Deckrüde

    • (5) 01.03.13 - 17:41

      Um was für eine Rasse handelt es sich? Hatte die Hündin schon mal Welpen? Ist der Züchter ein erfahrener welcher?

      Tipps:

      Rutschfeste Unterlage!!! Ne Decke auf Laminat geht gar nicht und ist für die Gelenke und die Geschlechtsteile beider Hunde gefährlich. Gerade beim Hängen trachten die Hunde oft auseinander. Rutscht da einer von beiden weg, kann es schlimme Genitalverletzungen geben. Draussen gehts oft auch gut. Dabei bleiben die meisten Hündinnen besser an der Leine, der Rüde frei. Sonst kriechen die unter nen Busch, und du kannst nicht eingreifen.

      Manche Rüdenbesitzer lassen vorher einen Keimabstrich aus dem Vorhautsack nehmen und machen vorm Deckakt ne antiseptische Spülung. Halte ich für unnötig, denn keimfrei kriegt man keinen Hund.

      Halsband bei beiden um lassen! Unerfahrene Hunde sind so besser zu greifen und zu halten.

      Der Rüde rachtet beim Hängen danach, von der Hündin abzusteigen und sich umzudrehen. Diese Po-an-Po-Stellung ist normal, ihrsolltet ggf. sein Bein dabei über den Rücken der Hündin heben, falls er sich so hinstellen will.

      Drei Ejakulate macht ein Rüde in die Hündin, eine "Vorspülflüssigkeit" ohne Samen, das Sperma, und beim Hängen eine "Nachspülflüssigkeit", die noch einige Samenfäden enthält. Auf letztere kann man verzichten, will man Welpen. Hängen ist also für einen vollen Wurf nicht zwingend nötig. Ich hatte drei von 5 Würfen ohne dass die Hunde hingen. Aber das zweite Ejakulat sollte besser nicht auf dem Rasen landen. Sonst wirds nix.

      Hat der Rüde voll ausgeschachtet und knotet ausserhalb der Hündin, ohne in ihr drin zu sein, dann nimm ihnan die Leine und geh mit ihm ein Stück. Dann bildet sich der penis zurück und ihr könnt esnoch mal versuchen.

      Will er partout nicht decken, dann hat das einen guten Grund. Glaube deinem Hund! Meistens ist es der falsche Zeitpunkt, oft auch ein totales genetisches Nichtpassen der Hunde, oder der Rüde hat was Körperliches,was noch keiner weiß.

      Veränderungen des Rüden:
      Die vielen Deckrüden, die ich kenne, haben sich dahin gehend verändert, dass eine gerade heisse Hündin sie nicht mehr anregt. Nur eine Hündin in den tatsächlichen Stehtagen interessiert sie noch. Viele Decken auch nicht mehr, wenn sie eine erfolgreiche Belegung "wittern". Bei zweien meiner Würfe hat der Rüde die Nachbelegung am übernächsten Tag bei noch gut stehender Hündin verweigert. Beides waren normal große Würfe.

      Ich kenne KEINEN Deckrüden, der durch Deckeinsätze rattiger geworden ist. Nur unerfahrene Jungrüden spielen sich so auf.

      Reicht dir das?

      Ansonsten auch noch mal den zuständigen Zuchtwart anrufen und befragen.

      #winke Ute

      • (6) 01.03.13 - 17:52

        Wow, das ist ja echt eine Wissenschaft für sich...Aber schon cool was sich die Natur da so hat alles einfallen lassen, nech?

        Vorspülen, nachspülen... , ausschachten und knoten, hängen und Po-an-Po-Stellung... echt interessant.

        Wann kommt denn Dein eigener Zuchtrüde?

        • (7) 01.03.13 - 18:22

          Wahrscheinlich gar nicht. Ich bleib dann besser bei meinen Mädels und bin lieber Züchter als Deckrüdenbesitzer. Beides zusammen macht für mich keinen Sinn, da in meinem Verein keine Wiederholungsverpaarungen erlaubt werden. Muss mir das nicht antun, in Läufigkeitszeiten zwei Rudel draus zu machen.

          Die Natur hat sich allerhand einfallen lassen. Meistens funktioniert es auch ganz gut. Nur, wenn sie manchen Züchtern etwas mehr Hirn hätte zukommen lassen,wärs noch perfekter.#schein

      (8) 01.03.13 - 22:08

      Danke für die ausführliche Antwort.

      Wir haben einen weißen Schäferhund, die Hündin und der Züchter sind zum Glück sehr erfahren.

      Du hast mich sehr beruhigt, dass die Hunde nicht "rattiger" werden!
      Man hört ja solche Horrorgeschichten, dass die Rüden ständig weglaufen und alle Hündinnen begatten wollen.
      Oder super aufsässig werden, weil sie meinen, sie wären jetzt Chef im Ring.

      DANKE! #herzlich

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