Hat eine kastrierte Hündin später ein geringeres Krebsrisiko?

    • (1) 13.02.13 - 11:17

      Hallo #winke

      Meine Hündin ist nun 8 Monate alt und ich möchte sie kastrieren lassen erstens weil ich keinen Hundenachwuchs möchte und zweitens weil ich gehört habe,dass eine frühe Kastration eine Hündin später vor Gebärmutterkrebs und Gesäugekrebs schützen soll!

      Wie steht Ihr zur Kastration einer Hündin in Bezug zum Schutz vor Krebs?
      Ist da wirklich was dran?

      • (2) 13.02.13 - 11:44

        Hi,

        ich kann Dir die frage nicth beantworten, ob da wirklich ein Zusammenhang besteht, aber zumindest generelle Gebärmutter-/Eierstockerkrankungen (Entzündungen, Geschwüre, Krebs, etc.) und damit einhergehende Problem können nach der Kastration nicht mehr auftreten.

        Bezüglich der Gesäugetumore kann ich leider keine Erfahrung beisteuern. Die unkastrierte Hündin meiner Schwiegermutter hatte Gesäugetumore (eine Milchleiste wurde entfernt - die zweite nach der Streuung nicht mehr), die gestreut haben. Die Kastration erfolgte dann erst später, als sie eine schwere Gebärmutterentzündung hatte. Aber ob die Tumore verhindert worden wären, wenn sie früher kastriert worden wäre?

        Unsere Wolfspitzhündin wurde kastriert, weil sie mit ca. 6 Jahren schleichend aggressiv wurde und Verhaltensterapie, Blutuntersuchungen etc keinen Erfolg brachten. die Kastration war unsere letzte Möglichkeit vor der ansonsten nötigen Einschläferung. Bei der OP wurde festgestellt, dass Sandy massive Veränderungen an der Gebärmutter und den Eierstöcken hatte. Und ungelogen: seit dem sie aus der Narkose erwacht war, hatten wir unsere "alte" kuschelige & liebevolle Maus wieder.

        In einem anderen Forum lese ich auch immer wieder, dass vor allem ältere Hündinnen Gebärmutterentzündungen bekommen, die entweder chronisch werden oder nur sehr schwer behandelbar sind. Auch diese werden dann idR irgendwann kastriert und haben Ruhe.

        Deshalb würde ich eine Hündin, die nicht zur planvollen Zucht eingesetzt werden soll, immer kastrieren lassen.

        Gruß
        Kim

        Ich befasse mich zur Zeit auch intensiv mit dem Thema. Ich werde meine Hündin im Herbst kastrieren lassen. Dann war sie 3x läufig. Du schreibst Dein Hund ist 8 Monate alt. Zu so frühem Zeitpunkt würde ich es auf keinem Fall machen lassen. Lass Deinen Hund doch erst mal groß werden :-)

        Hallo,

        uns wurde es aufgrund dieser Krebsarten vom TA empfohlen nach der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen. Wir habens gemacht, damals war unsere 9 Monate alt. Nach der ersten Läufigkeit hat er empfohlen, weil er meinte, mit jeder Läufigkeit sinkt die Rate stark ab, um die das Tumorrisiko gemindert wird. Einmal läufig werden sollten sie aber, damit sie "erwachsen" sind.

        LG,
        Denise

        • Genau das hatte ich auch gehört.
          Je eher kastriert desto besser ist der Schutz vor Krebs!

          Die erste Läufigkeit hat sie hinter sich daher möchte ich es gerne in den nächsten Wochen schon machen lassen.

          Man fragt sich nur manchmal ob es heute noch der neuste Stand der Wissenschaft ist oder ob es heute vielleicht schon neue Erkenntnisse dazu gibt ?
          Tierärzte sind sicherlich da auch unterschiedlicher Meinung.

          • Eigentlich sind sich die Tierärzte da schon einig. Es ist bewiesen, dass das Krebsrisiko deutlich sinkt, wenn frühzeitig kastriert wird.

            Allerdings sollte der Hund maximal einmal läufig werden, da nach jeder weiteren Läufigkeit die Hormonveränderungen bereits im Gewebe Veränderungen hervorrufen.

            In Amerika geht man da sogar noch weiter und kastriert die Hündinnen noch vor der Geschlechtsreife - um genau diesen Effekt der noch nicht vorhandenen Geschlecjtshormone zu erhalten. Kann man sehen, wie mann will - es gibt für alles ein Für und Wieder.

    Ich bin bei Hündinnen für die Kastration aus folgenden Gründen:

    1. verringerung des Risikos von Gesäugetumoren, Gebärmutterentzündungen, schwer verlaufenden Scheinträchtigkeiten. Auch wenn jeder einzelne der Punkte kein soooo enorm hohes Risiko birgt - fasst man alles zusammen und rechnet es auf ein ganzes Hundeleben hoch, bekommen doch mehr als die Hälfte aller Hündinnen im Lauf ihres Lebens das eine oder andere Problem. Lieber eine junge gesunde Hündin operieren lassen, als eine schon ältere mit mehreren Litern Eiter in der Gebärmutter.

    2. Mehr Lebensqualität durch die Kastration. Wenn man einfach zusammen zählt - schon zwei Wochen bevor die Läufigkeit richtig los geht fühlt sich die Hündin nicht so wohl, dann die Läufigkeit selber ist stressig, und erst die aufdringlichen Rüden die manchen Hündinnenhalter zwingen, nachts um drei an der kurzen Leine und mit Stockschirm bewaffnet ne kurze Runde zu drehen, weil sonst immer gleich 5 Rüden an ihr dran sind...

    und danach kommt jedes mal die Scheinträchtigkeit, die auch wieder stressig ist und etwa zwei Monate dauert...
    also alles in allem geht es jeder Hündin etwa 3 Monate nicht toll im Zusammenhang mit der Läufigkeit, dann ist sie gerade mal 3 Monate lang völlig normal, und dann geht es auch schon wieder los.

    • (12) 13.02.13 - 17:25

      Ja, unsere hat bei ihrer einzigen Läufigkeit so gelitten, wollte tagelang nichts fressen und saß winselt an der Glastür zum Garten.

      immer dieses "mehr Lebensqualität" mag wohl damit zu tun haben, dass viele Frauen von sich auf die Hündin schliessen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

      >>und erst die aufdringlichen Rüden die manchen Hündinnenhalter zwingen, nachts um drei an der kurzen Leine und mit Stockschirm bewaffnet ne kurze Runde zu drehen, weil sonst immer gleich 5 Rüden an ihr dran sind...<<

      das ist kein Problem der Hündin, das ist wohl eher ein Problem zwischen Hundehaltern, nicht wahr?

      >>und danach kommt jedes mal die Scheinträchtigkeit, die auch wieder stressig ist<<

      ich habe keinen Schimmer, wie manche Hundehalter ihre Hündin "behandeln" dass es zu solch stressigen Scheinträchtigkeiten kommt.

      Da finde ich Antworten wie z. B. von minimoeller (aus einer anderen Diskussion hier) einfach ehrlicher

      >>In mein Leben passt einfach eine kastrierte Hündin besser. Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Einstellung egoistisch ist und sich nicht mit dem Tierschutzgesetz deckt.<<

      Aber gut, nicht streiten, es muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Leider wird sich dabei all zu oft in die eigene Tasche gelogen. Das ist es, was mir so sauer aufstösst

      • Da die meisten Leute, die ich kenne, die ihre Hündinnen nicht kastrieren lassen, diese dann mit Hormonspritzen u.ä. zubomben, damit sie dann doch nicht läufig werden oder nach dann "aus Versehen" erfolgtem Begattungsakt Abtreibungstabletten geben, und diese ja auch nich gerade gesund sein sollen, lasse ich eher operieren als ständig unter Hormone zu setzen.

        Unsere ist auch kastriert, da sie mehrmals die Woche mit meinem Mann ins Büro geht und der zweite Bürohund ein unkastrierter großer Rüde (ca. 25 bis 30 kg) ist. Da wäre eine Trächtigkeit allein durch den Größenunterschied für unsere 5-kg-Hündin wirklich ungesund.

        • alles in Ordnung. Du brauchst mir das nicht zu begründen, warum eure Hündin kastriert wurde. Es sei denn, es ist dir ein Herzenswunsch, warum auch immer.

          Der Spruch "statt Hormonspritzen lieber die Kastration" wird auch gerne als Erklärung genommen.

          Wie schon erwähnt, finde ich minimoellers Aussage ehrlich

(16) 13.02.13 - 18:31

also mein tierarzt hat erklärt, dass er im falle eines falles die hündin kastriert und die betroffenen teile der milchleiste entfernt. durch die kastration kommt dann nichts nach. inwiefern das eine zuverlässige info ist kann ich dir aber nicht sagen #kratz

Hallo,

also meine Mona hatte mit der Läufigkeit noch keine Probleme...außer das sie noch verschmuster ist als sonst.

Ich persönlich hatte mich entschlossen, das sie einmal tragen soll, bevor ich eine Kastration vornehmen lasse.

Sie ist jetzt 4 Jahre und habe sie vor 2 Wochen decken lassen....in 10 Tagen haben wir einen Tierarzttermin zum Ultraschall und schauen, ob es gefruchtet hat.

Wenn das alles vorbei ist und die Jungen in guten Händen sind, dann wird es wahrscheinlich auch für Mona Ernst.

Jetzt werden viele schreiben,,,wieso Welpen...es gibt ja schon so viele und und und.

Vorab...ich habe mehr Abnehmer wie es wahrscheinlich Welpen gibt...und ich finde es ist eigentlich auch wie bei uns Frauen.Einmal so etwas erleben zu dürfen...ein Wunder!
Und dieses Wunder möchte ich auch meiner Mona gönnen#verliebt

LG Daniela

Das funktioniert nur wenn die Kastration VOR der ersten Läufigkeit durchgeführt wird.
Dann besteht ein gewisser Schutz vor Gesäugekrebs.

Wir haben uns dennoch dagegen entschieden, unsere Hündin war einmal läufig (war uns wichtig für ihre Entwicklung) und danach wurde sie kastriert.

Ich habe meine Hündin vor 2 Monaten kastrieren lassen,weil sie zum einen nicht zur Zucht eingesetzt werden soll und zum anderen die Läufigkeit für sie extrem stressig war. In meiner Umgebung haben die Halter fast nur Rüden,die zwar kastriert sind,aber trotzdem ständig auf sie raufwollten. Sie war dann beim Spazierengehen so gestresst,dass sie zu Hause erstmal 2 Stunden brauchte,bis sie einigermaßen ruhig wurde.
Jetzt,nach der Kastration, ist sie viel ruhiger und gelassener.
Ob sie im Alter nicht doch an Krebs erkrankt,kann man nicht sagen. Alle Golden Retriever,die ich kenne,sind an Krebs gestorben. Ob Kastriert oder nicht,ob Rüde oder Hündin.

Dennoch finde ich,dass es die richtige Entscheidung war. Ich kann es nur empfehlen.

  • >>In meiner Umgebung haben die Halter fast nur Rüden,die zwar kastriert sind,aber trotzdem ständig auf sie raufwollten. Sie war dann beim Spazierengehen so gestresst,dass sie zu Hause erstmal 2 Stunden brauchte,bis sie einigermaßen ruhig wurde.<<

    Du hast sozusagen die Waffen gestreckt. Immer wieder erschreckend, wie viele unfähige od. unwillige Hundehalter es gibt. Damit meine ich nicht dich, nicht das du es falsch verstehst. Blos dass du es empfiehlst und somit unterstützt, dass Rüdenhalter weiterhin ihre Hunde nicht im Griff haben, find ich nicht ok

    • Blöde Frage, aber was würdest Du denn mit einer Hündin machen, die zu groß zum tragen ist, wenn gleich mehrere Rüden hinter ihr her sind und sie sich auch nicht wehren kann oder will?

      Ist ja schön und gut, wenn der eigene Hund gut erzogen ist, aber wenn die Rüden-Halter sagen "ach lassen Sie ihm doch seinen Spaß, ich zahl dann schon die Abtreibungspille!" - ja, solche Leute gibt es wirklich!

      Und auch wenn es kastrierte Rüden sind ist das nicht so spaßig, wenn sie erst mal richtig hängen.

      Wie gesagt, der Halter einer läufigen Hündin darf dann entweder nachts um drei gehen - oder er packt seine Hündin sofort ins Auto und fährt aufs Land raus, um da zu laufen wo im Umkreis keiner wohnt. Wer da nur eine Wohnung ohne Garten hat darf das dann drei mal am Tag mindestens machen. Toll.

      Ich wohne nur 200 Meter von der nächsten Hundewiese weg, was natürlich echt toll ist, aber ich bin heilfroh, einen Rüden zu haben (der zweifellos wirklich oversexed war und daher völlig zu recht kastriert ist), mit einer unkastrierten Hündin in diesem Stadtviertel bräuchte ich echt nicht vor die Tür gehen. Hier gäbe es nicht mal die Option eine Hündin kurz pieseln zu lassen, ohne damit schon Rüden anzulocken.

      • bei uns gibts natürlich auch uneinsichtige Rüdenhalter. Wir wohnen in einem Vorort. Mittlerweile bin ich bekannt dafür, dass es besser ist, seine Rüden zurück zu rufen. War aber harte Arbeit, das kannst du mir glauben;-)

        Ich habe Pfefferspray. Ach, manchesmal vergesse ich, es einzustecken. Einsetzen musste ich dieses Spray bis her zum Glück noch nie. Mensch, mir tun die Rüden auch leid, aber für den Schutz des eigenen Hundes ist nun mal der Halter zuständig. Laut rufen, dass ich, sollte der Hund nicht zurückgerufen werden, das Pfefferspray einsetze und du glaubst ja nicht, wie gut Hundehalter auf einmal rufen können und wie gut Rüden auf einmal hören.

        Hatte ich mal irgend wo gelesen, fand ich gut, habs ausprobiert und es klappt fantastisch!
        Ja, ich bin schon oft verflucht worden, was solls.

        Aber wegen der Blödheit, Sturheit oder Faulheit von Rüdenhaltern meine HÜndinnen kastrieren zu lassen, nein, das fällt aus.

        • Für den Mut bekommst Du sogar ein Sternchen von mir!

          Aber heftig ist es schon, und solltest Du es mal brauchen, bitte sehr gründlich schauen, wo Du hin sprühst. nicht dass Du aus versehen den eigenen Hund triffst, oder Deine Hand.

          Also mir wäre das dann wohl zu stressig. Aber hier laufen eben auch wirklich hunderte Hunde jeden Tag vorbei, das ist echt irre was da unterwegs ist, da ist das irgendwann zu viel.

          • klar kommt es auch darauf an, wo man wohnt bzw. ob ständig 50 Rüden unterwegs sind;-)

            Glaub nur, dass ich am Anfang Angst hatte, wenn ich das Spray benutzen muss, aus Versehen unsere beiden zu erwischen. Mittlerweile bin ich sehr überzeugend. Ich hab das Spray noch nie auspacken müssen. Wut macht Mut;-)

            ein Sternchen von dir? Hat was von einem Orden:-)

            weisst du, eine Kastration, gerade bei der Hündin, ist eine grosse OP, bei der auch schon Hündinnen gestorben sind.

            Und alleine der Gedanke, nur und nur wegen anderer Hundehalter, unsere Hündinnen dem Risiko einer OP (oder den Risiken von Hormonen) auszusetzen, nein das geht nicht. Die Vorstellung, aufgegeben zu haben, mich nicht genug eingesetzt zu haben und dann stirbt der Hund bei dieser OP, nein, ist zu viel für mich.

            Krankheitsbedingte Kastrationen sehe ich in einem anderen Licht. Ist wohl hoffentlich klar

Top Diskussionen anzeigen