epileptische Anfälle beim ältern hund

    • (1) 27.01.13 - 21:22

      Hallo zusammen,
      ich bin ziemlich mit den nerven am Ende.

      Unser 12jährige Rüde hat seit der Nacht von Freitag auf Samstag immer wieder epileptische Anfälle. Wir waren Samstag gleich bei unserem Tierarzt und er vermutet einen Gehirntumor. Weiter Untersuchungen werden morgen gemacht. Allerdings passt seine Verhaltensänderung in die Tumor Diagnose.

      Hat von euch jemand Erfahrung damit. Unser Tierarzt sagt es gibt da keine möglichkeit zur heilung gerade weil die Anfälle sich so häufen und auch jedesmal über eine Minute dauern.

      Sicher ist das er nicht leiden soll.

      Gruß Mareike

      • Hallo,

        schwierig. Es gibt die Möglichkeit bei Epilepsie mit Medikamenten einzustellen. Allerdings wenn die durch einen Tumor kommen - so gut wie keine Chance.

        Vor Jahren hatten wir einen Kater mit schwerster Epilepsie - ohne Tumor. Er wurde eingestellt, es wurde besser für einen gewissen Zeitraum. Dann fing es an, dass er täglich Anfälle bekam, nach ein paar Wochen war es mehrmals am Tag. Hier haben wir dann gestoppt. Das war kein "Leben" mehr, mehr ein dahinsiechen. Wir haben uns für die Einschläferung damals entschieden. Haben Rücksprache mit Tierschutzorgs gehalten und mit dem Tierarzt - weil wir uns so unsicher waren ob noch eine Lebensqualität besteht oder nicht.

        Bei Wesensänderungen und Anfällen, mit 12 Jahren, würde ich auch nachdenken, was am Sinnvollsten ist! Man will das Tier ja nicht einfach so abschieben weil man keine Lust mehr hat. Was allerdings aussichtslos ist und nur eine Rauszögerung des Verlaufs - würde ich mich immer FÜR das Tier entscheiden - also Einschläferung.

        LG
        Caro

        • Hallo Caro,
          danke für deine Antwort. Ich war heute Morgen mit Charly wieder beim Tierarzt. Urin Probe abgegeben und es wurde Blut abgenommen. Die gesamten Ergebnisse haben wir Mittwoch/ Donnerstag. Es werden auch die Schilddrüsen Werte kontrolliert um alles aus zuschließen. Allerdings hat er in den letzten Wochen fast fünf kg abgenommen.

          Sollte es ein Tumor sein gibt es keine Chance auf heilung und auch das mit den Tabletten einstellen wird nur wenig helfen. Er bekommt nun zwar erstmal die Tabletten , auch schon in einer hohen Dosis.

          Ich hatte heute Morgen ein langes Gespräch mit der Ärztin und sie kennt Charly von klein an und meinte das sie ihn so wie er heute Morgen war. Total ängstlichen und auch hibbelig. Ich muss dazusagen das beide Hunde von uns da gerne hingehen. Auf jedenfall meinte sie auch gerade im anbetracht das er in 48 Stunden fünf Anfälle hatte die über eine Minute gehen und er danach sowohl orientierungslos und dabei dann auch zum Teil aggressiv ist und es wirklich ein Tumor ist das wir es nur wenig Hoffnung gibt. Und wir werden ihn dann erlösen. Er hat sich so verändert und wir haben eine kleine Tochter und ich hab da dann etwas Angst. Ich hoffe das es doch eine andere Ursache ist. Den ich weiß nicht wie unsere alte Hündin damit klar kommt wenn ihr Freund weg ist.

          Es werden schwere Tage bis zum Ergebnisse.

          Liebe grüße
          Mareike

          • Hallo,

            kann ich alles verstehen. Da hätte ich auch Angst um meine Kinder, wenn sich ein Hund im Wesen ändert. Das kann der liebste Hund gewesen sein - wenn er krank ist, unberechenbar, leider! So wie Du es schilderst, wird es wohl nichts mehr werden. Gut, dass Ihr so einen Arzt an der Seite habt!

            Wir haben ja auch zwei Hunde. Damals hatten wir unseren Timmy mit 15 Jahren und Leo, damals 2 Jahre. Unseren Timmy mussten wir kurz vor Weihnachten 2011 einschläfern lassen und ich muss ehrlich sagen, dass Leo ihn schon vermisst hat, obwohl die beiden nur ein Jahr zusammengewesen sind. Er ist sehr ruhig gewesen und in sich gekehrt. Im August vergangenen Jahres dann, haben wir uns entschlossen wieder einen Hund dazuzuholen. Die Dame ist zwar auch schon 10 Jahre alt, aber die beiden blühen richtig auf zusammen. Die toben über die Wiesen und spielen sogar im Haus zusammen. Unser Leo ist wirklich wieder richtig aufgeweckt durch sie geworden. Und uns hat das Chaos mit zwei Hunden auch gefehlt.... da war es plötzlich so ruhig!

            Einfach wird es für Eure alte Hündin sicher nicht werden, wenn sie schon lange zusammen sind. Vielleicht überlegt Ihr Euch wirklich, gleich wieder einen - auch älteren Hund - dazuzuholen. Ist jetzt nicht böse gemeint und soll auch Euren Hund nicht ersetzen, aber vielleicht ist es einacher für alle es zu verkraften...

            Sag doch kurz Bescheid, was rausgekommen ist! Ich denke wirklich an Euch!

            LG
            Caro

            • Hallo Caro, danke für deine netten Worte. Wir haben zum Glück ein wirklich tolles Tierarzt Team und immer zu erreichen, da es auch eine Pferdeklinik ist mit Kleintierpraxis. Leider reagiert Charly völlig anders auf die Tabletten wie gedacht. Er ist total hibbelig den ganzen Tag und gibt kaum Ruhe. Ausserdem ist uns heute aufgefallen das er in der Hinterhand mehr als wackelig ist. Aber bis jetzt toitoitoi kein Anfall mehr.

              Falls es zum schlimmsten kommt mit Charly sind wir auch schon am überlegen wie es mit Kira wird. Habe da heute ja auch schon mit unserer Ärztin gesprochen da sie sie ja auch mehr als gut kennt. Kira ist fast 14, hat einen angeborenen Herzfehler, Arthrose und ist inkontinent über Nacht. Also auch wirklich nicht mehr die gesündeste. Unser Ärztin meinte es ist eine 50/50 Sache entweder baut Kira dann auch ganz schnell ab oder akzeptiert das alles so. An einen zweiten Hund haben wir auch schon gedacht. Allerdings möchten wir wenn einem jungen Hund da ich gerne wieder einen Reitbegleit Hund haben möchte. Und ich gerne wieder agilgty machen möchte. Kira kann es leider nicht mehr und Charly war, naja nett gesagt einfach zu dusselig dafür.

              Wir werden mal die nächsten Tage abwarten und hoffen.

              Natürlich halte ich dich auf dem laufenden

              Gruß mareike

              • Hallo Caro.
                Wir haben inzwischen die Blutergebnisse und auch die von dem Urin. Leider ist alles ohne Befund. Die wahrscheinlichkeit das er einen Tumor hat ist sehr hoch. Seit Montag bekommt er nun die Tabletten die die Anfälle unterdrücken. Allerdings hat er oft keine Kontrolle über seine Hinterbeine. Eigentlich ist es keine Nebenwirkung der Tabletten aber wir haben die Dosis erstmal um eine Tablette pro Tag runtergesetzt. Dies wird beibehalten es sei den erbekommt wieder nen Anfall.

                Das mit den Hinterbeinen macht Charly echt zu schaffen. Gestern wollte er vor der Treppe stoppen hat nicht geklappt und er ist die halbe Treppe runtergerutscht und kam gar nicht mehr hoch. :-(
                Freitag morgen muss ich wieder zum Tierarzt. Schauen wir mal wie das weiter geht.

                Lg mareike

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