Hund ja oder nein?

    • (1) 06.03.13 - 11:29

      Hallo ihr Lieben!

      Es gibt doch dieses Phänomen, dass wenn man einen Kinderwunsch hat, plötzlich üüüberall Schwangere sieht. So, und nun geht es mir mit Hunden seit geraumer Zeit so. Ich möchte schon seit Längerem einen (Familien-) Hund, aaaber sooo einfach ist das dann nun eben nicht. Ein Hund muss immer raus, egal ob man krank ist, egal wie das Wetter ist, egal ob man Lust hat oder nicht. Aber gut, DAS muss man vorher abwägen - was ich gerade tue ;) Ansich habe ich mit Hunden sehr viel Erfahrung, da ich aus einer Familie stamme, welche berufserfahrung hat in Hundetherapie und -training. Ich selbst bin mit einem Hund aufgewachsen. Mit diesem war meine Mutter damals in der tiergestützten Therapie tätig. Ausserdem habe ich damals als Hundebetreuerin gearbeitet. Ich bin also mit vielen Kenntnissen und viel Wissen diesbezüglich aufgewachsen und habe so selbst unausgebildet ein gutes Händchen für Hunde. Eine Freundin zB. beklagte sich über die Leihnenführigkeit ihres Hundes... Ich bemerkte sofort, dass SIE den Hund falsch führt. Nachdem ich ihren Hund an der Leine führte, lief er 1A. Ich machte sie auf ihren Fehler aufmerksam und siehe da, es klappte. Der Hund lief ruhig und gelassen, aber vor Allem aufmerksam neben! ihr her.

      Nun ist es aber so, dass ich alleinerziehend bin und bald wieder anfangen möchte zu arbeiten (bis 15/16h täglich, fünf Tage die Woche). Ich denke das ist mein Hauptproblem... IST ES ÜBERHAUPT "MACHBAR" / SINNVOLL UNTER DIESEN UMSTÄNDEN EINEN HUND ZU HALTEN?

      Wir wohnen recht ruhig, mit viel Feld und Wald in der Umgebung. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere große Hunde gehalten werden. Wir haben drei Zimmer auf zwei Stockwerke verteilt (wohnen auf 80q mit Terasse) Ich liebäugle mit großen Hunderassen; Bernhardiner, Deutsche Dogge, Golden Retriever, Magyar Vizsla, Neufundländer etc. :-O

      Was meint ihr? Warten? Wenn ja, wie lang und auf was? Was sollte man abwägen bei der Frage, Hund ja oder nein? Sind unsere Wohnumstände generell zu schlecht / klein für große Hunde? Ist es generell möglich trotz (großem) Hund ganztags zu arbeiten?

      • (2) 06.03.13 - 11:36

        Ich finde nicht, selbst bei viel auslauf ab dem späteren nachmittag, das ein viszlar oder neufundländer in eine wohnung gehört. Vor allem nicht, da er soviel alleine wäre.
        Als wir uns unseren labrador holten, habe ich montags und dienstags gearbeitet, allerdings nur stundenweise. Zwei jahre danach hatte ich gewechselt und an einem tag gearbeitet, voll, als mein mann zuhause war. So konnte sie mehrmals raus. Gerade labradore sind sehr lange kräftige duracell hasen. Bis sie ca 4 jahre war, dachte ich schon, sie sei hyperaktiv, ab da wurde sie etwas gemütlicher. Nun ist sie sieben und zu hause ein faulmonster, und draussen wieder welpe. Aber sie braucht ihren auslauf. Sind oft mehrere stunden jeden tag laufen mit ihr. Wenn sie zu lange alleine sind, machen sie gerade in der junghundphase viel unsinn,
        Würde mir gut überlegen ob in eurem fall eine katze, wenn es denn ein haustier sein soll, nicht sinnvoller wäre, bzw ein katzenpärchen.
        Lg conny

        (3) 06.03.13 - 12:02

        Hi,

        nein - unter keinen Umständen solltest Du Dir einen hund zulegen, wenn Du bsi 15/16 Uhr außer Haus bist. Das ist viel zu lang für einen Hund!

        Dazu kommt, dass gerade die großen Rassen möglichst wenig bis keine Treppen laufen sollten. Stell Dir mal vor, der Hund muss aus irgendeinem Grund getragen werden? und ich weiß, wovon ich rede... ich bin mit einerm Bernhardiner aufgewachsen - und der musst mal nach einer Verletzung in den ersten Stock getragen werden. Bei 75kg Lebendgewicht (was dann uU nichtmal still hält ;-)) wirklich kein Spaß.

        Deine ganze Erfahrung nutzt dem Hund nichts, wenn Du nicht da bist!

        Wir haben selbst zwei Hunde, aber zum einen ein Haus mit Grundstück und zum anderen ist mein Mann zu Hause. Es ist auch ganz klar, dass mein Mann nie mehr als 25h pro Woche arbeiten wird - mit Fahrzeit wären die Hunde dann auch ca 6h alleine (wenn wir gleichzeitig aus dem Haus wären). Aber wir haben auch meinen Vater gegenüber wohnen, der in der Zeit die Hunde mal rauslassen kann bzw. sich zu ihnen setzt.

        Im Interesse eine potentiellen Familienmitglieds: lass es!

        LG
        Kim

        (4) 06.03.13 - 12:06

        Hi,
        mit deiner Vorgeschichte müsstest du doch eigentlich am Besten eine Antwort auf deine Frage wissen ;)

        Ich würde mir an deiner Stelle keinen Hund zulegen. Du bist alleinerziehen, d.h. du musst dich alleine um Kind und Hund kümmern, egal wie es dir geht, der Hund will und muss raus und nicht nur schnell zur nächsten Wiese. Da könntest du dir höchsten einen Senior holen.

        Wenn du 15/16h am Tag von Mo-Fr. arbeitest, dann hast du ja schon kaum Zeit für dein Kind, und dann noch ein Hund, der auch Aufmerksamkeit braucht???

        Nimm doch ein Katzenpärchen, die verschlafen sowieso den ganzen Tag oder spielen miteinander. Sie nehmen es einem nicht böse, wenn man sie mal alleine lässt, sie sind mMn auch einfache in der Urlaubspflege. Einer Katze Futter und Wasser zu geben ist schnell und einfach, aber sich um einen Hund zu kümmern ist schon aufwändiger, vor allem wenn man es nicht gewohnt ist.

        Ich finde gut erzogene Hunde einfach spitze, aber ich werde mir auf keinen Fall einen Hund anschaffen aus:

        - Zeitgründen
        - Urlaubsbetreuung (wir fahren gerne in Urlaub)
        - wir sind beide berufstätig und haben ein Kind
        - Konsequenz bei der Erziehung

      • (5) 06.03.13 - 14:24

        Hallo,

        ganz ehrlich - nein !
        Wir züchten Labradore und bei deinen Lebensumständen kann ich nur davon abraten; einen Welpen würden wir dir nicht verkaufen.
        DAs Problem ist nicht die Wohnung, oder das du Alleinerziehend bist - das Problem ist die Zeit.
        Nur mal kurz dreimal am Tag " um die Ecke" reicht einfach nicht - wir haben 2 kleine Kinder ( 3 Jahre und 2 Jahre) und drei Labradore sowie Haus mit riesigem eingezäunten Garten am Waldrand - und ich bin Hausfrau.
        Wenn Du jetzt Jemanden hättest, der sich ( verlässlich) mit um den Hund kümmern könnte, sähe das anders aus - aber ich lese in deinem Beitrag schon, das Du sehr viel Erfahrung hast - aber auch Zweifel.
        Und ich habe mal gelernt, bei so schwerwiegenden Entscheidungen : " Bist Du im Zweifel, lass´es sein".
        Entweder würde Dein Kind oder Dein Hund zu kurz kommen, Du hast dauernd ein schlechtes Gewissen.......wie schon geschrieben - eine Alternative wäre vielleicht ein Dogsitter oder Gassigänger, der aber wirklich verlässlich ist oder auch mal im Notfall ( Du oder Dein Kind muss ins Krankenhaus) den Hund übernehmen kann.

        Viele Grüße und Alles Gute
        Bettina

        (6) 06.03.13 - 17:27

        Hallochen

        Also ich weiss das ich zwar sicher von einigen gesteinigt werde, aber gehe mal meine meinung Kund

        Ich habe selber 2 Hunde, cocker spaniel und Schäferhund (leistung, keine ahnung wie man in Deutsch dazu sagt )

        Arbeite ganztags, und verlasse kurz vor 9 Uhr das Haus, komme kurzt vor 17.00 Uihr nach hause ( manchmal fällt suprmarkt usw an, dann kann es auch 18.00 Uhr Sein)

        Beide Hunde sind also generell tagsüber aleine, Oder besser gesagt "begleiten sich gegenseitig"

        Nur habe ich die beiden nicht im Haus drinne, sondern drausen im Garten / wintergarten.

        Dieser ist gut ausbruchssicher, was aleine wegen den grossen sehr wichtig ist.

        Morgens gehen wir ca eine Stunde spazieren, bevor ich auser Haus gehe, und wenn ich zurück komme nochmel 1 1/2 oder 2 ST...

        Wochenende machen wir gerne spaziergänge / wandertouren

        Schlafen tun die beiden auch draussen, aber wenn wir daheim sind, haben sie freien zugang zu allen.

        Solange der Hund genug spaziergang hat, und ausgelastet wird sollte es kein problem sein. Besoners Hunde wie Deutsche Dogge sind ruhigere die nicht soo viel bewegung brauchen, aber schon platz, damit sie nicht immer anstossten.
        Retrevier ist aber eher ein Hund der mehr bewegung braucht...

        Schonmal uberlegt, in Tierheim nach nicht mehr sooo ganz jungen hunden zu fragen ? Die freuen sich wenn sie daheim auf den Sofa liegen dürfen, und nicht soo viel raus müssen.

        Ganz im ernst, bei einen Junghund würde ich mir schon gedanken machen so lange aleine lassen ( aber mehr in sorge im mein Haus, labgweile hätte der nicht, aber mein Haus währe sicher auseinandergelegt)
        Da ich hier selber in Tierschutz helfe, weiss ich von vielen "alteren" die sich riesig über die chance freuen würden, aber nicht mehr bekommen.

        Hunde, sind Hunde... das darf man nicht vergessen, ich lasse ja auch mal meine 10-12 Jahre alten Kinder daheim aleine, warum sollte das bei einen Hund anders sein ?

        Freundliche grüsse
        Anja

        • (7) 06.03.13 - 18:11

          du darfst aber nicht vergessen, dass die ts alleinerziehend hat und nach dem tag im job wahrscheinlich keine zeit haben wird, stundenlang mit dem hund spazieren zu gehen. denn sie hat noch ein (kleines) kind, das vor'm schlafengehen noch zeit mit seiner mama haben möchte und sicherlich keinen bock, bei wind und wetter durch weld, wald und wiesen neben ihr her zu strunzen und außerdem müssen noch einkäufe, arztbesuche, pflege sozialer kontakte etc. erledigt werden.

          liebe ts, laß es lieber mit dem hund. du tust dir, deinem kind und auch dem hund keinen gefallen.

      (8) 06.03.13 - 17:49

      Hallo!

      Die Grenze des Alleine lassens ist bei den meisten Hunden bei 5-6 Stunden. Manche schaffen 7 Stunden, aber länger ist für die meisten Hunde nicht machbar.

      Insbesondere wenn man nur einen Hund und nur eine Wohnung hat - in einem ausbruchssicheren Garten können sie ja wenigstens ihre Geschäfte verrichten, aber da muss man dann auch überlegen, was ein Hund so lange draußen macht - Bellen, Jaulen, Löcher Buddeln, Ausbrechen und Streunen?was sagen da die Nachbarn dazu? Die meisten Hunde die sich langweilen suchen sich irgendeine Beschäftigung, und das sind normalerweise genau die Dinge, die der Mensch nicht möchte.

      Ein Hund in der Wohnung kann eben kaum länger als 6 Stunden alleine bleiben. Entweder man hat einen Partner, mit dem man versetzt arbeitet, oder man flitzt in der Mittagspause schnell heim, oder man arbeitet nur Teilzeit, oder man hat einen zuverlässigen Gassigeher, der sich um den Hund kümmert während man in der Arbeit ist...

      Sonst ist das kaum zu verantworten. Aber vielleicht haben Nachbarn ja einen Hund der auch einen Gassigeher brauchen könnte, oder Du fragst im Tierheim nach...

      (9) 06.03.13 - 19:21

      Danke für eure Meinungen! Danach habe ich hier ja auch gefragt :)

      Obwohl ich der Meinung bin, dass so ziemlich alles machbar ist, ist das mit der Hundeanschaffung wohl eher eine Frage der Moral: "MUSS es (jetzt) sein?" Im Endeffekt muss ich mir auch vor Augen halten, was wäre, wenn der Hund super wäre, aber es denoch zu voreilig war, zB. auf Grund der beruflichen Situation und ich den Kindern den Hund wieder "wegnehmen" müsste. Das wäre sicherlich für alle Beteiligten unschön. Ob ich nun wirklich bis 15/16h arbeiten werde oder doch weniger, weiß ich noch nicht. Vielleicht sähe es mit einem kleinen Hund anders aus. Bislang habe ich auch immer eher kleinere Hunde favorisiert, jedoch lag das vielleicht eben auch nur an den Wohnumständen... Zuvor hatten wir nämlich eine kleinere Wohnung. Jedoch habe ich eine starke "Vorliebe" für große Hunde (entwickelt), denn für mich persönlich denke ich davon "mehr" zu haben. So ein großer Bernhardiner oder Neufundländer ist einfach was tolles in meinen Augen.

      Ich werde wohl eurem Rat und meinem Verstand folgen und mit der Anschaffung eines Hundes warten. Ich werde erstmal wieder, und das ganz uneingeschränkt anfangen zu arbeiten. In 3-5 Jahren möchte ich sowieso wieder umziehen und dann soll es wieder etwas Größeres werden. Und dann kann ich nochmal über die Anschaffung eines (großen) Hundes nachdenken. Naja, man kann halt nicht alles haben im Leben - zumindest sofort :-(

      Vielleicht ergibt sich bis dahin ja wirklich die Möglichkeit einen Hund mitzuverpflegen, ab und zu auszuführen etc. Solange wird sich wohl der Spruch halten, den man bei Kindern gern benutzt: "Solange man sie wieder abgeben kann, ist alles bestens!" :)))

      Darüberhinaus freue ich mich denoch über weitere Meinungen und Erfahrungsberichte.

      PS. Eine Katze (Freigänger) haben wir! Sie ist die große Liebe und der ganze Stolz unserer kleinen Familie.

      • (10) 06.03.13 - 19:28

        Du musst eben einen Hund immer auslasten können, und das dann vor und nach der Arbeit mit kleinen Kindern dabei? Wie willst Du da 2 Stunden laufen? das ist für die Kids doch eher langweilig, und der Hund kann ja nicht mal mit auf den Spielplatz.

        Und ein großer Hund ist was schönes - solange man ihn nicht tragen muss. Ein Welpe muss lange getragen werden um die Gelenke zu schonen, ein alter Hund hat vielleicht schon Gelenkprobleme und muss getragen werden, viele Hunde weigern sich beim Tierarzt auf den Tisch zu springen oder in die Badewanne zu gehen, wenn es wirklich nötig wird...

        Auch einen großen Hund mitnehmen ist schwierig. Im restaurant, im Freizeitpark, im Urlaub in einer Ferienwohnung... da sind kleine Hunde wesentlich einfacher zu handhaben.

        Und große Hunde müssen perfekt erzogen werden. wenn die mal an der Leine ziehen bist Du sonst völlig chancenlos, da ist ein 30 Kilo Hund schon eine echte Herausforderung.

    Wenn du über so viel Erfahrung und Wissen über Hunde verfügst, frage ich mich ernsthaft, warum du dir deine Frage nicht selbst beantworten kannst #kratz

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