Bin enttäuscht von Freundinn(en) / Katzenvermittlung

    • (1) 15.02.13 - 10:29

      Hallo ihr Lieben,

      muss mir nun mal was von der Seele schreiben, lag die halbe Nacht wach weil mich das Thema irgendwie beschäftigt.

      Es geht um meine (beste) Freundin, der ich im Dez 2011 ein Kätzchen vermittelt habe.
      Ich hatte damals eine Mama-Katze samt 6 Kitten mit 4 Wochen als Pflegestelle aufgenommen und habe alle (und danach noch viele weitere) gut vermitteln können. Meine Freundin, alleinerziehend mit Sohn (6) wollte unbedingt eins haben, aber auch nur eins, obwohl ich die kleinen nur paarweise abgeben wollte (und auch sollte). Ich habe wirklich lange rumgemacht mit ihr, sie solle doch dann lieber nach einer älteren Katze schauen, denn zu zweit ist es für Kätzchen einfach schöner.

      Am Ende habe ich mich breit schlagen lassen, denn ich dachte mir, nun ja es ist ja ein toller Platz mit Freigang und meine Freundin ist sehr liebevoll. Also ist die kleine Lilly dann am Nikolaus-Tag mit 12 Wochen bei meiner Freundin eingezogen, ich habe sie selbst hingebracht (wie bei allen meinen Pfleglingen) und alles war prima.
      Immer wieder hatte sie mal erzählt, Lilly wäre so eigensinning und würde wenn sie beleidigt sei, Sachen runterschmeißen und auch mal unter den Tisch machen. Tja, ist eben eine Katze! Sie hat sich desöfteren "beschwert", die Katze sei ja so ganz anders wie ein Hund (ach Nee #aerger). Deshalb rate ich auch oft zur Erwachsenen Katze, da weiss man was man kriegt da Character bekannt.
      Ok so weit so gut, nun stellte sich raus ihre Mama hat Krebs. Das tut mir sehr leid und ich fühle wirklich mit. Nun meinte sie gestern, sie weiß nicht ob sie Lilly behalten kann. Ihre Mama wohnt ca. 1,5 Std von hier und nun will sie eben so oft es geht hinfahren. Vollstes Verständnis dafür! Aber dass die Katze jetzt lästig ist und weg muss, dafür habe ich kein Verständnis.

      Ich habe vorgschlagen, einen Tiersitter zu suchen, aber für alles hat sie ein Gegenargument, die Nachbarn wollen nicht schauen, Lilly hat ihren Rythmus zwecks rein/raus, usw. für alle Vorschläge die ich gebracht habe, hat sie etwas dagegen. ich habev das Gefühl, sie hat sich bereits dazu entschieden, die Katze abzugeben und das enttäuscht mich wirklich wahnsinnig. Zudem fühle ich mich verantwortlich, ich habe die Kleine damals in gute Hände geben wollen (war ja auch alles gut) aber jetzt soll sie weg????

      Schon damals hatte ich die Intention, dass ich ihr besser keine Katze gebe, da sie auf Biegen und Brechen nur eine allein wollte und dann auch noch unbedingt ein Baby-Kätzchen als GEschenk für den Sohn - jeder anderen Person hätte ich unter den Umständen keine Katze vermittelt. Aber ich dachte ich kenne sie und sie ist meine beste Freundin.
      Könnt ihr das nachvollziehen oder übertreibe ich?

      Ich kann die Katze leider nicht zurücknehmen, ich habe selbst 4 eigene und die Gruppe passt nun gut zusammen. Ich kann eine 5. Katze nicht mehr nehmen. Ich selbst würde meine Tiere niemals abgeben, ich denke für alles kann man eine Lösung suchen. Zudem ist mir bewusst als Tierhalter, ich trage die Verantwortung bis zum Tod des Tieres! Egal ob Urlaub oder sonst was. Die AUsnahme wäre, ich würde selbst krank werden und könnte meine Tiere nicht versorgen - ok das ist was anderes. Ich selbst habe letztes Jahr monatelang mit meinem zweibeinigen Kater aus Rumänien ein riesen Pipiproblem gehabt. Er hat alles voll gepisst; war nicht kastriert, hat mich gebissen....schwanger war ich auch noch. Habe ich alles ausgesessen und jetzt ist er der liebste Schmuser überhaupt und wahnsinnig dankbar, dass er nun geliebt wird.

      Ach mann, könnt grad heulen weil ich das nicht verstehen kann.

      Die zweite (gute) Freundin hat nach einer Trennung ihre Katze 4 Wochen bei mir geparkt, um sie dann nach weiteren 2 Wochen im Tierhiem abzugeben. #heul Sie hatte einen neuen Freund und auch hier war es lästig die Katze am WE zu versorgen. :-[
      Auch das war eine enorme Enttäuschung.

      Sorry für das viele Bla Bla. Jetzt gehts mir besser.

      • Ich finde deine Grundeinstellung löblich, aber es gibt eben Dinge im Leben, die man nicht plant.

        Kann es sein, das deine Freundin einfach damit überfordert ist um ihre kranke Mutter zu bangen und einen riesen Aufwand für die Katze zu veranstalten?

        Sollte der Krebs nicht heilbar sein, kann es gut sein, das deine Freundinin nächster Zeit sehr sehr viel zu tun haben wird, viele Ängste ausstehen muss und viel Zeit mit ihrer Mutter verbingen wird. Das kann bis zum tagelangen sitzen am Krankenbett gehen.

        Manchmal kann man nicht allem gerecht werden.

        lg

        Hallo,

        ich kann dich verstehen, wäre auch mega-enttäuscht.
        Und die Argumente/Gründe deiner Freundinnen sind vorgeschoben. Sie wollten/wollen die Katzen einfach los werden und haben es sich sehr einfach gemacht.

        "Zudem ist mir bewusst als Tierhalter, ich trage die Verantwortung bis zum Tod des Tieres! Egal ob Urlaub oder sonst was" - diese Einstellung teile ich ebenfalls.
        Ok, es kann wirklich Gründe geben (schwere Krankheit des Besitzers z. B.) warum man ein Tier nicht behalten kann. Aber diese schwerwiegenden Gründe sehe ich nach deiner Schilderung bei deinen Freundinnen nicht.

        Mensch, die armen Katzen ...:-(
        Habe selbst drei und würde bis zum letzten kämpfen, damit ich die Fellnasen bei mir behalten könnte. Schlimm, die Einstellung mancher Leute gegenüber ihren Haustieren.

        LG

        Nici

        Ich verstehe Deine Freundin, kann gut sein dass sie die kommenden Monate sehr viel mit ihrer kranken Mutter zu tun hat und im schlimmsten Fall bis zum Tode begleiten wird. Da hätte ich auch andere Sorgen als Tiere zu versorgen.
        Schön ist was anderes für Tiere wenn sie weitergereicht werden, aber es ist nunmal auch keine Seltenheit. Lieber sie ist ehrlich und sucht einen neuen Platz als das sie das Tier vernachlässigt.

        Meine persönlichen Prioritäten liegen auch ganz klar erst bei meiner Familie und dann erst bei den Tieren.

        Tiersitter wäre auch nichts für mich, denn Fremde haben in meiner Wohnung nichts zu suchen., auch nicht die Nachbarn.

        Die Alternative wäre, dass sie der Mutter sagt dass sie keine Zeit hat regelmäßig zu ihr zu kommen und auch mal über Nacht zu bleiben, wegen der Katze!

        Wenn Du eine stabile Gruppe an KAtzen hast, warum meinst Du dass die eine mehr dann Probleme machen könnte? Ich sehe Dich auch in der Mitschuld am "Elend" der Katze, denn Du schreibst selber, sie wollte die KAtze für ihren Sohn der erst 3 ist. Da hätte Deine Alarmglocken bimmeln müßen und Du hättest ihr sagen können, dass das nicht geht.

        Ich denke die Kleine würde sich unterordnen in Deiner festen Gruppe und Du könntest in RUhe einen Endplatz suchen.

        Ich denke das TIere das besser wegstecken als man meint wenn sie ein neues Heim bekommen. Es kann doch im Grunde nur besser werden für das Tier, oder?

        buntstift

        • Hallo Buntstift,

          vielen Dank für Deine Antwort!
          Ich kann meine Freundin auch gut verstehen, die Katze dauernd versorgt zu wissen während sie zur Mama fahren möchte, ist sicher stressig zu der eh schon großen Belastung. Zum Glück hat bisher nichts gestreut und wir hoffen natürlich, dass nach der Chemotherapie alles wieder gut ist.

          Auch meine Mutter hatte schon Krebs und meine Haustiere sind mir auch nicht wichtiger als meine Familie, jedoch kommen sie direkt danach und ich finde es so traurig dass sie jetzt schon aufgibt und sich gar keine Lösung überlegt. Ihr Bruder wohnt um die Ecke, sie hat Freundinnnen die in der Nähe wohnen (ich leider nicht, sonst würde ich mich sofort drum kümmern!). Ich finde es Schade, dass die Katze, die ein Familienmitglied ist, so schnell abgeschrieben ist.

          Ihr Sohn ist übrigens 6 (keine 3). Bevor die Mietz ins Tierheim muss, nehme ich sie natürlich auf. Aber leider kann es Monate dauern, bis man eine Erwachsene Katze vermittelt hat, das weißt du sicherlich selbst. Ich bin wirklich auch am Rande meiner Kapazitäten, was Energie und finanzielle Mittel für meine Tiere (haben auch noch einen Hund) angeht. Ich habe zwei Kinder daheim, eins noch nicht mal 6 Monate alt. Ich habe keine Kraft für 5 sich zoffende (Haus)Katzen und vor allem machen die unter Stress leider auch ziemlich viel kaputt. Aus diesem Grund habe ich auch keine Pflegekatzen mehr.

          Wir haben übrigens auch eine Tiersitterin - fremd ist sie nur beim ersten Treffen und wir haben einen Vertrag in dem alles geregelt ist. Bei 4 Katzen möchte ich keine Nachbarn fragen, die wären mit Reinigung der Toilette schlichtweg überfordert :)

          Lieben Gruß

      Ich kann sehr gut nachvollziehen, daß Du enttäuschst bist; das wäre ich auch. Ich weiß, daß ich jetzt mit meiner Meinung auf viel Widerstand stoßen werde, aber ich werde es trotzdem so schreiben.

      Ich stimme der Antwort von einer Antwortenden vollkommen überein: Sie schiebt die Krankheit ihrer Mutter vor. Allerdings gehe ich noch weiter, und da könnte ihr mich jetzt steinigen wie ihr wollt:

      Auch wenn man Tiere nicht mit Kindern vergleichen kann, aber was würde sie denn machen, wenn sie Kinder hätte? Würde sie die auch einfach so abschieben? Ich weiß... kein guter Vergleich, aber meiner Meinung nach schon: Auch für ein Tier übernimmt man Verantwortung.

    • wieso sollte dich jemand steinigen?

      Ich würd jetzt nicht sagen, dass die Freundin die Krankheit der Mutter als Vorwand nimmt. Nein, denk ich nicht. Aber sie weiss, was u. U. auf sie zukommt, wenn die Mutter so krank ist etc.

      Wenn jemand zu seinem Tier keine echte, wirkliche Bindung hat, dann fällt es ihm leicht, das Tier nicht in die Lebensplanung mit einzubeziehen. Erst recht nicht in eine sich abändernde Lebensplanung, die nicht so vorhersehbar war.

      Mehr ists nicht. Und ganz ehrlich: Jemand der keine Bindung zu seinem Tier hat, da wünsch ich dem TIer jemanden, der daran interessiert ist, eine Bindung aufzubauen und sich daran erfreut, genau dieses Tier zu haben und es umsorgen zu dürfen.

    (11) 17.02.13 - 14:11

    "Auch wenn man Tiere nicht mit Kindern vergleichen kann, aber was würde sie denn machen, wenn sie Kinder hätte? Würde sie die auch einfach so abschieben? Ich weiß... kein guter Vergleich, aber meiner Meinung nach schon: Auch für ein Tier übernimmt man Verantwortung. "

    Ah ja.......

(12) 16.02.13 - 13:49

Ach Mensch - ich kann dich gut verstehen, ich wäre auch enttäuscht. Vor allem verstehe ich den Zusammenhang "kranke Mutter - Katze muss weg" nicht. Gerade eine Freigängerkatze kann man stundenlang draußen lassen - auch den ganzen Tag, wenn es sein muss. Man ist mit einer Katze viel unabhängiger als z.B. mit einem Hund, der auf keinen Fall den ganzen Tag alleine bleiben kann. (ICh weiß das, ich habe beides) Ich glaube auch, dass deine Freundin die Krankheit ihrer Mutter als Ausrede benutzt, weil sie die Katze so oder so wieder los werden will.

Für viele Menschen sind Tiere eben leider doch ein Spielzeug,dass man abschafft, wenn es nicht so viel Spaß macht oder nicht so funktioniert wie gedacht. Traurig.

LG
Suse

(13) 17.02.13 - 08:51

Du bist enttäuscht. Doch versetz Dich mal in die Lage Deiner besten Freundin.

Ganz ehrlich-ich an ihrer Stelle würde mich von Dir im Stich gelassen fühlen.

Da hat man ECHTE Probleme. Die Mutter totkrank und man kümmert sich um sie. Sie schüttet Dir ihr Herz aus und Du hast nichts anderes als ihr Haustier im Kopf...

Dich interessiert nicht wie es der Mutter geht, Dich interessiert nicht wie sie das alles schaffen will- Du suchst nur nach Lösungen für die Katze. Dabei hat Deine Freundin die naheliegenste Lösung parat.

Wenn man in so einer Ausnahmesituation ist hat man nicht noch den Kopf für eine Problemkatze.

Ich würde übrigens auch niemanden in meine Wohnung lassen. Auch nicht den nettesten Nachbarn.

Ein bisschen mehr Verständnis würde ich von meiner besten Freundin verlangen. Sonst wären wir einfach nicht auf einer Welle und sie wäre die längste Zeit meine beste Freundin gewesen...

Totkranke Mutter und ein Haustier... Zumindest für MICH wäre klar wo da meine Prioritäten lägen.

LG Mona

(14) 17.02.13 - 12:05

Hallo!

Ja, ich verstehe deine Freundin auch nicht.
Auch wenn die Mutter schwer krank ist, die Katze stört nicht.
Wir hatten damals eine ähnliche Geschichte. Wir hatten da aber noch einen Hund und eine Katze. Und da war es bedeutend schwerer als bei deiner Freundin, trotzdem haben wir die Tiere behalten.
Ich finde sie macht sich das schon ziemlich einfach. Da sie Deine Vorschläge in den Wind geschossen hat, find ich in dieser Situation unverständlich. Sie HAT ja Möglichkeiten das Tier versorgt zu wissen. Für mich ist klar: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ihr Weg wäre nicht sonderlich schwer gewesen. Eine Katze kann gut 2 Tage im Notfall Zuhause alleine bleiben.

Meine Katzen sind hin und wieder 1-2 Tage alleine. Ich stelle alles hin, mach alles sauber und die Tiere bleiben in dem Zeitraum im Haus.
Notfalls kann eine Katze auch draußen bleiben und man stellt Fressen raus. Wenn sie gelernt hat zu jagen, dann jagd sie Mäuse.

Klar ist das für deine Freundin eine Ausnahmesituation. Ich kann das voll und ganz Nachvollziehen das man da andere Sorgen hat als eine Katze.
Aber sie hat ja noch einen Sohn, den sie ja angeblich die Katze 'geschenkt' hat.......würde der nicht traurig sein? Der bekommt doch auch alles sicher mit was mit seiner Oma ist.......da verstehe ich also erst Recht nicht das sie ihm das mit der Katze auch noch antun will.....
So gesehen scheint ihr die Katze generell egal zu sein. Sie hat vielleicht garkeinen Bezug zu dem Tier und daher steht für sie der Entschluß fest. Da wirst du eh nichts dran ändern können. Vielleicht hat sie im Laufe der Zeit gemerkt das sie Katzen nicht wirklich gut findet.

Ich bin der Meinung das du zurecht traurig und enttäuscht bist.
Du hättest auf den Gefühl hören sollen. Aber nun ist es so wie es ist. Wenn sie keine Hilfe/Rat möchte kann man es nicht ändern. Du kannst nur versuchen andere Menschen zu finden die diese Katze nehmen würde.

Lg Sonja

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