel... orientiert er sich denn noch an Dir? Ansonsten wäre Beziehungsarbeit generell vielleicht auch empfehlenswert, übrigens: Mantrailing ist nicht nur Schnüffelarbeit, sondern auch Beziehungstraining pur... wäre hätte das gedacht ;-)

      Schau's Dir einfach mal an, such' Dir eine nette Gruppe/Trainer/in, und probier aus, ob es was für Dich und Hund ist!

      Ganz lieber Gruß,
      Zookie

(15) 08.01.13 - 11:36

Mein Mann macht in 2 Wochen ein Seminar zum Zughundesport mit. Er will sich so nen Scooter kaufen. Wir haben uns das am WE angeschaut. Die Dinger schauen aus wie Kickroller und gibts für Hunde ab 18 Kilo.

Schau mal bei www.derhundling.de, da gibt es so Scooter und die macht auch die Seminare. Du brauchst auch nur zum Einstieg ein Seminar und dann kann man das wohl alleine machen. Könnte ja was für euch sein.

LG Sabine

(16) 08.01.13 - 14:08

#rofl hört sich nach meiner an als sie jung war. was die kilometer gemacht hat beim spazieren gehen #schock und das manchmal fast senkrecht steilhänge rauf und wieder runter ...

ich hab sie machen lassen. sie sollte toben und so wie sie will, aber ich bin nicht mit ihr mit dem rad gefahren (obwohl sie noch immer locker eine radltour mit kind und co im hochsommer locker übersteht mit ihren 11 jahren). einfache begründung: ich wollte ihren bewegungsdrang nicht noch steigern. ich hab ihr stöcke geworfen, sie mit hunden spielen lassen, sie hügelan und ab laufen lassen, ins eiswasser laufen, was ihr grade einfiel ;-)

um sie sonst auszulasten hab ich mir ihr fährten gelegt. das hat ihr gefallen und manch einer hätt sie gern gehabt für turnierausbildung, weil sie richtig gut war. aber es sollte ja nur sie ein bisschen "sinnvoll" beschäftigen.

heute ist sie ruhiger. sie zieht ihre runde, buddelt löcher, galoppiert vor und zurück, aber die kilometer von früher macht sie nur noch, wenn es nötig ist (zb radltour ...).

(17) 08.01.13 - 19:13

Hallo,

schau doch einfach mal nach einer Hunderennbahn in deiner Nähe, meistens ist am Wochenende Renntraining. Einfach dort anrufen und fragen, die meisten Windhundrennbahnen lassen auch "Nicht-Windhunde" rennen.
Und DAS powert die Hunde wirklich aus! :-D
Meine Lösung war, mir eine zweite "Rennsemmel" zuzulegen, jetzt habe ich jeden Tag zwei ausgepowerte, ruhige Salukis...;-)

LG

(18) 09.01.13 - 11:53

Ich würde eher Kopf/Nase beschäftigen als den Hund noch mehr "umher zu jagen" aber das ist ja schon angesprochen worden.

Zusätzlich würde ich auch den üblichen Aktionsradius stark einschränken, 150 m sind doch viel zu weit, um im Notfall schnell einzuwirken und auch Jäger/Spaziergänger werden im Zweifel nicht davon ausgehen, dass der Hund 100% unter Deiner Kontrolle unterwegs ist.

LG

Top Diskussionen anzeigen