Frage an Hundeexperten: Nachbarshund ständig allein draußen - fiept und weint

    • (1) 27.01.13 - 10:31
      Inaktiv

      "Hunde sind Rudeltiere" hat mir mein Opa schon beigebracht und mir erklärt, warum er immer zwei Hofhunde hatte: Damit die, im Fall es ist mal keiner sonst draußen auf dem Hof, sich nicht allein fühlen. Die Hunde waren ansonsten meist um ihn herum oder spielten mit uns Kindern oder oder. Nachts schliefen sie im Haus in einem Wirtschaftsraum neben der Tür, an dem jeder Besucher oder Eindringling vorbei musste. Also Wachhundfunktion, aber kein Zwinger und mit im Haus.

      Zu meiner Frage: Uns gegenüber steht ein Einfamilienhaus, zu dem ein Husky gehört. Im Moment ist er mal wieder seit über zwei Stunden draußen und weint seit 30 Minuten vor der Tür. Schon oft habe ich beobachtet, dass er ewig im Vorgarten bleiben muss. Dann weint er immer wieder und alle Nase lang schaut die Besitzerin zur Tür raus und blafft den Hund an: "Du spinnst wohl, sei ruhig jetzt." und so weiter.

      Er hat keine Hütte und einen Liegeplatz hat er im Grunde nur auf der Fußmatte. OK, nun haben wir Huskytemperaturen, mag sein, dass es besser ist, wenn er in der Kälte ist. Und dass ich diese Leute so gut wie nie mit dem Hund weggehen sehe (wir wohnen am Feldrand, ein Hundeparadies), mag Zufall sein oder seinen Grund haben. Nun dachte ich eben aber, dass a) ein Hund zu seinem Rudel gehört und leidet, wenn er über Stunden allein sein muss, während der Rest des Rudels in Hörweite ist und b) ein Husky unheimlich viel Bewegung braucht.

      Liege ich falsch? Und wenn nein, was tun? Ich muss sagen, dass unser Balkon (Erdgeschoss) zu dem Haus zeigt. Ich bin zum Rauchen immer draußen, aber man hört das Jaulen auch sehr, wenn die Fenster und die Balkontür geschlossen sind. Abgesehen von der schieren Lärmbelästigung, schlimmer ist der Schmerz, den ich empfinde, dieses Tier so jämmerlich weinen zu hören. Wir reden hier wirklich nicht von "mal eine Weile draußen, weil er drinnen sonst in den Füßen rumläuft und beim Putzen/Aufräumen/sonst was stört". Als ich Urlaub hatte, kam es fast täglich stundenweise vor und über das gesamte Wochenende ebenfalls immer wieder.

      Habt ihr Tipps?

      LG
      Ch.

      • Hallo,
        in meinen Augen siehst du das schon ganz richtig.Was man machen kann ist eine gute Frage,ich würde erstmal versuchen das Gespräch zu suchen und die Halter freundlich auf die Missstände hinweisen,vielleicht wisen sie es nicht besser.Vielleicht kannst Du auch deine Hilfe anbieten,wenn es Gründe gibt warum es im MOment so ist(Baby,kleine Kinder,kranke Kinder usw.),warum man vielleicht vorrübergehend sich nicht so um das Tier kümmern kann wie es nötig wäre.Berichte mal was Du erreicht hast.
        LG Kimchayenne

        (3) 27.01.13 - 14:37

        Hallo!

        Wenn Du mit den Leuten nicht reden kannst, dann bleibt Dir nur, immer wieder das Veterinäramt zu informieren. Die werden wahrscheinlich erst mal auf einer vernünftigen Hütte bestehen, immer mal dieses oder jenes anmahnen, aber allzu viel passiert da noch nicht.

        Naja, und dann natürlich ein Lärmtagebuch mit Aufnahmen, Nitizen von wann bis wann er weint, das auch dem Veterinäramt geben, aber auch aufheben, falls es bis vor Gericht geht...

        (4) 27.01.13 - 16:49

        solche Leute haben nicht die nötigen Vorraussetzungen um einen Hund zu halten. und ein Husky ist sehr pflegeintensiv. allein schon weil er viel Bewegung braucht.

        Schalt das Amt ein!

        so wie ich das rausgehört habe kann man mit denen ja nicht mal reden... und wenn jemand seinen Hund so anblafft und ihm nicht mal Wetterschutz bietet und alleine lässt dann sollte diese Person auch keinen Hund haben!

      • (5) 27.01.13 - 18:42

        Hier haben wir auch einen Husky, dreimal darfst du raten was er macht wenn sein "Rudel" nicht da ist!? #aerger
        Es hört sich ungefähr so an: http://www.youtube.com/watch?v=Qrb0vsO8DnY

        Man hört ihn dann kilometerweit, wirklich, das ist nicht übertrieben.
        Ich hab mal das Telefon in den Gang gehalten als ich mit meiner Freundin telefoniert habe, selbst ihr Mann der nicht am Tel war konnte ihn hören. Du hast also mein vollstes Verständnis.

        Mit den Besitzern reden das es so nicht geht, der Husky braucht ordentlich Auslauf und wenn sie dem nicht nachkommen können sollten sie ihn in verantwortungsvollere Hände geben. Schließlich ist ein Tier kein Spielzeug.

        Wenn sich nichts ändert kannst du ja das Veterinäramt anrufen. Erwarte dir aber nicht zu viel davon.

        (6) 27.01.13 - 19:46

        Danke für Eure Antworten! Ich werde wohl zunächst mal hier beim Tierschutz anrufen, vielleicht kann von denen einfach mal jemand vorbei fahren - ao im Guten, dachte ich. #kratz Wir leben hier eigentlich in einer "guten", ja eigentlich Spießergegend, ich erwartete eigentlich ein gewisses Maß an Bildung und ein bestimmtes Verhalten hier. Naja, Spacken gibt es wohl wirklich in jeder Schicht...

        LG
        Ch.

      • (7) 29.01.13 - 09:43

        Wieso redest du nicht mal mit den besitzern? Wenn ich von meinem hund ausgehe, kann ich sagen, dass hunde manchmal äusserst unentschlossen sein können, meiner will am tag am liebsten auch 40 mal rein und raus, jeweils steht er dann drinnen oder draussen fiepend vor türen herum! Er will draussen schatten jagen, wenn aber die sonne hinter einer wolke verschwindet, will er wieder rein! Ich stehe aber nicht den ganzen tag vor der gartentüre und warte darauf ob der hund rein oder raus will! Ich mache wäsche, spiele mit dem kind, bade die kleine und,.. Ja, es kann gut sein, dass der arme, arme, leidende hund dann mal warten muss! Deshalb erfriert er aber nicht oder leidet,.. Ihm ist schlicht langweilig, weil die sonne weg ist und er will rein, weil drinnen immer ein bisschen action ist, das ist alles!

        Und wenn er bei wechselhaftem wetter zum 10 mal am vormittag nach 3 minuten sonnenschein wieder rein will, weil ne wolke kommt, dann motze ich ihn auch an, wenn ich die gartentüre öffne!

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