4 Monate alter Labrador Welpe

    • (1) 30.01.13 - 22:37

      Hi! #tasse

      Das ist nicht wirklich eine Hilfe-Thread, sondern eher zusätzliche Informationen. Ich werde für zwei Wochen einen Labradorwelpen hüten, ein Mädel, 4 Monate alt. Sie wird später ein Blindenführhund, wenn alles gut läuft.

      Es ist nicht das erste Mal, dass ich Hunde hüte, die entweder schon im Einsatz sind, pensioniert oder im Training, sie ist auch nicht der erste Labrador, den wir hier haben. Allerdings war der jüngste Hund, für den ich verantwortlich war, ein 6 Monate alter Bergamasker und Ronja ist ja gut noch einmal 2 Monate jünger und jetzt musste ich mich mal hinsetzen und lesen, was noch extra beachtet werden muss. Ich will ja nichts falsch machen, obwohl wir schon schwierigere Hunde hatten. #gruebel

      Ich weiss, dass eventuell ein Zahnwechsel ansteht, ich weiss gerade nicht, ob das schon der Fall ist. Falls ja werde ich ihr ein Spielzeug oder Nahrung zum Kauen besorgen, wenn sie so etwas noch nicht hat. Wir gehen davon aus, dass sie einigermassen stubenrein ist, aber mit dem Wohnplatzwechsel und dem jungen Alter können eventuell noch Unfälle passieren. Ist auch kein Problem, ich bin den ganzen Tag (und Nacht) da in den zwei Wochen und wir haben einen Garten.

      Ich weiss, dass sie nicht lange laufen darf, dafür gehen wir mehrmals raus, aufgrund der Gelenke und Treppen laufen werden wir auch versuchen zu vermeiden - das heisst aber, sie würde unten im Wohnzimmer schlafen. Jetzt ist sie noch jung und während sie sicher ihr gewohntes Schlafplätzchen und eventuell ein T-Shirt von ihrem Besitzer bekommt, rechnen wir damit, dass sie sich alleine unwohl fühlen könnte, also werde ich wahrscheinlich die erste Nacht - und wenn nötig länger - auf dem Sofa neben ihr schlafen.

      Wir werden sie hier nicht grossartig erziehen (ausser den normalen Grundlagen) - sie wird ja schon durch die neue Umgebung gefordert und sozialisiert. Sie kommt in einen Haushalt mit mir als Bezugsperson, ich habe viel Geduld und Ruhe und sie ist nicht der erste Hund, nur halt der erste dermassen junge Welpe. Unsere eigenen, leider verstorbenen Hunde, haben wir beide im Erwachsenenalter von der Strasse bzw. dem Tierheim geholt.

      Jetzt frage ich mich die ganze Zeit, ob ich irgendetwas ganz wichtiges vergessen habe? Wahrscheinlich mache ich mir auch viel zu viel Sorgen. Auf jeden Fall, wenn hier jemand noch einen Labradorwelpen hat und vielleicht einen Ratschlag, nur her damit.

      Dankeschön!

      mmemaman

      • (2) 30.01.13 - 23:12

        hallo,

        verzeih mir jetzt bitte die frage und fühl dich nicht angegriffen, aber warum muss eine vier monate alte maus schon wieder zu einem pflegeplatz?
        vermutlich hat sie gerade erst angefangen sich zuhause so richtig sicher zu fühlen.
        jetzt wieder in eine fremde umgebung, neue gerüche, herrchen weg, verwirrung.........
        ich nehme an, es gibt schwerwiegende gründe dafür, dass sie weg muss.

        ok, ich hab ne fast 6jahre alte labbihündin. hab sie mit 8 wochen bekommen. by that way, ich war einmal eine woche von ihr getrennt, weil ich ins KH musste. ansonsten noch nie.

        du hast alles berücksichtigt,mir fällt jetzt auch nicht mehr ein. keine treppen laufen ist gut, lieber tragen. so schwer wird sie noch nicht sein.
        ja, bleib bei ihr nachts, oder trag sie rauf und runter. kausachen bei zahnwechsel ist gut. ansonsten, LIEBE, ZUNEIGUNG, SICHERHEIT :-) aber das machst du gut, so wie du geschrieben hast.

        viel spass mit diesen wundervollen hunden, die sich ohne umwege direkt in dein herz graben! #herzlich

        diana & leni

        • (3) 30.01.13 - 23:42

          Natürlich ist das nicht ideal, aber die Umstände sind ein bisschen anders; Blindenführhunde müssen sich mehrmals umgewöhnen.

          Zuerst beim Züchter, dann beim Junghundtrainer, der ihnen den Grundgehorsam und Sozialisierung beibringt, für etwa 18 Monate - dann kommen sie zum Instruktor, der sie dann konkret ausbildet, das kann zwischen sechs und neun Monaten sein und nach bestandener Prüfung kommen sie zur blinden oder sehbehinderten Person. Scheidet der Hund aus, weil er eine ungünstige Charaktereigenschaft entwickelt, gesundheitliche Probleme hat oder pensioniert wird und weder der Junghundtrainer, noch die blinde oder sehbehinderte Person können den Hund wieder nehmen, wird er bei einer Familie platziert - in der Regel dann für den Rest seines Lebens.

          Das heisst, so ein Hund wird in seinem Leben mindestens vier Bezugspersonen haben, plus eine Krankheitsvertretung, wenn es nicht anders geregelt werden kann, das kommt aber selten vor.

          Wir hüten die Hunde meistens erst in letzter Instanz, d.h., wenn es keine andere Möglichkeit gibt; da hatten wir schon einen Appenzeller Sennenhund, der vorübergehend unterkommen musste, der blieb wenige Monate und manchmal kam ein Hund auch nur über Mittag oder einen Tag hierher. Das sind in der Regel Krankheitsfälle bei den Haltern, selten auch mal, weil der Halter weg muss und den Hund nicht mitnehmen kann.

          Die meisten Hunde erkennen und lieben ihre Junghundtrainer immer noch, wenn sie sie wieder sehen.

          Auf jeden Fall Danke für deine Antwort! Das mit dem Tragen ist kein Problem, wir hatten eine ausgewachsene Dalmatinerhündin, die wir aufgrund einer Operation wochenlang tragen mussten - und wir waren noch nicht ausgewachsen! :-D (Und einen sturen, pensionierten Airedale Terrier, der nie in den Kofferraum springen wollte - aber er war auch ein alter Herr.) Da kann ich ein Häufchen Labrador gut schultern.

          Muss mal schauen, dass wir noch ihren Junghund-Pass bekommen - dann darf sie nämlich kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und darf in Einkaufsläden.

          Liebe, Sicherheit und Zuneigung kriegt sie sowieso, das ist hier inbegriffen. :-)

      (5) 31.01.13 - 09:21

      Schreib dir eine Liste mit allem was sie kennen muss:

      Bahnhof
      Kinderspielplatz
      Innenstadt
      Fahrräder
      Motorräder
      Menschen verschiedener Hautfarben
      Regenschirme
      Hüte
      U Bahn
      S Bahn
      Bus fahren
      es ist ganz wichtig, dass sie so viel wie möglich kennenlernt um später keine Angst zu haben, auch wenn es mit 4 Monaten spät ist damit anzufangen!
      Also ran und viel Erfolg!!

      • (6) 31.01.13 - 11:18

        Sie ist nur zwei Wochen bei uns, ihre Sozialisierung hat schon lange bei ihrem Junghundtrainer begonnen und die Bedingungen für zukünftige Blindenführhunde ist noch etwas länger.

        Ich werde sie in zwei Wochen soweit weiter sozialisieren, wie sie es verträgt, da sie aber nur kurz bei uns in einer fremden Umgebung ist, wird das darauf abgestimmt sein, wie sie mit der neuen Situation umgeht.

    (9) 31.01.13 - 11:43

    Hallo,

    wir sind auch eine zertifizierte "Übergangsfamilie" für spätere Behindertenbegleithunde.

    Im grossen und ganzen hast Du nichts vergessen aber wurdet ihr nicht direkt von der Organisation aufgeklärt bzw geschult? Es gibt soooooooo viele wichtige Dinge zu beachten ; ( z,b niemals(!) Hundespielzeug was quitscht o.ä

    LG

    • (10) 31.01.13 - 13:04

      Ja... wir sind mit solchen Hunden seit über zehn Jahren zusammen. Das heißt, die Regeln kennen wir, die gehen ja auch mit den internationalen Richtlinien und der Zusammenarbeit anderer Schulen.

      Generell ist das also auch kein Problem, mir ging es nur um das junge Alter, weil wir das eben noch nie hatten und ich einfach vorbereitet sein möchte und zusätzliche Informationen, falls ich was vergessen habe, scheint aber nicht zu sein.

(11) 31.01.13 - 13:13

Hallo,

ich hatte einen Labradorwelpen, jetzt ist er ein Prachtbursche von mehr als 1 1/2 Jahren :-)
Du hast schon an soviel gedacht, da gibt es kaum was zuzufügen #pro
Ich weiß, dass Bilndenführhunde etwas anders erzogen werden, als Familienhunde, z.B. darf bzw. soll im Geschirr immer etwas Zug sein! Die werden so erzogen, dass sie sich später nur auf Kommando lösen. Die dürfen wirklich nichts unterwegs aufnehmen - ist nicht einfach für einen Labbi ;-)
Damit keine Lücke in der Ausbildung entsteht, würde ich mit ihr häufige, kleine Stadtgänge machen, wo sie alles kennenlernt. Z.B. mit ihr eine halbe Stunde in ein Bahnhofsgebäude setzen, Aufzug fahren, in ein Geschäft rein gehen (dafür brauchst du eine Bescheinigung, dass sie zum Behindertenhund ausgebildet wird!)

LG Pechawa

  • (12) 31.01.13 - 16:21

    Danke, gut, dass ich nichts vergessen habe. :-)
    Die Erziehung in ihrem Junghundtraining ist kein Problem, das kenne ich.

    Mit vier Monaten allerdings und in einer fremden Umgebung für zwei Wochen braucht sie in den ersten Tagen sicher keine zusätzliche Stimulation; so ein kleiner Hund muss auch erstmals ankommen.

(15) 31.01.13 - 14:40

Nö, hast nix vergessen.

Klingt alles ganz durchdacht.

Weitermachen.

#winke

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