Interissanter Bericht über Rassestandarts

    • (1) 25.03.13 - 18:53

      Ich muss sagen ich bin echt schockiert#schock

      Z.B. dürfen Rhodesian Ridgebacks die ohne Kamm geboren werden einfach getötet werden, weil sie nicht Rassekonform sind:-[

      http://www.youtube.com/watch?v=t9UwOBxvfXI

      • (2) 25.03.13 - 21:28

        auch wenn ich mich hier wieder an den pranger stelle: ich bin kein fan von züchtern ...

        aber in dem video haben sie schon ein paar selten schlimme exemplare gefunden #schock

        außerdem möchte ich noch sagen: ich hab schon ridgebacks ohne ridge gesehen #pro ich hab zwar auch immer 10x geguckt, aber sie entsprechen dem typ komplett, nur der ridge fehlt eben. und bei nachfragen hab ich noch immer den verdacht bestätigt bekommen ... es gibt also auch welche die sie leben lassen!

        (3) 26.03.13 - 06:33

        Das findest Du leider nicht nur bei dieser einen Rasse,sondern bei allen Rassen wo die Welpen nicht dem Standart entsprechen(Hunde die nicht alle Rassetypischen Merkmale aufweisen können nicht teuer verkauft werden).
        Viele Züchter sind geldgeile Tierquäler (ich betone extra nicht alle).

        Der Mesch ist schon das übelste Wesen welches auf Erden wandelt.

        (4) 26.03.13 - 07:28

        Hallo,

        ich habe den Bericht nur halb gesehen.

        Aber eins ist Fakt - in Deutschland dürfen gesunde Hunde NICHT einfach getötet werden, weil sie nicht dem Rassestandard entsprechen. Und gerade beim Ridgeback ist es überhaupt kein Problem - Du findest nicht gerade selten auf den Homepages der Züchter Welpen ohne Ridge. Sie sind von der Zucht ausgeschlossen, aber das war's auch schon.

        Genauso läuft es bei anderen Rassen (weiße Boxer z.B.).

        Was in dem Bericht gezeigt wurde, hat für mich nichts mit verantwortungsvoller Zucht zu tun - da hätte ich persönlich eine differenziertere Berichterstattung wesentlich sinnvoller gefunden. Hätte man neben dieser unschönen, extremen Seite die Züchter und ihre Hunde gezeigt und zu Wort kommen lassen, die seit zig Jahren versuchen, ihre Rasse wieder "gesund zu züchten", hätte man weit mehr erreicht, als bei dieser Schwarz-Weiß-Malerei.

        Ein verantwortungsvoller Züchter geht nicht nur nach dem Aussehen - es reicht auch für die Zuchtzulassung eines vernünftigen Vereins nicht, dass der Hund äußerlich dem Zuchtstandard entspricht. Gerade in Bezug auf die rassetypischen Krankheiten müssen Untersuchungen vorliegen, die die Gesundheit des Hundes bestätigen. Bei vielen Rassen muss zur Zuchtzulassung auch ein Wesenstest vorliegen.

        Schwarze Schafe gibt es auch in Deutschland genug - darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber genau deshalb finde ich es weit sinnvoller, aufzuklären, worauf man beim (Rasse-)Hundekauf unbedingt achten sollte, statt alle Züchter in eine Schublade zu stecken.

        Zum Thema "Züchter sind geldgeil" kann ich nur sagen, wer eine Zucht nur halbwegs tiergerecht betreibt, KANN damit gar nicht reich werden. Wenn man nun noch die Zeit gegenrechnen würde, die man in eine vernünftige Aufzucht steckt, kann man besser putzen gehen, um an Geld zu kommen...

        Viele Grüße, Alex

        • (5) 26.03.13 - 10:48

          Danke, ich stimme dir mal wieder zu.

          Ich bekomme da auch immer einen Hals wenn Züchter über einen Kamm geschert werden und mal pauschal als geldgeil bezeichnet werden.

          Ich haben in meinem Bekanntenkreis viele Züchter die vor allem aus Leidenschaft züchten und weg von der Optik hin zu gesunden Hunden mit einem guten Wesen.

          Ich finde Zucht sinnvoll, vorallem in Hinsicht auf Gesundheit und Wesen. Wieviele Hunde leiden unter schlechter Gesundheit oder haben ein so schwieriges Wesen dass der normalo Hundebesitzer eben nicht damit zurecht kommt. Die bleiben dann ihr Leben lang an der Leine oder landen im Tierheim.

          Wir haben als Dritthund bewußt einen Hund aus einer Zucht genommen. Wir suchten einen gesunden, sportlichen, sehr triebigen Hund mit einem freundlichen Wesen. Das macht es uns viel einfacher den Hund in unser Rudel zu integrieren und dem Hund gerecht zu werden.

          LG Sabine

          • (6) 28.03.13 - 07:41

            Hallo Sabine,

            "witzig" ist dabei doch auch immer, dass gerade die, die sich noch nie wirklich mit dem Thema Zucht beschäftigt haben, die eingefahrenste Meinung haben... Aber so ist das ja leider in vielen Bereichen - es wird sich nicht informiert, eine Meinung hat man natürlich trotzdem und dann wird mit irgendwelchen Stammtischparolen um sich geworfen.

            Schade, dass solche Berichte dann noch Öl ins Feuer Gießen, statt aufzuklären.

            Dass es Qualzuchten und schlechte Züchter gibt, ist ja gar nicht zu bestreiten und das finde ich auch furchtbar - aber das ist eben nur ein kleiner Teil des Themas Zucht.

            Liebe Grüße, Alex

      (7) 26.03.13 - 10:01

      Was ich gerade noch vergessen habe...

      In dem Bericht wird auf den Dermoid Sinus beim Rhodesian Ridgeback eingegangen. Es wird gesagt, würde man keine Hunde mit Ridge mehr züchten, gäbe es auch keinen Dermoid Sinus mehr. Das ist schlichtweg falsch. Es stimmt definitiv und unbestreitbar, dass es bei Rassen mit Ridge gehäuft zum Dermoid Sinus kommt. Allerdings stimmt es nicht, dass diese Fehlbildung bei ridgelosen Hunden nicht Auftritt. Theoretisch kann sie bei jedem Hund auftreten - z.B. beim Boxer ist der Dermoid Sinus bekannt, aber auch beim Golden Retriever. Beim Menschen übrigens auch.

      Und es stimmt auch nicht, dass der Dermoid Sinus eine Form des offenen Rückens (Spina bifida) ist. Beim Dermoid Sinus sind Ektoderm und Neuralrohr teilweise unvollständig getrennt, Spina bifida ist eine Neuralrohrfehlbildung.

      Ich will das gar nicht verharmlosen oder kleinreden - Hunde mit Dermoid Sinus gehören nicht in die Zucht und ein unentdeckter DS kann schlimme, gesundheitliche Folgen haben (ein Grund mehr, warum man seinen Hund von einem guten, verantwortungsvollen Züchter, der sich auch mit dem Erkennen der rassetypischen Krankheiten auskennt, nehmen sollte).

      Der Ridgeback ist jetzt die Rasse, bei der ich mich am besten auskenne - ich frage mich, ob es bei anderen Rassen auch solche Fehler in der "jahrelangen Recherche zu diesem Bericht" gibt. Ich habe absolut nichts gegen kritische Berichterstattung, ganz im Gegenteil. Aber dann bitte vernünftig recherchiert. Dieser Bericht hat für mich leider sehr viel von negativer Stimmungsmache gegen Züchter und weniger von objektiver Berichterstattung, die alle Seiten beleuchtet.

      Viele Grüße, Alex

      • (8) 26.03.13 - 12:08

        Ich finde es kommt eigentlich ganz gut raus,dass es nicht an den Züchtern sondern an den Vereinen liegt.

        Die legen fest, dass ein DSH z.B. einen abgesenkten Rücken hat,
        schaut euch die mal auf Ausstellungen an.

        Manche laufen hinten wie ne Ente und gewinnen trotzdem.

        Sieger auf Ausstellungen werden dann begehrte Deckrüden und vererben dann diese gewollte "Behinderung" weiter.

        Wenn Hunde mit gradem Rücken nicht gewinnen, wird die auch kaum einer züchten.

        Genauso wie bei Bassets wo es anscheinend schick ist wenn der Bauch grade mal 1cm über dem Boden hängt und die Ohren auf dem Boden schleifen.

        Solange die Vereine nicht ihre Rassestandarts überarbeiten und meiner Meinung nach auch fremdes Blut aus anderen Vereinen zulässt wird sich nichts ändern.
        Jeder kocht sein eigenes Süppchen und rührt im immer gleichen Topf was die Genetik angeht.

        • Ich geb Dir soooo recht :-D

          Ich war mal zum Spaß auf der Rassehundeausstellung für Pudel, wir haben 2 Großpudel. Meine haben beide keine Papiere durften aber mitmachen bzw war es damals nur mein Rüde.

          Wir wurden angesprochen was für ein schöner Hund er doch sei und das aus dem mal was ganz tolles wird (er war 6 Monate alt) Viele Leute haben sehr positiv über ihn geredet. Bei der Ausstellung waren dann noch 2 andere Hunde in seiner Altersklasse, beide mit Papieren ;-), beide weder farblich noch vom Körperbau her vergleichbar ABER schön aufgeplüscht, nett hergerichtet und wie man es sich halt vorstellt. Wir haben dann Platz drei gemacht und der Richter meinte das das Erscheinungsbild eben viel ausmacht #kratz Die Hunde wurden nicht mal angefasst, wie will ich als guter Richter da fühlen ob der Hund wirklich gut steht oder, eben gerade beim Pudel doch recht einfach, schön hingeschoren worden ist. Da werden andere Winkel geschnippelt und hier was dran gelassen dafür da weg damit das Gesamtbild besser ist.

          Ach ich reg mich schon wieder auf, hör lieber auf.

          LG
          Inka

          • (10) 28.03.13 - 07:55

            Tut mir leid, aber mit diesem Beitrag zeigst Du, wie wenig Ahnung Du vom Thema Zucht hast.

            Ich kenne keinen einzigen Verein, der auf seinen Ausstellungen Hunde ohne Papiere zulässt - in vielen Vereinen reichen ja nicht mal Papiere, es müssen VDH-Papiere sein. Und das hat den Zweck, beweisen zu können, dass man wirklich einen reinrassigen Hund eben dieser Rasse hat und dieser auch vernünftig gezüchtet wurde.

            Die Ausstellung, an der Du mit Deinem Hund teilgenommen hast, kann also entweder nur eine "Spaß-Veranstaltung" für jeden Hund (inkl. Mischlinge) gewesen sein oder wurde von einem äußerst unprofessionellem Verein organisiert, von dem ich niemals einen Welpen nehmen würde. Und spätestens bei der Gebisskontrolle MUSS ein halbwegs vernünftiger Richter die Hunde anfassen...

            Natürlich sind Ausstellungen Schönheitswettbewerbe. Es geht darum, welcher Hund dem Rassestandard seiner Rasse am nächsten kommt (nicht, genau entspricht). Ausstellungen sind absolut nicht mein Ding. Und auch viele Züchter sieht man dort nur, um die Punkte für die Zuchtzulassung zu bekommen, während es genug nicht züchtende Hundehalter gibt, die ihr Tier von Ausstellung zu Ausstellung zerren, weil sie sich über die Championtitel ihres Hundes definieren.

            Fakt ist, zur Zuchttauglichkeitsprüfung gehört weit mehr als ein gutes Ergebnis bei einer Ausstellung.

            Viele Grüße, Alex

        (11) 28.03.13 - 08:09

        Nö, das sehe ich anders.

        Wer "ist" denn der Verein?!? Die Züchter! Und wenn in einem Verein Vorgaben herrschen, die mir als Züchter nicht passen, dann muss ich mir einen anderen suchen. Und sollten dieVorgaben prinzipiell so sein, dass ich der Ansicht bin, dass ich Hunde unter solchen Bedingungen nicht züchten will, dann sollte ich mir überlegen, ob "meine" Rasse evtl. tatsächlich eine Qualzucht ist. Oder ich mache das, was es schon oft genug gibt - ich suche mir andere Züchter, die ebenfalls der Ansicht sind, dass in der Zucht dieser Rasse ein Umdenken nötig ist, und züchte in die Richtung, die ich für gesund halte.

        Aber zu sagen "die Vereine seine Schuld", ist doch etwas sehr einfach. Ich unterwerfe mich doch nicht den Richtlinien irgendeines Vereins, wenn ich denke, dass ich damit "Rassekrüppel" züchte!

        Aber ich bezog mich mit meinem Post eigentlich auf etwas ganz anderes - nämlich darauf, dass ich es zum Einen schade finde, dass dieser Bericht für mich sehr nach Stimmungmache aussieht. Denn würde man aufklären wollen, würde man neben dieser wirklich traurigen Seite der Zucht auch die Züchter zeigen, die eine ganz andere Richtung einschlagen. Und zum Anderen werden Fehlinformationen gegeben - ob bewusst, um die Meinung des Berichts noch zu stärken oder unbewusst, wegen mangelnder Recherche, ist in dem Fall egal - seriöse, vernünftige, aufklärende Berichterstattung sieht anders aus.

(12) 26.03.13 - 14:12

OK, ich hab 5 Minuten angeschaut und konnte nicht mehr. Liegt vielleicht an den SS-Hormonen denn sonst geht sowas, aber heute war echt Schluss.
Wie pervers der Mensch mit seinen angeblich so geliebten Haustieren umgeht nur um Geldgeilheit und das Gefühl der Allmächtigkeit ausleben zu können. Da kommt mir das kalte Kotzen :-[

Kopf zu Klein das der Hund nur Schmerzen hat, Nase weggezüchtet so das der Hund permanent unter Atemnot leidet, zum Krüppel gezüchtet, schwerste HD oder ED mit nicht mal nem Jahr. Wie ich diese Menschen verabscheue!!!!

Muß hier aufhören sonst geht mein Blutdruck noch durchs Dach ;-)

LG
Inka

(13) 26.03.13 - 14:15

Mhm - ich kenne zwei Ridgebacks ohne Ridge....

Wo ein Markt ist, sind auch Anbieter.

Warum wird überhaupt so viel gezüchtet?

So ein kleiner Mischlingshund aus dem Tierheim oder eine Hofkatze oder so ein Meerschwein, dass so ganz anders aussieht als Mama und Papa sind doch auch überaus wertvolle Geschöpfe.

(15) 28.03.13 - 22:08

Hallo,

das Töten von Tieren ohne Grund ist in Deutschland verboten - das es auch unter den Züchtern schwarze Schafe gibt ist leider Fakt.

Aber wieder mal alle Züchter über einen Kamm zu scheren, ist doch zu einfach - wir züchten auch, das heisst aber noch lange nicht, das ich Mischlingshunde ablehne.

Als Züchter möchte ich bestimmte Eigenschaften erhalten bzw. fördern - und das Argument " Geld" ist hier ganz schlecht, wenn ich den ganzen Aufwand an Untersuchungen vor der Zuchtzulassung rechne, die Tierarztkosten, Futter und was sonst so alles dazu kommt ( Zeit nicht mitgerechnet) - kann ich besser putzen gehen.

Ich stelle mir dann ehr die Frage, ob es immer Tiere aus dem Auslandstierschutz sein müssen - jahrelang auf der Straße gelebt, Angst vor den Menschen, bei uns in der Hundeschule erlebt man dann über Monate Frust und Angst bei Herrchen und Hund - und am Ende muss der Hund doch wieder " weg".
Ist das besser als Zucht ?
Oder besser als im (deutschen) Tierheim zu schauen ?

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